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Kreta

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Anna_kl
User mit Goldstatus!!!


Beiträge: 760
Ort: Namibia



New PostErstellt: 17.07.13, 11:32  Betreff: Re: Kreta  drucken  weiterempfehlen

Na, das klingt doch gut. Dann habt Ihr ja ein gewisses Kapital. Allerdings ein Lokal ... Das ist eine sehr unsichere Angelegenheit. Vielleicht wäre es besser, noch ein zweites Standbein zu haben? Ich sehe viele Leute, die ein Lokal aufgemacht haben, den Bach runtergehen. Egal, in welchem Land. Weil man da sehr von einer guten Lage und von der Saison abhängig ist. Eine gute Lage kostet aber auch viel Miete, man hat also hohe Fixkosten.

Ja, das mit den Steuern, das hat mich auch immer geärgert. Das ist schon ein Grund, auswandern zu wollen. Was Personal angeht, da sind die Probleme wohl auch überall die gleichen. Ob das nun in Europa ist oder wie hier bei uns in Afrika. Gutes Personal ist rar, selbst wenn viele Leute arbeitslos auf der Straße stehen.

Alle Leute hier bei uns, die ich kenne, die ein Lokal betreiben, klagen ständig über das Personal. Sie müssen praktisch ständig die Leute auswechseln, weil man kaum jemand findet, der zuverlässig und ehrlich ist, von "gelernt" mal ganz zu schweigen. Solche Ansprüche stellen wir hier gar nicht, dann würde man sowieso niemand finden.

Das Problem ist - und ich glaube, das ist fast auf der ganzen Welt so -, dass die meisten Leute zwar Geld haben wollen, dafür aber nicht unbedingt viel arbeiten wollen. Sie meinen, dass der Besitzer eines Lokals reich ist und ihnen einfach etwas von seinem Reichtum abgeben soll. Sie sehen nicht, dass viel Arbeit dahintersteckt, ein Lokal mit Gewinn - oder überhaupt nur kostendeckend - zu führen.

Die meisten Angestellten sehen nicht, dass der Besitzer das ganze Risiko trägt, dass er die Verantwortung trägt, dass er einen Business-Plan haben muss, der sich rechnet. Dass er vorausschauend denken und auch die nächsten Jahre schon im Blick haben muss, nicht nur, was heute oder morgen ist. Dass er für seine Rente Rücklagen bilden muss, weil ihm niemand sonst eine Rente zahlt als er selbst usw.

Wenn es gut läuft, ist alles in Ordnung, aber wenn es mal ein paar Wochen oder Monate keine Einnahmen gibt, weil keine Gäste kommen, z.B. im Winter, muss der Besitzer dafür sorgen, dass er trotzdem genug Geld hat, um das Lokal weiter zu betreiben, auch wenn er im Minus ist.

So etwas sehen Angestellte einfach nicht, sie sehen nur das Geld, das der Besitzer ihnen zahlt und meinen immer, das ist zu wenig.

Ja, die Härten des Unternehmertums. Das kennen wir alle. Es ist nicht einfach, und dazu noch in einem fremden Land, sich eine Existenz aufzubauen.

Aber man kann es schaffen, wenn man stark und hart genug ist. Ich kenne hier auch einen Kneipenbesitzer, dem werden immer wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen, aber er lässt sich nicht unterkriegen. Er hatte ein Lokal, das gut gelaufen ist, dann plötzlich hat der Vermieter beschlossen, ihm zu kündigen, und er musste das Lokal, in das er viel investiert hatte, innerhalb von drei Monaten aufgeben, etwas Neues suchen. Was nicht so einfach ist, denn es gibt kaum gute Plätze.

Also macht einen hieb- und stichfesten Mietvertrag, der Euch garantiert, dass Ihr nicht einfach nach ein paar Jahren vom Vermieter vor die Tür gesetzt werdet, wenn Ihr das ganze Lokal auf Eure Kosten eingerichtet und umgebaut habt.


[editiert: 17.07.13, 11:35 von Anna_kl]
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arnego2

Moderator

Beiträge: 750
Ort: Karibikinsel Margarita



New PostErstellt: 17.07.13, 14:38  Betreff: Re: Kreta  drucken  weiterempfehlen

Tja die lieben Vermieter
Ca 30% der Geschaefte die gut anlaufen werden durch den Vermieter vermurkst der meint das Geschaeft waere wessentlich besser wen er es machen wuerde

Hier gibt es Mietvertraege fuer ein halbes Jahr. Steuern zahlt man hier 15% im Jahr auf das Nettoeinkommen, wenn es nur nicht den Buergermeister gaeb der ja auch irgenwie leben will. Zwischen 5 und 15% je nach Bezirk auf den Bruttoumsatz klingt vielleicht nicht viel ist aber doch recht happig.

Unsere Steuerbhoerden versuchen immer mehr aus den Steuerzahlern ,dabei machen ca. 50% der Bevoelkerung Geschaefte die nicht angemeldet sind und gar keine Steuern zahlen. Taxifahrer, Busfahrer und Eigner. Empanada, Arepa und Hotdogverkaeufer, Bautrupps, Strassenmechaniker etc.

Vermieter zahlen ihre Steuern nur wenn sie ihre Immobilien verkaufen.


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