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Italien

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ajshe74

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New PostErstellt: 30.04.09, 11:50  Betreff: Italien  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen

Zwecks Urlaubsplanung bin ich am Googlen und pack dann doch gleich mal was zur Info hier rein, wenn ich doch schon mal dabei bin...

Venedig

Venedig zählt sicherlich zu der außergewöhnlichsten Stadt unseres Planeten. Ab seiner Gründung im 5. Jahrhundert n.Chr. erfuhr die Stadt einen steten Aufstieg – politisch, wirtschaftlich und kulturell.

Ab dem 10. Jahrhundert etablierte sich Venedig als Seemacht, die über viele Jahrhunderte das Mittelmeer beherrschte. Der Kontakt zu anderen Kulturen, gepaart mit dem sich aus Beutezügen und Handel ergebenden Reichtum sowie der Tatsache, dass in der Region die bedeutendsten Künstler und Architekten der Welt verfügbar waren, verhalf der Stadt zu einer unglaublich großen Zahl an Kulturgütern, die heute in ihrer Gesamtheit als Weltkulturerbe deklariert sind (seit 1987). 


Alle bedeutenden Künstler und Baumeister aufzuzählen, die in Venedig Meisterstücke schufen, würde den Rahmen dieser Seite sprengen – als bedeutendste seien genannt: Giorgione, Tintoretto, Tizian und Veronese.

Der ursprüngliche Stadtkern entstand in der Rialto-Gegend. Es wurde ein Netz von Kanälen ausgehoben, die dadurch entsehende Erde wurde für die Befestigung der Inselflächen genutzt. Auf diese Weise entstanden der Canal Grande und zahlreiche Nebenkanäle, die durch Brücken und Inseln miteinander verbunden sind.

Die Stadt ist gekennzeichnet durch vier verschiedene Baustile: Byzantinischer Stil, Romantik, Gotik und Renaissance.

Venedig ist mit dem vier Kilometer entfernten Festland durch zwei Lagunenbrücken verbunden, eine Bahnbrücke und eine Straßenbrücke. Bekannt ist Venedig auch für seinen jährlich stattfindenden Karneval.

Sehenswürdigkeiten

Canale Grande: Eine Fahrt auf dem Canale Grande bietet eine herrliche Aussicht auf die bewundernswerten Bauwerke Venedigs. Der Canale Grande oder Canalazzo, wie ihn die Einheimischen nennen, hat die Form eines umgekehrten "S" und ist die Hauptverkehrsader Venedigs.

Markusplatz: Dieser wundervolle Platz ist besonders beindruckend durch die Sicht auf die Markuskirche und den Campanile. Die in den Arkadengängen untergebrachten Cafés bieten eine angenehme Atmosphäre, um sich eine Pause zu gönnen und die Stimmung des Platzes zu beobachten.

Markuskirche: Der Bau der Markuskirche begann zur Zeit der Konsolidierung der venezianischen Seeherrschaft. Die Reliquien des Evangelisten Markus wurden im Jahr 828 von Ägypten nach Venedig gebracht. Zur Verehrung dieses bedeutenden Heiligen, der auch als höchster Schutzpatron der Stadt gilt, wurde die Markuskirche erbaut. Jahrhunderte lang brachten venezianische Handelsherren aus verschiedensten Ländern kostbare Schätze nach Venedig. Auf diese Weise verschmelzen in der Markuskirche zahlreiche Stilelemente, angefangen vom Byzantinischem Stil, Gotik, Renaissance bis zum Islamischen Stil, zu einem harmonischen Ganzen.

Campanile: Der Campanile ist der älteste Kirchturm Venedigs und entstand zur Amtszeit des Dogen Pietro Tribuno zwischen 888 bis 912. Der Turm hat eine Gesamthöhe von 98,60 Meter und bietet eine herrliche Aussicht auf die Stadt.

Uhrturm: Der Uhrturm entstand zwischen 1496 und 1499 und wurde nach dem Entwurf von Mauro Coducci erbaut. Die prachtvolle Uhr des Turms zeigt außer den Stunden auch die Jahreszeiten, die Sonnenkonstellation und die Mondphasen an. An der Fassade ist das Symbol Venedigs, der geflügelte Löwe zu sehen, das auch in das Stadtwappen übernommen wurde.

Dogenpalast: Die heutige Gestalt des Dogenpalastes stammt aus dem Jahr 1340. Die zur Lagune gerichtete Fassade wurde zwischen 1400 bis 1404 erbaut, während der zur Piazetta gerichtete Abschnitt 1424 fertig gestellt wurde. Der größte Teil der spätgotischen Fassadenplastik stammt von der Familie der Bon, berühmte venezianische Mamorhandwerker, deren Werk von florentinischen und lombardischen Künstlern ergänzt wurde. Statue des Dogen Andrea Gritti vor dem Wahrzeichen Venedigs, dem geflügelten Löwen.

Rialto-Brücke: Die Rialto Brücke bietet einen eindrucksvollen Ausblick auf den Canal Grande.

Seufzerbrücke: Die Brücke ist im Barockstil gebaut und verbindet den Dogenpalast mit dem Gefängnis. Sie wurde um 1600 von Antonio Contini im Auftrag des Dogen Marino Grimani erbaut. Ihren Namen erhielt sie von den "Seufzern", welche die Angeklagten angeblich ausstießen, wenn sie über die Brücke vor ihre Inquisitoren geführt wurden.

Museen

  • Sammlung Peggy Guggenheim: Diese Sammlung ist ein Museum für moderne Kunst das von der Amerikanerin Peggy Guggenheim eingerichtet wurde.
  • Pinakothek Querini Stampalia: Eine Sammlung von Möbeln, Porzellan, Waffen, Musikinstrumenten und Gemälden venezianischer Maler des 14. bis 18. Jahrhundert.
  • Galerie dell'Accademia: Diese Galerie beinhaltet venezianische Kunst, die rund fünf Jahrhunderte umfasst.
  • Museo del Risorgimento: In den rund zwanzig Sälen des Museums sind Dokumente des Risorgimento untergebracht. Es werden folgende Episoden beschrieben: der Fall der Republik nach 1000-jähriger Unabhängigkeit, die napoleonische Regierung, die österreichische Herrschaft, Dokumente der einzelnen Aufstände und Verschwörungen, die Befreiung von den Österreichern, die Verteidigung und Kapitulation der Stadt im Jahr 1849.
  • Empfehlenswert auch ein Besuch des Archäologischen Museums und der Gemäldegalerie (La Quadreria).

