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Claudia

Beiträge: 4532

New PostErstellt: 12.12.14, 23:06     Betreff: Re: Solarstrom: Betreibern droht Millionenforderung. WZ vom 10.12.2014

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Kommentar von Seite 2:


Energiepreise als Spielball
Ölpreise verfallen, während die Energiewende immer teurer wird
Stephan Richter

Der Energiemarkt war schon immer ein beliebtes Feld für strategische Winkelzüge. Das beginnt weltpolitisch beim dramatischen Verfall des Ölpreises und endet bei der Energiewende und den hohen Netzengelten, die Stromverbraucher in Schleswig-Holstein zu zahlen haben. In allen Fällen bleibt das ungute Gefühl, dass die Eingriffe der Politik und des Staates mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Nicht auszuschließen, dass hinter der aktuellen Ölschwemme und dem damit verbundenen Preisverfall auch das Kalkül des Westens steht, Russland zu treffen. Keine Sanktion wird Präsident Putin so treffen wie sinkende Einnahmen aus dem bislang lukrativen Energiegeschäft.

Dass ein niedriger Ölpreis den Verbrauch und damit auch den Kohlendioxid-Ausstoß steigen lässt, gilt wohl als Kollateralschaden. Umso wichtiger könnte die Energiewende sein, um den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase zu bremsen. Doch auch dieser Weg wird zunehmend holpriger. Denn erstens hat der rasante Ausbau von Windkraft, Photovoltaik und Biogas bisher in Deutschland zu keiner Kohlendioxid-Reduktion geführt. Und zweitens ging die Politik beim Start dieses billionenteuren Projekts von steigenden Energiepreisen aus. Geht der Preisverfall bei konventionellen Energieträgern weiter, wird die Verbraucherakzeptanz sinken.

Dass die Haushalte in Schleswig-Holstein wegen hoher Netzentgelte besonders stark zur Kasse gebeten werden, hat ebenfalls zwei Seiten. Die Betreiber von Windrädern, Solardächern oder Biogasanlagen kassieren im Jahr im Norden rund 550 Millionen Euro an staatlicher Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Andere Bundesländer – voran Nordrhein-Westfalen – müssen diese Geldflüsse finanzieren. Schleswig-Holstein sollte deshalb nicht zu laut schreien. Wer mehr als eine halbe Milliarde Euro EEG-Subvention kassiert, darf über die Kosten beim Ausbau der erneuerbaren Energien und der damit verbundenen Netzinfrastruktur nicht allzu laut klagen. Der Dumme ist allerdings der Verbraucher. Er zahlt, andere kassieren. Erst wenn die erneuerbaren Energien nicht mehr am staatlichen Fördertropf hängen, wird die Forderung nach einer gerechten Verteilung der Energiewende-Netzkosten überzeugend.

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