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Freiflächenanlage auf Mülldeponie. WZ vom 13.07.2010

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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 16.07.10, 17:05  Betreff: Freiflächenanlage auf Mülldeponie. WZ vom 13.07.2010  drucken  weiterempfehlen



Grünes Licht für Photovoltaik

Einstimmiges Votum für die Planung einer
Freiflächenanlage in Groß-Kampen

Beidenfleth

Die Planungen für den Bau einer Freiflächen-Photovoltaikanlage
auf dem Gelände einer ehemaligen Hausmülldeponie im Beidenflether
Ortsteil Groß-Kampen sind von der Gemeindevertretung in zwei
öffentlichen Sitzungen mit einstimmigen Beschlüssen auf den Weg gebracht
worden. Damit sind die Ampeln für eine energetische Nutzung des in den
60er und 70er Jahren von der Stadt Wilster und zuletzt vom Kreis
Steinburg als Mülldeponie genutzten Geländes auf Grün gestellt worden.
Die Beidenflether Gemeindevertreter fassten unter Vorsitz von
Bürgermeister Peter Krey ohne Gegenstimme die Aufstellungs-, Entwurfs-
und Auslegungsbeschlüsse für die 5. Änderung des Flächennutzungsplanes
im Zusammenhang mit dem geplanten Sondergebiet sowie für den notwendig
werdenden „vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 7“.


Die Planungskosten gehen zu Lasten des Investors. Nach den
Vorstellungen des Bauträgers könnte die Anlage noch in diesem Jahr in
Betrieb genommen werden.


Die Fläche der Altdeponie in Groß-Kampen befindet sich im
Privatbesitz. Der Grundeigentümer hat seine Bereitschaft erklärt, diese
Fläche langfristig – zunächst für 20 Jahre – für die Nutzung durch eine
Photovoltaikanlage zu verpachten. Die geschlossene Deponiefläche wurde
im Jahr 2002 mit einer einen Meter dicken Kleischicht vollständig
bedeckt und ist einheitlich mit Gras bewachsen. Die Planungen sehen vor,
nur die halbe, 1,8 Hektar umfassende Geländefläche mit Solarmodulen auf
Traggerüsten zu bebauen und sie zur Sicherung gegen Diebstahl und
Vandalismus vollständig zu umzäunen.


Die Module sollen mit einer Neigung von zirka 20 Grad nach Süden
ausgerichtet werden. Die Anlagenleistung wurde mit 1,25 Megawatt
berechnet. Der erzeugte Strom soll in das Netz der Eon-Hanse
eingespeist werden.


Die Traggerüste oder Modultische sollen mit Schraubankern und Pfählen
die notwendige Standsicherheit erhalten. Die Planung, diese 1,60 bis
1,80 Meter tief durch die Kleiabdeckung hindurch in den Untergrund zu
treiben, stieß bei der Wasserbehörde des Kreises Steinburg auf Bedenken.
Sie befürchtet dadurch einen Austritt von Sickerwasser aus den alten
Deponieeinlagerungen. Die Gründung wurde deshalb auf eine Tiefe bis zu
30 Zentimeter begrenzt, um die meterdicke Kleischicht nicht zu
durchbohren.


Die Planungshoheit liegt bei der Gemeinde Beidenfleth. Reinhard
Pollok vom mit der landschaftspflegerischen Begleitplanung beauftragten
Büros Günther & Pollok in Itzehoe stellte den Ratsmitgliedern die
Planung vor und nahm auch zu den von den Trägern öffentlicher Belange
vorgebrachten Bedenken Stellung.


Die schwerwiegendste machte die Denkmalschutzbehörde des Kreises
geltend. Sie möchte geklärt wissen, dass von der geplanten Anlage keine
störenden Beeinträchtigungen der benachbarten Bauernhöfe Groß-Kampen 18
und 20 ausgehen. Sie sind zum einen als typisches Barghuus der
Wilstermarsch mit Hofgraben und zum anderen als Hofstelle mit eigenem
Backhaus eingetragene Kulturdenkmale.


Aus unerklärlichen Gründen ist die Kreisbehörde allerdings von einer
25 Hektar großen Planungsfläche ausgegangen, tatsächlich ist diese nur
1,8 Hektar groß. Reinhard Pollok konnte sich nicht erklären, aus welcher
Quelle die falsche Zahl stammt. Er kündigte für Ende Juli ein klärendes
Gespräch an. Die Photovoltaik-Anlage wird auf
der Aufwölbung der früheren Deponie nur etwa zweieinhalb Meter über das
übrige Gelände hinausragen.


Jochen Schwarck









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