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Kampf gegen spanische Windmühlen. WZ vom 07.02.2014

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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 07.02.14, 23:19  Betreff: Kampf gegen spanische Windmühlen. WZ vom 07.02.2014  drucken  weiterempfehlen

Kampf gegen spanische Windmühlen

Branchen-Verband warnt vor Aus für Bürgerwindparks durch die geplante Reform bei den erneuerbaren Energien

Kiel /kim

Schleswig-Holstein an der Spitze: 2013 wurden
in keinem anderen Bundesland mehr neue Windmühlen gebaut als im Land
zwischen den Meeren. 162 zusätzliche Rotoren mit einer Bruttoleistung
von 428 Megawatt kamen hinzu, wie Hermann Albers vom Bundesverband
Windenergie gestern in Kiel mit. Zieht man den Repower-Effekt
– alte, kleine Mühlen werden durch effiziente größere ersetzt – ab,
bleibt netto immer noch ein Plus an Windausbeute von 383 Megawatt. Trotz
dieser Aufholjagd bleibt Niedersachsen aber das Land mit den meisten
Mühlen und der größten Windkraftkapazität. Langfristig könne für
Schleswig-Holstein die geringe Höhe der hiesigen
Windräder zum Problem werden. „Hier werden Potenziale verschenkt“, so
Albers. Im Bundesschnitt sind die Windmühlen rund 40 Meter höher und
haben auch eine um 40 Prozent höhere Ausbeute.


Hart geht Albers mit Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und dessen Plänen zur Deckelung der EEG-Subventionen und zur Ausschreibungspflicht bei neuen Windparks ins Gericht. Damit werde in Schleswig-Holsteins
Windbranche, die 2013 über 1,35 Milliarden Euro umsetzte und 52 Prozent
des hiesigen Strombedarfes deckt, existenziell geschwächt. „Ich warne
davor, mit der geplanten Ausschreibung den Mittelstand in dieser Branche
und das erfolgreiche Konzept der Bürgerwindparks zu zerstören“, sagte
der Verbands-Vize. „Damit holt Gabriel US-Investmentfonds oder spanische Energieversorger in unsere Dörfer.“ Einheimische blieben dann außen vor. Das Wind-Geschäft, dass im Schnitt eine Bruttorendite auf das Eigenkapital von acht bis elf Prozent einbringe, machten dann die andern.


Anlagen im Norden sollen
nicht höher werden

Schlimmer noch: Ähnlich wie in Großbritannien könnten sich
Energiekonzerne an den Ausschreibungen beteiligen, die Parks später aber
gar nicht errichten und sich so Schonraum für ihre Kohlekraftwerke
schaffen. Auch Energieminister Robert Habeck (Grüne) sieht diese Gefahr:
„Wir verlieren die Akzeptanz der Energiewende, wenn die Menschen
rausgedrängt werden und die Hedgefonds reinkommen.“ Zudem warnte er
angesichts der bayrischen Blockade davor, die Wende insgesamt infrage zu
stellen. Hoffnungen auf höhere Windräder macht Habeck der Branche
nicht. Rein technisch habe Albers zwar Recht, aber für die Energiewende
sei die Akzeptanz der Bürger wichtig. Die wehren sich zum Beispiel in
Niebüll gegen „permanent leuchtende Adventskränze“. Gemeint sind Mühlen,
die ab 100 Metern Höhe nachts mit Blinklichtern gesichert werden
müssen, damit Piloten sie sehen. Viele Kommunen wollen das nicht. Ihre
Sorge: Mit sehr großen Anlagen laufe man Gefahr, die Bürger zu
verlieren.



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