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Tennet diskutiert auch über Alternativen. WZ vom 07.03.2014

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Autor Beitrag
Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 07.03.14, 23:17  Betreff: Tennet diskutiert auch über Alternativen. WZ vom 07.03.2014  drucken  weiterempfehlen



Tennet diskutiert auch über Alternativen

Erste Informationsveranstaltung für den Bau der großen Strom-Autobahn ab Wilster

Wilster/Elmshorn

Weil im Norden immer mehr Ökostrom produziert wird und im Süden nach
und nach die Atomkraftwerke vom Netz gehen, braucht Deutschland eine
riesige „Stromautobahn“, die überschüssige Windenergie aus Schleswig-Holstein nach Bayern fließen lässt. Das Mega-Kabel führt nach jetzigem Planungsstand mitten durch die Kreise Steinburg und Pinneberg.


Der Netzbetreiber Tennet, ein deutsch-niederländisches
Unternehmen, wird die Leitung bauen. Am Mittwoch präsentierte er auf
einer Veranstaltung in Elmshorn Bürgermeistern und anderen
Mandatsträgern seine Pläne. Ab Ende März soll es dann auch eine Reihe
von Informationsveranstaltungen für Bürger geben.


Die genauen Standorte der neuen etwa 60 bis 70 Meter hohen
Strommasten stehen noch nicht fest. Sie werden in einem etwa 500 bis
1000 Meter breiten Korridor liegen. Tennet orientiert sich mit seinem
Trassenvorschlag an bereits bestehenden Stromleitungen, die von Wilster
durch die Wilster- und die Krempermarsch, dann an Elmshorn, Uetersen und
Hetlingen vorbei durch die Haseldorfer Marsch in Richtung Süden nach
Niedersachsen verlaufen. Nur bei Uetersen sollen sie näher als bisher an
die Stadt heran ragen. Die neuen Masten werden aus technischen Gründen
aber zusätzlich gebaut – in einem Abstand von etwa 50 Metern zu
bestehenden Trassen. Stellenweise kann das neue Kabel unter der Erde
verlegt werden – wenn es etwa zu wenig Platz gibt, um Siedlungen zu
umgehen.


„Wir haben noch keinen Antrag bei der Bundesnetzagentur eingereicht.
Wir gehen aber bereits jetzt auf die Gemeinden zu, um mit ihnen
alternative Trassenverläufe zu diskutieren“, sagt Tennet-Projektleiter Christoph Thiel.


Die Bürgermeister sehen durchaus Gesprächsbedarf. Etwa in Hetlingen.
Dort soll die „Stromautobahn“ unter der Elbe hindurch nach Niedersachsen
führen. Bereits jetzt ist dort der Bau einer Gasleitung begonnen
worden. Kann man nicht beide Projekte in einem „Abwasch“ machen, damit
die Bagger nicht zweimal nach Hetlingen rollen? Ein Tunnel für die
Stromleitung würde immerhin etwa 25 Meter breit. „Ich werde auf jeden
Fall das Gespräch mit Tennet und den Projektpartnern der Gasleitung
suchen“, sagt Barbara Ostmeier, Bürgermeisterin in Hetlingen und
Landtagsabgeordnete der CDU. Theoretisch ist eine Elbquerung auch bei
Brunsbüttel oder Glückstadt möglich. Dann wäre der Kreis Pinneberg von
dem Neubau der Trasse nicht betroffen. „Die jetzt präsentierte Variante
mit Querung bei Hetlingen ist aber die aus unserer Sicht sinnvollste“,
sagt Thiel. Neben den Baukosten seien etwa auch Siedlungsstandorte und
Naturschutzgebiete zu berücksichtigen. „Aus eigener Erfahrung kann ich
sagen, dass Tennet immer bereit ist, nach Kompromissen zu suchen oder
Alternativen zu prüfen“, sagt Ostmeier.


Tennet-Vertreter betonen immer wieder, dass die
Pläne in einem sehr frühen und informellen Stadium sind, und dass die
Gemeinden frühzeitig eingebunden werden sollen. Den Politikern brennen
etliche Fragen auf den Nägeln, etwa: Wie wirken sich die neuen Leitungen
auf Menschen, Tiere und Landwirtschaft aus? Das sind Themen, die
während der Informationsveranstaltungen beantwortet werden sollen.
Tobias Thieme





800 Kilometer lange Stromtrasse 
Mit
dem Vorschlag für den konkreten Trassenverlauf im Februar dieses Jahres
ist Deutschlands größtes Stromnetzausbauprojekt in seine heiße Phase
getreten. Wie der Netzbetreiber Tennet mitteilte, könnte die Haupttrasse
des 800 Kilometer langen Suedlink-Projekts bis 2022 von Schleswig-Holstein über Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen
und Hessen nach Bayern führen. Der Vorschlag führt von Wilster aus an
Verden/Aller vorbei, zwischen Hannover und Lehrte durch, vorbei an
Hildesheim. Danach geht es an Höxter, Warburg und Kassel vorbei, von
dort Richtung Süden, um Fulda herum nach Grafenrheinfeld.




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[editiert: 07.03.14, 23:22 von Claudia]
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