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Hier sind wir glücklich...

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Autor Beitrag
Peter Thul

Moderator

Beiträge: 32
Ort: Asunción



New PostErstellt: 01.07.03, 11:00  Betreff: Hier sind wir glücklich...  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen

Ausgewanderte sehen ihre neue Heimat immer ein bisschen anders, als die, welche noch von ihr träumen. Auch Weihnachten in der Badehose ist nicht jedermanns Sache.

Trotzdem wollen die meisten nicht mehr zurück. Wer schon im Ausland lebt (bitte aber hier keine Deutschlandfrustrierten, die noch daheim leben), den bitte ich ganz herzlich sich hier mitzuteilen, wie er die neue Heimat empfindet und was ihm dort besser oder weniger gefällt, als dort, von wo er einst auswanderte.

Und natürlich: bereut ihr Euren Entschluss? Wie lange lebt ihr schon in... ? Ab und zu doch ein bißchen Heimweh...? Und trotzdem wollt ihr bleiben – warum?

Fragen, die uns alle interessieren, oder? Bitte hier nur eure Erfahrungsberichte schreiben, denn dies ist kein Dikussionsboard...

herzlichst, Euer Peter Thul


[editiert: 06.10.06, 22:46 von Peter Thul]
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Silka
Gast
New PostErstellt: 29.07.03, 18:05  Betreff: Re: Hier sind wir glücklich...  drucken  weiterempfehlen

Hallo,

ich denke, dass ich vielleicht auch etwas zu Eurem Forum beitragen kann!

Ich bin 1986 mit meinem Ex- Ehemann auf Grund seines Jobs nach Frankreich gegangen. Nun ist es immer leichter auf so sichere Art ins Ausland zu gehen. Ich habe dann gleich über drei Monate einen Französisch - Kurs gemacht und mich anschließend ins Leben gestürzt. Da ich schon immer meine künstlerischen Neigungen ausleben wollte und nun viel Zeit und Geld zur Verfügung hatte, habe ich Kurse an verschiedenen Kunstschulen und in Künstlerateliers belegt.

Wer da Informationen braucht - meledet Euch bei mir. Ich denke, ich kann ganz gute Tips geben. Vor etwa zwei Jahren habe ich mich von meinem Mann getrennt. Kurz vor der Trennung haben wir uns entschieden - vielleicht um die Beziehung durch so eine Aktion zu kitten nach Neuseeland auszuwandern. Und wie es so ist, hat's auch geklappt. Zweimal sind wir dorthin geflogen, um das Ganze nicht verfallen zu lassen.

Jetzt habe ich das Residence Visa, Returning Residence Visa, sowie die Resisence Permit mit date of issue 21/Juli/1999 und date of expiry two years from date of issue of the original residence permit. Mein Problem ist, dass ich nun aus der Zeit raus bin und nicht weiß, ob es eine Möglichkeit gibt die Bewilligung zu verlängern. Vielleicht hat jemand von Euch Erfahrungen mit diesem Problem und kann mir mit ein paar Tips helfen?

Zur Zeit bin ich wieder in Frankreich mit meinem neuen Freund und arbeite hier als Verwalterin für ein Ferienanwesen.

liebe Grüße an alle, die an Träume glauben!
Silka
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Inge75
Gast
New PostErstellt: 29.07.03, 18:13  Betreff: Re: Hier sind wir glücklich...  drucken  weiterempfehlen

Hi,

Erst mal ein Kompliment an Peter für seine tolle neue Homepage! Ich kenne zwar Dein Auswanderer-Buch (noch) nicht, aber was man da so auf Deiner Homepage alles findet, da krigt man Geschmack drauf.

Und jetzt zum Thema:

Wir leben seit neun Jahren in Venezuela. Unsere Tochter ist jetzt sieben (hier geboren) und kennt ihre Verwandten in Deutschland nur von zwei Heimatbesuchen und sporaduischen Besuchen von meiner Schwester oder meinen Eltern hier. Ich denke, daß Kinder damit leichter fertigwerden, als wir Erwachsenen. Sie werden in diesen 'Zustand' hineingeboren und kennen es gar nicht anders.

