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Arne

Beiträge: 539

New PostErstellt: 16.02.09, 19:54     Betreff: "Buchholz bleibt beim Kohle-Strom", Harburger - 16.02.2009

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Harburger Zeitung - 16.02.2009

Buchholz bleibt beim Kohle-Strom

Energie-Debatte im Stadtrat: Bürgerantrag abgeschmettert

Die Stadtwerke Buchholz beteiligen sich an einem neuen Kohlekraftwerk, das in Brunsbüttel gebaut wird. Dies war bereits im November 2007 beschlossen worden und dabei bleibt es. Einen per Unterschriftensammlung unterstützten Antrag von Umweltschutzorganisationen und Bürgern, die Beteiligung am Projekt aufgrund neuer Erkenntnisse zurückzuziehen, wurde bei der Stadtratssitzung jetzt mehrheitlich abgelehnt.

Als Sprecher der Kraftwerksgegner erklärte Naturschützer Ingo Wolde, zum einen seien die Kosten in Höhe von 4,5 Millionen Euro nicht zu halten, da der Zertifikatehandel um den CO2-Ausstoß noch nicht berücksichtigt sei. Und das Kraftwerk werde voraussichtlich nie unter Volllast laufen, da bei der Stromerzeugung künftig Off-shore-Windparks Priorität haben würden. Es sei zu befürchten, dass Kunden, die die umweltschädigende Energieerzeugung nicht wollen, abwandern.

Stadtwerke-Geschäftsführer Andre Grieser betonte, es sei wichtig für eine Stadt wie Buchholz, die Versorgung sicherzustellen, und zwar unabhängig von den vier großen Stromanbietern, die 80 Prozent des Marktes beherrschten. Zudem gebe es derzeit keine Alternative zum Steinkohlekraftwerk, da mit dem Atomausstieg Deutschlands eine Lücke in der Grundlastversorgung von 22,3 Prozent entstehen würde. Die Stadtwerke würden mit einer Solaranlage am Kabenhof und einem Windkraftwerk für das noch ein Standort gesucht werde auch alternative Energien bieten, die allein reichten jedoch nicht aus. Ein Gaskraftwerk, wie die Kohlekraftgegner es forderten, hätte einen geringeren Wirkungsgrad und könne nicht die Grundlast, sondern nur die Spitzenlast abdecken.

Die ebenfalls geforderte Kraft-Wärme-Kopplung funktioniere nur, wenn es auch Abnehmer gebe. Abgesehen davon sei der Vertrag mit 15 Jahren Laufzeit mit der Kraftwerksgesellschaft am 3. Dezember geschlossen worden (der Bürgerantrag war am 25. November gestellt worden), ein Ausstieg sei nicht möglich.

Gabriele Wenker (Grüne) begrüßte zwar das Bestreben, sich von den Strommultis zu lösen, aber nicht zulasten einer "Dinosaurier"-Technologie. Helmut Walter (SPD) betonte in seiner Erklärung, dass es derzeit zur Kohle keine Alternative gebe, wenn man günstigen Strom anbieten wolle. Abgesehen davon würde das Kraftwerk ohnehin gebaut werden. Seine Fraktionskollegin Gudrun Eschment-Reichert plädierte zwar dafür, die Entscheidung zu vertagen, bekam dafür aber keine Mehrheit, sodass der Einwohnerantrag zum Ausstieg aus dem Kohleprojekt zugunsten von Gas- sowie Kleinkraftwerken abgelehnt wurde.

Quelle: http://www.han-online.de/HANArticlePool/0000011f7b5371070057006a000a0052546a8711





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