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Versorger drohen mit Abschaltung von Kraftwerken. WZ vom 17.07.2013

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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 17.07.13, 23:50  Betreff: Versorger drohen mit Abschaltung von Kraftwerken. WZ vom 17.07.2013  drucken  weiterempfehlen

Versorger drohen mit Abschaltung von Kraftwerken

Essen/Berlin /dpa

Die Strombranche schließt Gas- und Kohlekraftwerke, weil sie wegen
der Energiewende rote Zahlen schreiben. Von den bundesweit rund 90 000
Megawatt Erzeugung könnten bis zu 20 Prozent zur Disposition stehen,
berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf einen namentlich
nicht genannten Vorstand eines Versorgers. Dutzende Kraftwerke stünden
vor dem vorübergehenden oder dauerhaften Aus.


„Die Versorgungssicherheit ist nicht gefährdet“, betonte eine
Sprecherin der Bundesnetzagentur. Insgesamt lägen etwa 15
Stilllegungsanzeigen vor. Die Behörde rechne nicht mit 20 Prozent,
sondern mit einer wesentlich geringeren Quote im einstelligen
Prozentbereich, hieß es aus einer gut informierten Quelle der
Bundesnetzagentur.


Bundesweit ist zwar mehr als genug Strom da: 2012 wurden maximal
knapp 87 Gigawatt verbraucht. Zu der konventionellen Erzeugungskapazität
von 90 bis 100 Gigawatt kommen noch 65 Gigawatt erneuerbare Energie.
Fachleute halten aber Probleme im Netz in Süddeutschland für möglich,
weil dort Atomkraftwerke abgeschaltet wurden und noch kein ausreichender
Ersatz insbesondere durch Windstrom da ist.


Seit Ende 2012 müssen Kraftwerksstilllegungen gemeldet werden. Die
Bundesnetzagentur kann sie untersagen, wenn die Kraftwerke
„systemrelevant“ sind. Die Betreiber müssen sie dann für bis zu fünf
Jahre betriebsbereit halten und bekommen eine Entschädigung.
Kraftwerksstilllegungen haben viele Betreiber seit Ende vergangenen
Jahres angekündigt. Der größte deutsche Versorger E.ON will etwa bis 2015
europaweit elf Gigawatt vom Markt nehmen und zieht sich aus der
Produktion des Steinkohlekraftwerkes Kiel zurück, RWE plant ebenfalls
eine deutliche Verringerung der Kapazität.


Die Ursachen sind immer dieselben: Durch das große Angebot an
erneuerbaren Energien hat sich der Börsenpreis für Strom so stark
verringert, dass sich vor allem Gas- aber auch Kohlekraftwerke nicht
mehr rechnen. Umstritten ist aber die Verantwortung für die
Überkapazitäten im Netz: Befürworter der Erneuerbaren wie der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Josef
Fell werfen den Konzernen vor, zu spät und zu wenig in
umweltfreundliche Kraftwerke investiert zu haben. Während sie nach außen
mit Abschaltung drohten, seien acht neue Kohlekraftwerke im Bau, drei
weitere in Planung.




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