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Warum 1 – Warum keine kleinen Häuser in Deutschland?

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Seite: 1, 2
Autor Beitrag
gringo
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Ort: Deutschland / Peru



New PostErstellt: 07.05.08, 23:28  Betreff: Warum 1 – Warum keine kleinen Häuser in Deutschland?  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen

Warum machen es deutsche Behörden ihren Bürgern eigentlich so schwer, ein kleines Haus zu bauen?

Klein bedeutet für mich so ca. 30 bis 70 m² Wohnfläche (ja wirklich, DAMIT wäre ich zufrieden!!!!). Dann braucht man auch nur ein kleines Grundstück, das ganze ist schneller fertig gebaut, kostet weniger, man ist schneller schuldenfrei, es ist leichter und kostengünstiger instand zu halten, auch dann, wenn man mal klappriger ist, man hat mehr Kohle für andere Dinge des Lebens übrig, etc. etc.
Was soll ich mit 1 bis 2 Personen in einer riesigen Hütte? Natürlich gibt es genügend Apartments in der zuvor genannten "Größe", aber ich brauche ein wenig Luft & Grün um mich herum, sonst bekomme ich den Koller.

Ich kann es mir nur so erklären, dass
  • der Architekt mehr an einem großen Haus verdient
  • das Bauunternehmen mehr an einem großen Haus verdient
  • das die Zulieferer für Einrichtungen und Ausrüstungen mehr an einem großen Haus verdienen
  • die Energielieferanten mehr an einem großen Haus verdienen
  • die Gemeinde mehr an einem großen Haus mitverdient
  • der Staat mehr Steuern an einem großen Haus verdient
  • die Banken viel, viel mehr an einem teuren Kredit für ein großes Haus verdienen
usw. usw. usw.

Wo kämen wir denn hin, wenn die Leute schneller schuldenfrei und damit UNABHÄNGIGER wären?

Habt Ihr eine Idee oder Erfahrungen? Es interessiert mich brennend.

Saludos,

Gringo

PS:
Ich beziehe mich auf "echte" Wohnhäuser und nicht auf Ferienhäuser und Kleingartenanlagen, die in Deutschland ihre eigene Rechts- und Mentalitätsproblematik haben!




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colon
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Ort: Islas Canarias


New PostErstellt: 08.05.08, 00:47  Betreff: Re: Warum 1 – Warum keine kleinen Häuser in Deutschland?  drucken  weiterempfehlen

Einen Grund kenne ich aus eigener leidvoller erfahriung ganz gut - an einem deutschen Haus wird durch teilweise technisch schwachsinnige aber umsatztechnisch sehr attraktive Normen mehr verdient als fast sonstwo in der Welt.

Als im deutschen Aachen vor einigen Jahren ein Reihenhaus so um die 250 TMark kosteten, kostet das vergleichbare Haus einige Meter weiter in Holland nur etwa 100 TMark.

Warum? z.B. die Deckenlast in DE musste laut Norm das 20 fache der theoretischen Maximallast ausmachen (reicht zum Aufstellen von Werkzeugmaschinen in Schlaf und Kinderzimmern!) in Holland reichte das 7 fache. Dicke Beton decken = dickes Geld. Ein anderes Beipiel ist die umwelt und spartechnisch blödsinnige rein aussentemperaturgeführte Heizungssteuerung, die in DE auch von Lobbies bei deutschen politikern durchgesetzt wurden. Firmen wie Vissmann hast gefreut, und die Wahlkampfkassen einiger Politiker auch.

Ein anderer Grund ist aber auch der hohe Landverbrauch für Einfamilienhäuser. Deutschland ist eben eins der am dichtesten besiedelten Länder der Welt. Andererseits sind aber auch architektonische Lösungen möglich, dass man Wohnanlagen baut, in denen man das Wohngefühl wie in einem Haus hat. Das verhindern aber wiederum die engstirnigen deutschen Baugesetze.

Das es auch anders geht, kann man in meiner Nachbarschaft auf den teils sehr dicht besiedelten Kanaren sehen. Da wird das Einfamilienhaus bis 100 m² ganz gezielt gefördert: Die Gemeinde gibt billiges Land, und der Staat gibt dem Häuslebauer einen ordentlichen Steuernachlass. So können auch sehr einfache Schichten zum eigenen Haus kommen. Die Eigentumsquote hier liegt in dadurch Spanien übrigens bei fast 90 %.