Anreise

Venedig ist per Flugzeug, Bahn, Auto und Schiff zu erreichen. Wer sich entschließt mit dem Auto nach Venedig zu reisen, muss sich jedoch auf einem außerhalb gelegenen Parkplatz von seinem Auto trennen, und wird dann per Boot in das Zentrum der Stadt gebracht.

Ankunft am Flughafen Venedig
Der Marco Polo Flughafen von Venedig wird von allen wichtigen europäischen Städten direkt angeflogen. Der Flughafen verfügt über alle üblichen Einrichtungen wie Autovermietungen, Gepäckaufbewahrung, Geldwechsel und Touristeninformationsschalter. Es gibt viele Möglichkeiten, um vom Flughafen ins historische Zentrum von Venedig zu kommen:
Taxi
Ein Taxi kostet rund 24 Euro und braucht etwa 15 Minuten vom Flughafen zur Piazzale Roma im Stadtviertel Santa Croce. Der Taxistand ist vor der Ankunftshalle.
BUS
Es fahren 2 Busse vom Flughafen zur Piazzale Roma.
Der blaue ATVO-Bus fährt alle 30 Minuten rechts von der Ankunftshalle ab. Die Fahrt dauert rund 20 Minuten und kostet 2,60 Euro. Gepäck kann im Kofferraum untergebracht werden. Die Busse verkehren von 8:50 Uhr (8:30 Uhr an Sonn- und Feiertagen) bis 23:40 Uhr.
Der orangefarbene ACTV-Bus Nummer 5 ist Teil des öffentlichen Personennahverkehrs und hält mehrmals, bevor er die Piazzale Roma erreicht. So dauert die Fahrt 30 Minuten. Pro Passagier und Koffer zahlt man 0,77 Euro. Diese Busse fahren ebenfalls rechts von der Eingangshalle ab.
BOOT
Wenn Sie direkt zum Lido möchten oder ins Stadtviertel San Marco, dann nehmen Sie das praktische "Vaporetto" oder Wasserbus. Von 6:15 Uhr bis 00:05 Uhr fährt die Alilaguna Linie 1 eine Stunde und zwanzig Minuten bis Zattere, mit Halten in Murano, Lido, Arsenale und San Marco.
Alilaguna 2 verkehrt zwischen 11:35 und 16:35 Uhr mit Halts in Fondamente Nuove und San Marco und braucht eine Stunde und 10 Minuten bis nach Zattere.
Wassertaxi
Der bei weitem einfachste aber auch teuerste Weg in die Stadt zu gelangen ist das Taxi. Zu Fuß sind Sie in 30 Minuten in der City. Der übliche Satz betrögt 50€, vereinbaren Sie aber den Preis vorher, denn die Taxis hier haben kein Taximeter.
Anreise nach Venedig per Bahn
Reisen Sie mit dem Zug dann kommen Sie im einzigen Bahnhof Venedigs an, dem Santa Lucia Bahnhof, im Cannaregio Bezirk im Westen der Stadt. Im Bahnhof, einem modernen Gebäude, finden Sie ein Bank, einen Informationschalter, ein Restaurant und Schleißfächer vor. Genau vor dem Bahnhof verläuft der Canale Grande, wo viele Vaporettos verkehren, aber auch Wassertaxis.
Anreise nach Venedig per Auto
Mit dem Auto nach Venedig zu reisen ist weit weniger grausam, als es klingt-trotzder sprichwürtlichen italienischen Fahrweise. 3 Autobahnen führen in dei Stadt-wenn Sie von Westen kommen, nehemen Sie die A4 aus Turin kommend, aus Norden die A 27 aus Brunello und vom Süden die A13 aus Bologna. Kommen Sie aus Osten, fahren Sie auch auf die A4, allerdings die, die aus Triest kommt. Da Sie sich in einer der größten Touristenstädte aufhalten, ist alles präzise und übersichtlich ausgeschildert.
Einmal in der Nähe der Stadt angekommen, halten Sie nach dem Ponte della Liberta Ausschau. Folgen Sie den Schildern nach Venedig, bis Sie an die Piazzale Roma gelangen. Hier gibt es zwar Parkplätze, die sind aber knapp und teuer. Alternativ können Sie auch in Mestre parken und von dort die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, um nach Venedig zu gelangen.

Mailand / Milano

Mailand ist bekannt als Stadt der MOde. Bekannte Modeschöpfer haben in Mailand ihre Ateliers, und – vor allem im März und September – finden besonders viele Ausstellungen und Modeschauen statt. Es gibt zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, angefangen von teuren Boutiquen bis hin zu Strassenmärkten.

Die Stadt bietet aber auch ein vielfältiges kulturelles Angebot, vor allem in der Altstadt, die mit ihren schönen Plätzen und Bauwerken aus verschiedensten Epochen und Stilen das ideale Ambiente dafür bietet.

Sehenswürdigkeiten und Hauptattraktionen von Mailand

Mailänder Dom: Der Bau des Doms wurde 1836 begonnen und ist der Hl. Maria Nascente gewidmet. Er ist eine prachtvolle Mamorkonstruktion mit zahlreichen Statuen, ein Zeugnis der lombardischen Gotik. Wer möchte kann zum Dach des Domes emporsteigen, von wo aus man eine prächtige Aussicht auf die Stadt hat. Am nahegelegenen Palazzo Reale ist das Dommuseum untergebracht, das ergänzende Informationen liefert.

