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Claudia

Beiträge: 4532

New PostErstellt: 05.09.14, 23:29     Betreff: Nortorf vertagt Entscheidung über zwei neue Windkraftanlagen. WZ vom 05.09.2014

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Nortorf vertagt Entscheidung über zwei neue Windkraftanlagen

Nortorf /js

Die Entscheidung über die Genehmigung von zwei weiteren
Windkraftanlagen ist vertagt worden. Die Fraktionen der Nortorfer
Gemeindevertretung wollen bis zu ihrer nächsten Sitzung Ende Oktober
intensiv beraten, ob sie den bisher geltenden Mindestabstand von 500
Metern zum nächsten Wohngrundstück kippen wollen. Das Land Schleswig-Holstein
hat diesen Mindestabstand auf nur 400 Meter festgesetzt. Die Nortorfer
Kommunalpolitiker hatten sich dagegen schon 1996 auf den Mindestabstand
von 500 Metern festgelegt.


Ausgelöst wurde die Debatte durch den neuerlichen Antrag des
Investors Mario Mehrens aus Wetterndorf auf Genehmigung von zwei
weiteren Windkraftanlagen im Raum Poßfeld. Eine der beiden geplanten
Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 150 Metern, einem
Rotordurchmesser von zirka 120 Metern und einer Leistung von je 3,2
Megawatt würde aber bis auf 457 Meter an den Bauernhof von Holger Hein
in Poßfeld heranrücken. Dieser wollte sich zu seiner Genehmigung noch
nicht verbindlich äußern. „Ich habe noch nicht Nein gesagt“, erklärte er
in der Sitzung des Gemeinderats im Feuerwehrhaus Schotten.


Für Frank Alpen (KWV) ist die Zustimmung der betroffenen Anwohner
eine Grundvoraussetzung für die positive Entscheidung durch den
Gemeinderat. Entschieden gegen eine Abkehr vom 500-Meter-Abstand
äußerte sich Jan Behrens (SPD). Man habe mehrfach über diesen
Mindestabstand diskutiert, ihn 1996 beschlossen und bei erneuten
Abstimmungen 2009 und 2011 immer wieder bestätigt. Er stellte klar, dass
er sich nicht gegen die Windenergie ausspreche, aber einmal
beschlossene Regeln seien dazu da, dass sie auch eingehalten würden.
Sollte man jetzt eine Ausnahme beschließen, wäre der 500-Meter-Abstand für alle Zukunft gekippt.


Bürgermeister Manfred Boll wies darauf hin, dass mit der Zustimmung
durch den Gemeinderat noch nicht gebaut werden könne. Zuvor müsse der
städtebauliche Vertrag auf dem Tisch liegen. Und dann sei auch die
Genehmigung der beiden Standorte durch das Land notwendig. Vorteile für
die Gemeinde machte der Bürgermeister in der zu erwartenden
Gewerbesteuereinnahme ebenso aus wie in dem Abriss von zwei maroden
Althöfen, von denen einer bereits seit längerem leer steht. Ebenso
stellte Gerd Widderich (CDU) die Gewerbesteuereinnahmen heraus.


Nach längerer Diskussion sprach sich Jan Behrens gegen eine
Einzelfallentscheidung aus. Vielmehr sollten jetzt Fraktionen,
Bauausschuss und Gemeindevertretung beraten und entscheiden, ob sie den
Mindestabstand von 500 auf 450 Meter zurückschrauben wollen. Das soll
nun in den kommenden Wochen geschehen.



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