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Jugendamtsterror und Familienrechtsverbrechen
Staatsterror durch staatliche Eingriffe in das Familienleben
Verletzung von Menschenrechten, Kinderrechten, Bürgerrechten durch Entscheiden und Handeln staatlicher Behörden im familienrechtlichen Bereich, in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Familienhilfe unter anderem mit den Spezialgebieten Jugendamtsversagen und Jugendamtsterror
Fokus auf die innerdeutsche Situation, sowie auf Erfahrungen und Beobachtungen in Fällen internationaler Kindesentführung und grenzüberschreitender Sorgerechts- und Umgangsrechtskonflikten
Fokus auf andere Länder, andere Sitten, andere Situtationen
Fokus auf internationale Vergleiche bei Kompetenzen und Funktionalitäten von juristischen, sozialen und administrativen Behörden

"Spurensuche nach Jugendamtsterror und Familienrechtsverbrechen"
ist ein in assoziiertes Projekt zur
angewandten Feldforschung mit teilnehmender Beobachtung
"Systemkritik: Deutsche Justizverbrechen"
http://www.systemkritik.de/

 
Jugendamt Rostock: Fall Lea-Marie

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Gast
New PostErstellt: 16.03.07, 08:19  Betreff: Jugendamt Rostock: Fall Lea-Marie  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Ermittlungen im Fall eines misshandelten Kindes aus Teterow

Rostock: Im Fall eines misshandelten kleinen Mädchens aus Teterow wird offenbar auch gegen eine Mitarbeiterin des zuständigen Jugendamtes ermittelt. Nach NDR-Informationen besteht der Verdacht der unterlassenen Hilfeleistung. Die Jugendamt-Mitarbeiterin soll es demnach versäumt haben, auf einen ersten Hinweis zu reagieren. Außerdem werde anhand der Krankenunterlagen überprüft, ob einem der zahlreichen behandelnden Kinderärzte fahrlässige Körperverletzung vorzuwerfen sei. Das Mädchen soll zu Hause über Jahre hinweg gezwungen worden sein, Kalkreiniger und Essig zu trinken. Die Eltern müssen sich von heute an vor dem Rostocker Landgericht verantworten.

http://www1.ndrinfo.de/pages/news/t_spm-48_con-06x11x30x00y00_.html

Mecklenburg-Vorpommern

Mutter aus Teterow gesteht vor Gericht Vergiftung ihrer Tochter

Am Donnerstag hat vor dem Rostocker Landgericht der Prozess um einen besonders grausamen Fall von Kindesmisshandlung begonnen. Angeklagt sind die Eltern eines heute fünfjährigen Mädchens aus Teterow. Zum Auftakt der Verhandlung gestand die 27-jährige Mutter, ihre kleine Tochter jahrelang mit Essig und Kalklöser vergiftet zu haben. Sie sei sich der gesundheitlichen Folgen für die heute Fünfjährige bewusst gewesen, sagte die Angeklagte Mandy N.. Warum sie dem Kind immer wieder die gefährlichen Flüssigkeiten eingeflößt habe, könne sie sich auch ein halbes Jahr nach ihrer Festnahme nicht erklären.

Haushaltsgifte in immer höheren Dosen

Die Hausfrau aus Teterow steht gemeinsam mit ihrem drei Jahre älteren Mann, der in einem Schlachthof arbeitet, vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau 27 Fälle vor, in denen sie ihrer Tochter die Haushaltsgifte in immer höheren Dosen verabreicht haben soll. Die Anklage stützt sich auf 27 Krankenhausberichte. 21 Straftaten räumte die Angeklagte "in vollem Umfang" ein, die anderen Krankenhausaufenthalte seien auf natürliche Erkrankungen zurückzuführen, sagte sie. Die Eltern hatten das kleine Mädchen jeweils in verschiedenen Kliniken vorgestellt und behandeln lassen. Erst im Sommer dieses Jahres wurde ein Kinderarzt misstrauisch und alarmierte die Polizei.

Kind mit kochendem Wasser verbrüht

Außerdem gab Mandy N. die absichtliche Verbrühung ihrer Tochter zu, um sich Geld aus der Unfallversicherung zu erschleichen. Sie habe die damals ein Jahr und drei Monate alte Lea Marie in die Wanne gesetzt und ihr mit kochendem Wasser die Oberschenkel überbrüht. Sowohl Ärzte als auch Versicherung glaubten die Version der Mutter, das Kind habe sich einen Topf mit kochendem Kartoffeln gegriffen. Es wurden 864 Euro ausgezahlt. Auch der Vater Thilo N. muss sich wegen Misshandlung seiner Tochter vor Gericht verantworten. Er soll das Mädchen in mindestens zwei Fällen geschlagen und dabei gefährlich verletzt haben. Vater und Mutter hatten vor Gericht angegeben, Lea Marie sei ein Wunschkind gewesen, aber auch oft aufgeregt und anstrengend.