Friedensbogen: Die Errichtung des "Arco della Pace" erfolgte in Raten: Im Jahr 1807 wurde mit dem Bau des Friedensbogen auf der Piazza Sempione begonnen, doch auf Grund der Niederlage Napoleons in Waterloo wurden die Bauarbeiten dann unterbrochen. Unter Franz I. von Österreich erfuhr er dann seine Fertigstellung und seine Widmung als Mahnmal für den Frieden in Europa.


Galleria Vittorio Emanuele II: Die Galleria ist ein Werk des Architekten Giuseppe Mengoni und wurde zwischen 1865 bis 1877 erbaut. Das Zentrum des kreuzförmigen Grundriss bildet eine mächtige Kuppel. Die Galerie beherbergt zahlreiche Boutiquen, Kaffeehäuser und Restaurants.

Teatro alla Scala: "Die Scala" zieht jedes Jahr Tausende Besucher nach Mailand. Sie wurde  1778 mit Erstaufführungen von Rossini, Verdi, Bellini, Donizetti, Ponchielli, Boito, Puccini und Mascagni eingeweiht und bietet bis zum heutigen Tag musikalische Veranstaltungen von Weltrang.

Museen des Castello Sforzesco: Das Kastell beherbergt eine Reihe von Ausstellungen und Bibliotheken. Darunter gibt es Sammlungen antiker Kunst, angewandter Kunst, ein Musikinstrumentemuseum, archäologische Sammlungen mit Unterteilung in Urgeschichte, Ägypten und Lapidarstil und noch weitere Ausstellungen. Auch das berühmte Bild "Das letzte Abendmahl" von Leonardo da Vinci und Skulpturen von Michelangelo sind im Schloss zu besichtigen. Als idealer Platz für eine Ruhepause bietet der zwischen dem Schloss Sforzesco und dem Friedensbogen liegende Parco Sempione. Im Park befindet sich auch ein neu gebauter Aussichtsturm, der eine beeindruckende Aussicht auf die Stadt bietet.

Villa Reale: Eines der wichtigsten Zeugnisse mailändischen Klassizismus. Lage: Via Palestro, Ecke Via Marina. Besonders prachtvoll ist der hintere Teil des Gebäudes. Die Räume der Villa bieten ein wunderschönes Ambiente für die dort beherbergte moderne Kunstgalerie.

Pinakothek von Brera: Ausgestellt sind Meisterwerke der italienischen Malerei vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Die Pinakothek befindet sich auf der Via Brera 28.

Museum der Wissenschaft und der Technik "Leonardo da Vinci": Das Museum in der Via S. Vittore 21 ist in drei Teile unterteilt: Monumentaler Pavillon: technologische und wissenschaftliche Sektionen, unter anderem moderne Physik, Messgeräte, Ausstellung von Leonardo da Vinci, Elektrizitätslehre, Optik, Astrologie und vieles mehr. Eisenbahnpavillon: Lokomotiven und Wagons aus verschiedenen Epochen. Pavillon für Luft und Seetransport: Unter anderem sind hier die Kommandobrücke des "Conte Biancamano" und das Schulschiff "Ebe" hier ausgestellt. Ebenfalls in diesem Pavillon untergebracht ist die Sektion für Landwirtschaft und Ernährung. Außerdem bietet das Museum eine Sammlung von Gemälden aus dem 19. Jahrhundert.

  • Tipp: Um sich vorab eine Übersicht über die Sehenswürdigkeiten Mailands zu verschaffen: eine Busrundfahrt. Tickets und Infos zu den Fahrtintervallen sind im Tourismusbüro in der Via Marconi 1 erhältlich.



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Traue nie den leuchtenden Augen eines Mannes-es könnte die Sonne sein, die durch sein hohles Hirn scheint...


[editiert: 30.04.09, 11:54 von ajshe74]
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ajshe74

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New PostErstellt: 07.06.09, 03:05  Betreff: Re: Italien  drucken  weiterempfehlen

Also ich muss ja sagen, Nord- & Süditalien ist ein Unterschied wie Tag & Nacht!

Das richtige Italien, so wie man es aus Filmen kennt, ist definitiv der Süden!

Im Norden ist es eher wie in D und dort wo ich war, war es sogar noch ruhiger als hier bei uns!

Jeder hat einen Balkon, aber kein Mensch setzt sich mal auf'n Balkon! Die Fensterläden sind den ganzen Tag zu. Und abends ist der Hund begraben.

Im Süden dagegen pulsiert das wahre Leben. Man hört keifende Ehefrauen, überall schallt Musik aus den Häusern, die Leute sitzen mit Nachbarn vorm Haus, die jungen Leute sind auf den Straßen, überall flitzen Mofas & Vespas umher, streunende Katzen & Hunde wetzen umher.

Im Norden dagegen sucht man vergeblich nach dem "typischen" Italienbild.

Das einzig Gute ist am Norden, dass ich die Leute gut verstehen konnte, da sie das reine Italienisch sprechen, klar & deutlich. Während ich im Süden so meine Probleme habe, besonders in der Gegend um Napoli. Da wird so ein nuscheliger Dialekt gesprochen, dass ich kaum ein Wort verstehe und die alten Leute verstehen einen kaum, wenn man das dialektfreie Italienisch spricht...

Venedig ist eine interessante Stadt, einfach schön und es gibt viel zu sehen. Aber ansonsten gefällt mir persönlich der Süden einfach viel besser.




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New PostErstellt: 07.06.09, 03:18  Betreff: Re: Italien  drucken  weiterempfehlen

Ach ja - wer glaubt, in Italien könne man so leckere Dinge essen wie in unseren italienischen Retaurants, der ist auf dem Holzweg!

Die italienische Küche sollte man in Italien lieber zuhause bei einer ital. Familie genießen. Die italienische "Hausmannskost" ist phantastisch! Die Restaurants kann man knicken. Die Pizza kommt mit unserer nicht mit!

Ich hatte eine Pizza Pepperoni - keine Schärfe, nichts mit Pepperoni, nur ein paar wenige Streifen einer roten Paprika.

