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New PostErstellt: 15.10.08, 21:03     Betreff: Re: Alan White kommt nach Deutschland

Eve und der letzte Engländer
Das waren zwei wirklich unterschiedliche Events:
Alan White in am Sonntag in Ludwigsburg inmitten eines unglaublichen Schlagzeugaufkommens, wo es aus jeder Ecke klopfte und dröhnte – und Alan White bei seiner Drum“sprechstunde“ am Dienstag in Karlsruhe, was in ehrfurchtsvoller Stille und in edlem Ambiente schon einem Auftritt im Festspielhaus Baden-Baden glich.

Man muss das wirklich erst mal realisieren: Die Helden von einst, unnahbar und unerreichbar, stehen dann – ich ging in Ludwigsburg nur die Treppe hoch – unvermittelt an der Tür, am Ludwigstand - wie ein Vertreter. Schon fast gelangweilt, lungern Bill Ludwig und Alan White an die Wand gelehnt hinter ihrem Stand herum und warten auf – ja, auf was immer da kommt. Fans, Käufer, Besucher. Kein Problem, ein minutenlanges Gespräch zu führen, alles zu fragen (vor lauter Aufregung in Kohlschem Dummdeutschenglisch) was man sich vorher ausgedacht hat, für Fotos zu posieren (mein Gott, der Akku liegt zu Hause, die Digispiegelreflex funzt nicht – kein Problem für Alan, der geduldig, freundlich, aufmunternd die Situation überspielt, bis die kleine Digi im Anschlag ist, die Hand schüttelt – oh, ich hab da noch was vergessen, die Autogramme auf die Tourprogramme – Alan macht sich über Chris lächerlich- so wolle er auf keinen Fall aussehen – ich hatte die falsche Seite aufgeschlagen, er erzählt Bill Ludwig dass dieses Gekringel Jons Autogramm sei, ein besonders schönes sogar – und dann gibt er sich richtig Mühe eine besonders schöne Unterschrift ins Buch zu schreiben)und dabei – neben so viel Coolness, die Alan ausstrahlt, überhaupt nicht zu bemerken, wie beinahe überfordert man selbst mit der Situation ist. Dass er das deutsche YES-Forum ( dass es das gibt, hunderte von aktiven Menschen, die seine Clinic-Tour und alles von YES promoten – so was Ähnliches hatte ich ihm jedenfalls erzählt – hat ihn sehr beeindruckt)noch in seinen Probe- und Cateringraum mitnimmt und uns, nachdem er über so vieles erzählt hat – CIRCA, WHITE, die YESTour, Jon; Benoit David (a really nice guy), seine Kompositionen, seine Stellung als Streitschlichter bei YES…Jans Spezialfragen… auch noch ein „Privatdrumming“ gibt – und wir uns auf seine Frage, welches Lied er uns vorgetrommelt habe, so richtig blamieren - und wir schließlich auch noch an den Proben mit der Band teilhaben dürfen (alle dudeln das Lied mit der Stimme, Alan trommelt dazu und zeigt den Schluss, das war`s!)…oh, ein Ereignis, das ich erst langsam verarbeiten kann…

Natürlich auch Alans Auftritt: trotz Jetlag große Klasse, vor allem auch, dass er mit einer Band spielte, deren Sänger richtig gut war!
Dazu das Treffen mit Brain und dem CHEF – so was sie ein Forumstreffen war mir ja völlig fremd – die beide unglaublich nett sind – das Ganze für 9 Euro Eintritt: ein wahrhaft denkwürdiges Erlebnis, das in Gedanken (und beim Schreiben) kaum zu strukturieren ist.

In Karlsruhe dann – wir kamen etwas zu spät – eine Stille im Publikum wie in der Kirche. Bill Ludwig stand auf der Bühne und führte mit seinen Percussioninstrumenten die Vertonung des Filmes – oder Hörspieles – „Duell in Tombstone“ vor – sehr lustig – und ich hab mich einfach getraut zu lachen!

Auch als Alan kam, erschien mir mein „wohoow“ im Nachhinein etwas unpassend – was meiner Begeisterung keinen Abbruch tat. Alan ist sichtlich unvorbereitet, seine Geschichten enden irgendwo, wenn er nicht weiter weiß, bittet er um Fragen…Er ist zunächst sehr motiviert, dann aber lässt seine Lust etwas nach, die rund 20 Zuhörer aus der Reserve zu locken, lässt sogar das Sezieren von Owner weg und hat stattdessen „Machine Messiah“ in voller Länge im Gepäck – wow!, was für ein Erlebnis!

So richtig viel Neues hat Alan an den beiden Tagen nicht erzählt. Ja, dass die US-Tour nach Weinachten für sechs Wochen an der Westküste fortgesetzt wird, dass man plane, im Sommer 09 nach Europa zu kommen, aber nichts sicher ist, dass man plane eine neue CD aufzunehmen, nach der Tour 09, egal wie der Säger dann heißt, dass auch er Benoit als Zweitbesetzung ansieht und auf Jons Rückkehr hofft – wenn auch nicht so richtig dran glaubt, dass sie Machine Messiah geprobt haben und dieser Titel sicher im Set ist, dass Roger Dean das Stagedesign entworfen hat…dass er nicht nur bei Imagine sondern auch bei „My Sweet Lord“ getrommelt hat – ah, und dass er hofft, dass wir alle auch zu den Deutschlandkonzerten von YES nächstes Jahr kommen werden…

Ich lasse mir ein paar Fotos vom Sonntag signieren (“You are stalking me,hehe?“)und beschließe, den Gig morgen sausen zu lassen, ich möchte nicht schon wieder einer von zehn sein, die da als YESFan auffallen, zu peinlich…

Was das wirklich Besondere an Alan Whites Auftritten war: Auf der Bühne mit YES sitzt er immer im Hintergrund, kaum zu sehen, hier ist er Mittelpunkt der Bühne, die totale Präsenz und es entfaltet sich seine ganze Persönlichkeit. Beeindruckend. Was für ein freundlicher, zuvorkommender Gentleman er ist, keine Allüren, einfach präsent für alle, die gekommen sind – eine faszinierende Begegnung. Vielleicht sollte ich morgen doch noch einmal…



And for a moment when our world had filled the skies
Magic turned our eyes


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Please mind the gap between the train and the platformedge!
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