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Stromkosten: Wir zahlen 3 Milliarden Euro zu viel. WZ vom 27.08.2012

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Autor Beitrag
Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 31.08.12, 21:54  Betreff: Stromkosten: Wir zahlen 3 Milliarden Euro zu viel. WZ vom 27.08.2012  drucken  weiterempfehlen


Stromkosten: Wir zahlen drei Milliarden Euro zu viel

Konzerne und EEG-Umlage treiben Energiepeise in die
Höhe / Verbraucher sollten Anbieter wechseln



Kiel /kim



Der
Strompreis steigt und steigt, die Verbraucher stöhnen. Laut einer von den
Grünen in Auftrag gegebenen Studie zahlen die Bundesbürger allein in diesem
Jahr drei Milliarden Euro mehr als notwendig. Trotzdem drohen schon in Kürze weitere
Erhöhungen um bis zu fünf Prozent. Damit das Thema Strompreisentwicklung für
viele Verbraucher kein Buch mit sieben Siegeln bleibt – hier noch einmal die
wichtigsten Fragen und Antworten :



Was kostet Strom
derzeit?



Bei einem
Verbrauch von 3500 Kilowattstunden muss ein Durchschnittshaushalt derzeit rund
900 Euro im Jahr zahlen. Darin enthalten ist die (EEG)-Umlage zur Förderung
erneuerbarer Energien von derzeit rund 125 Euro. Das EEG-Gesetz gibt der Wind-
und Solarbranche nicht nur eine Absatz- sondern auch eine Preisgarantie. Der
meist für 20 Jahre geltende Festpreis liegt in der Regel über dem Börsenpreis.
Die EEG-Umlage wird über die Stromrechnung beim Endkunden eingetrieben– im
vergangenen Jahr waren das 16,4 Milliarden Euro. Seit dem Jahr 2000 stieg die
Umlage von 0,2 auf 3,59 Cent je Kilowattstunde. Der Strompreis legte aber im
selben Zeitraum von 14 auf mittlerweile 26 Cent zu



Steigt der
Preis weiter?



Davon ist
auszugehen. Am 15. Oktober wird in Berlin bekanntgegeben, wie hoch die
EEG-Umlage für 2012 sein wird. Experten gehen davon aus, dass sie auf 4,7 oder
sogar auf 5,3 Cent steigt. Dann würden sich die Jahresstromkosten für unseren
Beispielhaushalt um 50 Euro erhöhen.



Hat der
Atomausstieg die Preise in die Höhe getrieben?



Fachleute
sagen nein. Die Preise im Stromeinkauf sind seit 2011 trotz der Stilllegung von
acht Atomkraftwerken sogar um 10 bis 20 Prozent gefallen – auch wegen des
zunehmenden Grünstromangebots. Kompensiert wird die Preissenkung jedoch zum
Teil durch die steigende EEG-Umlage. Weil energieintensive Firmen sich nicht an
den Kosten für den Grünstorm beteiligen müssen, zahlen die andern umso mehr.
Derzeit finanzieren die Verbraucher von den 125 Euro Ökostromumlage 31 Euro für
die Industrie-Rabatte. Zudem steigt das EEG-Volumen – nicht nur weil immer mehr
Solardächer und Windräder installiert werden, sondern auch weil mit sinkenden
Preisen an der Strombörse die Differenz zwischen Börsenpreis und
Garantievergütung steigt. Beispiel: Bei einem Garantiepreis für einen
Solardachinhaber von 20 Cent pro eingespeiste Kilowattstunde und einem
Strompreis an der Börse von acht Cent muss der Stromkunde die Differenz von 12
Cent zahlen. Sinkt der Börsenpreis auf sechs Cent, steigt die Differenz auf 14
Cent: der Kunde zahlt also mehr.



Kann die
Politik etwas gegen höhere Preise tun?



Nur bedingt.
Steuern und Abgaben machen beim Strompreis 45 Prozent aus, möglich wäre eine
niedrigere Stromsteuer. Aber deren Einnahmen dienen der Stabilisierung der
Rentenbeiträge, es würden also neue Löcher gerissen. Allerdings gerät die
Politik unter Druck, weil Strom zum Luxusgut wird und die EEG-Umlage zu
sozialen Verwerfungen führt. Stromkonzerne sollen deshalb die sinkenden
Börsenpreise an den Endkunden weitergeben. Theoretisch könnte der Strompreis
nämlich zwei Cent je Kilowattstunde niedrige sein. Bislang wurden höher
Einkaufspreise stets sofort weitergegeben, Preissenkungen hingegen nicht,
zumindest nicht an Haushaltskunden. Die Preise für Industriekunden sind um drei
Prozent gesunken.



Was können
Verbraucher kurzfristig tun?



Sie können
Preise vergleichen und den Anbieter wechseln „Eine vierköpfige Familie kann
etwa 100 bis 150 Euro im Jahr sparen. Diese Möglichkeit nutzen jedoch viele
nicht“, beklagte Verbraucherschützer Gerd Billen am Wochenende. 40 Prozent der
Verbraucher sind immer noch in der teueren Grundversorgung.






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