Die Gemüsepizza - bei uns mit verschiedenen Sorten dick belegt, in Italien dagegen eine Margherita mit ein paar Scheiben Zucchini & Paprika.  War alles nicht so dolle und wegen des mageren Belags wurde man kaum satt.

Schon damals, als ich mit Salvatore bei seiner Familie war, wurde ich bitter enttäuscht, was das Essen in Restaurants anging. Da hatte ich fade überbackene Nudeln - ein Haufen Erbsen dazwischen mit einer kaum gewürzten Soße. Oder die Bolognesesauce sah aus wie schon mal gegessen... Wir zogen es vor, nur noch zuhause bei der Mamma zu speisen

Also, wenn ihr mal nach Italien fahren solltet, keine falsche Vorfreude auf das "tolle" Essen!

Und - die Italiener essen zuhause ebenso die Pizza von Dr. Oetker Heute macht sich wohl keiner mehr die Mühe selber zu backen.

Von den Preisen für Lebensmittel & Getränke her ist Italien genau so teuer wie Deutschland, manches ist dort sogar noch teurer. So hab ich im Supermarkt das Stück Schafskäse doch wieder weggelegt, weil mir 3,89 Euro für so'n winziges Stück dann doch zuviel Geld war. Auch selber kochen macht also keinen günstigeren Urlaub. Das meiste Geld ging bei mir für Essen, Getränke & Zigaretten drauf!

Die Mülltrennung hat sich jetzt auch in Italien durchgesetzt, aber Pfand auf Plastikflaschen oder Dosen gibt es nicht (was ich auch viel besser finde).

Ein bisschen langweilig ist es schon, dass wir nun ein vereinigtes Europa sind. So interessant ist das Reisen innerhalb Europas nicht mehr. Füher ging man durch die Geschäfte und konnte halt mal "andere Dinge" kaufen als im Heimatland.

Nun gibts überall die gleiche Ware. Lidl & Obi, Mediamarkt - dieselben Geschäfte wie bei uns. Langweilig!




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[editiert: 07.06.09, 03:29 von ajshe74]
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ajshe74

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New PostErstellt: 25.08.09, 19:45  Betreff: Re: Italien  drucken  weiterempfehlen

Wollte Euch ja ein paar Grüße aus dem sonnigen Süden schicken, aber in Olmi hatte das Internetcafè zu (Urlaub) und unser Forum war zudem noch lahmgelegt, also war nix mit Grüßen

Von daher verspätete Urlaubsgrüße in Postkartenform - besser spät als nie!

Die Tage am Meer waren fantastisch und ich bin jetzt meeeeeegaaaaaaa braun. Nur die doofen Quallen am 2. Strandtag haben uns genervt. Ich wurde einmal am Bein & am Bauch leicht erwischt, hat nur bisschen gekribbelt & war gerötet. Baki hat eine richtig am Arm erwischt. Es war feuerrot und hat am Abend noch gebrannt. Ich mochte dann gar nicht mehr schwimmen und stand eher nur noch zur Abkühlung im Wasser und schaute immer umher, hielt Ausschau nach den doofen Viechern.

Aber das Wasser war recht klar & sauber, der Strand war auch sehr sauber und es war einfach genial.

Am Strand liefen allerdings haufenweise Afrikaner rum, die einem bunte Plastikketten, Tücher, Sonnenbrillen etc. verkaufen wollten. Mir taten sie ja irgendwie leid. Ist schon ein Scheiß-Job, in voller Montur, beladen, den ganzen Tag bei über 40°C den Strand auf & ab zu laufen. Aber es nervte halt, dass man alle 5 Minuten angequatscht wurde, ob man was kaufen wolle.

Geregnet hat es keinen einzigen Tag in Italien. Kein Gewitter, gar nichts, nur Hitze & Sonnenschein. Als ich in Deutschland ankam, fror ich, obwohl es am Abend noch 24°C hatte. Muss mich erstmal wieder an die "niedrigeren" Temperaturen gewöhnen.

Alles Weitere dann später mal...




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[editiert: 25.08.09, 19:55 von ajshe74]
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Cindy
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New PostErstellt: 25.08.09, 21:56  Betreff: Re: Italien  drucken  weiterempfehlen

Wow danke Süsseeee für die Grüsse ,ich will auch ans Meer ,aber hehe freue mich das du es dir hast gut gehen lassen




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choschtiwiya
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New PostErstellt: 24.03.10, 08:57  Betreff: Re: Italien  drucken  weiterempfehlen

davon träume ich nur dort mal hin zu kommen



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ajshe74

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New PostErstellt: 26.07.10, 14:42  Betreff: Re: Italien  drucken  weiterempfehlen

Reisebericht Italien 2010

Gegen Abend fuhren wir los und welch Wunder, Ardi war recht erträglich und hat zum Glück viel geschlafen. Mittags kamen wir dann in Sarno an. Es war richtig heiß, 41°C und so sollte es die ganzen 3 Wochen bleiben. Wir hatten immer über 40°C, mittags ging es bis 45°C hoch, einmal sogar 48°C. Einfach genial für uns :), mal nicht frieren, war das herrlich! Obgleich man mittags auch wirklich nicht viel machen kann in der Hitze, wenn man nicht gerade am Meer ist. Aber man gewöhnt sich dran.

Als wir in Sarno ankamen, mußten wir natürlich erstmal alle begrüßen. Es war wirklich toll, alle nach 18 Jahren mal wiederzusehen!

Aber Salvatores Bruder Pasquale hat den Vogel abgeschossen! Er sollte sich ja um eine Ferienwohnung bemühen. Er sagte Salvatore auch, dass alles ok wäre unbd kassierte 300 Euro, die er angeblich als Anzahlung dem Vermieter geben mußte. Aber nix war mit Ferienwohnung! Sie existierte nicht!

