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Claudia

Beiträge: 4532

New PostErstellt: 20.09.09, 23:58     Betreff: Das lange Warten auf die Elektro-Autos. WZ vom 16.09.2009



Das lange Warten auf die Elektro-Zukunft

Kühne Phantasien, aber keine konkreten Angebote - bis die elektrischen IAA-Innovationen marktreif sind, werden noch viele Jahre vergehen.

Frankfurt/gms

Sie hätten das Zeug, um zum sauberen
Sympathieträger auf Deutschlands Straßen zu werden: Elektroautos
verpesten keine Luft, lassen sich ressourcenschonend betreiben und
haben somit auch keine Image-Krise wie ihre Pendants mit Verbrennungsmotor. Bleibt nur ein Problem: Es gibt sie noch nicht zu kaufen.


Daran ändern auch die vielen Elektro-Neuheiten
der Internationalen Automobilausstellung (IAAnichts. Denn ein
strombetriebenes Serienauto ist in Frankfurt nicht zu finden. Dennoch
stehen nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) die
Innovationen bei Elektrofahrzeugen mit 20 Firmen „im Mittelpunkt“. Die
zunehmende Bedeutung der Elektromobilität sei auf der Messe „klar
erkennbar“.   


Zu den spektakulärsten Ausstellungsstücken mit Elektroantrieb dürfte
eine stromgetriebene Variante des neuen Flügeltürers SLS der Mercedes-Tochter
AMG gehören. Auch Audi will dem Vernehmen nach einen Stromsportwagen
enthüllen. Dazu kommen etliche Studien und Forschungsfahrzeuge, und
auch Ideen zum Ausbau einer Infrastruktur von Ladestationen werden auf
der Messe in Frankfurt vorgestellt.   


Dennoch bleiben Branchenexperten skeptisch, was die Botschaft des IAA-Trends
für Verbraucher anbelangt. Was die Hersteller vorstellten, werde es in
diesem und wohl auch im nächsten Jahr noch nicht zu kaufen geben.
Automobilexperte Bernhard Ebel vom Beratungsunternehmen Simon-Kucher
& Partner in Bonn dämpft angesichts des „Hypes“ zu große
Erwartungen. Bis die Elektromobilität flächendeckend Realität wird „und
wir als Verbraucher die Autos kaufen können, gehen sicher noch fünf bis
zehn Jahre ins Land.“ Prestigeprojekte wie der Elektro-SLS
seien zwar zur Erzeugung von Aufmerksamkeit auf einer Automesse
geeignet . Auf dem Weg zur Elektromobilität sind sie jedoch nach
Überzeugung des VCD der falsche Ansatz: „Das Elektroauto hat keine
Zukunft als klassische Rennreiselimousine, sondern am ehesten als
Leichtbau-Stadtauto, das in Fahrzeugflotten
unterwegs ist“, sagt Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des
Verkehrsclubs Deutschland (VCD) in Berlin. Und damit nicht genug:
Selbst wenn es bereits Serienautos zu kaufen gäbe, würden sie fnoch
unerschwinglich sein. Der VCD schätzt, dass Elektrofahrzeuge aufgrund
der kostspieligen Batterietechnologie in den ersten Produktionsjahren
zwischen 10 000 bis 20 000 Euro teurer sein werden als vergleichbare
Benziner.   


Daher dürften sich auch die Zulassungszahlen vorerst noch in Grenzen
halten. Schätzungen gingen von 1    bis 2,5 Millionen Elektrofahrzeugen
bis zum Jahr 2020 aus, sagt Lottsiepen.









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