Durch Misshandlungen schwer geschädigt

Lea-Marie, die inzwischen bei einer Pflegemutter lebt, wurde durch die Misshandlungen dauerhaft schwer geschädigt. Laut Anklage bestand in einem Fall Lebensgefahr. Der von der Pflegemutter beauftragte Anwalt der Nebenklage beantragte daher zu Prozessbeginn, neben Misshandlung, schwerer und gefährlicher Körperverletzung und Betrug auch versuchten Mord in die Anklage aufzunehmen. Der Vorsitzende Richter stellte den Antrag zurück, weil zu diesem Zeitpunkt kein hinreichender Tatverdacht bestehe. Dies könne sich jedoch im Laufe des Prozesses ändern.

Ermittlungen gegen Ärzte und Jugendamt

Nach Recherchen des NDR Nordmagazins wird außerdem anhand der Krankenunterlagen überprüft, ob einem der zahlreichen behandelnden Kinderärzte fahrlässige Körperverletzung vorzuwerfen sei. Das Mädchen sei 31 Mal stationär behandelt worden, bis Ärzte die Verätzungen in Mund, Speiseröhre und Magen erkannten. Nach einem Bericht von NDR 1 Radio MV unter Berufung auf die Rostocker Staatsanwaltschaft wird auch gegen eine Mitarbeiterin des zuständigen Jugendamtes ermittelt. Es bestehe der Verdacht der unterlassenen Hilfeleistung. Sie soll es versäumt haben, auf einen ersten Hinweis zu reagieren.



[editiert: 03.05.07, 21:11 von Admin]
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Gast
New PostErstellt: 13.10.07, 19:42  Betreff: Re: Jugendamt Rostock: Fall Lea-Marie  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Misshandelte Lea-Marie ist wieder «stark und lebenslustig»

Güstrow (ddp-nrd). Die fünfjährige Lea-Marie aus dem Landkreis Güstrow ist immer noch Dauergast im Krankenhaus. Dort wird ihre vernarbte Speiseröhre in regelmäßigen Abständen unter Vollnarkose geweitet. Vor einem Jahr war die Speiseröhre nur ein dünner Strohhalm mit einem Durchmesser von vier bis fünf Millimetern. Normal wären 16 Millimeter gewesen. Dieses Leiden ist nicht etwa angeboren. Seit das Mädchen ein halbes Jahr alt war, wurde ihm von der Mutter Kalkreiniger und Essig eingeflößt. Der Fall jahrelanger Kindesmisshandlung wurde erst nach vier Jahren, im Sommer 2006, von einem Arzt aufgedeckt, dem die häufigen Krankenhausbesuche aufgefallen waren. Lea-Marie kam sofort in eine Pflegefamilie, ihre Mutter ins Gefängnis.

Hotline soll Misshandlungen aufdecken
Hätte es damals schon eine Kinderschutz-Hotline gegeben, hätte sich das Martyrium des Kindes nicht über eine lange Zeit hinziehen müssen, ist sich der Polizeidirektor an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow, Rainer Becker, sicher. Seit Jahren kämpft der Beamte für die Einrichtung eines zentralen Telefons, das Kindesvernachlässigungen und -misshandlungen aufdecken helfen soll. In den nächsten Wochen wird die Hotline geschaltet, wie Landessozialminister Erwin Sellering (SPD) am Donnerstag auf einer Kinderschutzkonferenz in Güstrow ankündigte.

Rund um die Uhr werden dann erstmals zentral Hinweise zu Vernachlässigungen oder Misshandlungen von Kindern und Jugendlichen entgegengenommen und weitergeleitet. Anliegen sei es in erster Linie, Hilfen für Familien anzubieten und Gefahren für Kinder abzuwenden, betonte Sellering. Erst dann gehe es um Strafverfolgung. Im Notfall solle aber schon binnen zehn Minuten jemand vor Ort sein, um eingreifen zu können, sagte Becker.

Anrufe werden auch anonym behandelt
Die Hotline wird von Experten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales besetzt. Die Informationen, die auf Wunsch der Anrufer auch anonym entgegengenommen werden, gehen dann je nach Fall an die Polizei, an Gesundheits- oder Jugendämter oder an Familienhebammen.