Also quartierte Salvatore sich erstmal bei seiner Mutter ein und wir - Ardi, ich, Lori und ihre Freundin Nina - bezogen das Gästezimmer bei Michela & Nello (Salvatores Cousin). War nicht zu ändern, aber ich hab gedacht, wenn ich 3 Wochen zu 4. in dem Zimmer hausen muß, kriege ich 'nen Koller! Das war ja wie in Albanien! Keine Ruhe, kein Freiraum und absolutes Chaos. Das Gepäck von 4 Personen nahm ja schon einigen Platz weg. War halt nicht so prall.

In der ersten Woche konnten wir nicht viel machen, da Salvatore sich um eine Ferienwohnung kümmern mußte und zudem übelst schlechte Laune hatte und er seinen Bruder töten wollte... Ständig Streit & Brüllerei da, selbst seine Mutter bekam einiges ab, wobei ich dann einschritt und versuchte, Salvatore ins Gewissen zu reden. Seine Mutter konnte doch nichts dafür! Sie ist eine alte, nicht mehr ganz gesunde Frau und schließlich hat es doch sein Bruder verbockt, nicht sie!

In der ersten Woche saßen wir viel im Garten bei Nello & Michela. Dort konnte ich auch mal ins Internet schauen. Und Ardi spielte die ganze Zeit mit deren Hündin Titi. Ich denke, ich werde Ardi auch einen Hund schenken, sobald unsere Katzen nicht mehr sind. (Das heißt, ich werde einen Hund & eine Katze zusammen holen, sodass sie von kleinauf miteinander aufwachsen, denn ohne Katze kann ich auch nicht, aber 'nen Hund wollte ich auch schon immer mal haben & für Ardi wäre das wirklich ein klasse Spielgefährte.)

Die Tochter von Michela & Nello, Pamela, spielte auch viel mit Ardi und so hatte ich wirklich viel Ruhe :)

Ansonsten gingen wir öfter mal in die Stadt, spazieren & lecker essen und einmal fuhren wir in ein riesiges Einkaufszentrum bei Napoli. Nennt sich "Vulcano", ist von Außen dem Vesuv nachgebildet, echt ein Wahnsinns-Ding! Dort haben wir bis abends Klamotten geshoppt.

Am Donnerstag fuhr Salvatore uns dann in ein Schwimmbad in Sarno, damit wir mal rauskamen, während er sich um die Wohnung kümmerte. Herr Gott, 12 Euro Eintritt, pro Person! Und dann noch Badekappenzwang! Wie ätzend man damit aussieht! Ardi war wieder nicht aus dem Wasser zu kriegen. Er hat auch einfach keine Angst, sprang sogar vom Beckenrand. Ich denke, im nächsten Jahr wird er zumindest mit Schwimmflügeln schwimmen können. Er hält sich damit schon gut über Wasser und paddelt mit den Füßen.

Gegen Abend wurden wir wieder abgeholt. Dabei hat Salvatore dann die Mauer geknutscht und die ganze Tür an der Seite vom Bulli ist nun eingedellt. Da ist aber auch alles eng und die Leute parken einfach unmöglich. Ich habe mich geweigert dort zu fahren.

Am Wochenende fuhren wir dann ans Meer. Der Verkehr dort ist einfach mörderisch, für 25 km braucht man da, trotz Autobahn, 1 1/2 Stunden! Und warum die überhaupt einen Führerschein machen müssen - es hält sich sowieso keiner an irgendwas und die Polizei interessiert das auch nicht. Jeder fährt wie er will. An Kreuzungen fährt ein jeder wann er will, nicht wann er "darf". Wozu es dort Zebrastreifen gibt, weiß ich auch nicht. Hält eh keiner an. Als Fußgänger verhält es sich ähnlich wie als Autofahrer. Geh einfach über die Straße und hoffe, dass die Autos anhalten - sonst kommst du nie rüber! Der Blinker ist auch vollkommen überflüssig. Man benutzt als Zeichen des Überholens - wie in KS oder AL - die Hupe! Die südländischen Tiere müssen auch intelligenter sein, als unsere. Trotz des bekloppten Verkehrs und den Menschen, die überwiegend nicht so ein Verhältnis zu Tieren haben wie der Großteil der Deutschen, habe ich nirgends ein überfahrenes Tier gesehen! Die Viecher dort haben sich verdammt gut mit dem Verkehr dort arrangiert. Man braucht nicht mal hupen oder abbremsen, die Viecher wuseln sich so durch, dass nichts passiert.

Sowieso kam mir das alles ähnlich wie in KS vor, wirklich! Jetzt kann ich ja vergleichen. Es sieht ähnlich aus, die Straßen, Häuser, die Landschaft, Kiosk & Tante-Emma-Läden statt Supermärkte, der verrückte Verkehr und überhaupt so dermaßen viele Autos, dass man zu Fuß schneller ist, als mit Auto, denn die Straßen sind einfach immer verstopft. Noch dazu die Handymanie, alles & jeder läuft mit Handy rum und es bimmelt den ganzen Tag - die Süditaliener stehen den Kosovaren in nichts nach. Ich frage mich immer, wie man so viel telefonieren kann?!?!?

Auch hat sich in den letzten Jahren nicht viel geändert. Die Mädchen haben nicht so viel Freiraum wie die Jungs. Die Mädchen helfen viel im Haushalt, bedienen Gäste und betüddeln ihre Brüder :(. Pamelas Bruder, Salvatore, ist 10 Jahre alt. Durchaus also in einem Alter, in dem sich ein Kind selbst ein Brot machen kann oder sich was zu trinken eingießen kann. Aber nein, Muttern war einkaufen, der Junge steht auf und schreit nach seiner Schwester, sie solle ihm Frühstück machen und ihm was zu trinken geben. Und Schwester macht, freudestrahlend... Wenn das mein Sohn wäre, dem würde ich was pfeiffen! Ich weiß nicht, das ist eine Sache, die mir im Süden echt gegen den Strich geht. Die Jungs werden immer zu Paschas erzogen und ich frage mich, wie Mütter sowas zulassen können, wo sie doch selbst oft genug unter den Paschas leiden. Ich als Mutter habe doch die Möglichkeit, meinen Sohn anders zu erziehen, sodass er selbstständig wird und respektvoller mit Frauen umgeht und seine spätere Ehefrau nicht nur als Putze & Gebärmaschine ansieht...

