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M.Reuter
Administrator

Beiträge: 849

New PostErstellt: 18.08.20, 17:33     Betreff: Re: AUS für Dilldorfer Kirche

    Zitat: dilldorfer
    Die katholische Kirche schafft sich selber ab!
Ja, aber sie schafft das "Unten" ab, die Gemeinden, die gut funktionierende Gemeinschaft - das "Oben", die hohen Herren mit ihren Pfründen, bleibt erhalten. Damit am übergroßen Haupt der Kirche nicht gekratzt wird, muss Geld auf der untersten Ebene eingespart werden, beim Volk eben, da unterscheidet sich Kirche nicht von Politik.
Als das Bistum Essen 1957 als "Ruhrbistum" gegründet wurde, war das logisch, vernünftig und nahe an den Menschen. Die Zeiten haben sich geändert. Das kleine Bistum ist zu teuer geworden, so wie andere Bistümer auch. Würde man mit den deutschen Bistümern das machen, was die Bischöfe für die Pfarreien durchgesetzt haben - zerschlagen, zusammenlegen, aus 3 (4, 5, 6....) mach eins - dann könnte die Kirche viel Geld einsparen. Aber: der gehobene Klerus würde Ämter und Einkommen verlieren, Ansehen und Bedeutung, müsste vielleicht sogar zurück an die Basis (was den Priestermangel mindern würde)! Wer sägt schon den Ast ab, auf dem er sitzt?
Wenn es also gegen die Gemeinden geht, da, wo es den Oberen nicht weh tut, warum dann eine solch unlogische Entscheidung? Warum wird die große Kirche mit guter Infrastruktur in Dilldorf geschlossen, die kleine aber oben auf dem Berg in Byfang, schlecht erreichbar (im Winter oft gar nicht), bleibt erhalten? Warum macht der zuständige Pfarrer nun zum 2. Mal eine Kirche in Kupferdreh dicht? Der Ortsteil steht dann ganz ohne Kirche da. Für den Pfarrer mag das eine weitere Stufe auf seinem Weg in die "obere Kirchenetage" sein, für die Katholiken in Dilldorf und Kupferdreh ist es ein Desaster, ein Verrat!
Es wäre falsch, Dilldorf gegen Byfang auszuspielen. Beide haben ihre jeweilige Kirche als tiefe Tradition, für beide bedeutet ihre Kirche immens viel. Trotzdem muss die Frage nach der Logik der Entscheidung gestellt werden dürfen.
Ich finde nur eine Erklärung: Pfarrer Alter, ein Medienmann, möchte keine Aufruhr wie in Altenessen bei der beabsichtigten Schließung der Kirche St. Johann Baptist. Zeitungsleser werden sich erinnern: monatelang gingen die Proteste durch die Medien, und nicht nur durch die örtlichen. Das Kirchenvolk war plötzlich nicht mehr die Schafherde, sondern kämpfte für seine Rechte. Da kam es auch zu unschönen Situationen und zu tiefen Zerwürfnissen.
Wer sich hier bei uns auskennt, weiß: Die Byfänger sind ein eigenes Völkchen (positiv gemeint). Die lassen sich ihre Kirche nicht so einfach nehmen! Die Dilldorfer dagegen haben sich sogar eine Autobahn mitten durch ihr Dorf bauen lassen, mit Murren zwar, aber ohne medienwirksame Proteste. Wenn man also eine der beiden Kirchen schließen will, ohne dass es einem die eigene Karriere verhagelt - welche wird es sein????
Dilldorf scheint schicksalshaft Bauernopfer zu sein. Gewerbegebiet, Autobahn, Kirche weg.

"Weniger Gebäude, mehr Nähe", wird Pfarrer Gereon Alter in der NRZ von heute zitiert.
Und: "Wir wollen näher bei den Menschen sein und uns von Immobilien trennen, die in der zukünftigen Struktur nicht mehr benötigt werden".

Herr Pfarrer, haben wir Dilldorfer und Kupferdreher Katholiken wirklich einen solchen Zynismus verdient?

M. Reuter


____________________
Magdalena Reuter
Sprecherin der Initiative BFD
www.dilldorf.de
www.carookee.net/forum/altdill


[editiert: 18.08.20, 18:02 von M.Reuter]
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