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Artgerechte Ernährung hält gesund?

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Marianne

Mitglied

Beiträge: 1
Ort: Bremen

1. Hund: Amati

New PostErstellt: 26.02.15, 09:46  Betreff: Artgerechte Ernährung hält gesund?  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen

"Eine optimale Ernährung ist  Voraussetzung für die Gesunderhaltung meines Hundes."
 
Ist das so? 
Man liest immer wieder, dass Krankheiten durch schlechte Ernährung beeinflusst werden. Das ist wohl wie bei den Menschen, dass man mit einer gesunden Ernährung das Immunsystem positiv stimuliert. 

Aber was ist gesund für den Hund? Alles, was nicht denaturiert wurde? 

Reicht es, wenn ich mich an der Natur orientiere, z.B. dem Wolf, der Trockenfutter unter normalen Bedingungen nie anrühren würde?




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Julia mit Campino
Kromi-Fan


Beiträge: 59

1. Hund: Campino


New PostErstellt: 28.02.15, 23:28  Betreff: Re: Artgerechte Ernährung hält gesund?  drucken  weiterempfehlen

Interessantes Thema!
Ich denke, man kann das gar nicht so pauschal sagen, obwohl es Grundlagen gibt, die eben beachtet werden sollten. So z.B. das der Hund ein Carnivore ist, worauf der Verdauungsapparat trotz aller Wolf/Nicht-Wolf-Diskussionen einfach ausgelegt ist.
Es gibt aber generell viele Vorzüge und Nachteile für verschiedene Fütterungsarten und dabei wird meist nicht einmal berücksichtigt, dass jeder Hund anders ist und situativ bedingt eben auch andere Ansprüche an die Ernährung gestellt werden müssen. Hier ist das Thema Krankheit z.B. ein wichtiger Punkt. Ich denke, dass man sicherlich dazu beitragen kann (durch schlechtes / falsches Futter ), dass Krankheiten entstehen. Genauso kann man durch gezielte Futteranpassung eben unterstützen und zur Genesung beitragen, wenn ein gesundheitliches Problem vorliegt.
Für letzteres finde ich eben das Barfen am sinnvollsten, da man durch das selbst zusammengestellte Futter wunderbar auf alle Eventualitäten eingehen kann. Das Ganze setzt aber eben auch Voraus, dass ich mir als Halter ein gewisses Grundwissen aneignen muss, auch zu grundlegenden Bedarfswerten, Nahrungsmitteln und deren Nutzen und Zusammensetzung, Supplementierung usw. Wenn ich mich da nicht einarbeiten möchte oder das schlicht zeitlich nicht schaffe (oder mein Hund das Ganze nicht verträgt), kann ich viel falsch machen und das an sich tolle Konzept kann ganz böse nach hinten losgehen.
Genauso mit den anderen Ernährungsformen: Ich finde es falsch, einzelne Futterarten zu verteufeln, letztlich geht es eben darum, wie der Hund im speziellen Fall damit zurecht kommt und ob er damit gesund ist und bleiben kann. Aber auch bei Fertigfuttern sollte man sich eben informieren und nach genau überlegten Kriterien abwägen, was man füttern möchte. Und auch hier kommt die gesundheitliche Komponente hinzu: Einem Hund mit Nierenproblemen z.B. Trockenfutter zu füttern (wie das ja auch manche Tierärzte als Diät empfehlen), macht ja eher weniger Sinn.