Und dann frage ich mich auch, warum im Süden kaum einer Englisch kann?!? Sie haben es alle in der Schule, aber außerhalb der Touristenorte kriegt keiner 2 Wörter Englisch raus! Was machen die in der Schule, schlafen? Hallo? Englisch ist DIE Weltsprache und zumindest ein wenig verständigen sollte sich wohl jeder können. Aber sowieso ist mir aufgefallen, dass die Italiener im Süden kein sonderliches Interesse an der Welt da draußen haben. Internationale Küche? Fehlanzeige. Asiatische Restaurants gibt's nicht. Das einzige "Außergewöhnliche" war ein Döner-Stand und der Hit ist in Italien gerade sowas Ekliges wie Pizza mit Pommes & "Würstel".

Auch würde kein italienisches Mädchen einen Ausländer heiraten. Um Gottes Willen!

Sagt mir noch einmal ein Ausländer in Deutschland, wir Deutschen wären ja sooooo schlecht und alles Rassisten, hier wäre alles soooo scheiße, dann schicke ich den höchstpersönlich nach Süditalien! Dort gibt's keine Sprachkurse und Ausbildungsangebote für Asylanten. Nee, dort kannst du wirklich nur das Niederste vom Niedersten jobtechnisch machen, hast so gut wie keinerlei Kontakte zu Einheimischen als Asylant & wie gesagt, sich in ein ital. Mädchen zu verlieben ist ein Ding der Unmöglichkeit. Dort gibt es auch keine Moscheen für die muslimischen Einwanderer & das Geld vom Staat ist ein Witz im Gegensatz zu den Leistungen, die Ausländer hier beziehen..

Ich will jetzt nicht unbedingt sagen, dass alle Süditaliener Rassisten sind, das nicht mal unbedingt (wobei es sicherlich viele gibt), aber sie wollen halt lieber unter sich bleiben (ehemäßig) und haben einfach kein Interesse an anderen Ländern & Kulturen. Und ich frage mich echt, warum uns Deutschen immer sonstwas vorgeworfen wird, wenn ich mir das alles in südlichen Ländern angucke, sind Deutsche im Gegensatz zu denen ein verdammt weltoffenes Volk und weit ab vom "Nazi-Land Nr. 1"!!!!!

Am Sonntag zogen wir dann endlich in unsere Ferienwohnung um. Nun hatte jeder sein eigenes Zimmer und wir hatten einen tollen, großen Balkon mit wunderschönem Ausblick.

Das einzig Nervige - dort oben (die Wohnung war etwas höher gelegen) gab es hunderte von Mücken! Weder Anti-Mücken-Kerze noch mein Anti-Mücken-Balsam halfen. Ich hatte nach kurzer Zeit über 60 Mückenstiche und Lori's konnte man nicht mehr zählen, die war überall zerstochen, das sah schlimm aus. Michela gab uns solche Insekten-Stecker für die Steckdose und wir kauften in der Apotheke ein anderes Insektenspray, das half dann endlich.

Am Montag der 2. Woche ging es nach Pompei. Leider hatte Nina wohl so gar keinen Bock darauf und zog nur ein langes Gesicht, stöhnte über die Lauferei und ich mußte mich echt zusammenreißen, dass ich nicht austickte. Sie hat wohl gedacht, wir liegen 3 Wochen nur am Strand, aber sorry, das ist kein Urlaub für mich. Außerdem kriegste dann ja Brandblasen und das Hirn schmilzt weg... Ist doch wahr! Man will doch was vom Land sehen, sonst brauche ich nicht viel Geld ausgeben, um ins Ausland zu fahren. Dann pflanz ich meinen Hintern an die Ostsee, wo's wirklich nicht viel mehr als Strand & Meer gibt, aber dann brauche ich nicht nach Italien...

Wir haben das halt immer so im Wechsel gemacht, mal shoppen & spazieren, dann ans Meer, dann etwas Kultur oder halt irgendwas ansehen... Nur rumliegen ist einfach nicht mein Ding! So sehr ich das Meer und die Sonne auch liebe, ich brauche Abwechslung!

Ardi hatte einfach bei allem Spaß, dem ging es einfach nur gut.

Das Klima ist einfach bestens geeignet für ihn. Er hat wunderbar gegessen, war kaum quengelig oder sonstwie nervig, beim Zubettgehen keine Brüllanfälle, Mittagsschlaf gehalten und natürlich genoss er die Aufmerksamkeit der Leute. Alle liebten ihn, wildfremde Leute blieben stehen und sagten "che bello" oder "Amore", schäkerten mit ihm. Jeder sagte mir, was für einen hübschen Sohn ich hätte! *Stolz bin*

Nur vor Lori's Oma hatte er irgendwie Angst. *lach* Er versteckte sich immer hinter meinen Beinen, wenn sie kam. Aber wenn ich ihn auf meinem Arm hatte, hat er ihr Küsschen gegeben. Äh ja, weiß auch nicht, was er hatte?!?!?

Auf den Vesuv sind wir auch noch geklettert. Und ich muß ein bisschen angeben, ich hab eine bessere Kondition mit meinen 35 Lenzen und der Raucherlunge als die Teenies! Unfassbar!

Ein Stück weit fährt man mit dem Auto hoch, dann aber muß man zu Fuß hoch bis zur Spitze. Klar, mir war durch die Wärme schon etwas düselig im Kopf und meine Höhenangst war am Anfang echt schlimm. Komischerweise war das weg, als ich ganz oben war! Ich hab den Aufstieg gut gemeistert und war laut Lori verdammt schnell. Die Mädchen konnten schon nach der Hälfte der Strecke nicht mehr und wollten dann nachkommen. Der Vesuv ist 1281 m hoch und man hatte einen tollen Ausblick bis zum Meer hin. Im Krater hat es stellenweise sogar ein wenig geraucht und es roch stark nach Schwefel. Ich finde es wirklich faszinierend, was die Natur so hervorbringt. Ich hab dann noch einen Lavastein geklaut, der jetzt meine Schrankwand im Wohnzimmer ziert, hehe.

