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Öko als Vorwand für höhere Strompreise?

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Reimer

Beiträge: 852


New PostErstellt: 15.11.10, 15:08  Betreff: Öko als Vorwand für höhere Strompreise?  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen

sh:z vom 15.11.2010 ("Wirtschaft")



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nomos

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New PostErstellt: 16.11.10, 11:31  Betreff: Re: Öko als Vorwand für höhere Strompreise?  drucken  weiterempfehlen


Umgekehrt wird ein Schuh daraus!

    Zitat:
    Durch mehr Ökostrom sinken in der Regel aber auch die Einkaufspreise für Strom, deshalb muss die Umlage nicht 1:1 an die Kunden weitergegeben werden.
Dieses Märchen wird immer wieder erzählt. Wer glaubt das noch? Aufgeklärte Verbraucher sicher nicht! Der Nachweis dazu fehlt bis heute. Von einer "Regel" und sinkenden Einkaufspreisen im Zusammenhang mit "ÖKO"-Strom wird da wieder einmal geschrieben. Warum haben wir dann als Solarweltmeister mit die höchsten Strompreise in Europa mit weiter steigener Tendenz, wenn dieser Strom angeblich die Preise drückt?

Mit im weiterem Tarnen und Täuschen wird die Akzeptanz für "ÖKO" nicht gefördert, das Gegenteil ist der Fall. Bei der Einspeisung kostet der geförderte deutsche Solarstrom im Schnitt noch rund 50 cent/kWh. Daran ändert kein Merit-Order-Effekt etwas. Dass die Versorger die EE-Umlage, die den Strompreis der Verbraucher ab  1.1.11 um  4,20 cent/kWh verteuert, 1:1 weitergeben ist nachvollziehbar und  legitim. Kostensteigerungen, dazu gehört auch diese Umlage, werden sich letztendlich immer in den  Preisen niederschlagen.

Selbstverständlich müssen Kostensenkungen, z.B. günstigere Großhandelspreise, sich ebenfalls im Preis wiederfinden. Dass die Versorger (Großkonzerne, Stadtwerke ..) das nur unzureichend tun und hier Profitopitmierung betreiben ist auch offenkundig. Verbraucher sollten wenigstens den Wettbewerb befördern und die Angebote nutzen und wechseln. Die Vermischung der berechtigten Kritik an der extremen Solarförderung und den Auswirkungen auf die EEG-Umlagen mit dem zweifelsfrei kritikwürdigen Verhalten der Oligopolisten ist ein immer wieder festzustellender Ablenkungsversuch von der unwirtschaftlichsten und für die Verbraucher teuersten Stromerzeugung.
 
Fakt ist, dass ab Januar die Stromverbraucher einschließlich der darauf entfallenden Mehrwertsteuer 4,20 cent je Kilowattstunde für die erneuerbaren Energien zusätzlich bezahlen. Die Umlage sollte den Strompreis erst gegen Mitte des Jahrzehnts maximal mit rund einem Drittel dieses Betrages belasten und dann wieder rasch sinken. Alle Ankündigungen und Solar-Prognosen wurden mit schöner Regelmäßigkeit von der Wirklichkeit eingeholt. Jetzt läuft die Belastung für die Verbraucher aus dem Ruder.

Nicht wegen der optimalen Bedingungen, sondern aufgrund der extremen ungedeckelten Förderung ist Deutschland am 49/50. nördlichen Breitengrad Solarweltmeister. Fast jeden Tag gibt es Artikel in den Tageszeitungen von neuen renditeträchtigen PV-Investitionsangeboten. Keine andere erneuerbare Energie wird so extrem zu Lasten der Verbraucher gefördert. Über den Sinn kann man trefflich streiten, über die Ergebnisse und Folgen muss man es. Die unzuverlässige und nicht bedarfsgerechte Erzeugung bedingt weitere Kosten. Speicher und Netze müssen ausgebaut und finanziert werden, auch das soll der Verbraucher noch zusätzlich bezahlen.