Wir würden nie mehr zurück nach deutschland gehen, denn Venezuela ist uns insziwschen zur Heimat geworden. Also ich kann auch ganz sicher sagen, daß unserem Mäuschen die deutschen Verwandten nicht abgehen. Sie freut sich, wenn diese mal zu Besuch sind, aber sonst verschwendet sie keinen Gedanken daran. Das ist ähnlich wie mit Weihnachten. Wir, die wir die deutschen Weihnachten mit Schnee und Kälte und früher Dunkelheit kennen, uns fehlt da etwas, wenn wir am Pool sitzen. Die Kinder mögen es aber so, weil sie gar nichts anderes kennen.

Ich habe auch Freundinnen und Bekannte, die mit Kindern hier eingewandert sind, aber auch die zeigen nicht die geringsten Anzeichen von heimweh oder Sehnsucht. Das hier ist ihre Welt geworden, da fühlen sie sich wohl, da ist alles geordnet und so, wie sie es kennen. Die Anpassung der Kinder an ein neues Land (wage ich mal zu sagen) sollte kein Hindernisgrund für das Auswandern sein. Die kommen schneller zurecht, als Du selbst.
Glaubt's mir!

Liebe Grüße, Inge
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Auswandern

Administrator

Beiträge: 102



New PostErstellt: 08.08.03, 17:41  Betreff: Re: Hier sind wir glücklich...  drucken  weiterempfehlen

Beitrag von Ingrid Schwenk, hierher kopiert


hallo
durch einen freund hab ich dieses forum gefunden. ich bin mit meinem mann vor über 4 jahren nach den kanarischen inseln ausgewandert. wir würden nie mehr nach deutschland zurückgehen. hier haben wir echte lebensqualität und vor allem zeit zum leben gefunden.

wir leben hier unter einheimischen und sind hervorragend integriert. wir gehören zur kleinen dorffamilie im gegensatz zur grossstadt in deutschland.

schon die menschen sind wesentlich aufgeschlossener und verstehen zu arbeiten und zu leben . familie wird hier gross geschrieben und man ist nie alleine . z.b. bei krankheit.
das ganze dorf ist auf den beinen wenns mal nicht so gut ust oder wenn es ein problem gibt. wo findet man das in deutschland.???
auch das wetter ist ein thema ewiger frühling jeden tag sonne das ist gut für nerven gesundheit und die liebe .
wir können nur jedem empfehlen es auch zu tun und keine bange zu haben vor dem neuen .

wir haben es nicht bereut

herzlichst ingrid


[editiert: 06.10.06, 22:39 von Peter Thul]
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Farfuglinn
Neuzugang


Beiträge: 3
Ort: Island


New PostErstellt: 19.03.04, 22:52  Betreff: Re: Hier bin ich glücklich...  drucken  weiterempfehlen

Hallo zusammen,
ich bin diejenige, die vor fast 2 Jahren den Artikel „Nur weiter träumen...?“ ins Heimatfrust-Forum setzte.

Damals war ich völlig deprimiert und wollte nur fort aus Deutschland, hinaus in die weite Welt. Durch Zufall wurde Island das Land meiner Träume - bloß war ich so unsicher, ob ich den Sprung ins Ungewisse wagen sollte, ich alleine, die ich nicht mehr als eine unqualifizierte Abiturientin ohne große Geldreserven war.


Heute lebe ich nun schon fast zwei Jahre auf der kleinen Insel am Polarkreis und kann nur sagen: ich bereue nicht einen Tag in der neuen Heimat!
Ich fand es nie schwierig, hier oben Fuß zu fassen; das mag auch an meinem Alter liegen (ich bin jetzt 21 Jahre alt), zumal ich allen Jobangeboten sehr aufgeschlossen war. Das erste Jahr verbrachte ich hier oben als Magd auf insgesamt drei Bauernhöfen, und das, obwohl ich zuvor noch nie in der Landwirtschaft gearbeitet hatte. Ich bekam Kost, Logis und ein in Anbetracht der Arbeit lächerliches Gehalt, aber dafür konnte ich erste Erfahrungen sammeln und viel wichtiger: ich lernte die Landessprache Isländisch; die Sprache der Wikinger.
Damit war die Grundvoraussetzung gelegt, hier ein Studium zu beginnen - und so befinde ich mich nun zweiten Semester eines agrarwissenschaftlichen Studiengangs, erhalte Wohngeld vom isländischen Staat und konnte mich bisher mit den Ersparnissen meines Bauernlebens über Wasser halten. Demnächst werde ich es so halten müssen, wie die Isländer: arbeiten, arbeiten und arbeiten, um mir meinen Unterhalt zu finanzieren. Denn das Leben hier oben entspricht zwar sehr hohen Standards, ist aber auch teuer.
Aber man kommt über die Runden, wenn man es will.

