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Claudia

Beiträge: 4532

New PostErstellt: 03.12.14, 00:09     Betreff: Re: E.ON plant Aufspaltung. WZ vom 01.12.2014

Blutige Rache: Wegners schwerste Fäl...
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Standpunkt


Märchenstunde

E.ON plant Aufspaltung des Konzerns

Till H. Lorenz



Dieser Tag wird in die Wirtschaftsgeschichte der Bundesrepublik eingehen – so viel ist sicher. Noch nie zuvor hat ein Unternehmen einen solchen Radikalumbau vollzogen, wie der Energiekonzern E.ON ihn jetzt vorhat. Das ist mutig. Schließlich erfindet sich E.ON in weiten Teilen selbst neu, wenn der Konzern sich von seinen in Jahrzehnten aufgebauten Kern-Geschäftsfeldern trennt und stattdessen auf die Öko-Strom-Zukunft setzen will.

Nur kommt der Umbau wohl auch ein wenig dem Märchen vom Aschenputtel gleich: „Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen!“ Gut sind für E.ON Stromtrassen und erneuerbare Energien; schlecht hingegen Atom- und Kohlekraftwerke – und alles, was damit zu tun hat. Doch damit passt E.ON gut in jene Märchenstunde, die die Bundesregierung vor fast vier Jahren unter dem Titel Energiewende angestimmt hat. Nicht nur wurden damals über Nacht die Geschäftsbedingungen für die deutsche Energiewirtschaft umgeschrieben. Es wurde den Bürgern auch suggeriert, dass Deutschland damit seinen Beitrag zum Klimaschutz leiste. Letzteres ist jedoch nicht der Fall – der CO2-Ausstoß der Bundesrepublik steigt kontinuierlich weiter – und Ersteres kommt die Steuerzahler nun zunehmend teuer zu stehen.

Dass der E.ON-Konzern mit seiner Aufspaltung faktisch eine Bad Bank für ungeliebte konventionelle Kraftwerke zusammenzimmert, bestreitet konzernintern niemand. Und dass am Ende der Steuerzahler für diese Bad Bank aufkommen muss, steht schon heute fest. Es bleibt nur noch die Frage, um wie viele Milliarden es gehen wird. Denn dass die Rücklagen von E.ONs noch zu gründender neuer Gesellschaft reichen werden, um den Rückbau der Atomkraftwerke zu stemmen, ist mehr als fraglich. Ebenso fraglich ist, wer die Aktien dieses E.ON-Altlasten-Konglomerats eigentlich an der Börse kaufen soll. Spätestens dann dürfte wenigstens ein Märchen endgültig auserzählt sein – das der sauberen und günstigen Atomkraft. Die Rechnung bekommt der Steuerzahler.

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