Auch eine gute Nachricht für deutsche Einwanderer: die Vorteile des staatlich geförderten Wohnungsbaus können EU Bürger gleichberechtigt in Anspruch nehmen.



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siggi_siggi_siggi
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Ort: Autonome Republik Krim/Ukraine


New PostErstellt: 08.05.08, 16:52  Betreff: Re: Warum 1 – Warum keine kleinen Häuser in Deutschland?  drucken  weiterempfehlen

Es gibt einen Trick, wo Du in D auch ein kleines Haus bauen kannst: Gestalte den Plan eines größeren Objektes so, dass Du als Teilbauabschnitt ein kleinen Teil zuerst fertigstellen kannst. Der andere Teilabschnitt wird dann halt in absehbarer Zeit leider aus finanziellen Gründen nicht angegangen. Man wird Dich dann nicht zum Abriß zwingen.

Auch kostet ein großes Haus mit Wohnraumreserve nicht viel mehr als ein kleines. Bau einfach auf zwei Stockwerken und stelle vom oberen Stockwerk nur den Rohbau fertig. Der Innenausbau kostet immer noch am meisten. Hier ist Sparpotential und das Objekt ist auch verkäuflich. Ein Haus mit 60qm wirst Du wahrscheinlich nur unter Preis wieder los.

Es gibt beim Hausbau ganz viele Möglichkeiten, den Preis zu reduzieren, insbesondere wenn man selbst Zeit investiert. Das fängt bei der klassischen Eigenleistung an, geht über "schwarze" Helfer, bis hin zu den Baumaterialien, die je nach Einkauf ganz unterschiedlich kosten können. Finger weg, von teuren Spezialgeschäften, Arbeit + Sanitärobjekte nicht aus einer Hand kaufen, etc. Bei der Ausführung können hilfreiche Ideen aus anderen Ländern übernommen werden. Beispiel: Keller ist in D Standard, aber z.B. hier nicht.

Ansonsten gibt es auch Ferienhäuser zu kaufen, in denen man zum Teil auch ganz normal leben kann. Auch das wäre eine Alternative. Aber hier ist Vorsicht angesagt. Wenn so ein Haus nur für die Sommernutzung konzipiert wurde, dann kann es im Winter schnell ungemütlich werden.

Aus einer Ferienhaussiedlung im bayerischen Wald kenne ich aber selbst die andere Situation: Die Leute kaufen kleine Häuser (weil es von der Stange nichts anderes gab) und wenn sie diese permanent bewohnen, dann werden sie immer weiter vergrößert. Da werden schnell Balkon und Terrasse zum Wohnraum hinzugenommen, ein zweites Stockwerk kommt auf die Garage, etc. Dort war Diskussionsthema Nr. 1: Mit welchen Tricks bekommt man möglichst viel Wohnraum. Große Häuser scheinen also ein Bedürfnis der Mehrheit zu sein.

Gruß
Siggi


[editiert: 08.05.08, 17:07 von siggi_siggi_siggi]
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gringo
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Ort: Deutschland / Peru



New PostErstellt: 12.05.08, 00:12  Betreff: Re: Warum 1 – Warum keine kleinen Häuser in Deutschland?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: siggi_siggi_siggi
    Es gibt einen Trick, wo Du in D auch ein kleines Haus bauen kannst: Gestalte den Plan eines größeren Objektes so, dass Du als Teilbauabschnitt ein kleinen Teil zuerst fertigstellen kannst. Der andere Teilabschnitt wird dann halt in absehbarer Zeit leider aus finanziellen Gründen nicht angegangen. Man wird Dich dann nicht zum Abriß zwingen.
Gue Idee. Scheint auch realistisch machbar zu sein.

    Zitat: siggi_siggi_siggi
    Beispiel: Keller ist in D Standard, aber z.B. hier nicht.
Im Keller sammelt sich doch nur Gerümpel. Will ich nicht!

