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Netzausbau das Gebot der Stunde. WZ vom 02.11.2012

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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 03.11.12, 00:08  Betreff: Netzausbau das Gebot der Stunde. WZ vom 02.11.2012  drucken  weiterempfehlen



Netzausbau das Gebot der Stunde

Minister Dr. Robert Habeck bei Dithmarschens Landrat: „Die Energiewende findet im ländlichen Raum statt“

Heide

In Dithmarschen geben sich die Minister aus Kiel die Klinke in die
Hand. Auch Energiewendeminister Dr. Robert Habeck (Bündnis 90/Die
Grünen) macht da keine Ausnahme. In einem eineinhalbstündigen Gespräch
mit Landrat Dr. Jörn Klimant diskutierte er gestern über den Netzausbau
an der Westküste, Modellprojekte zur Elektromobilität, Smart Grids,
Speichermöglichkeiten und die westliche Elbquerung. Ein Projekt, das
zwar aus Sicht von Habeck gewollt ist, aber vermutlich aufgrund
chronischer Unterfinanzierung des Bundeshaushaltes eher ein
Langzeitvorhaben ist.


„Die Energiewende findet im ländlichen Raum statt“, so Habeck. Gerade
Dithmarschen spiele dabei in besonderem Maße eine Rolle. Der Kreis sei
eine der Energiewenderegionen des Landes, so der Minister, der gerade
erst ein Tag zuvor bei der Deichschau war, wo es in Friedrichskoog
Diskussionen zum Erhalt des Hafens gab. Hans-Adolf
Boie, Oberdeichgraf in Dithmarschen und Vorsteher des Deich- und
Hauptsielverbandes, fordert ein Schöpfwerk, um die Entwässerung des
Hinterlandes zu gewährleisten. Der Erhalt des Hafens hat für ihn weniger
Priorität. Ob eine Ausweisung von Windeignungsflächen
erfolgversprechend ist, dazu wollte sich Habeck gestern nicht äußern.
Letztendlich sei dies aber ein lokaler Konflikt. „Wenn der Hafen weiter
betrieben werden soll, dann muss es eine verbindliche Zusage des Deich-
und Hauptsielverbandes geben, dass das Hinterland auch trockene Füße
behält“, so Habeck. Auch Klimant schloss sich dem an und gab zu
Bedenken, das Friedrichskoog der zweitstärkste touristische Ort im Kreis
mit einer hohen Attraktivität ist. Die Suche nach einer Lösung zum
Erhalt des Hafens macht für den Landrat daher Sinn.


Absolute Priorität hat für Habeck der Netzausbau, für den es
möglichst 2014 schon ein Planfeststellungsverfahren geben soll. Das
Thema Erdkabel ist zwar noch nicht vom Tisch. Aber aus Sicht des
Ministers werde dies voraussichtlich technisch und finanziell nicht zu
machen sein. „Zurzeit gibt es mehr Fragen als Antworten.“ Außerdem
dränge die Zeit. Zehn Jahre warten kann das Land mit dem Netzausbau bei
der Ausweisung von einer zusätzlicher Windeignungsfläche von insgesamt
1,7 Prozent des Landes nicht mehr. Und damit steht für Habeck fest:
„Das, was planbar ist, ist erreicht worden.“ Die nationale Aufgabe sei
damit erfüllt. Doch der Strom muss auch aus Schleswig-Holstein
nach Süddeutschland gelangen. „Der Zeitdruck ist groß, es muss eine
zeitnahe Umsetzung geben.“ Die Zusammenarbeit mit dem Netzbetreiber
TenneT sei gut. „Die sind froh, wenn sie mal zeigen können, dass sie
eine Leitung bauen können“, sagte er schmunzelnd.“ Die Proteste in der
Region beim Netzausbau sieht Habeck nicht als grundsätzliche Absage an
den Ausbau der 380 kV-Leitung, sondern lediglich als Diskussion über den Trassenverlauf.


Besonders interessant findet Habeck die Idee von Beba-Energie
aus Hemmingstedt, Windstrom zu Wasserstoff umzuwandeln, in einer bis zu
800 Meter tiefen Kaverne zu speichern und bei Bedarf an die Industrie
zu verkaufen. „Das ist erfolgversprechend.“ Noch hat dies aber alles
Pilotcharakter, da Fördermittel des Bundes fehlen. Auch die Idee von
Klimant, ähnlich wie in Pinneberg, den ÖPNV mit Elektrobussen
auszustatten, ist bisher nichts weiter als ein Gedankengang.
Angela Schmid






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