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Evakuierungszonen um AKWs werden größer. WZ vom 15.11.2013

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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 15.11.13, 23:48  Betreff: Evakuierungszonen um AKWs werden größer. WZ vom 15.11.2013  drucken  weiterempfehlen

Evakuierungszonen um AKWs werden größer

Bundesumweltministerium will mehr Katastrophenschutz bei Reaktorunglücken

Brokdorf/ Berlin /ky

Nach Plänen der Strahlenschutzkommission des Bundes sollen im Fall
eines Unfalls in einem Kernkraftwerk die Evakuierungszonen viermal so
groß werden wie bislang. Deshalb müssten in diesem Fall auch viermal
mehr Menschen ihre Heimat verlassen als bisher befürchtet. Der Radius um
die Kraftwerke soll nach Informationen der Anti-Atom-Initiative
„ausgestrahlt“ von zehn auf 20 Kilometer erhöht werden. Das würde für
das Kernkraftwerk Brokdorf (Kreis Steinburg) bedeuten, dass auch Pläne
für eine Evakuierung der Kreisstadt Itzehoe und der 14 Kilometer vom
Reaktor entfernten Stadt Brunsbüttel ausgearbeitet werden müssen.
Insgesamt müssten im Fall einer Reaktorkatastrophe statt bislang 43 000
dann 168 000 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen.


Noch sind die Pläne nicht beschlossen. Das zuständige
Bundesumweltministerium bestätigt jedoch, dass die
Notfallschutzplanungen der deutschen Kraftwerke nach der
Reaktorkatastrophe von Fukushima in Japan überprüft werden. „Auf Basis
umfangreicher Berechnungen und Abschätzungen geht es in der Empfehlung
vor allem um die Frage, welche Radien künftig für Maßnahmen des
Katastrophenschutzes empfohlen werden“, erklärt Ministeriumssprecher
Nikolai Fichtner. Zu Details wollte er auf Nachfrage keine Stellung
nehmen. Allerdings sollen die Pläne national wie europäisch diskutiert
werden. „Angestrebt wird eine möglichst einheitliche Vorgehensweise für
Maßnahmen bei kerntechnischen Unfällen“, so Fichtner.


Laut der Anti-Atom-Initiative
„ausgestrahlt“ plant die Strahlenschutzkommission auch die Grenzwerte
zu halbieren, bei denen Menschen, die außerhalb der direkten
Evakuierungszone leben, ihre Heimat verlassen müssen. In Japan liege der
Grenzwert dafür bei 20 Millisievert pro Jahr, in Deutschland noch bei
100.


Was bedeutet das für die Menschen in der Region um die Atomkraftwerke?
Eva Gruitrooy ist Kreisvorsitzende der Grünen in Steinburg und kann von
ihrem Bürofenster in Itzehoe aus den Meiler in Brokdorf sehen.
„Grundsätzlich ist eine Erweiterung der Evakuierungszone eine gute
Sache“, sagt sie. Allerdings sei der Radius nicht groß genug gefasst.
„Eine radioaktive Wolke macht weder bei zehn noch bei 20 Kilometern
halt“, sagt Gruitrooy. Im Ernstfall könnten je nach Windrichtung Gebiete
bis nach Hamburg oder Dänemark verstrahlt werden. „Durch die
Erweiterung der Evakuierungszone steigt die Sicherheit nicht an“, sagt
die Grüne und fordert weiter das schnellstmögliche Abschalten der noch
laufenden Kernkraftwerke – und damit auch des Meilers in Brokdorf.



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