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Kraftwerke schwächeln: RWE in roten Zahlen. WZ vom 05.03.2014

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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 06.03.14, 00:09  Betreff: Kraftwerke schwächeln: RWE in roten Zahlen. WZ vom 05.03.2014  drucken  weiterempfehlen

Kraftwerke schwächeln: RWE in roten Zahlen

Essen /dpa

RWE verdient kaum noch Geld mit seinen fossilen Kraftwerken und ist
erstmals seit der Nachkriegszeit tief in die roten Zahlen gerutscht.
Nach der gestern in Essen präsentierten Bilanz stürzte das Nettoergebnis
auf minus 2,8 Milliarden Euro ab. Im Vorjahr hatte RWE noch 1,3
Milliarden Euro verdient. Grund für den Verlust waren Abschreibungen von
4,8 Milliarden Euro vor allem auf Gas- und Kohlekraftwerke in Europa,
die wegen des Booms der erneuerbaren Energien immer seltener am Netz
sind. Das um Abschreibungen bereinigte Nettoergebnis gab leicht von 2,5
auf 2,3 Milliarden Euro nach. RWE will seine Dividende für 2013 auf
einen Euro halbieren und fährt unter Konzernchef Peter Terium einen
harten Sparkurs.


Kommentar von Seite 2:



Energiewende verpennt

RWE-Chef Terium räumt zu späte Reaktionen ein – und bittet jetzt um Kohlestrom-Subventionierung

Brigitte Scholtes

Der Essener Energieriese RWE hat schlechte Zahlen vorgelegt. Das war
erwartet worden. Aber während andere Unternehmen in einer solchen
Situation versuchen, mit einem Strategiewechsel den Aktionären und
Mitarbeitern Mut zu machen, fehlt eine solche Vision bei RWE-Chef Peter Terium. Er räumt allenfalls ein, dass das Unternehmen „vielleicht zu spät“ auf erneuerbare Energien gesetzt habe.


Das haben Terium und seine Vorgänger tatsächlich: Sie haben immer
noch munter in Kohlekraftwerke und Atommeiler investiert, als die
Energiewende schon eingeleitet war. Ihre Hoffnung, die Politik werde
diese Wende rückgängig machen, war aber spätestens seit Fukushima
hinfällig. Die erneuerbaren Energien aber werden nicht mehr in großen
Kraftwerken erzeugt, sondern kleinteiliger und dezentraler. Da gilt es,
sich strategisch vollkommen umzuorientieren. Was aber fällt Terium ein?
Er bittet die Politik um Hilfe – denn Strom aus Kohlekraft soll als
Reserve genutzt werden, wenn der Wind einmal nicht bläst und die Sonne
nicht scheint.


Subventionen für die Kohlekraftwerke sollen also her, die
Fehlinvestitionen aus der Zeit schon nach der Energiewende soll nun der
Steuerzahler begleichen. Gleichzeitig aber werden damit
umweltfreundliche Gaskraftwerke, die für solche Reservezwecke häufig
erst gebaut wurden, noch unrentabler: Sie können dann mit dem
subventionierten Kohlestrom nicht mehr mithalten. Subventionen und
Sparen aber sind kurzfristige Mittel, um die Last zu mindern. Sie zeugen
von wenig Weitsicht. Natürlich kann man der Energiepolitik wegen ihrer
häufig erratischen Wendungen eine Mitschuld geben an der schlechten Lage
des Konzerns. Der aber wollte lange Jahre einfach so weitermachen wie
bisher, hat die Augen vor dem Wandel verschlossen. Umso schwerer wird es
jetzt, den Riesentanker umzusteuern. Dazu aber muss erst einmal klar
sein, in welche Richtung er denn fahren soll.


Lautes Klagen ist keine Strategie. Es zeigt nur die Hilflosigkeit, die im Vorstand der RWE offenbar vorherrscht.







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