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E.ON schließt zwei Gaskraftwerke. WZ vom 14.11.2012

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Claudia

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BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 15.11.12, 22:39  Betreff: E.ON schließt zwei Gaskraftwerke. WZ vom 14.11.2012  drucken  weiterempfehlen

E.ON schließt zwei Gaskraftwerke

Schwache Stromnachfrage: Konzern senkt Gewinnprognosen / Unternehmenschef Teyssen kritisiert Energiepolitik

Düsseldorf /dpa/sh:z

Deutschlands größter Energiekonzern E.ON kassiert wegen schwacher
Stromnachfrage seine Gewinnprognosen und schließt zwei unrentabel
gewordene Gaskraftwerke. Weitere Jobeinschnitte über das bekannte
Programm „Eon 2.0“ mit dem Abbau von 11 000 Stellen hinaus seien aber
nicht geplant, sagte Konzernchef Johannes Teyssen gestern in einer
Telefonkonferenz. Die Aktie des Dax-Schwergewichts brach zeitweise um mehr als elf Prozent ein.


Als Folge der Energiewende und der starken Einspeisung erneuerbarer
Energien zu Spitzenlastzeiten sei gerade mit modernen Gaskraftwerken
derzeit kaum Geld zu verdienen, erklärte Teyssen. Geschlossen werden die
Gaskraftwerke Irsching 3 bei Ingolstadt (Bayern) und Staudinger 4 bei
Hanau (Hessen). Irsching sei im laufenden Jahr erst 87 Stunden am Netz
gewesen. Die Margen der Gaskraftwerke seien viel zu gering. „Das reicht
für gar nichts“, sagte Teyssen. Die beiden Kraftwerke sollen aber als
Notfallreserve im Auftrag des Netzbetreibers Tennet vorerst
weiterlaufen. E.ON prüfe auch die Schließung weiterer Gaskraftwerke.

Der E.ON-Chef nannte das energiepolitische
Umfeld „widersprüchlich“ und „grotesk“: Bei stark schrumpfender
Stromnachfrage wegen der Wirtschaftskrise werde die erneuerbare Energie
weiter stark gefördert. Saubere Gaskraftwerke würden aus dem Markt
gedrängt, während sich mit alten Kohleanlagen weiter Geld verdienen
lasse. E.ON produziert bisher mit Kraftwerken an 20 Standorten – darunter
das schleswig-holsteinische Atomkraftwerk Brokdorf – fast ein Zehntel des deutschen Strombedarfs.


Für die ersten drei Quartale legte der Konzern zwar gute Zahlen mit
einem deutlich auf gut drei Milliarden Euro gestiegenen
Konzernüberschuss vor. Auch der Gewinn für das Gesamtjahr entspreche den
bisherigen Planungen, erklärte Teyssen: Beim Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde unverändert mit zwischen 10,4
und 11 Milliarden Euro gerechnet. Der Zwischenbericht enthält aber keine
konkreten Ergebnisaussagen zum kommenden Jahr mehr.


Der Konzern hatte 2011 erstmals in seiner Geschichte Milliardenverluste
erwirtschaftet. Grund waren unter anderem hohe Gasbezugskosten und die
Abschaltung der gewinnbringenden E.ON-Atommeiler
Isar 1 und Unterweser wegen der schnellen Atomwende. Mit dem
Halbjahresergebnis 2012 hatte sich das Geschäft aber schon wieder
deutlich erholt.



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