Den Profit den Investoren und der Solarbranche, die Kosten den Verbrauchern, so läuft das ungute Spiel jetzt schon seit Jahren. Vor allem langfristige Subventionen sind fragwürdig und oft schädlich, das zeigt sich jetzt überdeutlich bei der grenzenlosen deutschen Solarförderung. Die Renditen sind für Investoren heute zweistellig und zwanzig Jahre garantiert. Kein Bundesschatzbrief kann da mit einer Verzinsung von unter zwei Prozent konkurrieren. Die jetzt sichtbaren Auswirkungen auf den Strompreis können aufgeklärte Verbraucher kaum überraschen.

Dass die Versorger die zusätzlich entstehenden Kosten der EE-Umlage in den Preisen weitergeben ist verständlich. Nur darf erwartet werden, dass das auch bei Kostensenkungen geschieht. Die Kosten der erhöhten EEG-Umlage dürften zu einem großen Teil durch deutlich gesunkene Großhandelspreise kompensiert werden. Das ist aber keine Rechtfertigung für die überzogene Förderung. Preissenkungen sind nicht mit unwirtschaftlichen Kosten und zweistelligen Renditen zu kompensieren, sie müssen beim Verbraucher ankommen.

Selbst die sinkenden Großhandelspreise sind noch viel zu hoch. Nicht ohne Grund erhielt das Kartellamt aktuell vom Wirtschaftsminister (wieder einmal) den Auftrag, die Großhandelsmärkte für Strom und Gas genauer unter die Lupe nehmen. Auch andere Kosten sind rückläufig, zum Beispiel wurde die Umlage aus dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz gesenkt.

Das eine sind unfaire Großhandelspreise der Konzerne. Das andere ist, dass selbst wenn diese unfairen Preise sinken, die übrigen Versorger (Stadtwerke & Co.) diese Senkung der immer noch unfairen Preise nicht weitergeben. Man hat sich längst ein Beispiel an den Großkonzernen genommen und praktiziert ebenfalls die Profitoptimierung.

An Anbieter und Tarifen ist beim Strom in der Zwischenzeit kein Mangel mehr. Der Aufruf zum Wechsel zum billigeren Anbieter ist ok, es ist noch das wirksamste Mittel, das der einzelne Verbraucher zur Verfügung hat. Hilfe, eine wirksame Interessenvertretung und Unterstützung findet er selten.  Der Wechsel ändert aber an der Situation bei der oligopolistischen Stormerzeugung grundsätzlich nichts. Auch ein weiterer deutscher kostenträchtiger Solarboom ändern daran nichts. Das Oligopol wird eher noch gestärkt. Ohne politische Korrekturen, ohne die Kartellbehörden und ohne den Gesetzgeber wird sich hier nicht wirklich etwas ändern.

Wenn z. B. jetzt von den Stadtwerken Schwäbisch Hall den grundversorgten Kunden eine Strompreiserhöhung um über 11 Prozent angekündigt wird, muss das kein dortiger Kunde hinnehmen, es gibt genügend Alternativen zum Wechseln. Nur wer als Verbraucher die Angebote nutzt, befördert den Wettbewerb. Mit den "großen Vier" hat das zunächst wenig zu tun.

..
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat das richtig gesehen:

Pressemitteilung


Energiekonzept: Mehr Klima für
weniger Geld möglich


vzbv-Fazit: Ziel des effizienten Umbaus des  Energie-und Verkehrssystems nicht erreicht


28.09.2010 - Als zu teuer für die Verbraucher bezeichnet der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)
das Energiekonzept der Bundesregierung, das heute im Kabinett verabschiedet werden soll. Es sei zu wenig ambitioniert und vor allem nicht kosteneffizient. "Mit dem Energiekonzept hat die Bundesregierung eine Chance verpasst, den klimagerechten Umbau des Energie- und Verkehrssystems bei geringst möglichem Mitteleinsatz zu erreichen", so vzbv-Vorstand Gerd Billen. "Zum Klimaschutz gibt es keine Alternative, wohl aber zu Instrumentenmix und Ressourceneinsatz." In einer Stellungnahme kommentiert der vzbv das Energiekonzept und macht Vorschläge zur Weiterentwicklung.