Als wir schon wieder hinuntergingen, kamen uns erst die Mädchen entgegen. Meine Güte... Ganz hoch gingen sie auch nicht mehr, aber den Krater hat Lori nun endlich mal gesehen. Sie war schon 2x dort, aber man konnte nie ganz hoch, immer nur bis zur Hälfte, weil das Wetter zu schlecht war oder es vorher geregnet hatte. Dann ist es zu gefährlich.

Beim Abstieg ist Salvatore dann mit Ardi auf den Schultern gestürzt. Mein Gott, das sah so schlimm aus, ich dachte, Ardi wäre mit seinem Kopf gegen das Lavagestein geknallt, aber zum Glück hatte Salvatore geistesgegenwärtig seinen Arm als Schutz davor. Ardi hat nichts abbekommen, er brüllte nur wie am Spieß durch den Schock. Ein Engländer nahm Ardi gleich hoch auf den Arm - ich ging nämlich etwas weiter hinten - und ein anderer half Salvatore hoch. Herr Gott, war das ein Schreck! Den Rest des Weges habe ich Ardi dann geschleppt - der Abstieg war somit anstrengender als der Aufstieg! Man, ich war fix und alle, aber Ardi wollte partout nicht mehr gehen, Salvatore konnte ihn nicht tragen, er hatte Schmerzen im Arm, was blieb mir anderes übrig...

Ardi hat eine Vorliebe für Espresso! Der ist richtig wild nach dem Zeug und riss mir meine Tasse immer aus der Hand.

Da wir in der Wohnung keine Möglichkeit zum Kaffeekochen hatten, habe ich Unmengen von Cola konsumiert, um meinen Kreislauf hochzupuschen. Ajshe ohne Kaffee am Morgen, das ist ein Unding! Leider steht Ardi nun auch auf das Zeugs. Okay, im Urlaub habe ich ihn gelassen (übrigens schlief er trotz Kaffee & Cola bestens *lach*). Zuhause hab ich fast nie Cola da, kaufe höchstens mal 'ne Flasche am Wochenende. Wir trinken überwiegend kalorienarmen Eistee oder aromatisiertes Wasser. Das heißt, Ardi muß nun auf Cola-Entzug gehen *grins*

Ich wundere mich über mich selbst, denn ich verstehe Italienisch besser, als je zuvor. Ich hab keine Ahnung woher das kommt, habe ich mich doch die letzten Jahre eher mit Albanisch beschäftigt... Wenn wir so mit der family saßen und die erzählten, wollte Salvatore erst noch immer übersetzen, aber ich sagte ihm dann schon selber, was die geredet haben und alle machten große Augen. Ich habe nur ein Problem mit dem selber reden, ich hab keinen Plan mehr von der Grammatik und mir fallen dann die Wörter nicht so schnell ein - mein Italienisch hört sich in etwa so an wie "Asylanten-Deutsch" - "Kopf schmerzt", "Ich schlafen wollen" *lach*, aber na ja, ich komme auch ohne Hilfe durch, dafür langt es. Aber echt, ich war selbst sehr erstaunt, dass ich den Unterhaltungen auch ohne Dolmetscher folgen konnte und Michela sagte, ich solle doch dableiben, nach 3 Monaten könnte ich die Sprache bestens und könnte mir eine Arbeit suchen... Ja, diese Idee spukt mir wirklich im Kopf herum, aber ich hab wohl nicht genügend Traute, obwohl ich wirklich gern dort leben würde und ich hätte genügend Hilfe von der Familie. Dort würde es mir besser gehen. Allein schon das Wetter, da kann man gar keine Depressionen bekommen & Minusgrade haben die dort nie, es wäre ideal. Ich habe keine einzige Minute an das A****loch gedacht oder an den ganzen Mist in Deutschland! Allerdings würde ich irgendwann platzen, denn Michelas Spaghetti sind einfach einzigartig und ich hab ein paar Kilo zugenommen. Und ich müßte überwiegend fleischlos leben, da dort fast nur Fisch & Schwein gegessen wird. Einzig am Strand kam ich an Hähnchenschnitzel ran und im Supermarkt gab's Geflügelwürstchen, aber das war es dann auch schon. Aber das sollte kein Hinderungsgrund sein, wenig Fleisch ist eh gesünder. ;)

Auf einem Straßenfest waren wir auch noch. Dort ist fast jedes Wochenende in einem Stadtteil ein Fest, jedes Stadtteil feiert irgendeine(n) Heilige(n). Es gibt dann auch immer ein riesiges Feuerwerk. Ich glaube, die Raketen waren aus China oder so! Das hat geknallt, ich kann euch sagen! Habe Ardi die ganze Zeit die Ohren zugehalten.

Am Montag der 3. Woche sind wir dann mit dem Schiff rüber nach Capri. Wir machten dort eine Bootstour um die Insel. Leider war die blaue Grotte zu, also voller Wasser. Um hinein zu kommen braucht man Glück. Keiner weiß das vorher, wann sie zu oder offen ist. Schade, wollte das so gern mal sehen!

Aber der Tag stand eh nicht unter einem guten Stern. Salvatore war irgendwie nur am meckern über die Preise dort und später machte er Lori wegen Nichts dumm an und piekte immer weiter, sodass sie in Tränen ausbrach und dann bekam ich mich heftigst mit ihm in die Wolle. Ich hätte ihn fast getötet und mir ist wieder nur allzu klar, warum ich mich damals getrennt hatte. Er hat sich kein Stück geändert und ich hab ihm so einiges an den Kopf geknallt und irgendwie ist unsere Freundschaft von meiner Seite aus jetzt echt angekratzt. Und wenn er sich tausendmal entschuldigt hat, der soll halt vorher nachdenken, bevor er seinen Mund aufmacht. Es ging nämlich wirklich zu weit, der ging mit uns um wie mit seiner Freundin Ramona, respektlos & beleidigend ohne Ende und so lasse ich mich halt nicht behandeln und seine Tochter hat er schon gar nicht so zu behandeln, sonst muß er wirklich um sein Leben fürchten. Ich bin sowieso auf dem Kriegspfad was Männer und ihr dummes Gelaber betrifft...

