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Gemeinsam für die Wende. WZ vom 03.05.2013

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Autor Beitrag
Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 08.05.13, 23:23  Betreff: Gemeinsam für die Wende. WZ vom 03.05.2013  drucken  weiterempfehlen



Gemeinsam für die Wende

Ministerpräsident startet Innovationscluster Leistungselektronik für regenerative Energieversorgung

Itzehoe

Energie wird erzeugt, ins Netz eingespeist, gespeichert, genutzt. All
das soll mit regenerativer Energie und möglichst effizient geschehen.
Ein Schlüssel dazu ist die Leistungselektronik – und das Fraunhofer-Institut
für Siliziumtechnologie (ISIT) steht im Zentrum. Gestern hat
Ministerpräsident Torsten Albig mit der Übergabe eines Förderbescheids
den Innovationscluster Leistungselektronik für regenerative
Energieversorgung gestartet.


Beteiligt sind auf Forschungsseite die Fachhochschule Westküste, die Christian-Albrechts-Universität
zu Kiel und die Fachhochschule Kiel, auf Industrieseite die Unternehmen
Vishay Siliconix Itzehoe, Danfoss Silicon Power, Repower Systems,
Dispatch Energy Innovations und Reese + Thies Industrieelektronik. Vier
Millionen Euro werden eingesetzt, das Land und die Fraunhofer-Gesellschaft tragen davon jeweils eine Million, den Rest steuern die Partner bei.


Die großen Chancen unterstrich ISIT-Leiter Professor Dr. Wolfgang Benecke. Durch die Partner sei die komplette Wertschöpfungskette von der Energie-Erzeugung
bis zur Nutzung im Land vorhanden, der Cluster bündele die Ressourcen
auf dem Gebiet der Leistungselektronik. „Nur gemeinsam können wir stark
werden“, so Benecke. Das minimiere das Risiko angewandter Forschung,
sagte Dr. Patrick Hoyer von der Fraunhofer-Gesellschaft. Es gehe darum, „natürliche Ressourcen mit Intelligenz zu verschalten“.


Richtig so, findet der Ministerpräsident. Die ökonomische Zukunft des
Landes liege in „wissensbasierter Wertschöpfung“, schon jetzt bewege es
sich dramatisch in diese Richtung. Daraus entstünden dann auch sichere
Arbeitsplätze mit Zukunft, sagte Albig mit Blick auf Prinovis. Es müsse
beim Thema Energiewende noch viel deutlicher werden, dass es um
Potenziale und Wertschöpfung gehe. Das Land werde in der Unterstützung
nicht nachlassen.


Vor allem geht es im Cluster um die Windenergie, deshalb ist auch das Fraunhofer-Institut IWES aus Niedersachsen mit im Boot. Auch vor einer Zusammenarbeit mit Hamburg oder dem angestrebten Fraunhofer-Engagement im Grenzgebiet zu Dänemark müsse niemand Angst haben, so Albig. All das stärke die gesamte Region im Norden.


Der neue Zusammenschluss erweitert das bestehende Netzwerk im Kompetenzzentrum für Leistungselektronik Schleswig-Holstein.
Er beinhaltet den Austausch von Informationen und abgestimmte
Forschungen. Ziele seien eine höhere Zuverlässigkeit und Kompaktheit
sowie geringere Kosten der Systeme, sagte Dr. Frank Osterwald von
Danfoss Silicon Power. Die Forschungsergebnisse seien wichtig für die
Weiterentwicklung im eigenen Unternehmen, betonte Dr. Heinz-Hermann Letas von Repower Systems. Für Albig war der Fall klar: „Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, dass die Windenergie-Geschichte gerade erst beginnt.“


Lars Peter Ehrich








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