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Windparks: Flugsicherung bringt Gemeinden in Not. WZ vom 05.07.2013

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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 05.07.13, 23:53  Betreff: Windparks: Flugsicherung bringt Gemeinden in Not. WZ vom 05.07.2013  drucken  weiterempfehlen

Windparks: Flugsicherung bringt Gemeinden in Not

Ahrensbök /bu

Die Sicherheit im Luftverkehr macht der Energiewende im Norden schwer
zu schaffen. Im Kreis Ostholstein sind bisher wegen Einwände der
Flugsicherung zwei geplante Windparks bei Heringsdorf abgelehnt worden.
Selbst eine Genehmigung, die für die Aufrüstung eines Windparks bei
Neuratjensdorf bereits erteilt war, soll jetzt aufgrund eines
nachträglichen Verbotes der Luftfahrtbehörde kassiert werden. Der Bau
eines Windparks nahe Stockelsdorf kann ebenfalls nicht genehmigt werden,
weil durch ihn „zivile Flugsicherungsanlagen gestört werden könnten“.
Diese knappe Ansage der Landesbehörden raubte gestern Stockelsdorfs
Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann die Fassung: „Fünf Jahre Planungsarbeit für vielleicht nichts, das ist mehr als bitter.“


Rahlf-Behrman hatte das Ablehnungsschreiben
aus dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR)
frisch in Händen, als sie mit den Vertretern der ähnlich betroffenen
Gemeinden Scharbeutz, Ratekau, Süsel und Ahrensbök zusammentraf. Auf
ihren Flächen sind, nicht zuletzt mit dem Segen der Landesplanung,
insgesamt zehn Windparks in der Entwicklung, das Investitionsvolumen
wird auf mindestens 500 Millionen Euro geschätzt.


Doch jetzt droht die Deutsche Flugsicherung einen Strich durch diese
Vorhaben zu machen: Der Schutzradius um ein Drehfunkfeuer für den
Flugverkehr bei Groß Parin ist auf 15 Kilometer ausgedehnt worden – in
diesem Bereich hagelt es nun sofort von den Luftfahrtbehörden ein
Bauverbot, sollte ein Bauwerk die Navigationshilfen auch nur geringfügig
stören.


„Da ist beim Land
irgendwas schief gelaufen“

Von diesem erheblichen Genehmigungsvorbehalt für Windkraftanlagen sei
seitens der Landesbehörden bis Juni nie die Rede gewesen, empörte sich
Ahrensböks Bürgermeister Andreas Zimmermann. Dabei habe das Thema
Flugsicherung, wie er jetzt wisse, schon 2011 auf Bundesebene eine Rolle
gespielt. „Da ist beim Land irgendwas schief gelaufen. Man hätte uns
sensibilisieren müssen, dass die Flugsicherung wichtig ist, bevor wir
viel Zeit und Geld in Gutachten für andere Themen bei der Windpark-Planung investieren.“


Mit der Hoffnung auf „neue Lösungsansätze“ blicken die Bürgermeister
auf einen kurzfristig heute in Eutin angesetzten Gesprächstermin mit
Energiewendeminister Robert Habeck. „Wir sehen das Land in der
Verantwortung. Es hat uns zur Flugsicherung Einzelfallprüfungen in
Aussicht gestellt, da darf es jetzt kein K.o.-Kriterium geben“, so ihr
Credo.


Ob Habeck ihnen aber noch irgendwie aus der Patsche helfen kann, ist
fraglich. „Die Situation ist nicht ganz einfach“, räumte
Ministeriumssprecherin Nicola Kabel ein. Immerhin: „Die Suche nach
Lösungen ist noch nicht abgeschlossen.“



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