So unterstützt der vzbv die Ziele des Energiekonzepts, kritisiert aber die Ineffizienz der vorgesehenen Instrumente und Maßnahmen. Einer üppigen Solarförderung, Fehlsteuerungen bei den Regionalisierungsmitteln für den  Schienenverkehr oder Milliardengewinnen der Energiekonzerne durch die  AKW-Laufzeitverlängerungen stünden mangelnde Ressourcen für die Gebäudesanierung oder für den Aufbau zukunftsfähiger Verkehrskonzepte gegenüber. Billen: "Dieses Ungleichgewicht hat zur Folge, dass die Belastungen für die Verbraucher massiv zunehmen werden, ohne dass die Belastungen für Klima und Umwelt entscheidend reduziert werden."

Klimaschutz dürfe keine Selbstbedienungsmentalitäten einzelner Branchen bedienen, sondern müsse aus der Mitte der Gesellschaft gedacht werden.



Die Befürchtung, dass auf Verbraucher massive
Belastungen zukommen während die Klimawirkungen in Relation zum
Mitteleinsatz gering ausfallen werden, untermauert der vzbv mit
folgenden Beispielen:


  • Die Solarförderung wird 2011 circa 7
    Milliarden Euro kosten und den Strompreis um bis zu 10 Prozent
    erhöhen, ohne den Anteil der Erneuerbaren Energien wesentlich zu
    steigern.


  • Hauseigentümer müssen für die
    energetische Gebäudesanierung
    in den nächsten vierzig Jahren
    jährlich bis zu 15 Milliarden Euro investieren. Obwohl eine
    Förderung von 5 Milliarden jährlich notwendig ist, soll die
    staatliche Unterstützung im Jahr 2011 lediglich 950 Millionen Euro
    betragen, die Förderung der Folgejahre steht noch gänzlich in den
    Sternen.


  • Der notwendige Ausbau der Stromleitungen
    verschlingt in den nächsten zehn Jahren jeweils 4 Milliarden Euro
    pro Jahr. Die geplante Änderung des Regulierungsrahmens zugunsten
    der Netzbetreiber wird unnötig zu höheren Strompreisen führen.


  • Auch ein flächendeckender Einbau intelligenter
    Zähler
    mit einer Abwälzung der Kosten über die Netzentgelte
    wird die Haushaltskunden zusätzlich belasten, obwohl der Einsatz
    dieser Zähler nur bei wenigen Haushalten wirtschaftlich Sinn macht.


  • Obwohl jährlich 11 Milliarden Euro in den
    Schienenverkehr fließen, ist es bislang nicht gelungen, den
    Verkehrsanteil der Schiene signifikant zu erhöhen. Ohne die
    Fehlinvestitionen in Prestigevorhaben und durch eine effiziente
    Verwendung der Regionalisierungsmittel kann mehr
    Schienenverkehr für die Verbraucher erreicht werden.



Wir brauchen einen Marktwächter


Um Ineffizienzen bei der Gebäudesanierung, beim
Netzausbau, bei der Förderung Erneuerbarer Energien und im
Schienenverkehr aufzudecken, fordert der vzbv einen starken
Marktwächter. Eine solche Institution müsse die Entwicklungen im
Energie- und Verkehrssektor aus Verbrauchersicht analysieren und
bewerten, wie kosteneffizient die auf den Weg gebrachten Instrumente
und Maßnahmen für den Klimaschutz sind.





[editiert: 16.11.10, 13:51 von nomos]
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Reimer

Beiträge: 852


New PostErstellt: 17.11.10, 12:54  Betreff: Re: Öko als Vorwand für höhere Strompreise?  drucken  weiterempfehlen

Dazu passen diese Artikel in der sh:z vom 17.11.2010 ("Wirtschaft")



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nomos

Beiträge: 79


New PostErstellt: 17.11.10, 15:14  Betreff: Re: Öko als Vorwand für höhere Strompreise?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat:
    Mehrheit der Deutschen zahlt gerne für teuren Ökostrom

Sorry, aber was so alles in der Zeitung steht. Das ist das übliche Tarnen und Täuschen mit dümmlichen Suggestivumfragen durch Lobbyisten und Profiteure der Solarförderung. Die Milliarden für den teueren Ökostrom kommen nicht dem Klima, der Umwelt oder der Versorgung der Menschen zu Gute. Damit werden die Kosten der unwirtschaftlichsten Stromerzeugung und der Profit für die Investoren und dem Solarumfeld finanziert.

