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Immer mehr Firmen fordern Ökostrom-Rabatt. WZ vom 13.07.2013

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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 16.07.13, 00:32  Betreff: Immer mehr Firmen fordern Ökostrom-Rabatt. WZ vom 13.07.2013  drucken  weiterempfehlen

Immer mehr Firmen fordern Ökostrom-Rabatt

2367 Unternehmen beantragen eine Befreiung von der EEG-Umlage – so viele wie noch nie

Kiel/Berlin /til

Immer mehr Industriebetriebe wollen die Ökostrom-Umlage
nicht bezahlen. Dies geht aus einer Antwort des Bundesministeriums für
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit auf eine Anfrage der
Bundestagsfraktion der Grünen in Berlin hervor, die unserer Zeitung
vorliegt. Demnach beantragten zum Stichtag 1. Juli bundesweit 2367
Unternehmen eine Befreiung von der sogenannten EEG-Umlage – so viele wie noch nie. Sollte diese Rekordzahl an Rabatt-Anträgen
vom zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)
genehmigt werden, droht Verbrauchern nach Einschätzung von Experten ein
weiterer Anstieg der Strompreise, da die Lasten der Umlage dann von den
anderen Verbrauchern und Mittelständlern geschultert werden müsste.


Anträge für 80 Betriebe in Schleswig-Holstein

Zement- und Papierfabriken profitieren ebenso von den Strom-Rabatten
wie Straßenbahnen und Futtermittelhersteller. Dabei hatte sich ihre
Zahl zuletzt deutlich erhöht. Stellten zum Stichtag 1. Juli in 2011 erst
813 Firmen einen Antrag auf Befreiung, waren es im darauffolgenden Jahr
bereits 2055. Aktuell gibt es für mehr als 2262 Unternehmen
Ökostromrabatte. In Schleswig-Holstein waren zuletzt 41 Betriebsstätten von 35 Unternehmen von der EEG-Umlage befreit. Für 2014 wurde für 80 sogenannte Abnahmestellen, gemeint sind letztlich Betriebsgelände, Ökostrom-Rabatte beantragt. Der veranschlagte Strom-Verbrauch dieser Betriebe beliefe sich dabei laut Bafa auf rechnerisch 23 Prozent des gesamten Öko-Stroms, der zuletzt in Schleswig-Holstein produziert wurde.


Die Idee hinter den Rabatten bei der Öko-Umlage
ist es, ein Abwandern der Industrie aus Deutschland wegen steigender
Strompreise im Zuge der Energiewende zu verhindern. Nach Angaben der
stellvertretenden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion der Grünen, Bärbel
Höhn, summieren sich die Entlastungen der Firmen beim Ausbau der
Erneuerbaren Energien in diesem Jahr bereits auf rund sieben Milliarden
Euro. „Das wird weiter wachsen, weil FDP und CDU/CSU die Schleusentore
geöffnet haben“, so Höhn. Die Kriterien für eine Befreiung seien
windelweich geworden. Tatsächlich wird auch seitens der
Regierungsparteien das Anwachsen der Ausnahmen inzwischen kritisch
gesehen. So kündigte der umweltpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion,
Michael Kauch, an, „die Ausnahmen auf diejenigen Unternehmen zu
begrenzen, die tatsächlich in intensivem internationalen Wettbewerb
stehen“.



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