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Claudia

Beiträge: 4532

New PostErstellt: 22.01.14, 23:38     Betreff: Keine Hilfe vom Land für Prokon. WZ vom 22.01.2014

Keine Hilfe vom Land für Prokon

Itzehoe/ky/db

In der Existenzkrise von Prokon kann das Land nach den Worten von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) kaum helfen. Die Anleger-Struktur mit etwa 75 000-Genussrechte-Inhabern erschwere dies, sagte der Regierungschef gestern nach einer Kabinettssitzung.


„Es ist schwierig, bei diesem Finanzierungsmodell ordnungspolitisch
sauber einzugreifen, auch weil übermäßige Transparenz nicht vorhanden
ist.“ Bei dem Finanzierungsmodell gebe es keine Hausbank, die man
ansprechen und keine Kredite, die man absichern könne. Die Lage des
Unternehmens sei vielleicht auch der „Preis des Weges, den man gewählt
hat“. Den sehr erfolgreichen realwirtschaftlichen Bereich von Prokon –
dazu gehört insbesondere der Bau von Windparks – wolle die
Landesregierung aber positiv begleiten.


Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) sagte, es habe Freitag Gespräche zwischen Staatssekretär Ralph Müller-Beck
und Prokon gegeben. „Das Finanzierungskonzept ist kompliziert und nicht
einfach nachzuvollziehen, wir haben aber eine Beratung vorgenommen.“
Auf die Frage, ob es eine Einschätzung des Ministeriums zur Insolvenz-Fähigkeit des Unternehmens gebe, sagte Meyer: „Ja, aber die werde ich nicht öffentlich kundtun.“


In der Windenergie-Branche wird offenbar mit
dem Ende von Prokon spekuliert. So will die Süddeutsche Zeitung aus
Branchenkreisen erfahren haben, dass es Interessenten für die Übernahme
von Prokon-Windparks gibt: „Gleich mehrere
deutsche und internationale Unternehmen können sich offenbar einen
Einstieg in Projekte vorstellen.“


Angst um den eigenen Job äußern Mitarbeiter, niemand möchte aber seinen
Namen nennen. Auch wenn ein großer Korpsgeist unter den Angestellten
herrscht und sie an eine Zukunft bei Prokon glauben wollen, ist
ungewiss, wie viele der 236 Arbeitsplätze in Itzehoe bei einer möglichen
Insolvenz gerettet werden können.



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