Am Telefon könnten sich auch Personen aus dem Umfeld von Problemfamilien wie Lehrer oder behandelnde Ärzte Rat holen. Mit einer längeren Betreuung von Familien, bei denen es Probleme mit der Erziehung ihrer Kinder gibt, wären die kommunalen Ämter überfordert, sagte Sellering. Deshalb gebe es Angebote für Hebammen, sich zur Familienhelferin weiterzubilden. Diese Tätigkeit werde dann extra aus dem Landeshaushalt honoriert.

Außerdem wird ab kommendem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern stärker als bisher auf die Wahrnehmung der Vorsorgeuntersuchungen für Kinder gedrängt. Versäume eine Mutter mit ihrem Kind den Arztbesuch, werde sie zunächst schriftlich erinnert, sagte Sellering. Dann werde das Gesundheitsamt eingeschaltet. «Das soll keine Kontrolle sein, es ist ein Hilfsangebot», fügte der Minister hinzu. Das Gesetz sei fertig und gehe jetzt in die Abstimmung.

Bewusstwsein der Bevölkerung soll erhöht werden
Im vergangenen Jahr wurden landesweit 899 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen, 100 von ihnen nach körperlichen Misshandlungen. Die Dunkelziffer von gefährdeten Kindern liege aber viel höher. «Auf einen aufgedeckten Fall kommen schätzungsweise 20, die unerkannt bleiben», sagte Becker. Eine Hotline werde vielleicht nicht die Zahl der Kindesmisshandlungen verringern, aber sie erhöhe das Bewusstsein der Personen aus dem Umfeld, bei einem Verdacht genauer hinzuschauen und auch selbst Hilfe anzubieten, hofft Becker.

Lea-Marie genießt die Zeit ohne neue Schmerzen. Seit mittlerweile 15 Monaten lebt sie in einer Pflegefamilie in einem Umfeld, in dem nur wenige von ihrem Leidensweg wissen. Sie sei ein «starkes, unwahrscheinlich lebenslustiges Mädchen», sagte eine Sprecherin des Jugendamtes im Landkreis Güstrow, das die Entwicklung von Lea-Marie genau verfolgt. Ihr Gesundheitszustand sei stabil, trotz der vielen Krankenhausaufenthalte. Die kleine Kinderseele wird noch einige Zeit brauchen, um die Spuren der Misshandlungen verwachsen zu lassen. Mit diesem Thema, den psychosozialen Spätfolgen nach Gewalterfahrungen, befasst sich die nächste Kinderschutzkonferenz in Güstrow, wie Becker ankündigte.

13.10.2007 SR


http://www.e110.de/artikel/detail.cfm?pageid=65&id=84377
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Gast
New PostErstellt: 08.03.09, 20:37  Betreff: Re: Jugendamt Rostock: Fall Lea-Marie  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

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Prozess um die misshandelte Lea-Marie aus Teterow Gericht verwarnt Ex-Jugendamtsmitarbeiterin

Im Fall der misshandelten Lea-Marie aus Teterow (Mecklenburg-Vorpommern) hat das Güstrower Amtsgericht eine frühere Jugendamtsmitarbeiterin verwarnt und zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt.
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Prozess um den Tod der kleinen Lea-Marie aus Teterow

Das Martyrium Lea-Maries wurde erst nach knapp 30 Krankenhausaufenthalten entdeckt

Das Gericht sprach die 56-Jährige der fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen schuldig. Sie hatte zugegeben, nach dem Anruf einer besorgten Ärztin nicht konsequent reagiert zu haben.

Trotz der Hinweise der Ärztin hatte sie das Martyrium der hilflosen Lea-Marie nicht gestoppt. Der Frau wird unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen.

Die inzwischen 56 Jahre alte Sozialpädagogin räumte vor Gericht Versäumnisse ein und bereute das Geschehen.

Sie habe im Mai 2003 den Anruf einer besorgten Ärztin entgegen genommen, den Hinweis aber lediglich auf einem Zettel notiert, den sie kommentarlos der zuständigen Kollegin auf den Schreibtisch gelegt habe, ohne den Vorgang weiter zu verfolgen.