    Zitat: siggi_siggi_siggi
    Ansonsten gibt es auch Ferienhäuser zu kaufen, in denen man zum Teil auch ganz normal leben kann. Auch das wäre eine Alternative. Aber hier ist Vorsicht angesagt. Wenn so ein Haus nur für die Sommernutzung konzipiert wurde, dann kann es im Winter schnell ungemütlich werden.
Das Problem ist nicht die Ungemütlichkeit im Winter. Die Häuser sind an sich ganz gut. Vater Staat macht den Strich durch die Rechnung. Du darfst diese Häuser nicht als Wohnhäuser benutzen und nur max. 3 oder 4 Monate im Jahr darin leben. Sonst machen die Behörden Ärger.

    Zitat: siggi_siggi_siggi
    Auch kostet ein großes Haus mit Wohnraumreserve nicht viel mehr als ein kleines.
Diese Einschätzung ist relativ. Für den Keller, der in Deutschland „nur“ 25.000 EUR koste, bekommst in Südamerika ein ganzes Haus. Der Unterschied zwischen 100m2 und 200m2 kann mehr als 100.000 EUR ausmachen. Das ist viel Geld.

    Zitat: siggi_siggi_siggi
    Bau einfach auf zwei Stockwerken und stelle vom oberen Stockwerk nur den Rohbau fertig.
Die Methode kenne ich aus Südamerika. Und die älteren Semester werden es auch noch aus Südeuropa so vor ca. 20 –30 Jahren kennen. In Deutschland kaum machbar. Das gibt sehr schnell Ärger mit den Baubehörden.

    Zitat: siggi_siggi_siggi
    Ein Haus mit 60qm wirst Du wahrscheinlich nur unter Preis wieder los.
Das ist die typische Befürchtung der Bank. Angeblich deshalb sind Darlehen für kleine Objekte schwer zu bekomme. Ich sage: Augenwischerei!
Die Quote an Singles ist hoch wie nie. Viele meiner Kollegen, Freunde und auch ich kommen faktisch nur zum Schlafen nach Hause. Was will ich da mit der riesen Hütte? Wir wollen „Klein aber Fein!“
Und: Wenn du oder deine Frau sich keine Putzkraft leisten können, wird ein großes Haus schnell zur Last.
Was machst Du mit 180m², wenn die Kinder aus dem Haus sind? Verkaufen. Denn so was will niemand freiwillig allein unterhalten.
Wir haben hier in Spanien ein Haus mit 180m²gemietet, weil es relativ preisgünstig war und schnell gehen musste. Wir nutzen aber nur die Hälfte. Der Rest ist Staubfänger. Das Leben ist draußen (Für Deutschland natürlich schwerer zu realisieren – aber der Klimawechselmacht es sicherlich bald möglich ;-))
Wir wollen was Kleines und Handliches“!
Für das Geld, was übrig bleibt, kaufe ich mir lieber noch was Kleines auf einem anderen Kontinent.
Small is beautiful.

    Zitat: siggi_siggi_siggi
    Große Häuser scheinen also ein Bedürfnis der Mehrheit zu sein.
Siehe oben. Viele Menschen leben nur zu gerne über ihre Verhältnisse, übernehmen sich finanziell daher schnell oder versklaven sich ihr Leben lang an die Bank. Die Zahl der Privatinsolvenzen zeigt das mehr als deutlich. Und das wird von Banken & Co auch noch gefördert.
Nix für mich.

Saludos,

Gringo



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siggi_siggi_siggi
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Beiträge: 645
Ort: Autonome Republik Krim/Ukraine


New PostErstellt: 12.05.08, 09:03  Betreff: Re: Warum 1 – Warum keine kleinen Häuser in Deutschland?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat:
    Du darfst diese Häuser nicht als Wohnhäuser benutzen und nur max. 3 oder 4 Monate im Jahr darin leben. Sonst machen die Behörden Ärger.
Das kommt darauf an. Ich habe selbst jahrelang in einer Ferienhaussiedlung gelebt. Zuerst haben die Behörden keine Wohnsitze registriert. Die Leute haben dort trotzdem gelebt und waren halt nur woanders (z.B. bei den Eltern) gemeldet. Niemand steht ja vor dem Haus und zählt die Tage, die man dort wirklich lebt.

