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Olympia-Medaillen für Energie-Einsparung. WZ vom 13.01.2009

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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 13.01.09, 19:33  Betreff: Olympia-Medaillen für Energie-Einsparung. WZ vom 13.01.2009  drucken  weiterempfehlen



Olympia-Medaillen für Energie-Einsparung

Wewelsfleth und St. Margarethen erhielten für ihr Engagement Landesauszeichnungen.

Wewelsfleth/St. Margarethen


– Die beiden Wilstermarsch-Gemeinden
Wewelsfleth und St. Margarethen sind die einzigen im gesamten
Steinburger Kreisgebiet, die erfolgreich bei der landesweiten Energie-Olympiade
gestartet sind. Dafür konnten die Bürgermeister Ingo Karstens und
Volker Bolten aus der Hand von Ministerpräsident Peter-Harry
Carstensen eine Urkunde und eine Medaille entgegen nehmen. Die
Landesregierung würdigte damit das erfolgreiche Bemühen der Gemeinden,
einen wirksamen Beitrag zur Energie- und Kosteneinsparung einerseits
und zur Verbesserung der Klimabilanz beizutragen.


Wewelsfleth und St. Margarethen waren in dem Wettbewerb mit ihren
Beiträgen zur Umstellung der Straßenbeleuchtung auf Energiesparlampen
im Bereich „Visionen“ gestartet. Eigentlich zu Unrecht, meint
Bürgermeister Ingo Karstens, denn seine Gemeinde betrachte das
Energieprojekt an der Stör nicht mehr als Vision, sondern habe es
bereits in die Tat umgesetzt. „Wir waren damit schon im August fertig“,
hatte sich der Dorfchef gute Chancen in dem Wettbewerb ausgerechnet.
Wewelsfleth hat zwischenzeitlich 184 der insgesamt 187 Straßenlampen
auf Energiesparleuchten umgestellt und damit 74 Prozent Energie
eingespart. Die jährliche Kosteneinsparung bezifferte Bürgermeister
Karstens mit 4400 Euro. Damit rechnen sich die ausnahmslos von der
Gemeinde getragenen Investitionen von 16 500 Euro schon nach vier
Jahren, sind die Wewelsflether Kommunalpolitiker zufrieden. Die
Verbesserung der Straßenbeleuchtung soll deshalb auch im neuen Jahr mit
einer weiteren Investition von 3000 Euro fortgesetzt werden. Bei der
Umrüstung der Straßenbeleuchtung blieb es nicht allein beim Austausch
der Leuchtkörper: In etwa einem Viertel aller Fälle mussten die
gesamten Leuchtenköpfe ausgetauscht werden, da sich die alten nicht
mehr umrüsten ließen.


Bisher brannten in der Wewelsflether Straßenbeleuchtung ausnahmslos
Lampen mit einer Stärke von 80 bis 120 Watt. Die jetzt installierten
Energiesparlampen benötigen nur 23 bis 42 Watt. Damit wird nicht nur
der Ausstoß der CO2-Emissionen um 20,4 Tonnen pro Jahr reduziert,
sondern auch der Jahresenergieverbrauch geht um 35 000 von bisher 47
300 auf künftig 12 300 Kilowattstunden zurück. „Unsere Bürger sind mit
den Energiesparlampen sehr zufrieden“, hat Bürgermeister Ingo Karstens
erkannt. „Sie haben das Gefühl, dass die neuen Lampen sogar heller
brennen als die alten.“


Das Wewelsflether Dorfoberhaupt lobt im Übrigen die gute
Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Glückstadt. Das
Versorgungsunternehmen hat die Gemeinde bei der Umrüstung der
Straßenlampen begleitet.


St. Margarethen befindet sich mit seiner Umstellung der
Straßenbeleuchtung noch im Stadium der Planung. Hier sind erst vier
Musterlampen aufgestellt worden, um Erfahrungen zu sammeln. Aber schon
mit ihrer Vorplanung konnte die Gemeinde Urkunde und Medaille erringen.
„Es war noch der vorherige Gemeinderat, der die Umstellung beschlossen
hatte“, beschreibt Bürgermeister Volker Bolten den bisherigen Weg. Die
Vision der St. Margarethener: Mit einer Investition von 16 000 Euro
alle 110 Straßenlampen auf Energiesparlampen mit 23 bis 42 Watt
umrüsten, dabei jährliche Kosten von 3200 Euro einsparen und den
Jahresenergieverbrauch von 42 000 Kilowattstunden halbieren. Jährlich
würden dann in St. Margarethen 12,3 Tonnen weniger CO2 anfallen.


Übrigens: Im Wettbewerb „Visionen“ hatte das Amt Viöl
(Nordfriesland) den mit 10 000 Euro dotierten Siegerpreis erhalten.
„Nicht ganz fair“ findet das Wewelsfleths Dorfchef Ingo Karstens.
Während die kleinen Gemeinden nahezu auf sich allein gestellt waren,
griff Viöl auf Partner wie Fachhochschulen und Universitäten, E.ON
Hanse, Stadtwerke Flensburg oder Großfirmen wie Bayer Material Science
AG, Lumitronix, Osram, Phillips und Siemens zurück. Von
Chancengleichheit also keine Rede.


Jochen Schwarck





Landeswettbewerb

Im Landeswettbewerb „Energie-Olympiade“ wurden Landessieger in vier Bereichen ermittelt: die Gemeinde Honigsee mit Bio-Wärme-Energie
vor Ort unter "großen technischen Anlagen", die Dansk Skoleforening for
Sydslesvig mit einem Wasserwächter unter "kleinen technischen Maßnahmen",
der Kreis Dithmarschen mit einem Energiemanagement auf der Basis
nachhaltiger Energiedatenauswertung bei "organisatorischen oder
Verhaltensmaßnahmen" und schließlich das Amt Viöl für die Steigerung der
Energieeffizienz durch den Einsatz von LEDs in der kommunalen
Straßenbeleuchtung im Bereich "Visionen".






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