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Warum 1 – Warum keine kleinen Häuser in Deutschland?

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Seite: 1, 2
Autor Beitrag
gringo
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Beiträge: 199
Ort: Deutschland / Peru



New PostErstellt: 01.06.08, 01:40  Betreff: Re: Warum 1 – Warum keine kleinen Häuser in Deutschland?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: 36510
    Das ist anderswo auch nicht anders zwangsläufig anders. Nur eben ohne die deutsche Ordnung - die durchaus auch ihre guten Seiten hat.
Stimmt! Wenn ich etwas im Ausland vermisse, dann ist das die deutsche Gründlichkeit, Ordnung und Zuverlässigkeit - aber bestimmt nicht die deutsche Überregulierung und Kleinkariertheit.

Deshalb würde ich mir, soweit es geht, auch kein Land aussuchen, in dem man diesbezüglich vom Regen in die Traufe kommt. Ist man in der Lage, die Kohle auf den Tisch zu legen, wird man nirgendwo Schwierigkeiten haben. Dies ist aber leider den wenigsten vergönnt.

Gringo



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36510
Top-User *****


Beiträge: 189


New PostErstellt: 01.06.08, 08:14  Betreff: Re: Warum 1 – Warum keine kleinen Häuser in Deutschland?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: gringo
    Stimmt! Wenn ich etwas im Ausland vermisse, dann ist das die deutsche Gründlichkeit, Ordnung und Zuverlässigkeit - aber bestimmt nicht die deutsche Überregulierung und Kleinkariertheit.

    Deshalb würde ich mir, soweit es geht, auch kein Land aussuchen, in dem man diesbezüglich vom Regen in die Traufe kommt. Ist man in der Lage, die Kohle auf den Tisch zu legen, wird man nirgendwo Schwierigkeiten haben. Dies ist aber leider den wenigsten vergönnt.

    Gringo

Ob man diesbezüglich vom Regen in die Traufe kommt, weiss man leider meist erst dann, wenn es zu spät ist. Ich fürchte, das Serviceniveau, das man von der deutschen Verwaltung erwarten kann, wird man nicht in vielen Ländern finden.

Z.B. brauchte ich kürzlich einen Auszug aus dem Familienbuch, weil ich im Ausland einen Pass für meinen Sohn beantragen wollte (als Nachweis, dass ich verwitwet bin und sich daher die Unterschrift der Mutter erübrigt). Das ging problemlos telefonisch. Die Gebühr dafür wurde im Lastschriftverfahren eingezogen. Ohne dass ich erst eine schriftliche Ermächtigung hätte erteilen müssen oder dass der Beamte sich hätte überzeugen können, dass das angegebene Konto überhaupt existiert.
Oder meinen eigenen Passantrag (für einen Zweitpass) habe ich bei meiner Gemeindeverwaltung unmittelbar vor meiner Abreise abgegeben und sie gebeten, ihn noch einige Monate zurückzuhalten, damit die Laufzeit nicht unnötig kurz ist (sonst hätte ich Probleme mit der Laufzeit meines zu beantragenden Visums bekommen). Das hat problemlos geklappt.

Meiner Erfahrung mit Behörden anderswo zufolge ist ein solches Maß an individueller Abweichung vom Standardprozedere alles andere als selbstverständlich.

Man kann über die deutsche Verwaltungs zwar auch mit Recht manch Negatives sagen, aber ich glaube nicht, dass sie einen Vergleich mit dem Ausland scheuen muss. Im Gegenteil!

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siggi_siggi_siggi
User mit Goldstatus!!!


Beiträge: 645
Ort: Autonome Republik Krim/Ukraine


New PostErstellt: 01.06.08, 12:10  Betreff: Re: Warum 1 – Warum keine kleinen Häuser in Deutschland?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat:
    Ob man diesbezüglich vom Regen in die Traufe kommt, weiss man leider meist erst dann, wenn es zu spät ist.
Oder man informiert sich zuerst über das Zielland. U.a. dafür gibt es ja Foren, wie dieses.

