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M.Reuter
Administrator

Beiträge: 906

New PostErstellt: 08.09.13, 19:22     Betreff: Re: Scheinfabrik

Eigentlich hatte ich angenommen, heute ziemlich allein auf dem Rottberg zu sein, zumal das Wetter wirklich abschreckte. Ziemlich allein war ich aber nur mit meinem Essener Autokennzeichen – die Rottberger Straße war von der Autobahn bis zur Einmündung Ludscheidtstraße einseitig von ME zugeparkt, und auch der anvisierte Parkplatz vor Ort war fast voll.
Das Thema "Scheinanlage" (auch "Scheinfabrik" oder "Scheindorf") hat Essen offensichtlich nicht erreicht. Richtig Glück, dass das Thema in unserem Forum von den Veranstaltern entdeckt wurde und ich noch rechtzeitig eine Information bekam, so konnten wir den Termin wenigstens noch kurzfristig aufnehmen.
Bedauerlich, dass nicht in unseren üblichen Medien erscheint, was sich in unmittelbarer Nähe tut – nur, weil eine Stadtgrenze dazwischen liegt!
Über 1200 Besucher sollen es gewesen sein, die um und durch den ehemaligen Leitbunker geschleust wurden. Dabei zeigten sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter (Landschaftsverband Rheinland - Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland) sehr professionell und flexibel – hatte man doch nicht mit mehr als 10 Personen jeweils gleichzeitig gerechnet!
Falsch kalkuliert (wie hätte man es auch ahnen können?) hatte der Veranstalter auch bei der Wahl des Ortes für den Lichtbildervortrag am Spätnachmittag – erst das Parkproblem, dann ein völlig überfülltes Lokal weit vor dem Beginn der Veranstaltung. Also musste ich wieder zurück nach Hause, was ich sehr schade fand, denn die umfassende Information fehlt mir jetzt. Bleibt also nur für mich und andere Interessierte, das weiter oben erwähnte Buch über die Anlage zu kaufen. Das gab es übrigens auch nicht mehr – nur noch als Ansichtsexemplar. Erster Eindruck: Die Investition lohnt sich, wenn man sich für das Thema interessiert.

Ob es zutrifft, dass die Anlage auch auf Dilldorfer Gebiet stand, konnte ich heute leider nicht zu 100 Prozent herausfinden. Die einzelnen Teile waren aber weit verstreut, der Hauptteil befand sich am Velberter Asbachtal, das sich bekanntlich ja in das Dilldorfer Asbachtal fortsetzt. Es wird also vermutlich so sein, wie die "Werdener Nachrichten" es schrieben – eine Scheinfabrik in Kupferdreh-Dilldorf, übergreifend auf Velberter Gebiet, oder umgekehrt, egal. Auf jeden Fall betrifft es uns Dilldorfer irgendwie.

Bei den Attrappen handelte es sich um eine Nachtscheinanlage aus Holz und einfachen, niedrigen Nachbauten der Krupp'schen Gussstahlfabrik. Aus der Luft war die geringe Höhe ( 1-2 m) nicht zu erkennen, die Angriffe kamen zudem bis gegen 1942 nur nachts, und da leuchtete und dampfte die Anlage wie ein großes Werk. Deshalb war auch die Ausdehnung über mehrere Kilometer nötig – mit nur vereinzelten Bauten, die in der Nacht aber wie ein Ganzes schienen. Selbst eine Eisenbahn fuhr im Kreis, sobald ein Fliegerangriff gemeldet wurde.
Die gesamte Technik wurde von einem Leitbunker aus gesteuert, der immer noch steht und heute besichtigt werden konnte. Durch das Eingreifen des damaligen Bauern wurde er nach dem Krieg nicht zerstört wie fast alle anderen seiner Art, hat also besonderen Wert und wurde deshalb nun unter Denkmalschutz gestellt.

Die Nachtscheinanlage lenkte bis etwa 1943 die Fliegerangriffe erfolgreich von der Firma Krupp ab, danach war die Technik der Alliierten so weit entwickelt, dass sie nicht mehr darauf hereinfielen. Die Anlage wurde sinnlos. Profitiert von ihrem Ende haben die Rottberger – sie mussten nämlich vorher Nacht für Nacht ihre Häuser und Höfe verlassen, damit sie nicht von den Bomben getroffen wurden.

Meine Empfehlung für Interessierte: Die nächste Chance nutzen! Das kann natürlich dauern....
Ich werde die Velberter Arbeitsgruppe auf jeden Fall bitten, vor einem neuen Termin die Essener Presse zu informieren.

Weiter unten gibt es ein paar Fotos von heute. Da ich die Teilnehmer nicht um Erlaubnis für die Veröffentlichung fragen konnte, habe ich sie unkenntlich gemacht.

Nachtrag 10.9.13: Inzwischen habe ich erfahren, dass die Essener Presse sehr wohl informiert war. Offenbar erschien das Projekt unseren Medienleuten nicht eine Zeile wert....


____________________
Magdalena Reuter
Sprecherin der Initiative BFD
www.dilldorf.de
www.carookee.net/forum/altdill


[editiert: 10.09.13, 12:21 von M.Reuter]


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