Über Jahre haben die Behörden Stück um Stück sie diese Haltung aufgegeben und zum Schluss auch Wohnsitze registriert und Erweiterungen der Häuser genehmigt (als Schwarzbauten gab es diese Erweiterungen schon jahrelang). Es geht i.a. darum, dass die Bedürfnisse von Permanent-Wohnern und Feriengästen nicht unter einen Hut zu bekommen sind. Wohnt der erste dort permanent, dann bald auch der nächste und irgendwann ist die Siedlung dann für Urlauber verloren. Die Gemeinde hatte aber mehr Interesse an Urlaubern, da diese mehr Geld bringen.

Gruß
Siggi


[editiert: 16.05.08, 09:16 von siggi_siggi_siggi]
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Anna_kl
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Ort: Namibia



New PostErstellt: 16.05.08, 09:14  Betreff: Re: Warum 1 – Warum keine kleinen Häuser in Deutschland?  drucken  weiterempfehlen

Ich wußte gar nicht, daß es so schwierig ist, in Deutschland ein kleines Haus zu bauen. Ich dachte, das hängt nur vom Bauherrn ab, wie groß er sein Haus haben will.

Hier in Namibia gibt es auch keine Keller, und man vermißt das auch nicht wirklich. Auch ein begehbarer Dachboden ist eher die Ausnahme, da oben kann man nicht stehen und da liegen nur Kabel, das ist alles. Wenn man hier ein Haus baut, baut man am liebsten alle Zimmer ebenerdig, das ist viel praktischer, und Land gibt es genug. Es gibt natürlich große Unterschiede. Viele Schwarze haben nur ein einziges Zimmer in ihrem Haus, viel mehr ist da nicht. Die reicheren Leute, egal ob schwarz, farbig oder weiß, haben dagegen sehr große Häuser, die meisten haben auch viele Kinder. Ja, auch die Weißen. ;-) Es ist nämlich in Namibia nichts Besonderes, mehrere Kinder zu haben, sondern die Regel. Hier können sie auch in Ruhe aufwachsen.

Also hängt die Größe des Hauses hier eher von der Größe der Familie ab. Man baut das Haus eben so groß, wie man es braucht. Man kann ja immer noch anbauen, wenn es nicht reicht.

Ein Haus mit einem Zimmer kostet ca. 5.000 Euro, wenn man es selbst baut. Kauft man ein Haus, kann es leicht das Zehnfache kosten. Die Preise sind nicht nachvollziehbar.

Grüße
Anna



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gringo
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Ort: Deutschland / Peru



New PostErstellt: 17.05.08, 01:20  Betreff: Re: Warum 1 – Warum keine kleinen Häuser in Deutschland?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: Anna_kl
    Ich wußte gar nicht, daß es so schwierig ist, in Deutschland ein kleines Haus zu bauen.
Ja, das ist eine der Dinge, die mich an Deutschland so richtig nerven. Die Enge. Die räumliche Enge. Und die Enge der Überregulierung.

Ein Land, "wo es Land gibt"... Das wärs´s.
Hier in Spanien gibt es Land im Überfluss (im Vergleich zu Deutschland) und doch ist alles extrem teuer, weil alle im Dorf oder in der Stadt gerne mittelalterlich eng aueinander hocken. Und für eine Baugenehmigung auf dem Lande braucht man so ca. ab 14 Hektar Land; und das kostet auch...

Peru hat Land noch und nöcher, aber da wo es billig ist, bist Du meist "am Ende der Welt". In den Ballungszentren hat man dann auch wieder den Sardinen-Effekt.

Sch... Spiel!

Gringo



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WhiteRaven
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New PostErstellt: 27.05.08, 18:12  Betreff: Re: Warum 1 – Warum keine kleinen Häuser in Deutschland?  drucken  weiterempfehlen

Möglicherweise will man dadurch auch unterschwellig verhindern, dass die Leute eben dieses Geld, das durch einen "kleinen" Wohnsitz frei verwendbar bliebe, im eigenen Land verwenden.