Meine Einstellung zu Deutschland hat sich Dank des Abstandes ein wenig geändert. Ich sehe nun auch wieder die positiven Seiten meines Heimatlandes und freue mich auf Deutschlandurlaub. Aber wieder dort leben? Nein, dafür fühle ich mich hier viel zu wohl!
Heimweh habe ich deswegen auch nie. Natürlich vermisse ich meine deutschen Freunde und Familie, aber wozu gibt es Telefon und Internet? Und natürlich meine Besuche in „good old Germany“.

Die Isländer sind ein schräges Völkchen, liebenswert chaotisch, öfters auch stursinnig - ein Bauernvölkchen eben. Doch eines mag ich besonders an ihnen: ihre Offenheit und ihre positive Einstellung zum Leben. Was passiert, das passiert halt, und es wird schon wieder gut, irgendwie. Man plant hier nicht, alles ist spontan, was gleich viele positive wie negative Seiten hat. Doch ich komme gut zurecht hier oben und liebe das Leben in der kargen Natur. Man steht mit beiden Beinen mitten im Leben, hat noch Bezug zum „einfachen“ Leben der Landwirtschaft aber gleichzeitig einen hochmodernen Lebensstandard und ein oft besseres Sozialsystem, als in Deutschland. Man lebt zwischen aktiven Vulkanen und Gletschern und hat direkt vor der Haustür die wunderschönste Landschaft, die man sich nur denken kann. Die Luft ist sauber, das Wasser schmeckt noch nach Leben; man hört weder Autobahnen noch Flugzeuglärm. Statt dessen trompeten Singschwäne auf dem See vor dem Haus und tollen Fuchswelpen im Garten umher. Von den allgegenwärtigen Pferden und Schafen einmal ganz abgesehen.

Ihr seht - ich liebe die Natur mit ganzem Herzen und vermisse das Leben der Stadt nicht im geringsten. Zugegeben: Island ist lange nichts für jeden! Eingefleischte Stadtmenschen werden sich hier nur verloren fühlen; 280.000 Einwohner auf einer Fläche von Bayern und Baden-Württemberg - abseits der "großen" Städte ist es einsam. Das nächste Kino ist zwei Autostunden entfernt, die nächste wirklich große Einkaufsmöglichkeit ebenso. Alkohol ist unbezahlbar teuer, und auch wer viel kränkelt, sollte vielleicht eher in Deutschland bleiben, denn die Qualität der Dorfärzte lässt leider oft zu wünschen übrig.
Und Sonnenanbeter werden die sommerliche Mitternachtssonne zwar lieben, aber im langen, dunklen Winter wahrscheinlich eingehen.
Ich bin ein Wintermensch, mag den kühlen Norden also zu jeder Jahreszeit und kann auch den dunklen Wintern viel Positives abgewinnen, wohl auch ob der Polarlichter, die die langen Nächte erhellen.

Dennoch werde ich nicht auf ewig auf diesem Inselchen bleiben, dafür bin ich zu jung und die Welt zu groß! In zweieinhalb Jahren werde ich nicht nur einen isländisch/internationalen Hochschulabschluss besitzen, sondern auch die Möglichkeit, in Partnerschulen der Nachbarländer (Skandinavien, Kanada) mein Studium fortzuführen. Um dann dort Erfahrungen zu sammeln, Kontakte zu knüpfen, und dort Fuß zu fassen. Für ein paar Jahre. Oder länger.
Denn nach Island kann ich nun immer zurück.
Und nach Deutschland sowieso.
Ich habe durch meinen so „gewagten Schritt“ also nur dazu gewonnen - keineswegs verloren!
Vielleicht macht das ja dem einen oder anderen Mut!
?