Die Erhöhung der EEG-Umlage um über 70 % ist in erster Linie durch den Solarboom verursacht. Kein einziges AKW oder KKW und kein Gramm Atommüll wird durch diesen teuersten EE-Strom ersetzt oder beseitigt. Das Atomstrom- und Müllproblem ist davon völlig unabhängig und rechtfertigt in keiner Weise diese extreme Milliardenverschwendung. Ein Familienhaushalt zahlt ab Januar monatlich jetzt rund 15 EUR alleine für die EE-Förderung und wir haben schon die höchsten Strompreise in Europa. Dass die Entwicklung völlig aus dem Ruder läuft, lässt sich kaum mehr ernsthaft bestreiten.

Milliarden werden zu Lasten der Verbraucher verschwendet für ein bisschen unzuverlässigen Strom. Deutscher Solarstrom ist trotz jahrelanger Milliardenförderung unbedeutend (≈2 %) und kann nie bedarfsgerecht erzeugt werden. Fakt bleibt auch 2020, die Sonne scheint hierzulande unkalkulierbar und im Schnitt gerade mal zu einem Drittel der Zeit.  Ansonsten müssen andere Kraftwerke vorgehalten werden und liefern. 

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Arne

Beiträge: 539

BI Teilnehmernummer: 98

New PostErstellt: 18.11.10, 20:30  Betreff: Re: Öko als Vorwand für höhere Strompreise?  drucken  weiterempfehlen

Sorry Nomos, aber Du bringst hier Deine Meinung zur Photovoltaik immer wieder sehr einseitig. Fakt ist, dass die inzwischen installierte Leistung (über 15 GW) nicht nur 3% unserer Stromversorgung liefert, sondern auch Hebelwirkung auf den Strommarkt hat.

Bei der Entwicklung der Strompreise im Spotmarkt (www.eex.de) lässt sich beobachten, wie über die letzten Jahre das Mittagshoch sich deutlich abflachte, insbesondere an sonnigen Tagen. Klar ist auch, welche Kraftwerke der Solarstrom hier zu diesen Tages-Zeiten verdrängt: erst die teuren Spitzenlastkraftwerke, inzwischen auch Steinkohlekraftwerke, zukünftig dann die Braunkohle- und Atomkraftwerke. Denn die Einsatzreihenfolge der Kraftwerke bestimmt die Merit-Order und die Photovoltaik - ohne Brennstoffkosten - ist immer mit dabei und verdrängt die teuersten Kraftwerke, die zuvor den Strompreis am Spotmarkt hochgehalten haben.

Gerade die flukturierende Stromerzeugung der Photovoltaik führt ausserdem dazu, dass klassische Grundlastkraftwerke es künftig immer schwerer haben werden, profitabel zu sein. Mit anderen Worten: wer zukünfitg ein Steinhohlekraftwerk betreibt, muss sich Gedanken machen, wie sonnig es wird. Deshalb brauchen wir zusammen mit der Windkraft den Umstieg auf kleine und flexible Kraftwerke und Kraftwärmekopplung.

Was wir aber nicht brauchen ist ein Deckel über der Photovoltaik, sondern eine angepasste und rasche Senkung der Vergütung im Rahmen des Zubaus aber ohne Behinderung. Nur ein weiteres rasches Wachstum der Photovoltaik wird die Anlagenkosten weiter senken können, bis ein Zuschuss in einigen Jahren nicht mehr nötig sein wird.





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nomos

Beiträge: 79


New PostErstellt: 19.11.10, 00:18  Betreff: Re: Öko als Vorwand für höhere Strompreise?  drucken  weiterempfehlen

Sorry Arne, aber Verbraucher interessiert der Endverbraucherpreis und nicht Merit-Order-Preise. Sollte da tatsächlich ein Preiseffekt sein, wird er durch den Umlageeffekt mehr als kompensiert.  Es sind Märchen die da schon lange und gerne von interessierter Seite den Verbrauchern erzählt werden.  Bei angeblich soviel Sonnen-Strom mit eingebautem Preisdämpfungseffekt und deutscher Solarweltmeisterschaft müssten die Preise hierzulande ja längst konkurrenzlos günstig sein. Wir haben aber schon die höchsten Strompreise in Europa und sie steigen weiter im Schnitt um knapp 10 % ab Januar 2011 -  das ist Fakt!

