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Skandinavien wird Deutschlands Batterie. WZ vom 17.10.2012

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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 17.10.12, 23:25  Betreff: Skandinavien wird Deutschlands Batterie. WZ vom 17.10.2012  drucken  weiterempfehlen



Skandinavien wird Deutschlands Batterie

Neue Studie empfiehlt Bau von Stromtrassen nach Norwegen und Schweden

Büsum

In sechs Jahren soll das zwei Milliarden Euro teure Seekabel „Nordlink“ zwischen dem schleswig-holsteinischen
Büsum und der norwegischen Südküste fertig sein – doch geht es nach
einer neuen Studie der deutschen Sektion des Weltenergierates, dann wird
die auf dem Meeresboden verlegte 1,4-Gigawatt-Leitung
nur die erste von einer ganzen Reihe weiterer Stromverbindungen nach
Skandinavien sein. Auf insgesamt sieben bis zwölf Gigawatt schätzt die
Studie bis 2050 das „wirtschaftliche Neubaupotenzial“ für Leitungen
zwischen Deutschland und den nordeuropäischen Ländern mit ihren großen
Pumpwasserspeichern.


Der Zugang zu neuen Speichermöglichkeiten ist für die Energiewende in
Deutschland von großer Bedeutung, weil die Stromproduktion aus
regenerativen Quellen wie Wind und Sonne stark schwankt und daher nicht
immer komplett ins deutsche Netz eingespeist werden kann. So rechnen die
Studienautoren vom Prognos-Institut damit, dass
hierzulande im Jahr 2050, wenn 80 Prozent des Stromverbrauchs aus
erneuerbaren Quellen kommen soll, die enorme Summe von 38 000 erzeugten
Gigawattstunden nicht sofort genutzt werden kann – das wären acht
Prozent der Jahresproduktion. Damit diese Menge nicht einfach verfällt,
sind Energiespeicher nötig.


Allerdings hat Deutschland bei Weitem nicht die Speichermöglichkeiten
wie die skandinavischen Länder. Zwar gibt es auch hier
Pumpwasserspeicher, unter anderem im schleswig-holsteinischen
Geesthacht. Auch in Lägerdorf bei Itzehoe ist einer geplant. Dabei
pumpt der Betreiber Wasser mithilfe von überschüssigem Strom bergauf und
lässt es später bei Bedarf wieder herabstürzen und eine Turbine zur
Stromproduktion antreiben. Doch das Gesamtvolumen solcher Speicher
beträgt bundesweit gerade mal 50 Gigawattstunden. Dagegen verfügen
Norwegen und Schweden über 116 000 Gigawattstunden – gut 2300-mal so
viel.


Mit den vorgeschlagenen neuen Leitungen könnten daher laut Studie
„bis zu 20 000 Gigawattstunden vom deutschen Überschussstrom“
gespeichert werden, also mehr als die Hälfte. Das sei deutlich
effizienter als beispielsweise in Deutschland neue Druckluftspeicher zu
bauen. Die skandinavischen Pumpspeicher würden so „erheblich zur
deutschen Versorgungssicherheit und Integration der erneuerbaren
Energien und damit zur Energiewende beitragen“, heißt es in der
Untersuchung. Bisher gibt es von Deutschland lediglich eine indirekte
Verbindung nach Norwegen, die über Dänemark führt.


Genau genommen wollen die Experten den nach Skandinavien exportierten
Strom künftig allerdings gar nicht in erster Linie in den dortigen
Pumpwasserkraftwerken speichern. Vielmehr schwebt ihnen vor, dass
Norwegen und Schweden den aus Deutschland kommenden Strom vorrangig
direkt verbrauchen – und ihre eigenen Pumpwasserkraftwerke dafür
zunächst schonen können. Erst wenn Deutschland etwa wegen Windflaute
wieder Strom importieren will, müssten die Pumpspeicher ihr Wasser
herabstürzen lassen und Energie produzieren.

Henning Baethge







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