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Nun doch Eggebek ist für Windkraft. WZ vom 17.01.2009

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Autor Beitrag
Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 17.01.09, 16:29  Betreff: Nun doch Eggebek ist für Windkraft. WZ vom 17.01.2009  drucken  weiterempfehlen



Nun doch: Eggebek ist für Windkraft

Im dritten Anlauf hat die Gemeindevertretung von Eggebek (Kreis Schleswig-Flensburg) den Weg für einen landesweit einzigartigen Technologiepark mit mindestens 500 Arbeitsplätzen freigemacht.


Eggebek/sh:z

– Die Kehrtwende kam unter dem Eindruck von 1008 Unterschriften
zustande, die Bürger innerhalb von nur einer Woche für einen
Kompromissvorschlag gesammelt hatten. Nun muss Eggebek nur eine statt
ursprünglich drei riesige Windkraftanlagen auf seinem stillgelegten Nato-Flugplatz akzeptieren, um von der Landesplanung ein 60 Hektar großes Gewerbegebiet genehmigt zu bekommen.


Noch Ende November hatte der von der windkraft-kritischen
Wählergemeinschaft „Aktive Bürger für Eggebek“ (ABfE) dominierte
Gemeinderat das Kompromissmodell mit einer Stimme Mehrheit abgelehnt.
Daraufhin war es in der auf der strukturschwachen Geest gelegenen
Gemeinde zu tumultartigen Szenen gekommen.


Nach dem knappen Nein der Gemeindevertreter im Herbst gründete sich
die „Initiative Pro Eggebek“, um mit den Unterschriften einen
Einwohnerantrag auf den Weg zu bringen. Dieses in der Gemeindeordnung
vorgesehene Verfahren wurde in Schleswig-Holstein
erst viermal angewendet. Damit können Bürger mit einer bestimmten Zahl
von Unterschriften die Gemeindevertretung zwingen, über ein Thema
abzustimmen. So musste der zur ABfE gehörende Bürgermeister Reinhard
Breidenbach den Kompromiss erneut auf die Tagesordnung setzen – und
votierte überraschenderweise wie zwei weitere Mitglieder seiner
Fraktion auch selbst dafür, nachdem er noch im November dagegen war.
Vier von Breidenbachs Fraktionskollegen enthielten sich der Stimme, die
Mehrheit für den Bioenergie- und Technologiepark stand. Wortführerin
dafür war seit je die Eggebeker CDU-Fraktionsvorsitzende
und Landtagsvizepräsidentin Frauke Tengler, die sich „unendlich
erleichtert“ zeigte. Sie wurde von den Gegnern persönlich besonders
hart angegriffen. Dieser unsachliche Schlagabtausch war mitentscheidend
für ihren Entschluss, 2010 nicht mehr zur Landtagswahl anzutreten.


Mit der Gemeinderat-Entscheidung wird nicht
nur der Weg für die Neuansiedlung von Unternehmen frei. Er ist auch
Voraussetzung dafür, dass gut 100 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Sie
verteilen sich auf mehrere Firmen aus der Windkraftservice-Branche,
die nur über befristete Baugenehmigungen verfügen – und sich trotz
glänzender Auftragslage mit Abwanderungsgedanken trugen.

Frank Jung









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