Wenn die teuersten konventionellen Kraftwerke zwangsweise durch noch weit teuereren geförderten deutschen Solarstrom ersetzt werden, dann hat das vor Allem einen tollen Preistreibereffekt auf die Verbraucherpreise. Der extrem teuere Solarstrom muss auch dann abgenommen werden, wenn er nicht gebraucht wird, bzw. wenn der Börsenpreis weit darunter liegt oder sogar negativ ist. Wie ist da der Effekt dann für die Verbraucher? Ab Januar zahlen die Verbraucher 4,20 cent/kWh für die sogenannten "Erneuerbaren" als Umlage. Das sollte mal erst zur Mitte des Jahrzehnts maximal ein Drittel sein und dann rasch wieder sinken. Alle Ankündigungen und Voraussagen wurden mit schöner Regelmässigkeit von der Wirklichkeit und immer zu Lasten der Verbraucher eingeholt. Die Belastung einer Durchschnittsfamilie liegt jetzt ab Januar bald bei 15 EURO monatlich, alleine für den EE-Zuschlag. Viele haben nicht nur nicht das Geld, sondern für diese unsoziale und zwecklose Umlage längst kein Verständnis mehr. Das Geld dient nicht der Umwelt, dem Klima oder der Versorgung. Finanziert werden damit unwirtschaftliche Kosten und der Profit für Investoren und dem Solarumfeld. Die Solarförderung ist unsozial es ist eine Umverteilung von Arm zu Reich. Mieter, Familien, Rentern zahlen die teuerste Stromerzeugung und die zweistellig zwanzig Jahre garantierten Renditen. Die Förderung hat die Wirkung einer schleichenden Enteignung zu Gunsten Dritter.

Wo gibt es denn noch eine solch extreme  Förderung ohne Deckel in nördlichen Breitengraden? Keine andere erneuerbare Energieerzeugung wird so gefördert! Die Schweiz hat bei einer weit geringeren Förderung gedeckelt, Tschechien hat die Bemse gezogen etc..  Das bisschen unzuverlässigen Strom rechtfertigt diesen Milliardenaufwand nicht. Solarstrom deckt alleine überhaupt nichts. Ausreichende Speicher und Netze müssen erst noch geschaffen werden. Diese müssen die Verbraucher auch noch bezahlen. Die Aufsummierung der erzeugten Strommenge, die noch keine 3 % erreicht, überzeugt nicht und ist nur die halbe Wahrheit. Strom muss immer dann zur Verfügung stehen wann er gebraucht wird. Die Sonne scheint in unseren Breiten unzuverlässig und im Schnitt nur zu einem Drittel der Zeit. 


[editiert: 19.11.10, 00:25 von nomos]
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nomos

Beiträge: 79


New PostErstellt: 23.11.10, 16:31  Betreff: Photovoltaik in Deutschland – Eine Medium Low-Tech Industrie  drucken  weiterempfehlen

Stimme aus der Schweiz:

    Zitat:
    Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die industriepolitische Zielvorgabe des EEG hinsichtlich der Photovoltaik bisher nicht aufgegangen ist. Bei rasant steigenden Kosten der Förderung verringern sich die anteiligen Ausgaben für F&E. Die Förderung führt also zu Fehlanreizen und keineswegs zur erhofften Wettbewerbsfähigkeit und internationalen Technologieführerschaft deutscher Unternehmen, womit die massive Förderung ihre Rechtfertigung verloren hat. Stattdessen gefährden die hohen Belastungen der Verbraucher durch die erneuerbaren Energien, insbesondere die Photovoltaik, die Akzeptanz der gesamten Branche. Die Bundesregierung sollte ihre Förderpolitik daher schnellstens überdenken.


