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Mit Stromspeichern auf neuem Kurs. WZ vom 23.03.2015

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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 06.04.15, 23:45  Betreff: Mit Stromspeichern auf neuem Kurs. WZ vom 23.03.2015  drucken  weiterempfehlen

Mit Stromspeichern auf neuem Kurs
Firma Liacon folgt auf Dispatch Energy, strebt mit verändertem Geschäftsfeld deutliches Wachstum an und sucht Partner in der Region
Itzehoe

Die Ausrichtung ist neu, und das zeigt der Name: Aus der Dispatch Energy im Edendorfer Innovationsraum ist die Firma Liacon geworden. Mit Strom-Speichersystemen will sie Kunden in der Industrie gewinnen und „klar wachsen“, so Geschäftsführer Volker Kölln (42).

Dispatch Energy war in enger Kooperation mit den Fraunhofer-Instituten in Itzehoe und Freiburg entstanden. Produkte wie der „Black Diamond“ mit einer Kapazität von fünf Kilowattstunden richteten sich an Endverbraucher, damit sie zum Beispiel Solarstrom speichern konnten. Entwickelt wurde dafür eine „sehr leistungsfähige, allerdings sehr teure Zelltechnologie“, sagt Kölln. Und das für einen Markt, der weniger schnell wuchs als erwartet und in dem es wegen der Konkurrenz aus Asien harten Wettkampf gebe, ergänzt Gerold Neumann (60), der für die Technik im Unternehmen verantwortlich ist. „Da wird nur noch über den Preis gesprochen, nicht mehr über Performance – das schaffen wir einfach nicht.“

Über die Strategie gab es Differenzen im Kreis der Gesellschafter, zwei sind noch übrig: Hermann Leistner, Gründer der Biotechnologie-Firma Stratec aus Pforzheim, und die LDM Corporate Finance aus Hildesheim, deren Geschäfte ebenfalls Volker Kölln führt. Neumann spricht von einem „harten Schnitt“, der mit dem neuen Namen dokumentiert werde. Liacon übernahm Know-how, Anlagen und die derzeit zehn Angestellten.

Gearbeitet wird wie bisher mit ebenso leistungsfähigen wie sicheren Lithium-Ionen-Polymer-Akkus. Mit ihnen werden jetzt aber anspruchsvolle Lösungen für die Industrie mit einer Kapazität von zehn Kilowattstunden bis in den Megawatt-Bereich konstruiert. „Wir müssen ganz andere Montage- und Aufbautechniken entwickeln“, sagt Neumann. Wichtig dabei: Die Speicher müssen Energie sehr schnell aufnehmen und auch abgeben. So können sie Zeitunterschiede bei Stromangebot und -nachfrage ausgleichen (Buffering), Netze stabilisieren (Balancing) oder Leistungsspitzen bei Betrieben abfedern (Peak shaving). „Das kann für ein Unternehmen erheblich Kosten sparen“, sagt Kölln. Interessant sei das Prinzip auch für regionale Stromanbieter, die unabhängig sein wollen. Liacon suche Partner zum Aufbau von Testsystemen – „die hat man idealerweise vor Ort“.
In Forschungsnetzwerken und öffentlich geförderten Projekten ist das Unternehmen beteiligt, mit Industriepartnern werden Konzepte erarbeitet. „Wir hoffen, dass wir ab Spätsommer die ersten Systeme an Kunden ausliefern“, sagt der Geschäftsführer. Das Marktsegment, in dem Firmen aus Asien weniger zu Hause seien, wachse gerade erst, und Liacon will dabei sein. Fünf bis sieben Megawattstunden oder sechs bis sieben Container mit Speichersystemen im Jahr könnten derzeit gefertigt werden, „wir müssen die Kapazität sehr bald erhöhen“. Das solle am Standort oder zumindest in der Region geschehen, und bei Elektro-Ingenieuren oder Software-Entwicklern gibt es sogar schon jetzt Bedarf, wie Kölln sagt: „Wir brauchen Verstärkung.“
Lars Peter Ehrich

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