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Wetterchaos: Krisenstab übt. WZ vom 01.11.20

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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 02.11.12, 23:40  Betreff: Wetterchaos: Krisenstab übt. WZ vom 01.11.20  drucken  weiterempfehlen



Wetterchaos: Katastrophenstab übt

Sitzungssaal des Kreistags wurde zur Krisenzentrale eines groß angelegten Notfall-Szenarios

Heide

Eine Sturmflut bedroht die Küsten Dithmarschens. Windstärken zwischen
neun und zehn fegen über das Land. Die Deiche in Büsum und im
Speicherkoog sind gebrochen. Das Land steht unter Wasser. In Büsum sind
die Wassermassen bis zu einem halben Meter hoch. Die Menschen werden
evakuiert – aktueller könnte eine Katastrophenübung nicht sein, als das
Szenario, mit dem sich die Verantwortlichen im Heider Kreishaus
befassten.


Dort, wo sonst der Dithmarscher Kreistag debattiert und Beschlüsse
fasst, arbeiten im angenommenen Notfall alle Behörden zusammen.
Hilfseinsätze müssen koordiniert und organisiert werden. Kurz vor
Mitternacht gibt es eine Pressekonferenz. Landrat Dr. Jörn Klimant und
Matthias Reimers, Geschäftsführer des Deich- und Hauptsielverbandes,
müssen sich kritische Fragen gefallen lassen. Denn das nächste
Hochwasser droht.


Was in New York bittere Realität ist, ist in Dithmarschen lediglich
eine groß angelegte Übung. Und die ist wichtig. Denn der Nordsee drohen
verstärkt Sturmfluten. Nach einer gestrigen Aussage des Präsidenten des
Deutschen Wetterdienstes, Paul Becker, werde sich die Zahl schwerster
Winterstürme mit mehr als 125 Stundenkilometern im Laufe dieses
Jahrhunderts verfünffachen. Und Dithmarschen gehört mit der Eider, dem
Nord-Ostsee-Kanal, der
Nordsee und dem Brunsbütteler Industriegebiet sowie der Raffinerie in
Hemmingstedt nach Auskunft von Klimant zu den Landkreisen mit dem
höchsten Gefährdungspotenzial.


Ein 80-köpfiger Krisenstab übte zwei Tage den Ernstfall. Mit dabei
waren Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, Rettungsdienst, Deich- und
Hauptsielverband, Technisches Hilfswerk und Verwaltung. Für Klimant
steht fest: „Eine Übung ist unerlässlich.“ Das in dieser Größenordnung
zum ersten Mal durchgespielte Szenario war professionell von der
Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz in Bad
Neuenahr-Ahrweiler organisiert worden. „Es ist
eine Herausforderung, Menschen zu coachen und damit in die Lage zu
versetzen, ihre Aufgabe besser zu erfüllen“, erklärte Nicole Bernstein
von der Akademie. Mit der Arbeit im Kreishaus zeigten sich die drei
Vertreter aus Ahrweiler zufrieden. „Sie sind alle hoch motiviert“, so
Ralf Ziegler, Polizeileiter in Nordrhein-Westfalen und Mitglied des Krisenstabs aus Ahrweiler.


Die Theorie ist die eine Sache – die Praxis sieht da schon ganz
anders aus. Im Kreistagssitzungssaal herrschte geschäftiges Treiben.
Immer wieder liefen neue Meldungen über Funk ein. Der Pegelstand wurde
ständig angepasst. Notmaßnahmen ergriffen. „Dies im Team und mit dem
Equipment zu erleben, ist sinnvoll“, so Janina Sievers, für die
Lagekartenführung zuständig.


Bereits im vergangenen Jahr waren Mitarbeiter des Kreises in Neuenahr-
Ahrweiler, um sich an einer Übung zu beteiligen. Die Erfahrungen waren
nach Angaben von Klimant hilfreich. Ein kontinuierlicher Austausch ist
geplant. „Es ist ein riesiger Aufwand, der sich lohnt“, so Klimant. Eine
praktische Übung sei einfach unerlässlich. Denn zu optimieren, so der
Landrat, gebe es immer etwas.
Angela Schmid






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