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Bund erlässt Lärmschutzkonzept für Wale. WZ vom 04.12.2013

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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 07.12.13, 22:53  Betreff: Bund erlässt Lärmschutzkonzept für Wale. WZ vom 04.12.2013  drucken  weiterempfehlen

Bund erlässt Lärmschutzkonzept für Wale – und übergeht Windparkbetreiber

Kiel/Berlin/bg

Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert
Habeck hat den besseren Lärmschutz für Schweinswale beim Bau von
Meereswindparks begrüßt. „Es ist gut, dass es nun ein
Schallschutzkonzept gibt“, sagte der Grünen-Politiker
gestern. „Denn Lärm kann für Schweinswale verheerend wirken.“ Tags
zuvor hatte Habecks Bundeskollege Peter Altmaier (CDU) das neue Konzept
in Kraft gesetzt.


Altmaiers Erlass schreibt vor, dass Windparkbetreiber in einem
Umkreis von acht Kilometern um ihre Baustellen besondere
Vorsichtsmaßnahmen wie etwa die Einrichtung von „Blasenschleiern“
treffen müssen. Zudem darf in der Nordsee stets nur ein Zehntel der
Schweinswal-Gebiete gestört werden – und im
Sommer sogar nur ein Hundertstel des Walschutzgebiets bei Sylt. In der
Nähe bauen Vattenfall und die Stadtwerke München den Park „Dan Tysk“.


Mit seinem Konzept setzt Altmaier sich über Bedenken der
Windkraftbranche und der Wirtschaftsminister der Länder hinweg, denen
seine Pläne zu weit gingen. Der Chef der Stiftung Offshore-Windenergie,
Jörg Kuhbier, hatte daher „dringend um eine Überarbeitung des Konzepts“
gebeten. Sonst entstünden „schwerwiegende wirtschaftliche Risiken für
künftige Projekte“.


Naturschützer zeigten sich dagegen zufrieden mit dem Konzept und
bezeichneten es in einer gemeinsamen Erklärung von sechs Umweltverbänden
als „Schritt in die richtige Richtung“. Wie dringend Altmaiers Erlass
sei, zeige die Tatsache, dass „bisher bei keinem der Offshore-Projekte
der geltende Schallgrenzwert von 160 Dezibel beim Bau dauerhaft
eingehalten wurde“. Allerdings kritisierten die Verbände, dass das
Lärmschutzkonzept nicht für die Ostsee gilt.


Der Kieler Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) reagierte dagegen
reserviert. Er wolle das Konzept noch nicht abschließend bewerten, ließ
er seinen Sprecher ausrichten. Positiv sei aber, dass bereits genehmigte
Parks von den verschärften Vorschriften ausgenommen seien.



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