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LL-Demo 2010 - Fotobericht

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bjk

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Ort: Berlin


New PostErstellt: 10.01.10, 20:18  Betreff:  LL-Demo 2010 - Fotobericht  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen

Textbericht im Antwortbeitrag unten




97 Fotoimpressionen


Sämtliche Demo-Fotos dürfen bei namentlicher Nennung des Knipsers und Angabe der Quelle für nichtkommerzielle Zwecke gerne heruntergeladen, gespeichert und weiterverbreitet werden.

Bernd Kudanek


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die Nümmes-Straßenrocker haben sich am U-Bahnausgang Frankfurter Tor postiert und machen gleich Stimmung

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Bildmitte, Karl Nümmes mit weißem Schnurrbart

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Demospitze mit Fronttranspi

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die beiden Frankfurter Tor Türme. - Wenn dieser sympathische Kontaktbeamte (ganz rechts) dabei ist, ist mit ziemlicher Sicherheit davon auszugehen, daß es keine der sonst üblichen Bullen-Provokationen geben wird.

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VORWÄRTS ZUR 5. INTERNATIONALE

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schon traditionell: Antifas grüßen uns mit Feuerwerk vom Dach

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im Mai 2000 wurde der Sozialhilfeempfänger Dieter Eich von Neonazis in Berlin-Buch zusammen geschlagen und ermordet

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Genossen aus dem Baskenland machen auf ihre Unterdrückung aufmerksam

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die berüchtigte Discothek Jeton, in der sich Neonazis gerne vergnügen

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hier ist mal entglast worden

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im Hintergrund Bildmitte der Fernsehturm am Alex

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Faschismus bekämpfen, auf allen Ebenen, mit allen Mitteln!

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dänische Genossen zeigen Flagge

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Genossen der Tudeh-Partei aus Iran

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REBELLION IST GERECHTFERTIGT !

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die letzte Gruppe des Demozuges

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Veteranen des Motoradclubs Kuhle Wampe  http://www.kuhle-wampe.de/index.php

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die Schandklamotte der Berliner Linkspartei, 2007 gegen den Widerstand vieler linker GenossInnen installiert  die nächsten 2 Fotos aus 2007 Quelle: http://www.carookee.com/forum/freies-politikforum/1/LL_DEMO.19528879.0.01105.html nehmen die Schandklamotte satirisch aufs Korn





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vergebliche Versuche der Berliner Spitzen-PDL-GenossInnen, die offenkundige Schande der Klamotte nachträglich rein zu waschen

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die Gedenkstätte der Sozialisten - DIE TOTEN MAHNEN

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Uwe Hiksch (Ex-Geschäftsführer der PDS) beim Knipsen ertappt

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jetzt hat er mich entdeckt

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links am Transpi die 86jährige Genossin Erika Baum

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Team Green hat sich heute auf der Demo nahezu unsichtbar gemacht

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HER MIT DEM GUTEN LEBEN !

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... ich tue was Linke tun, Ungerechtigkeit bekämpfen!
von Yossi Wolfson


[editiert: 11.01.10, 10:01 von bjk]
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bjk

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New PostErstellt: 11.01.10, 10:03  Betreff:  LL-Demo 2010 - Textbericht  drucken  weiterempfehlen

An jedem zweiten Sonntag im Januar findet das Gedenken an die Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts auf der Gedenkstätte für Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde statt. So auch am gestrigen Sonntag, den 10. Januar 2010.

Zur Vorgeschichte: Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden am 15. Januar 1919 mit Billigung der SPD von rechten Freikorpssoldaten nach vorherigen schlimmsten Folterungen auf gräßliche Weise ermordet. Die aktiven Henker waren u. a. der Bolschewistenhasser Eduard Stadtler und der Kommandeur der Garde-Kavallerie-Schützendivision Waldemar Pabst. Sie konnten die hinterhältigen Morde vor allem deshalb ungestraft begehen, weil sie Erlaubnis und Rückendeckung durch die SPD eingeholt haben, nämlich von Friedrich Ebert und Gustav Noske, besser bekannt als Blut-Noske.