Liebe Grüße vom Polarkreis
Kristín


[editiert: 20.03.04, 01:24 von Farfuglinn]
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Peter Thul
Gast
New PostErstellt: 23.10.04, 12:21  Betreff: Re: Hier sind wir glücklich...  drucken  weiterempfehlen

Hallo Inge,

du hast Recht. Zudem integrieren sich die Kinder in der Regel doppelt so schnell wie die Eltern in einem neuen Land. Und ruck-zuck lernen sie auch die neue Sprache (selbst größere Kinder) so, dass einem fast die Spucke wegbleibt.

Kinder sollten kein Hindersgrund für das Auswandern sein, sondern eher das Gegenteil (unter der Voraussetzuing, dass eine Auswanderung vernünftig geplant wurde). Oft kann man den Kindern mit dem neuen Land eine lebenswertere Heimat bieten.

Da beißt die Maus keinen Faden ab...

(Danke für Dein Kompliment für meine Seiten) und liebe Grüße von
Peter Thul
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mondlaub
Neuzugang


Beiträge: 1
Ort: Südtirol


New PostErstellt: 23.12.06, 17:39  Betreff: Re: Hier sind wir glücklich...  drucken  weiterempfehlen

    Zitat:
    Ausgewanderte sehen ihre neue Heimat immer ein bisschen anders, als die, welche noch von ihr träumen. Auch Weihnachten in der Badehose ist nicht jedermanns Sache.

    Trotzdem wollen die meisten nicht mehr zurück. Wer schon im Ausland lebt (bitte aber hier keine Deutschlandfrustrierten, die noch daheim leben), den bitte ich ganz herzlich sich hier mitzuteilen, wie er die neue Heimat empfindet und was ihm dort besser oder weniger gefällt, als dort, von wo er einst auswanderte.

    Und natürlich: bereut ihr Euren Entschluss? Wie lange lebt ihr schon in... ? Ab und zu doch ein bißchen Heimweh...? Und trotzdem wollt ihr bleiben – warum?

    Fragen, die uns alle interessieren, oder? Bitte hier nur eure Erfahrungsberichte schreiben, denn dies ist kein Dikussionsboard...

    herzlichst, Euer Peter Thul
Bin beim Stöbern auf das Forum gestoßen. Vor nunmehr fünf Jahren, ich in Deutschland keine berufliche Zukunft mehr sah,schickte ich meine Bewerbungen auch mal weiter weg und bekam Antwort aus Südtirol, dem deutschsprachigen Teil Italiens. Das war 2001. Seit 2003 lebe ich fix in der Nähe von Meran und auch Frau und Kinder haben mit mir den Schritt gewagt. Anfangs wars echt schwierig, aber mit Hilfe neuer Freunde haben wir diese Hürden genommen. Ein wenig Glück war auch dabei. Meine Frau fand sofort Arbeit als Kindergärtnerin, die Jungs konnten ihre Traumberufe erlernen. Ich fand auch sofort Arbeit, allerdings nicht in meinem gelernten Beruf und in den ersten Jahren war ich als Taglöhner beschäftigt. Inzwischen habe ich neben meinem Hauptjob in einem Supermarkt noch zwei Nebenjobs als freier Journalist. Das Leben ist auch hier hart. Die Lebenshaltungskosten sind sehr hoch. Man lernt den hohen Lebensstandard in Deutschland schätzen und dennoch: Keiner von uns würde jemals nach Deutschland zurückkehren.
Hier wird hart gearbeitet, aber dafür genießt man das Leben auch viel mehr. Die Leute sind nicht so gestresst und deprimiert, gehen alles mehr mit Ruhe an und halten zusammen. Das Lebensgefühl ist einfach positiv. Wir sind sehr schnell integriert worden und gehören nun dazu. Anfangs hieß es noch: Da wohnen die Deutschen. Aber das sagt heut niemand mehr.
In Deutschland war ich für das Arbeitsamt schwer vermittelbar. Das kann sich hier keiner vorstellen und ich bin so froh, dass mir Südtirol die Möglichkeit gab, ein neues Leben zu beginnen. Ich kam mit nichts und habe viel bekommen.

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