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Klimakonferenz in Lima. WZ vom 09.12.2014

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Claudia

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New PostErstellt: 11.12.14, 23:47  Betreff: Klimakonferenz in Lima. WZ vom 09.12.2014  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen

Klimaschutz-Index: Deutschland nur im Mittelfeld

Lima /dpa

Europäische Umweltorganisationen setzen während der Klimakonferenz in Lima ein Zeichen: Weil keines der 58 untersuchten Länder ausreichende Anstrengungen gegen den gefährlichen Klimawandel unternehme, bleiben im neuen Klimaschutz-Index die ersten drei Spitzenplätze unbesetzt. Bestes Land auf Platz vier ist Dänemark, das zum dritten Mal in Folge die Liste der Länder anführt, die weltweit am meisten für den Klimaschutz tun. Deutschland rangiert auf Platz 22 und damit im Mittelfeld. Die im Index der Umweltorganisation Germanwatch und des Bündnisses „Climate Action Network Europe“ aufgeführten Staaten sind für über 90 Prozent der energiebedingten Kohlendioxid-Emissionen (CO2) verantwortlich. Weit abgeschlagen liegen die beiden weltweit größten C02-Emittenten China (Platz 45) und die USA (Platz 44).






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Claudia

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New PostErstellt: 14.12.14, 19:38  Betreff: Re: Klimakonferenz in Lima. WZ vom 09.12.2014  drucken  weiterempfehlen

WZ vom 13.12.2014:

Hartes Ringen um die Klimaziele
Lima /dpa

Statt der erhofften Weichenstellung für ein historisches Weltklimaabkommen hat sich zum Abschluss der Klimakonferenz in Lima nur ein Minimalkonsens abgezeichnet. Nach zwei Wochen Verhandlungen gab es in Perus Hauptstadt bis zuletzt keine klare Linie bei der Entscheidung über vergleichbare Kriterien für nationale Klimaschutzziele.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass ein Kompromiss gefunden werde, der es erlaube, von einem Erfolg zu sprechen. Unabhängig von einer Verlängerung der Verhandlungen wollte die Ministerin gestern Abend abreisen.

Der Kriterien-Katalog ist essenziell für eine international abgestimmte Strategie, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Mit diesem Ziel soll Ende 2015 in Paris ein Klimavertrag vereinbart werden. Die Konferenzleitung präsentierte den 195 Länderdelegationen in der Nacht zu gestern einen von rund 50 auf sieben Seiten eingedampften Text, der in vielen Punkten aber nur vage Vorgaben für nationale Klimaschutzzusagen enthielt.

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Claudia

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New PostErstellt: 14.12.14, 19:57  Betreff: Re: Klimakonferenz in Lima. WZ vom 09.12.2014  drucken  weiterempfehlen

14.12.2014:


Weltklimakonferenz in Lima: Doch noch ein Minimalkonsens für das Klima



Die UN-Klimakonferenz hat sich in einem Minimalkonsens auf erste Grundlagen für einen Weltklimavertrag verständigt. Die 195 Staaten verabschiedeten in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) in Lima einen Beschlusstext, der aber nur sehr vage Kriterien für die nationalen Klimaschutzzusagen definiert, die im Frühjahr 2015 vorgelegt werden sollen.



Vollständiger Artikel: http://www.tagesschau.de/ausland/klima-121.html

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Claudia

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New PostErstellt: 27.12.14, 19:33  Betreff: Re: Klimakonferenz in Lima. WZ vom 09.12.2014  drucken  weiterempfehlen

WZ vom 23.12.2014:


"Leitartikel" von Lüder Gerken
(Vorsitzender der Stiftung Ordnungspolitik und des Centrums für Europäische Politik)




Unnützer Aktionismus

Deutschland und EU verheddern sich gegenseitig in der Klimapolitik



Die Weltklimakonferenz von Lima hat nur Minimalergebnisse gebracht. Aber Europa will unbeirrt dem Rest der Welt Vorbild sein. Die EU will 2020 zwanzig Prozent weniger Treibhausgase als 1990 emittieren. Deutschland will sogar um das Doppelte reduzieren. Die deutschen Unternehmen sollen beispielsweise gezwungen werden, 22 Millionen Tonnen CO2 einzusparen. So steht es im „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ des Bundesumweltministeriums. Das ist nicht nur sehr viel, sondern beißt sich mit dem Handelssystem der EU für CO2-Emissionsrechte, dem EU-ETS.

Das EU-ETS ist ein effizientes Verfahren: Die zulässige CO2-Gesamtmenge wird gedeckelt und nach einem festen Reduktionspfad bis 2020 gesenkt. Wer CO2 emittieren will, muss Emissionsrechte ersteigern. Dieses System hat zwei große Vorzüge: Zum einen wird das Reduktionsziel in jedem Fall erreicht. Zum anderen dürfen diejenigen emittieren, für die die Umrüstung auf CO2-arme Technologie am teuersten wäre; denn die bieten den höchsten Preis.

Das deutsche Vierzig-Prozent-Ziel hat eine üble Folge: Die deutschen Unternehmen werden für 22 Millionen Tonnen CO2 weniger Emissionsrechte nachfragen. Wenn die Nachfrage sinkt, sinkt auch der Preis. Für Unternehmen in der übrigen EU wird es wieder interessant, Emissionsrechte zu kaufen – statt umzurüsten. Die 22 Millionen Tonnen, die in Deutschland eingespart werden, werden dann woanders emittiert.

Das Aktionsprogramm sagt dazu lapidar: „In Deutschland erreichte Emissionsminderungen könnten zu einer Verringerung der Nachfrage nach Emissionsrechten und gegebenenfalls Mehremissionen in anderen EU-Staaten führen, wenn diese Überschüsse nicht von einer Marktstabilitätsreserve aufgenommen werden.“

Die Wahrheit ist: Emissionsminderungen in Deutschland „könnten“ nicht nur zu einer geringeren Nachfrage führen, sondern sie führen ganz sicher dazu. Und dies führt nicht „gegebenenfalls“, sondern definitiv zu Mehremissionen in anderen EU-Staaten.

Das Ministerium bezieht sich auf einen EU-Gesetzentwurf vom Januar für eine „Marktstabilitätsreserve“. Mit dieser will die EU ab 2021 (!) vorübergehend (!) Emissionsrechte aus dem Markt nehmen können, die später wieder eingespeist werden müssen. Damit will man erreichen, dass der Preis für Emissionsrechte möglichst wenig schwankt.

Diese Marktstabilitätsreserve passt vorne und hinten nicht für die deutschen Pläne. Erstens sollen die deutschen Unternehmen die Reduktion um 22 Millionen Tonnen bereits bis 2020 erreicht haben. Da hilft eine Reserve ab 2021 gar nichts. Zweitens sollen sie die Reduktionsvorgabe nicht nur 2020, sondern auf Dauer einhalten. Folglich müssten auch Emissionsrechte für 22 Millionen Tonnen auf alle Zeit aus dem Markt genommen werden. Der EU-Entwurf sieht gerade das nicht vor. Fazit: Das Umweltministerium will der deutschen Volkswirtschaft Kosten aufdrücken, ohne dass es dem Klima auch nur im entferntesten nützen würde.

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