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Windkraft-Branche setzt auf Offshoreparks. WZ vom 12.08.2014

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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 12.08.14, 23:43  Betreff: Windkraft-Branche setzt auf Offshoreparks. WZ vom 12.08.2014  drucken  weiterempfehlen

Windkraft-Branche setzt auf Offshoreparks

Windrad-Pläne im großen Maßstab / Gewerkschaft hofft auf neue Jobs

Westerland/Sylt /sh:z

In der Nordsee vor Sylt soll ein weiterer Windpark entstehen.
Vattenfall und die Stadtwerke München haben jetzt die
Investitionsentscheidung für den Bau des Offshore-Windparks
„Sandbank“ (90 Kilometer westlich von Sylt) getroffen, wie die beiden
Unternehmen gestern mitteilten. Das Investitionsvolumen beträgt rund 1,2
Milliarden Euro. Baubeginn soll im Sommer 2015 sein.


„Sandbank“ ist nach „DanTysk“ der zweite große Windpark, den das Joint-Venture
vor Sylt baut. „DanTysk“ mit 80 Anlagen soll im kommenden Jahr in
Betrieb gehen. Im Park „Sandbank“ sollen auf einer Fläche von 60
Quadratkilometern 72 Anlagen errichtet werden, die künftig Strom für bis
zu 400 000 Haushalte erzeugen können. Die neue Fassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist am 1. August in Kraft getreten. Danach soll die Offshore-Windenergie
in Deutschland bis zum Jahr 2020 auf eine Leistung von 6,5 Gigawatt
ausgebaut werden. Gegenwärtig sind 0,6 Gigawatt in Betrieb. Mit dem
Gesetz wurden auch die Vergütung des Stroms und die Anbindung an das
Stromnetz geregelt. Da diese Fragen zuvor offen waren, war es für
Energiekonzerne und Investoren schwierig, Entscheidungen für neue
Windparks treffen. Gegenwärtig sind acht Windparks in Bau, die noch
unter den Regelungen des vorherigen EEG entstehen.


Nach dem Inkrafttreten der neuen EEG-fassung
hatte auch der Energiekonzern EnBW den Bau von zwei neuen Windparks in
der Nordsee angekündigt. Die Investitionsentscheidung über das Projekt
EnBW „Hohe See“ soll 2016 fallen, hieß es. Auch das Nachfolgeprojekt „He
Dreiht“ werde bereits vorbereitet. „Hohe See“ mit 80 Windkraftwerken
war bereits 2012 entscheidungsreif, doch musste EnBW wegen der unklaren
Rahmenbedingungen die Investition aufschieben. Somit kommt das Projekt
mit vier Jahren Verspätung. Die Nordsee-Windparks von EnBW werden dennoch 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro pro Stück kosten.


Gegenwärtig stellt EnBW in der Ostsee den Windpark „EnBW Baltic 2“
nördlich von Sassnitz fertig, das sind 80 mittelgroße Anlagen mit
insgesamt 288 Megawatt.


Auch RWE Innogy hatte Projekte aufgeschoben. Die finale Investitionsentscheidung für das größte Windpark-Projekt
in Deutschland steht jedoch noch aus. RWE Innogy will auf einer Fläche
von rund 100 Quadratkilometern vor Juist 162 Windturbinen mit einer
Leistung von einem Gigawatt errichten.


Die IG-Metall begrüßte die Entwicklung: „Es gibt
ermutigende Signale“, sagt Heiko Messerschmidt, Sprecher der IG Metall
Küste in Hamburg. Die Gewerkschaft hoffe, dass in der Folge auch die
Beschäftigung wieder zunehme. Ob die Offshore-Branche damit wieder Oberwasser gewinne, sei noch unklar. Teilweise seien die Vorlaufzeiten für die Projekte sehr lang.



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