Kurzum: In erster Linie steht eben die Frage, wie umfangreich ich mich mit dem Thema auseinander setzen möchte.
Ich finde persönlich eben schon die Variante, sich möglichst an der Natur zu orientieren und roh zu füttern, sinvoll. Wenn das richtig gemacht wird, bleiben viele Probleme, die das Industriefutter mit sich bringen kann (zunehmend Übersäuerung, zu wenig Wasseraufnahme und damit zu geringe Spülung der Harnwege, immer mehr Allergien durch zu hohen Getreideanteil...).
Allerdings gibt es auch vernünftiges Fertig-Futter (und hier sind ja auch viele Fortschritte zu verbuchen, auch da tut sich was), wenn man ein bisschen sucht und die "Hardcore-Barfer", die jegliches andere Konzept strikt ablehnen, haben bestimmt auch nicht in jedem Fall die bessere Lösung.
Das einzige, was ich wirklich sehr merkwürdig finde, ist die vegane Ernährung von Hunden. Bestimmt kann man da rein rechnerisch Bedarfswerte gut decken - welche Auswirkungen das aber auf PH-Wert usw. hat?

P.S.: Ich hoffe, mein Beitrag geht nicht am Thema vorbei, es ist doch schon ein bisschen später.






[editiert: 28.02.15, 23:31 von Julia mit Campino]
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Dorothee
Zwinger vom Cronewaldstollen


Beiträge: 773
Ort: 57072 Siegen

1. Hund: Biene -Bina- vom Schlichbach
2. Hund: Erbse vom Isarflimmern
3. Hund: Bacardi vom Gilsbachtal


New PostErstellt: 01.03.15, 08:15  Betreff: Re: Artgerechte Ernährung hält gesund?  drucken  weiterempfehlen

Vegan oder vegetarisch ... halte ich persönlich für nicht sinnvoll für den Hund, der nun mal ein Fleischfresser ist. Setz einen hungrigen Hund vor zwei Näpfe, in denen Fleisch bzw. leckerstes Gemüse angeboten wird und man braucht kein Hellseher zus ein, um zu ahnen, worauf er sich stürzen wird. 

Das örtliche Tierheim hier in Siegen hat vor Jahren mal im Sog der "man-muss-was-anders-machen-um-aufzufallen"-Welle versucht, die komplette Ernährung der Tierheimbewohner auf vegetarisches Futter umzustellen - verbunden mit großem Tamtam in der Zeitung, der WDR berichtete, es wurde in den Läden zu Spenden aufgerufen etc. Leider wusste niemand, was er spenden sollte, und nach etlichen Monaten gab man das Projekt sang- und klanglos auf, begleitet von einer vergleichsweise winzigen Notiz in der Zeitung. Begründung: Irgendwie und seltsamerweise mochten die Tiere das angebotene Futter nicht, es gab Mangelerscheinungen und Gewichtsverluste, also ist man stillschweigend wieder zur "normalen" Fütterung umgekehrt.

LG Dorothee




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Marianne

Mitglied

Beiträge: 1
Ort: Bremen

1. Hund: Amati

New PostErstellt: 01.03.15, 09:43  Betreff: Re: Artgerechte Ernährung hält gesund?  drucken  weiterempfehlen

Es ist interessant, wie Statements passend gemacht werden:

Anhänger der Futtermittelindustrie sagen, dass sich das Verdauungssystem der Hunde verändert hat und man sich somit nicht mehr an den Ernährungsgewohnheiten der Wölfe orientieren kann.

Die Barfer sagen, in der DNA könne man sehr wohl den Wolf nachweisen und es hätte sich weniger verändert, als immer angenommen.

Ich habe gelernt, dass der Hund hinsichtlich seiner Verdauung (und die fängt im Maul an) immer noch Raubtier ist. Er braucht Fleisch wegen der Proteine sowie Mineralien und Vitamine aus dem Mageninhalt des pflanzenfressenden Beutetieres (blanchiertes bzw. stark zerkleinertes Gemüse, Kräuter usw)

Der Hundedarm ist auf die Verdauung vegetarischer Kost nicht eingerichtet. Es käme erst zu Mangelerscheinungen bis hin zum Verhungern. Aber so dumm ist ja kein Hundehalter.




