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Extremwetterkongress in Hamburg. 27.09.2013

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Autor Beitrag
Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 28.09.13, 00:45  Betreff: Extremwetterkongress in Hamburg. 27.09.2013  drucken  weiterempfehlen



Sh:z online vom 27. September 2013



Extremwetterkongress
Hamburg
- Mojib
Latif: "Klimareport ist deutliches Signal an die Welt"



Laut Bericht des
Weltklimarats steigt der Meeresspiegel schneller als angenommen und die
Eisschmelze hat sich weiter beschleunigt. Politik und Wirtschaft müssen
handeln, sagt Klimaforscher Mojib Latif.
 



Jedes Jahr verschwinden rund 240 Milliarden Tonnen Süßwasser aus den
Eismassen von Grönland. Die Abschmelzung hat sich beschleunigt.



Hamburg/dpa

Der am Freitag in Stockholm
veröffentlichte Weltklimareport ist aus Sicht des Kieler Forschers Mojib Latif
„ein ganz deutliches Signal an die Welt“. Der neue Bericht zeige, dass der
Klimawandel nicht vorbei sei, sondern unvermindert fortschreite, sagte der
Professor vom Geomar-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung am Freitag beim
Abschluss des 8. Extremwetterkongresses in Hamburg. „Es gibt einen großen
politischen Handlungsbedarf, sich endlich auf den Klimakonferenzen zu
einigen.“ 



Die internationale Staatengemeinschaft hatte
sich die Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad als Ziel gesetzt. Der nun
präsentierte erste Teil des fünften Berichts des Weltklimarates IPCC zeige,
dass dies mit engagiertem weltweiten Klimaschutz theoretisch noch möglich sei,
betonte Latif. „Ob das praktisch dann wirklich seine Umsetzung erfährt, wage
ich mal zu bezweifeln.“ Die Herausforderung an Politik und Wirtschaft sei groß.
„Die größte Unsicherheit in der zukünftigen Klimaentwicklung ist der
Mensch.“ 



Nach Angaben von Professor Stefan Rahmstorf
vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung zeigt der neue IPCC-Report: „Die
Erwärmung geht weiter.“ Ein großer Teil davon werde irreversibel sein. „Die
letzten 30 Jahre waren wahrscheinlich die wärmsten seit mindestens 1400
Jahren.“ Die am Freitag präsentierten Kernthesen machten deutlich, dass „wir
tatsächlich noch weniger Zeit haben als gedacht“. „Die Entwicklung geht noch
rascher voran in manchen Aspekten - was Meeresspiegel oder Eisverlust angeht -
als im letzten Bericht befürchtet.“ 



Laut Wissenschaftler Latif ist die
vorübergehende Stagnation der globalen Temperatur nichts Überraschendes und
nicht mehr als eine Atempause. Der Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes,
Paul Becker, erklärte: „Machen wir weiter wie bisher, so zeigen die Modelle
eine globale Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts um etwa vier Grad.“ Damit
würde sich der Trend zu mehr Extremereignissen wie Hitzewellen weiter
fortsetzen.



Mehr zum Thema:



IPCC-Report - UN-Bericht: Klimawandel schreitet ungebremst voran



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