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Arne

Beiträge: 539

New PostErstellt: 07.12.08, 14:56     Betreff: CH: "Rätia Energie soll Kohlekraftwerk sein lassen", DRS - 05.12.2008

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Freitag, 5.12.2008

Rätia Energie soll Kohlekraftwerk sein lassen

Die Rätia Energie soll auf die Beteiligung an einem Steinkohlekraftwerk in Brunsbüttel verzichten. Eine Bürgerinitiative aus der norddeutschen Stadt hat diese Forderung dem Bündner Regierungspräsidenten Stefan Engler überbracht.

Das geplante Steinkohlekraftwerk ohne Kraft-Wärme-Koppelung erzeuge pro Kilowattstunde fast viermal soviel Kohlendioxid wie ein gleich grosses Gas-Kraftwerk mit dieser Technik, argumentierte die Bürgerinitiative Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe bei einem Besuch in Graubünden.

Wärme verpufft ungenutzt

Die Rätia Energie verschweige, dass die Anlage - mit 1800 Megawatt Leistung eines der grössten Steinkohlekraftwerke Deutschlands - ohne Wärme-Kraft-Kopplung würde. Diese Technik sei aber heute Standard.

Der hohe Wirkungsgrad von 46 Prozent «nützt im Ergebnis wenig, wenn mehr als die Hälfte der erzeugten Wärmeenergie ungenützt bleibt», hiess an einer Medienorientierung der Bürgerinitiative, des WWF Graubünden und der Bündner SP in Chur.

Riesiger CO2-Ausstoss

Pro Jahr entspreche der Kohlendioxid-Ausstoss 20 Prozent desjenigen der gesamten Schweiz. Hinzu kämen Tonnen von Feinstaub sowie krebserregende Schwermetalle, Dioxine und radioaktive Stoffe.

Das Kraftwerk der Südweststrom Kraftwerks GmbH mit Investitionen von rund drei Milliarden Euro sei nicht nur für das Weltklima und die Anwohner ein Risiko, sondern auch für die Betreiber: Kraftwerke, die weniger als die Hälfte der eingesetzten Energie in Strom umsetzten, seien kaum wirtschaftlich zu betreiben. «Es droht eine Milliardenpleite», warnte die Bürgerinitiative.

Rätia Energie verteidigt Projekt

Sie wandte sich an den Bündner Regierungspräsidenten, weil er als Vorsteher des Bau-, Verkehrs- und Forstdepartementes für Energiefragen zuständig ist. Der Kanton Graubünden ist mit einer Beteiligung von 46 Prozent der grösste Aktionär der Rätia Energie mit Sitz in Poschiavo (GR).

Die Rätia Energie hat sich anfangs Woche zum Projekt geäussert und ihre Beteiligung verteidigt. Das Unternehmen sieht darin keinen Widerspruch zum Engagement im Ökostrom. Zum Bau neuer Kraftwerke gebe es in Deutschland nur wenige Alternativen, zumal sich die Politik von der Kernenergie verabschieden wolle.





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