Photovoltaik in Deutschland – Eine Medium Low-Tech Industrie


Umlage für Öko-Strom steigt weiter ungebremst

Die Umlage für die Förderung der erneuerbaren Energien schießt weiter in die Höhe: 2012 wird sie voraussichtlich den Wert von 21 Mrd. Euro erreichen. Damit hätte sich die Umlage im Vergleich zu 2009 verdoppelt.
....
Bereits der Kostensprung von 2010 auf 2011 hatte im Oktober Kritik ausgelöst. Verbraucherschützer, große Stromverbraucher, aber auch das Bundeskartellamt stellten das Fördersystem insgesamt in Frage. Es werde höchste Zeit, die Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen "in die Marktwirtschaft zu überführen", forderte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt. Er spricht sich für die Kopplung der Einspeisevergütung an den Börsenpreis für Strom aus.

Handelsblatt


[editiert: 24.11.10, 21:00 von nomos]
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Reimer

Beiträge: 852


New PostErstellt: 29.11.10, 16:04  Betreff: Re: Öko als Vorwand für höhere Strompreise?  drucken  weiterempfehlen

Diese Meldung dient vielleicht zur Beruhigung der Gemüter.... (sh:z vom 29.11.2010 - Titel)





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nomos

Beiträge: 79


New PostErstellt: 29.11.10, 20:02  Betreff: Re: Öko als Vorwand für höhere Strompreise?  drucken  weiterempfehlen

Bei jeder Erhöhung, ob bei Strom, ob bei Gas, melden sich staatliche Behördern und beklagen die ungerechtfertigten Preise. Aber was tut der Staat wirklich dagegen? Nichts,  er gehört ja auch zu den Nutzniessern der steigenden Preise!
  • Dass die Großhandelspreise drastisch gesunken sind ist unstrittig.  Dass das wesentlich auf Merit-Order-Effekte der Zwangs-EE-Einspeisung zurückzuführen ist aber schon. Wie sich feststellbare kurzfristige Effekt insgesamt auswirken ist umstritten.
  • Dass der überwiegende Teil der  Versorger gesunkene Kosten, u.a. Beschaffungskosten, nicht weitergeben, ist offenkundig.
  • Dass die EEG-Umlage die Strompreise der Verbraucher ab 1.1.11 mit brutto 4,20 cent/kWh belasten ist Fakt.
Dort wo die EEG-Umlage 1:1 in die Preise eingerechnet wird und Kostensenkungen nicht berücksichtigt werden sind Strompreiserhöhungen unbillig. Um sein Recht muss der Verbraucher allerdings mühsam vor Gerichten kämpfen und wird dabei häufig alleine gelassen.

Worum es geht. Die Strompreisentwicklung kennt nur eine Richtung, steil nach oben. Großhandelspreisrückgänge sollten sich beim Einzelhandelspreis wiederfinden. Diese werden aber durch eine extreme Förderung einer unwirtschaftlichen Stromerzeugung regelrecht aufgefressen. Es ist einfach Unfug am 49./50. nördlichen Breitengrad den Solarweltmeister per Förderung zu puschen. Doping schädigt auf Dauer!

Sämtliche Prognosen werden seit Jahren ständig zu Lasten der Verbraucher von der Wirklichkeit eingeholt. Der Einspeiser erfährt dagegen eine zwanzigjährige staatliche Garantie. Der Verbraucher wird vom Staat alleine gelassen, für ihn gibt es keine Grenze, keine Garantie, nur geschönte Zukunftsprognosen, leere Versprechungen und ständig steigende staatlich initierte Preisbestandteile.  Gegenüber dem Einspeiserschutz ist der Verbraucherschutz vergleichsweise ein Stiefkind.

Auf gut Deutsch, jede Abzocke ist nicht in Ordnung und zu kritisieren. Die Abzocke der Verbraucher durch die Versorger und die Abzocke durch die Solarförderung ist unakzeptabel. Aufrechnen geht nicht, mehrfache Abzocke addiert sich!

Bei der Kosten-Nutzen-Rechnung  sieht der geförderte deutsche Solarstrom mit weitem Abstand alt aus.  Der kassierte Förderanteil steht in keinem Verhältnis zum Wert, das gilt für die Zuverlässigkeit, die Leistung. Der wirtschaftliche Saldo ist tief rot. Wenn überhaupt, wird sich die fragliche Wettbewerbsfähigkeit nur bei enormen Strompreissteigerungen einstellen können. Das ist kein Ziel von Verbrauchern!



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