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Boerry57
Kromi-Freund


Beiträge: 20
Ort: Elbingerode/Harz



New PostErstellt: 05.03.15, 08:30  Betreff: Re: Artgerechte Ernährung hält gesund?  drucken  weiterempfehlen



Es wird ja auch immer davon gesprochen, daß sich auch beim Menschen das Verdauungssysthem verändert hätte. In einem Vortrag wurde dazu erzählt, daß im Hinblick auf die Evolution das letzte Jahrtausend nur eine Millisekunde ist und man nicht erwarten kann, daß sich ein Verdauungssythem so von eben auf jetzt umstellt. Also ein komisches Argument von den Herstellern von Fertigfutter. Und warum sollte es sich verändert haben ? Weil die ihr Futter verkaufen wollen, wird dann so was behauptet.





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Julia mit Campino
Kromi-Fan


Beiträge: 59

1. Hund: Campino


New PostErstellt: 16.03.15, 22:53  Betreff: Re: Artgerechte Ernährung hält gesund?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: Dorothee

    Das örtliche Tierheim hier in Siegen hat vor Jahren mal im Sog der "man-muss-was-anders-machen-um-aufzufallen"-Welle versucht, die komplette Ernährung der Tierheimbewohner auf vegetarisches Futter umzustellen - verbunden mit großem Tamtam in der Zeitung, der WDR berichtete, es wurde in den Läden zu Spenden aufgerufen etc. Leider wusste niemand, was er spenden sollte, und nach etlichen Monaten gab man das Projekt sang- und klanglos auf, begleitet von einer vergleichsweise winzigen Notiz in der Zeitung. Begründung: Irgendwie und seltsamerweise mochten die Tiere das angebotene Futter nicht, es gab Mangelerscheinungen und Gewichtsverluste, also ist man stillschweigend wieder zur "normalen" Fütterung umgekehrt.

    LG Dorothee






Das ist ja echt ein krasses "Experiment" Warum macht man sowas? Gerade beim Tierschutz sollte man doch der Meinung sein, dass die sich Gedanken machen - sie müssen ja auch potentielle Tierinteressenten beraten können.

Der Vater einer ganz lieben Freundin von uns ist ein sehr überzeugter Veganer und hat sich mit allen Argumenten der Welt nicht ünerzeugen lassen, die 16-jährige Hündin nicht auf veganes Futter umzustellen.
Da hat sich ein ernst zu nehmendes Problem bei der Futter-Diskussion gezeigt: Die eigenen Überzeugungen werden auf das Tier übertragen und alles entsprechend hingebogen.

Dabei steht es aus meiner Sicht eigentlich völlig außer Frage, dass der Hund ein Carnivore ist. Da braucht man auch keine DNA, da reicht der Blick auf das Verdauungssystem und die Wirkung pflanzlicher Nahrungsmittel. Diese wirken sich ja basisch auf den Organismus aus. Für den Hund ist es aber wichtig, dass der PH-Wert vom Urin im leicht sauren Bereich liegt, weil sonst z.B. die Entstehung von Struvit begünstig wird, Bakterien ein günstigere Milieu haben usw.

Es kommt doch auch kein Mensch auf die Idee, dem Hauskaninchen ein Hühnchensteak vorzusetzen, weil man selbst gerne Fleisch ist und Proteine ja auch Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein sollten. Hund und Katzen mit Pflanzen füttern, ist aber irgendwie für viele selbstverständlich.




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Dorothee
Zwinger vom Cronewaldstollen


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1. Hund: Biene -Bina- vom Schlichbach
2. Hund: Erbse vom Isarflimmern
3. Hund: Bacardi vom Gilsbachtal


New PostErstellt: 17.03.15, 09:37  Betreff: Re: Artgerechte Ernährung hält gesund?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: Julia mit Campino
     
    Es kommt doch auch kein Mensch auf die Idee, dem Hauskaninchen ein Hühnchensteak vorzusetzen, weil man selbst gerne Fleisch ist und Proteine ja auch Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein sollten. Hund und Katzen mit Pflanzen füttern, ist aber irgendwie für viele selbstverständlich.





Haha, das ist ja das beste Argument überhaupt , muss ich mir merken: Kaninchen mit Hühnerbrust im Napf !