Die Mutter hatte dem im November 2001 geborenen Mädchen von April 2003 bis Juni 2006 immer wieder Essigessenz und Kalkreiniger eingeflößt. Das Martyrium Lea-Maries wurde erst nach knapp 30 Krankenhausaufenthalten entdeckt und beendet.
Aktuell
Kinderschutzbund
Viele Kindern brauchen
früher Hilfe

Das Landgericht Rostock verurteilte die Frau, die ihr Kind zudem mit kochendem Wasser übergossen hatte, im Januar 2007 zu neun Jahren Haft. Das Mädchen hat bleibende Schäden davongetragen, es lebt heute in einer Pflegefamilie.

Nach Überzeugung eines psychiatrischen Sachverständigen wäre die inzwischen verurteilte Mutter auf rechtzeitige Hilfsangebote des Jugendamts mit „großer Wahrscheinlichkeit“ eingegangen.

Nachlässigkeiten der behandelnden Ärzte haben nach Einschätzung eines Rechtsmediziners das Leiden der kleinen Lea-Marie aus Teterow um Jahre verlängert.

*
Archiv

Karte der Tränen
Tausende Kinder werden misshandelt
Berlin
Drei Kinder aus verwahrloster Wohnung gerettet
Lea-Sophie (†5)
Politiker: So darf kein Kind sterben
Verhungerte Lea-Sophie
Aber die Hunde sind wohlgenährt!
Lea-Sophie (5) verhungert
Hat das Jugendamt versagt?

http://www.bild.de/BILD/news/2009/03/03/prozess-misshandelte-lea-marie/ex-jugendamtsmitarbeiterin-verurteilt.html#9
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New PostErstellt: 08.03.09, 20:38  Betreff: Re: Jugendamt Rostock: Fall Lea-Marie  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Amtsgericht Güstrow
Fall Lea-Marie: Geldstrafe für Ex-Mitarbeiterin im Jugendamt
Die frühere Mitarbeiterin des Jugendamtes Güstrow, Brigitte C., trägt eine Mitschuld am jahrelangen Leidensweg der kleinen Lea-Marie aus Mecklenburg-Vorpommern.

Die frühere Mitarbeiterin des Jugendamtes Güstrow, Brigitte C., trägt eine Mitschuld am jahrelangen Leidensweg der kleinen Lea-Marie aus Mecklenburg-Vorpommern. Foto: DPA

Güstrow -

Das Amtsgericht Güstrow hat einer früheren Jugendamtsmitarbeiterin eine Mitschuld am jahrelangen Leidensweg der kleinen Lea-Marie aus Teterow gegeben und eine Verwarnung ausgesprochen. Dem Kind war von der eigenen Mutter über Jahre hinweg ätzender Kalkreiniger und Essigessenz eingeflößt worden.

Eine besorgte Ärztin informierte die Behörde 2003 über Ungereimtheiten im Krankheitsbild des Kindes und regte einen Hausbesuch an. Die 56- jährige Angeklagte hatte vor Gericht eingeräumt, den Anruf im Jugendamt entgegengenommen, die Hinweise per Notiz einer Kollegin übermittelt, den Vorgang dann aber nicht weiter verfolgt zu haben. Die Richterin sprach sie gestern der fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen schuldig und verhängte eine zur Bewährung ausgesetzte Geldstrafe. Zudem soll die Frau 2000 Euro an das Kind zahlen.
Mehr zum Artikel

* Fall Lea-Marie: Hausärztin ignorierte Klinik-Hinweise
* Neun Jahre Haft für Mutter von gequälter Lea-Marie
* Fall Lea-Marie: Schwere Versäumnisse im Jugendamt
* Eltern gaben Tochter Säure zu trinken
* Lea-Marie: Staatsanwalt prüft weitere Ermittlungen

Die Richterin meinte, dass bei frühzeitigem Eingreifen der Behörde dem Kind der jahrelange Leidensweg hätte erspart werden können. Doch werde die Schuld der inzwischen ins Sozialamt versetzten Mitarbeiterin durch erhebliche Versäumnisse auf Seiten der Ärzte gemildert. Diese hätten auch zu spät einen Rechtsmediziner eingeschaltet, der schließlich 2006, nach rund 30 Klinikaufenthalten des Kindes, Strafanzeige stellte und so die Ermittler auf die Spur der Mutter brachte.

