Schreib, was dich bewegt: Dein kostenloses Blog auf Üblog.de.
  Forum der BiGKU
Bürgerinitiative Gesundheit u. Klimaschutz Unterelbe/Brunsbüttel
 
Sie sind nicht eingeloggt.
LoginLogin Kostenlos anmeldenKostenlos anmelden
BeiträgeBeiträge SucheSuche HilfeHilfe
ChatChat VotesUmfragen FilesDateien CalendarKalender
Interview: Regelmäßige Drohung mit dem großen Blackout. 27.12.2013

Anfang   zurück   weiter   Ende
Autor Beitrag
Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 05.01.14, 19:40  Betreff: Interview: Regelmäßige Drohung mit dem großen Blackout. 27.12.2013  drucken  weiterempfehlen



Öko-Test-Magazin
vom 27.12.2013 (Januar 2014):



Interview:
Regelmäßige Drohung mit dem großen Blackout



Die Betreiber
von Gas- und Kohlekraftwerken wollen zahlreiche Anlagen stilllegen, weil sie
nicht mehr rentabel seien. Schon liest man wieder vom drohenden Blackout, der
gefährdeten Versorgungssicherheit. Über die Hintergründe sprach Öko-Test mit
Jürgen Quentin, Umweltjurist und bei der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) im
Kraftwerkssektor tätig.



ÖKO-TEST:
Müssen wir wirklich einen Blackout befürchten?

Quentin: Nein. Die Energiekonzerne E.ON, RWE und Co. drohen in
energiepolitischen Entscheidungssituationen regelmäßig mit dem großen Blackout,
werden aber ebenso regelmäßig von der Realität widerlegt. Trotz
Stilllegungsankündigungen haben wir in den nächsten Jahren ausreichend
Kraftwerksreserven, um auch in Extremsituationen die Versorgungssicherheit zu
gewährleisten. Die Konzerne versuchen mit ihren Alarmmeldungen Subventionen für
ihre alten Kohlemeiler zu erzwingen.



Nach welchen
Kriterien entscheidet die Bundesnetzagentur, welche Kraftwerke stillgelegt und
welche als Reserve weiterlaufen sollen?

Für die Entscheidung, ob ein Kraftwerk stillgelegt werden darf, ist
ausschlaggebend, ob dieses für die Stabilität des Stromnetzes gebraucht wird.
Umwelt- und Klimaschutzaspekte spielen dabei keine Rolle. Bisher wurden
ausschließlich von Ausschaltung bedrohte Anlagen in Süddeutschland als
"systemrelevant" eingestuft. Drei von ihnen werden mit Erdgas, zwei
mit Steinkohle betrieben.



Bestimmt die
Bundesnetzagentur, dass ein Kraftwerk weiterlaufen soll, gewährt sie dafür eine
Entschädigung. Wer zahlt das eigentlich?

Die Kosten für den Erhalt der Betriebsbereitschaft werde3n auf die Netzentgelte
umgelegt. Dafür zahlen müssen die Stromkunden. Die Regelung ist ein
provisorisches Zwangsinstrument zum Schutz gegen etwaige Netzprobleme in der
Kurz- bis Mittelfrist. Das Verfahren ist weder marktnah noch preisgünstig und
allenfalls für den Übergang erträglich.   






nach oben
Benutzerprofil anzeigen Private Nachricht an dieses Mitglied senden
Sortierung ndern:  
Anfang   zurück   weiter   Ende
Seite 1 von 1
Gehe zu:   
Search

powered by carookee.com - eigenes profi-forum kostenlos

Layout © Karl Tauber