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Pionierarbeit auf See für Energiewende. WZ vom 08.11.2011

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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 09.11.11, 20:00  Betreff: Pionierarbeit auf See für Energiewende. WZ vom 08.11.2011  drucken  weiterempfehlen



Pionierarbeit auf See für Energiewende

Husum /sis

Die Zukunft liegt im Wind – auch in dem stürmischen auf See.
Schließlich benötigt die Bundesregierung für den Erfolg der Energiewende
bis 2020 zehn Gigawatt und zehn Jahre weiter bereits 25 Gigawatt
installierte Leistung allein aus Meeres-Windparks.
92 Megawatt werden bisher produziert – der Zeitdruck für die Branche
ist also immens. Dabei sind noch viele Fragen offen, schließlich trifft
Technik in großen Wassertiefen weit vor dem Küstensaum auf starke
Naturkräfte.


Inwieweit Erfahrungen aus dem Öl- und Gassektor weiterbringen, wurde
gestern zum Auftakt der 3. zweitägigen „Offshore Business Meeting and
Conference“ (OBMC) im Nordsee-Congress-Centrum
in Husum behandelt. Gastgeber für rund 270 Teilnehmer aus sieben
Nationen war Martin Schmidt als Projektleiter der schleswig-holsteinischen Netzwerk-Agentur „Windcomm“. Schmidt nannte bereits in seiner Einführung das Hauptproblem der Offshore-Pioniere: Es gibt keine Standards, die für alle gelten. Diesen Ball nahm Roger Heidmann von der Logistik-Service-Agentur
Bremerhaven auf. „Alle Projekte haben ganz eigene Anforderungen. Wir
fangen immer wieder von vorn an.“ Heidmann ging auch auf Häfen als
Produktionsstätten von Windkraftanlagen ein, um ein weiteres Problem zu
beschreiben: Der Schiffsverkehr werde sich in nicht so ferner Zukunft
verdreifachen, so dass Häfen zum Nachteil der Hersteller nur
eingeschränkt erreichbar sein könnten.


Der Brite Alan MacAskill, ein „alter Hase“ aus der Öl-/Gas-Branche, der als unabhängiger Offshore-Berater arbeitet, hatte gleich „Arbeitsaufträge“ für die „Kollegen“ mitgebracht:


 Kosten reduzieren, um langfristig eine Zukunft zu haben,


 die „richtige Kombination“ finden zwischen spezialisierten Schiffen und Mehrzweck-Arbeitsfahrzeugen und


„voll auf Sicherheit“ gehen. Was im
Sinne MacAskills auch heißt: „Mache niemals offshore, was du onshore
machen kannst.“ Dynamisch forderte der Fachmann von MacAskill &
Associates dazu auf, Entscheidungen sehr schnell zu treffen, damit
Schiffe am Tag X „überhaupt verfügbar“ sind. In den nächsten zwei bis
drei Jahren müssen nach Auffassung des Briten auch Antworten gefunden
werden, wie mit Hilfe neuer Technologien bis zu 300 Tage im Jahr in
Meereswind-Farmen gearbeitet werden kann –
zurzeit sind es 150 bis 180 Tage. Die Lösung für den geplanten Windpark
„Amrumbank West“ stellte in Husum Dr. Thomas Michel (E.ON Climate &
Renewables) vor: schnelle Transportschiffe in Katamaranbauweise
kombiniert mit Hubschraubern, die bei schlechtem Wetter und hohen Wellen
einsetzbar sind.


Kritische Worte gab es von Dr. Klaus Rave (Global Wind Energy Council)
zum „gründlichen deutschen Planungsrecht“: So mussten 23 Nordsee-Projekte
teilweise eine Genehmigungsphase von mehr als zehn Jahren durchlaufen.
„Es ist unverantwortlich, dass beim Bundesamt für Seeschifffahrt und
Hydrographie, das so viele Investitionen anstoßen kann, zu wenig
Personal sitzt.“ Damit das „Risiko Finanzierbarkeit“ – dreistellige
Millionenbeträge sind die Regel – beherrschbar wird, müssen laut Rave
öffentlich-rechtliche Förder- und
Investitionsbanken in dieses Geschäft einsteigen – wie es die großen
Energieversorger bereits tun. Grund: Zu viele Banken besitzen aufgrund
ihrer „Schrottpapiere“ aus der Finanzkrise zu wenig Eigenkapital für die
großen Offshore-Projekte.
sis

Heute geht es bei der OBMC in Workshops um Logistik-Konzepte mit Bezug auf die Kooperation von Nordseehäfen in Schleswig-Holstein und das Thema „Ausbildung“. Außerdem findet eine Job-Messe statt.







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