LG Dorothee




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Elke
Gold-Kromi


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Mein Kromi-Verein: IGRK

New PostErstellt: 17.03.15, 19:09  Betreff: Re: Artgerechte Ernährung hält gesund?  drucken  weiterempfehlen

Ach ja, unser Hund und seine Ernährung.
Wie viele Stunden hat mich das Thema,
das studieren für die hoffentlich richtige Ernährung
unseres Lieblinges gekostet.
Ich bereue davon keine Sekunde.
Icco bekam am Anfang, als Welpe , " normales " Fertigfutter,
ich muss zu meiner Schande gestehen, es war Frolic mit all seinen 
Zusatzstoffen. Icco war ein sehr sparsamer Esser, ich bin ihm mehr mit 
dem Futter nachgelaufen wie das er es freiwillig zu sich nahm.
So bin ich eben ans " studieren " gekommen und da Ernährung schon
immer ein Steckenpferd von mir war, wurde Icco so langsam ,
Schritt für Schritt , die für ihn beste Ernährung in seinem ganzen Leben zugute.
Icco bekam sehr viel von mir selbst gekochtes,  mit viel Obst,
Gemüse und natürlich Fleisch, allerdings kein Schweinefleisch.
Im Sommer bekam er zusätzlich , so im Alter ab 7 Jahren
Bullrich Vital, das machte ihm bei Hitze immer vital  
Icco trank leidenschaftlich gerne Tee, im Winter mit Honig.
Versteht sich, das er nur die besten Zutaten bekam. Wie wir eben auch.
Es bekam Icco sehr gut, auch was seine Zähne anbelangte,
er nahm , bis auf einen, alle mit ins Grab.
Icco war nie ernstlich krank. Kränkelte er , mit leichtem , half ich ihm
mit Schüssler Salz und Kamille. Zur Zeckenabwehr bekam er niemals
die üblichen Chemiemittel, sondern er war mein Kokosnüßchen 
da ich ihn mit Kokos Öl einrieb. Leckte er daran war es gesund für ihn
und er roch köstlich.
Icco bekam zwischen dem gekochten auch Fertigfutter,
doch auch hier nur das beste und ohne jegliche Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe , Zucker usw. Vor allem auch hier ohne jeglichen 
Zusatz von Schwein. Natürlich auch keine Schweineohren.
War nicht immer einfach,
doch die Mühe und Zeit hat sich gelohnt.
Er hat es uns gedankt indem er köstlich schmatzte beim essen
und es ihm fast immer gut ging.
Sorry für den langen Bericht  
Liebe Grüße von Elke






[editiert: 17.03.15, 19:12 von Elke]
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Marianne

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1. Hund: Amati

New PostErstellt: 17.03.15, 19:31  Betreff: Re: Artgerechte Ernährung hält gesund?  drucken  weiterempfehlen

Ja, liebe Elke, ich höre dieses Schmatzen so gerne, es macht mich glücklich ☺️ ihr werdet es auch bald wieder hören, dafür drücke ich meine Daumen!!

Liebe Grüsse
Marianne




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Elke
Gold-Kromi


Beiträge: 250

Mein Kromi-Verein: IGRK

New PostErstellt: 17.03.15, 20:00  Betreff: Re: Artgerechte Ernährung hält gesund?  drucken  weiterempfehlen

das ist aber lieb von Dir Marianne,
danke fürs Daumen drücken.
Ja es ist sonderbar,
schmatz ein Mensch ......... oh neeeeee, das mag ich gar nicht.
schmatz ein Hundchen ........ wie schön   
Wir sind schon sonderbar mit der Liebe zu unseren Tieren.
doch das ist gut,
Tierquäler gibt es ja auch genug und das müssen wir bereinigen.
Danke nochmal, das machen nun schon einige und so sind wir sicher
"     es   klappt    "
und dann darf wieder geschmatzt werden im Hause Gaffry   




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