Offenbar gibt es immer mal Ausnahmen, in Süddeutschland durfte eine Frau aus dem Norden nach einigem bürokratischem Hin- und Her ein sehr bescheidenes, kleines Haus auf einem Regulärbauplatz in einer Neubausiedlung bauen lassen, weil sie es vorzieht, mit sehr wenig "Luxus" auszukommen. Ob davon auch die Stromversorgung ect. betroffen war, weiß ich nicht mehr genau. Die Frau führt zum "bundesdeutschen" Regelvergleich ein eher alternatives, einfaches Leben.

Schwierig ist es durch den Bürokratiewahnsinn an sich, einen Hausbau problemlos über die Bühne zu bekommen. In Deutschland bestimmt da der "Bauherr" oder spätere Hauseigner relativ wenig mit. Er gibt halt den Auftrag ab und hat / verdient im Laufe der Jahre idealerweise noch das Geld dafür. Es ist ja kaum möglich, ein Haus so bauen zu lassen, wie man es gern hätte. Es muss zur Umgebung passen, darf den üblichen Stil nicht stören, muss etliche Normvorgaben erfüllen, denn solche Unsinnigkeiten sind in Deutschland wesentlich wichtiger, als ob sich die Leute dort später zuhause fühlen können.
Es gibt mancherorts sogar Bestimmungen dazu, welche Gartenbepflanzung erlaubt ist oder nicht.
Wehe, man liegt 1 cm zu nah an der vorgeschriebenen Abstandsbemessung zu irgend einem anderen Gebäude. Dann st der Teufel los. Hat man irgend etwas schon angebaut, etwa eine Treppe, und irgend eine Bestimmung wurde minimal verletzt, soll man das Ganze abreißen und ordnungsgemäß noch mal aufbauen. Natürlich zum Selbstkostenpreis. Vielleicht stimmt dann das Mischverhältnis der Baustoffe nicht exakt, und dann darf man es von Neuem abreißen.
Dass man noch nicht vorschreibt, wie die Familien an einem bestimmten Wohnort gefälligst zusammengesetzt zu sein haben, um in dem dafür genormt gebauten Häusern residieren zu dürfen, ist wahrschenlich nur noch Niemandem zu bestimmen eingefallen.
Ich würde in D niemals ein Haus bauen lassen...

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gringo
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Ort: Deutschland / Peru



New PostErstellt: 30.05.08, 00:28  Betreff: Re: Warum 1 – Warum keine kleinen Häuser in Deutschland?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: WhiteRaven
    Es ist ja kaum möglich, ein Haus so bauen zu lassen, wie man es gern hätte. Es muss zur Umgebung passen, darf den üblichen Stil nicht stören, muss etliche Normvorgaben erfüllen, denn solche Unsinnigkeiten sind in Deutschland wesentlich wichtiger, als ob sich die Leute dort später zuhause fühlen können...
Ja, die genormte deutsche Melk-Kuh, pardon, wollte sagen: der genormte deutsche Bürger.
Das ist genau einer DER Gründe, warum mir Deutschland so zum Hals raushängt!

Gringo



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36510
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Beiträge: 189


New PostErstellt: 30.05.08, 18:52  Betreff: Re: Warum 1 – Warum keine kleinen Häuser in Deutschland?  drucken  weiterempfehlen

Das ist anderswo auch nicht anders zwangsläufig anders. Nur eben ohne die deutsche Ordnung - die durchaus auch ihre guten Seiten hat.

Ich habe z. B. gerade ein Haus in Südafrika gekauft und will es umbauen. Erstens gibt es hier sogar Vorschriften für die Farbe des Hauses und des Zaunes bis hin zur Gestaltung des Daches, Farbe des Kamins etc., im Vergleich zu denen die in Deutschland höchst großzügig sind. Und zweitens passieren hier eben so lästige Dinge, wie z. B., dass man erst wochenlang nicht an die Pläne vom Bauamt herankommt, weil dort das Mikrofichelesegerät kaputt ist, dann der zuständige Sachbearbeiter krank wird und zuguterletzt die Originalpläne beim Anfertigen einer Kopie zusammen mit dieser verlorengehen.

Das war in Deutschland einfacher!


[editiert: 31.05.08, 07:02 von 36510]
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