Die inzwischen rechtskräftig zu neun Jahren Haft verurteilte Mutter hatte der im November 2001 geborenen Lea-Marie von April 2003 bis Juni 2006 immer wieder ätzende Flüssigkeiten eingeflößt. Die Mutter hat ihr Kind auch mit kochendem Wasser übergossen, um eine Versicherungsprämie zu kassieren. Das Mädchen trug bleibende Schäden davon und muss sich regelmäßig schmerzhaften Eingriffen an der Speiseröhre unterziehen. Es lebt heute in einer Pflegefamilie.
dpa

erschienen am 4. März 2009
http://www.abendblatt.de/daten/2009/03/04/1071546.html
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Gast
New PostErstellt: 06.04.09, 10:37  Betreff: Re: Jugendamt Rostock: Fall Lea-Marie  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Fall der jahrelang misshandelten Lea-Marie: Ermittlungen gegen Ärzte

Rostock (ddp-nrd). Im Fall der jahrelang mit Essig- und
Kalkreiniger gequälten Lea-Marie aus Teterow hat die Rostocker
Staatsanwaltschaft einem Medienbericht zufolge Ermittlungen gegen
eine Kinderärztin eingeleitet. Wie die «Ostseezeitung»
(Wochenendausgabe) unter Berufung auf Oberstaatsanwalt Peter
Lückemann berichtete, wird gegen die Frau wegen unterlassener
Hilfeleistung ermittelt. Zudem bestehe ein Anfangsverdacht gegen
einzelne Ärzte in einer Klinik, in der Lea-Marie behandelt worden
sei, sagte Lückemann dem Blatt.

Das Mädchen war der Medizinerin dem Bericht zufolge im
Misshandlungszeitraum von 2002 bis 2006 rund 100 Mal vorgestellt
worden, ohne dass diese Auffälligkeiten bemerkte. Zudem soll sie
Hinweise von Klinikkollegen ignoriert haben.

Ärzte seit langem in Kritik
Dem Kleinkind waren von seiner Mutter jahrelang ätzende
Flüssigkeiten verabreicht worden, wodurch es schwer im Rachenraum und
in der Speiseröhre verletzt wurde. Außerdem hatte die Mutter das
damals 15 Monate alte Kind absichtlich mit kochend heißem Wasser
verbrüht, um die Versicherung zu betrügen. Die Frau wurde dafür im
Januar 2007 zu neun Jahren Haft verurteilt.

Im Prozess um eine mögliche Mitschuld einer früheren Mitarbeiterin
des Jugendamts in diesem Fall zu Jahresbeginn vor dem Güstrower
Amtsgericht waren die behandelnden Ärzte erneut in die Kritik
geraten. Bei ihrer Zeugenvernehmung mussten sich Krankenhausärzte
sowie Lea-Maries Hausärztin dafür rechtfertigen, dass sie trotz
deutlicher Hinweise darauf, dass bei dem Mädchen etwas nicht stimmte,
nur unzureichend reagiert hätten.

05.04.2009 Ta
http://www.e110.de/artikel/detail.cfm?pageid=67&id=94632
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New PostErstellt: 13.03.11, 22:09  Betreff: Re: Jugendamt Rostock: Fall Lea-Marie  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

/OZ/LOKAL/HRO vom 11.03.2011 10:31
Misshandeltes Kind fordert Schmerzensgeld vom Amt
Über Jahre misshandelt: Jetzt verlangt Lea-Marie eine finanzielle Entschädigung.
Foto: Archiv

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Rostock/Güstrow (dpa/dapd) - Ein Vormund der heute neunjährigen Lea-Marie aus Teterow hat den Landkreis Güstrow nach den jahrelangen Misshandlungen des Kindes auf 30 000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Wie das Landgericht Rostock am Freitag mitteilte, hatte eine Mitarbeiterin des Jugendamtes Güstrow im Mai 2003 die telefonische Mitteilung einer Kinderärztin nicht an die zuständige Sozialarbeiterin weitergeleitet.

Mit einem Hausbesuch hätten laut Klage die noch andauernden Qualen Lea-Maries vermieden worden können.

Dem Mädchen waren bis zu seinem fünften Lebensjahr 2006 von der Mutter lebensbedrohliche Verletzungen zugefügt worden, indem ihr ätzende Flüssigkeiten verabreicht und sie mit heißem Wasser übergossen wurde. Nach den Misshandlungen brachte die Mutter ihre Tochter fast immer zum Arzt oder holte den Notarzt, wechselte dabei aber die Kliniken.

Die Mutter war deshalb 2007 vom Landgericht Rostock zu neun Jahren Haft verurteilt worden.

Die Jugendamtsmitarbeiterin wurde bereits vom Amtsgericht für schuldig befunden und verwarnt.
http://www.ostsee-zeitung.de/index_artikel_komplett.phtml¶m=news&id=3063716
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