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Wie die Wirtschaft vom Netzausbau profitiert. WZ vom 07.08.2015

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Autor Beitrag
Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 10.08.15, 23:55  Betreff: Wie die Wirtschaft vom Netzausbau profitiert. WZ vom 07.08.2015  drucken  weiterempfehlen




Wie die Wirtschaft vom Netzausbau profitiert


Quickborn

Sie rücken mit Baggern an, mit Kränen und nicht selten teurem
Spezialwerkzeug. Der Netzausbau im Rahmen der Energiewende ist auch ein
Konjunkturpaket für Handwerksfirmen und Baubetriebe. „Für das Handwerk
ist es schon ein Stück Segen“, sagte erst kürzlich Schleswig-Holsteins
ehemaliger Handwerkspräsident Ulrich Mietschke. Denn Verbraucher zahlen
zwar für den Netzausbau viel Geld – in Schleswig-Holstein
mehr als in vielen anderen Bundesländern –, klar ist aber auch: Das
Errichten von Leitungen, Masten und Umspannwerken bringt zugleich Geld
in die Region und verteilt es zugunsten mittelständischer Betriebe um.
Bau- und Handwerksfirmen aus Schleswig-Holstein profitieren, wenn Netzbetreiber wie Tennet und Hansewerk neue Leitungen ziehen.


Investitionen von
110 Millionen im Jahr

Allein in Schleswig-Holstein werden nach Zahlen der Schleswig-Holstein
Netz AG 70 Millionen Euro im Jahr investiert, 110 Millionen Euro sind
es den Angaben zufolge im gesamten Netz der Hansewerk-Gruppe, das neben Schleswig-Holstein auch Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern
umfasst. Rund 35 bis 40 Millionen Euro an Investitionen, so schätzt es
ein Sprecher des Unternehmens, sind dabei Ergebnis der Energiewende. Für
die Baubranche ist das ein gewaltiges Konjunkturpaket – wie auch ein
Blick auf Auftragseingänge und Umsatzentwicklung der Branche nahe legt.
So sind im Bauhauptgewerbe im Land nach Zahlen des Statistikamtes Nord
seit 2012 – dem Jahr nach der Atomstrom-Katastrophe
in Fukushima – die Auftragseingänge massiv gestiegen. Erstmals seit
einem Jahrzehnt überschritt das Auftragsvolumen der Betriebe damals im
Monatsdurchschnitt wieder die Grenze von 100 Millionen Euro – und ist
bis heute nicht wieder unter diese gefallen. Dieses Jahr liegt der
Durchschnitt nach aktuellem Stand sogar bei mehr als 120 Millionen Euro
pro Monat – so viel wie noch nie im dritten Jahrtausend. Natürlich ist
dafür nicht nur die Energiewende verantwortlich, doch sie hilft.


Allein die Liste der beauftragten Betriebe, die Hansewerk vorlegt,
ist lang. Tiefbauunternehmen zum Ausgraben der Kabeltrassen zählen
ebenso dazu wie Rohrbau- und Gartenbau-Unternehmen, Planungsbüros und sogar KfZ-Werkstätten.
„Die Bauarbeiten, aber ebenso unsere Aktivitäten in den langen Jahren
der Planung und der Öffentlichkeitsarbeit, bringen eine gesteigerte
regionale Nachfrage nach Dienstleistungen aber auch Waren mit sich“,
heißt es auch beim Übertragungsnetzbetreiber Tennet. Viele der Aufträge
seien allerdings ausschreibungspflichtig – europaweit. Einen
wesentlichen Faktor regionaler Wertschöpfung sieht Tennet daher vielmehr
bei dem, was der Konzern durch den Leitungsbau erst ermöglicht:
Windkraftanlagen. Ihre Errichtung und Wartung haben nach Zahlen des
Statistischen Landesamtes allein zwischen 2006 und 2012 rund 50
Millionen Euro als Steuern in die Kassen von Land und Kommunen gespült.


Daneben haben Netzausbau und Energiewende zuletzt wohl auch dem
Arbeitsmarkt geholfen. Eine Studie im Auftrag des
Bundeswirtschaftsministeriums kommt zum Ergebnis, dass an der
Energiewende insgesamt im Land 15 740 Jobs hängen, von tausend
Arbeitnehmern sind 13,1 im Bereich der erneuerbaren Energien
beschäftigt. Wie viele davon nur vom Netzausbau profitieren, ist indes
unklar.
Till H. Lorenz






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