    Zitat:
    aber bestimmt nicht die deutsche Überregulierung und Kleinkariertheit.
Es ist im Ausland einfach ganz anders. Gesetze gibt es hier auch, aber vielfach werden sie einfach ignoriert. Wir haben uns hier für einen Rohbau interessiert. Dies war aber vollständiger Schwarzbau. Nach 2 Tagen hatte der Besitzer die Papiere besorgt. Ich vermute natürlich, dass dieser "Service" etwas gekostet hat. Möglichkeiten, die es in D wohl kaum gibt. Das geht natürlich nicht mit jedem beliebigen Dokument.

Oder noch ein Beispiel: Man möchte ein Kleinkraftrad (50ccm) fahren. Einfach kaufen und los fahren, weder Führerschein noch Versicherung werden benötigt. Kennzeichen gibt es auch keins.

Wenn Du im Wald grillen willst, kannst Du es einfach tun, ohne das die Feuerwehr kommt. Zum angeln am Fluss braucht man keine besondere Genehmigung.

Es gibt keine GEZ und keine IHK Zwangsmitgliedschaft. Kein Schornsteinfeger kommt und kehrt zwangsweise den sauberen Kamin.

Man möchte mit dem Auto in den Wald, an den Strand oder sonst wohin fahren. Das tun die Leute einfach. (Die Fußgängerzone haben sie mit Metallgittern abgesperrt, sonst wären die Leute auch dort mit dem Auto hereingefahren.) Haltverbot interssiert (fast) niemanden, Überwachung des ruhenden Verkehrs gibt es nicht (außer in der Hauptstadt). Ich habe den Eindruck, dass die Verkehrszeichen hier als freundliche Hinweise verstanden werden, mehr nicht. Erwischt einen die Polizei, zahlt man ein paar Euro "Geschenk" (z.B. ca. 3 Euro für zu schnelles Fahren, egal wie schnell man war) und weiter geht es. Den Führerschein konnte man käuflich für ein paar Hundert Dollar erwerben. Wenn das Auto zum "TÜV" muss, gibt es für 20 Euro die Bescheinigung ohne das man das jemand das KFZ gesehen hat.

Wenn man eine Firma hat, sind die administrative Anforderungen aber viel höher als in D. Auch Kleinunternehmer stellen deswegen extra einen Buchhalter ein. Auf der anderen Seite gibt es steuerliche Möglichkeiten und legale Tricks, die in D schon seit Jahrzehnten nicht mehr funktionieren. Daneben kann man den Steuerprüfer bestechen, wenn es ganz hart kommt. 10% der fälligen Summe direkt in die Tasche des Prüfers und die Geschichte ist aus der Welt.

Was ich hier schildere, sind typische Verhaltensmuster. Dabei gibt es einen kulturellen Unterschied: Hier versucht man, existente Regeln zu relativieren. In D werden die meisten Personen die dort existenten Regeln und Strukturen mit Werschätzung belegen.

    Zitat:
    Ich fürchte, das Serviceniveau, das man von der deutschen Verwaltung erwarten kann, wird man nicht in vielen Ländern finden.
Da stimme ich Dir zu: Dokumente, die einem zustehen, sind einfach zu beantragen und man kann sicher sein, dass gewünschte zu erhalten, ohne irgendwelche "Geschenke" an die Beamten geben zu müssen. Aber das gilt nur für Standardvorgänge. Wenn die Rechtslage komplizierter wird, dann beginnt in D auch der Kampf mit der Bürokratie (bei dem "Geschenke" kontraindiziert sind). Insbesondere beim Ausländeramt haben wir nicht so gute Erfahrungen in D machen dürfen.

Gruß
Siggi


[editiert: 02.06.08, 08:44 von siggi_siggi_siggi]
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