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Arne

Beiträge: 539

New PostErstellt: 01.12.08, 16:56     Betreff: CH: "Rätia Energie verteidigt Beteiligung an ausländischem Kohlekraftwerk", swissinfo - 1.12.2008

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Poschiavo GR - 1.12.2008

Rätia Energie verteidigt Beteiligung an ausländischem Kohlekraftwerk

Die Rätia Energie AG rechtfertigt ihre Beteiligung am geplanten Bau des umstrittenen Steinkohlekraftwerks im norddeutschen Brunsbüttel. Sie sieht darin keinen Widerspruch zum Engagement im Ökostrom, wie aus einer Mitteilung vom Montag hervorgeht.

Deutschland, der grösste Energiemarkt Europas, sei für die Rätia Energie ein wichtiger Absatzmarkt. Zum Bau neuer Kraftwerke gebe es dort nur wenige Alternativen, zumal sich die Politik von der Kernenergie verabschieden wolle, erklärte die Bündner Stromgesellschaft.

Die Rätia Energie sicherte sich letztes Jahr in einer Grundsatzvereinbarung mit der SüdWest-Strom Kraftwerke GmbH in Tübingen (D) die Möglichkeit, sich an jedem neuen Kraftwerkprojekt zu beteiligten. Am Steinkohlewerk an der Elbemündung in Brunsbüttel strebt die Gesellschaft eine "bedeutende Beteiligung" an.

Über 80 deutsche, schweizerische und österreichische Gesellschaften hätten Beteiligungen im Umfang von 370 Megawatt am Projekt Brunsbüttel gezeichnet, schreibt Rätia Energie, deren grösster Aktionär der Kanton Graubünden ist. Mit der Inbetriebnahme des Werks mit Gesamtinvestitionen von rund 3 Mrd EUR sei zwischen 2013 und 2015 zu rechnen.

Kohle hat für die Bündner Stromgesellschaft trotz Kritik wegen des CO2-Ausstosses Perspektiven. Etwa ein Viertel des Stroms in Europa stamme aus Kohlekraftwerken. Und Kohle weise mit Abstand die grössten Reserven unter den fossilen Energieträgern auf.

Die Beteiligung von Schweizer Stromfirmen an Steinkohlekraftwerken, darunter der Berner Energiekonzern BKW, steht in der Kritik. Auch in der Bevölkerung in Brunsbüttel formierte sich Widerstand gegen das geplante Werk. Vertreter der Bürgerinitiative Unterelbe wollen diese Woche ihren Standpunkt in Graubünden darlegen.

Der WWF Schweiz und die Schweizerischen Energie-Stiftung SES verlangen vom Bundesrat, dass er sich bei den Kantonen für ein Kohle-Moratorium einsetzt. Kohle sei die klimaschädlichste Art der Stromerzeugung.

In Graubünden hat das Engagement der Rätia Energie zu Interventionen im Kantonsparlament geführt. Zudem fordert die kantonale SP einen Strategiewechsel. Die Rätia Energie müsse statt in Kohle in Wind- und Solarenergie investieren.



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