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Große Hoffnungen: Prokon ist zurück. WZ vom 04.2015

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Autor Beitrag
Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 06.07.15, 23:36  Betreff: Große Hoffnungen: Prokon ist zurück. WZ vom 04.2015  drucken  weiterempfehlen




Große Hoffnungen: Prokon ist zurück

Entscheidung für Genossenschafts-Insolvenzplan vom Amtsgericht bestätigt – auch der Wirtschaftsminister ist zufrieden

Itzehoe

Es war eine formale Hürde für Prokon, aber sie musste genommen
werden: Das Amtsgericht Itzehoe als zuständiges Insolvenzgericht hat
gestern den Beschluss der Gläubigerversammlung in Hamburg bestätigt. Das
insolvente Windkraftunternehmen wird in eine Genossenschaft
umgewandelt. Die Reaktionen sind durchweg positiv.


Alle acht Gläubigergruppen, die in den Hamburger Messehallen
abstimmen mussten, hatten sich – zumeist sehr eindeutig – für die
Genossenschaftslösung entschieden (wir berichteten). Über das
Übernahmeangebot des Energiekonzerns EnBW wurde deshalb nicht mehr
abgestimmt. „Ein guter Tag für Itzehoe“, kommentierte der Kieler
Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). Die Genossenschaft sei gut für
den Standort, „weil damit die Entscheidungen vor Ort getroffen werden“.


Beteiligt ist dabei auch Wolfgang Siegel. Der 67-jährige Vorsitzende
des Vereins Freunde von Prokon wird stellvertretender Vorsitzender des
Aufsichtsrats, den mit Udo Wittler (66) der frühere Vorstandschef der
genossenschaftlich organisierten BAG-Bank Hamm
führen wird. Mit der Hamburger Entscheidung habe sich das Motto der
Genossenschaften bewahrheitet, so Siegel: „Wenn sich sehr viele
zusammentun, sind sie stärker als ein einzelner Großer.“ Der Verein mit
seinen gut 10 500 Mitgliedern, für den auch Unternehmensberater Erwin
Stepper (66) zum fünfköpfigen Aufsichtsrat gehört, müsse sich neu
aufstellen, um Prokon und die Energiewende sehr aktiv zu begleiten.
„Sehr positiv gestimmt“ geht Siegel die Aufgaben an, aber es warte
schwere Arbeit. So sieht es auch Vereinssprecher Rainer Doemen: Es gehe
um 400 bis 450 Megawatt neue Windkraftleistung – ein „ambitioniertes
Ziel“, zumal es ab 2017 Ausschreibungen wie in der Solarbranche geben
werde. Dabei müsse sich Prokon sehr gut beteiligen können. Aber der
Markt sei viel größer: In Polen und Finnland ist Prokon aktiv, viele
weitere Staaten in Europa und weltweit würden folgen. Doemen: „Eine
große Spielwiese.“


Ein Vorstand für die Genossenschaft wird noch gesucht, einstweilen
machen der von Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin eingesetzte
Geschäftsführer Kai Peppmeier und sein Kollege Markus Bennemann weiter.
Peppmeier sieht durch die Einbindung in das Genossenschaftswesen „viel
versprechende Entwicklungsperspektiven“. Die Sanierung von Prokon sei
gut vorangekommen, das gelte es abzuschließen und das Unternehmen neu am
Markt zu positionieren. Die Branche befinde sich ständig im Umbruch, so
der Geschäftsführer. „Prokon hat in seiner neuen Form gute
Voraussetzungen, um künftig wieder eine zentrale Rolle zu spielen.“


Das hört Itzehoes Bürgermeister Andreas Koeppen gern. Weil die Stadt
Forderungen gegen Prokon hat, durfte er in Hamburg abstimmen und
entschied sich für die Genossenschaft. Das sei für die Belegschaft
ebenso die bessere Lösung wie für den Standort und die Gläubiger. Nun
gebe es eine klare Perspektive – und die stimme ihn hoffnungsfroh.
Erfreut zeigte sich auch Ralf Thiericke, Leiter des Innovationszentrums
Izet: „Eine stabile, auf die Zukunft ausgerichtete Prokon ist ein
wichtiger und wertvoller Baustein für den Innovationsraum Itzehoe.“ Auch
Paul Raab, Leiter der Elmshorner Zweigstelle der Industrie- und
Handelskammer, sah ein Bekenntnis zum Innovationsstandort – und die Form
der Genossenschaft passe hervorragend in die Region.


Ein Statement aus Sicht der Belegschaft gab es auf der Internetseite von
Prokon: „Wir alle atmen nach den vergangenen, aufreibenden 18 Monaten
noch einmal kurz durch. Anschließend werden wir uns mit aller Kraft
dafür einsetzen, dass eine der größten Energiegenossenschaften
Deutschlands zum vollen Erfolg für ihre Mitglieder, Kunden,
Geschäftspartner und Mitarbeiter wird.“
Lars Peter Ehrich





Offener Brief der EnBW an die Gläubiger und Genussrechtsinhaber der PROKON:

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