Hat er aber auch gemerkt, dass ich nicht mehr wie früher bin, so nach dem Motto "Schwamm drüber". Tage später fragte er noch, ob ich noch böse bin und ich nur eiskalt "ja". Er hätte sich doch entschuldigt, was solle er denn noch tun, er sei doch kein schlechter Mensch und ich könnte doch nicht jetzt die nächsten 20 Jahre so sauer sein, wir wären doch Freunde und ich dann halt "Doch! Freunde behandelt man so nicht und ich vergesse nichts, ist vorbei mit der verzeihenden Ajshe, überleg dir vorher, wie du mit den Leuten, die dir angeblich wichtig sind, umgehst! Du mußt endlich lernen, dass du dich so nicht benehmen kannst. Bist 40 Jahre alt, aber auf em Stand von 20 - und das muß ich mir nicht geben!"

Ich bin nicht Ramona, die brav die Klappe hält und immer wieder angekrochen kommt! Und Lori auch nicht, sie sagte auch, dass es nicht das 1. Mal war, dass er sie so angegangen ist und sie die Nase voll hat. Er muß sich nicht wundern, wenn seine Tochter sich irgendwann von ihm abwendet. Sie ist so gut wie erwachsen und lässt sich sowas auch nicht mehr gefallen. Er muß das mal begreifen...

Die restlichen Tage verbrachten wir mit einkaufen und Strand. Am Mittwoch ließen Lori & ich uns die Fingernägel pimpen und am Freitag kam eine Friseuse, die mich 4 Stunden bearbeitete! *lach* Luisa, so hieß sie, kam wirklich ins Schwitzen und fragte, warum die deutschen Frauen bloß alle immer lange Haare haben, hihi, wie man das bei der Wärme aushalten könnte - na ja, in Deutschland wird es ja selten wirklich heiß!

Nun habe ich braune Haare und blonde Strähnen, Nina ließ sich das auch machen. Nur bei mir war das so eine extreme Prozedur, da meine Haare ja schwarz gefärbt waren. Sie mußte die Haare erst aufhellen, dann braun färben und danach dann die Strähnen machen. Ich hab aber auch geschwitzt wie blöde! In Deutschland hätte ich mindestens 150 Euro bezahlt, so kam ich mit 50 Euro davon. Die Fingernägel kosteten mich auch nur 35 Euro.

Am Samstag hieß es dann Sachen packen. Ich Heulsuse mußte wieder plärren, als ich mich von Nello & Michela verabschiedete. Michela sagte zu Salvatore, dass er mich gefälligst wieder nach Italien bringen solle, aber nicht erst wieder in 18 Jahren! Damals, als ich die beiden kennenlernte, waren sie gerade frisch verliebt & noch nicht verheiratet, wir unternahmen immer viel gemeinsam. Habe die echt gern. Michela schenkte mir noch eine Kette, damit ich mich immer an sie erinnere. Könnte schon wieder heulen...

Mittags machten wir uns auf den Heimweg und hatten schon nach 100 km eine Reifenpanne. Ardi war auch nur plärrig und wollte immer aus dem Sitz raus. Er hatte nämlich in der Zwischenzeit gelernt, den Kindersitz aufzumachen :(

Die Rückreise war einfach nur anstrengend. Ab Österreich war es auch arschkalt und es regnete in Strömen. Wir machten auf einem Rastplatz Halt und schliefen 2 Stunden im Wagen. Eine Weiterfahrt war bei dem Wetter plus Übermüdung einfach zu gefährlich. Ab München fuhr ich dann eine Weile. Nur Nebel! Boah, meine Laune sank gleich wieder sonstwohin... Ich hätte am liebsten wieder Kehrtum gemacht.

Nun bin ich leider wieder hier, der Alltag hat einen gleich wieder. Mistwetter, blöde Post, Ardi hat eine Rotznase, ist wieder super-nervig, will nicht vernünftig essen, plärrt, wenn er ins Bett soll, Lori niest auch schon wie verrückt und ich habe tierische Kopfschmerzen. Ich will zurück!

 

 

 




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[editiert: 27.07.10, 23:03 von ajshe74]
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New PostErstellt: 27.07.10, 06:58  Betreff: Re: Italien  drucken  weiterempfehlen

das nen ich mal nen Bericht, hallelujah

da krieg ich gleich Sehnsucht nach Urlaub in Bulgarien, der klingt ähnlich...



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ajshe74

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New PostErstellt: 27.07.10, 10:29  Betreff: Re: Italien  drucken  weiterempfehlen

Bin gerade recht schreibwütig, war schließlich 3 Wochen auf Entzug. Wenn ich bloß mehr Zeit hätte, dann würde ich noch viel mehr schreiben. Aber die Tage nach dem Urlaub sind doch gleich wieder stressig - Wäsche waschen, Wohnung putzen, Besorgungen, Bankgeschäfte, jedem Bericht erstatten und arbeiten...


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ajshe74

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New PostErstellt: 03.08.10, 12:23  Betreff: Re: Italien  drucken  weiterempfehlen

Was mir noch aufgefallen ist: Kaum ein Italiener im Süden kann richtig schwimmen! Die meisten standen nur im Wasser, ganz wenige sind hinter den Nichtschwimmer-Bereich gegangen & noch weniger sind tatsächlich ein wenig geschwommen! Das versteh ich so gar nicht, wenn man das Meer quasi vor der Haustür hat! Im Norden können die doch auch alle schwimmen...


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