Zur gestrigen LL-Demo fanden sich wie alle Jahre wieder Tausende um 10 Uhr am U-Bahnhof Frankfurter Tor an der Frankfurter Allee in Berlin ein. Anders als in den letzten Jahren, wo stets herrliches Wintersonnenwetter herrschte, hatte uns diesesmal der eisige Winter fest im Schneegriff. Sodaß damit zu rechnen war, daß nur die Unentwegten und Jüngeren zur Demo kommen würden. Von wegen! Es kamen zwar weniger DemonstrantInnen als in den letzten Jahren, doch die Zehntausender Marke wurde - wenn überhaupt - nur knapp verfehlt. Alle Generationen waren wieder vertreten! Ein toller Erfolg und ein großartiger Beweis, daß sich trotz aller Versuche und infamer Spaltungslügen nicht nur der reaktionären Medien und Parteien und trotz widrigster Witterungsbedingungen jedes Jahr zehntausende Linke aus ganz Europa aufmachen, Rosa und Karl zu gedenken und ihre Ideale hochzuhalten.

Als wir so gegen 9:50 Uhr am U-Bahnhof Frankfurter Tor eintrafen, heizte uns schon unten im Bahnhof unüberhörbar die oben am Ausgang postierte Nümmes-Straßenrockband mit lauten Trommelwirbeln und fetziger Musik ein. Es hatten sich in der Frankfurter Allee bereits mehrere tausend TeilnehmerInnen versammelt, denn die LL-Demos sind dafür bekannt, sehr pünktlich loszumarschieren. So auch diesesmal: um genau 10:06 Uhr setzte sich der Demozug in Bewegung.

Im vordersten Drittel befand sich der ver.di-Lauti, von dem Arbeiter-Kampflieder von Ernst Busch abgespielt wurden. Eigentlich ein angemessener Auftakt. Unangenehm am Veranstalter-Lauti ist dabei nicht nur mir aufgefallen, als nämlich der ebenfalls im vorderen Drittel befindliche Lauti des internationalen antikapitalistischen Blocks einen Redebeitrag vor dem Start sendete, weil der ver.di-Lauti eine Ruhepause einlegte, begann der ver.di-Lauti sofort zu stören, drehte plötzlich wieder volle Pulle auf und dröhnte uns mit Ernst Busch, der dies so wahrlich nicht verdient hat, die Ohren voll. Das sind so die unschönen Nickeligkeiten von bestimmten Linken, die offenbar glauben, im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein, also (vermeintlich) linker als zum Beispiel die TeilnehmerInnen im antikapitalistischen Antifa-Block. Zum Glück ließ sich niemand provozieren und außerdem startete die Demo gleich darauf bzw. nachdem vom Lauti u. a. die Telefonnummer des Ermittlungsausschusses (EA) für den Fall von Streß mit der Bullerei durchgesagt wurde. Auch sollte der Demozug möglichst geschlossen bleiben, um die sonst üblichen provozierende Aktionen von Team Green zumindest zu erschweren.

Als ich aber den Kontaktbeamten sah, ein freundlicher Polizist in gesetzterem Alter, und linken Demos nach meinen Beobachtungen eigentlich eher wohlwollend gegenüberstehend, verflog meine Befürchtung auf eventuelle Gewalt-Eskalationen durch die Polizei. Diese hielt sich völlig ungewohnt die ganze Demostrecke weitestgehend zurück, es gab außer der obligatorischen Verkehrsregelung an Demospitze und -ende keine kesselnde sogenannte beobachtende "Begleitung" oder andere Schikanen. Ob das nur am Winterwetter und den Schneeverhältnissen lag? Denn die Gehwege waren überwiegend - wenn überhaupt - nur mangelhaft geräumt und auch auf den Fahrbahnen stapften wir im braunen Streusalzmatsch. Schwierig vor allem für Ältere, Behinderte und nebenher laufende Fotografen.

Nahe dem wegen rechter Parties berüchtigten Jeton und nahe dem U-Bahnhof Frankfurter Allee ließ ich den gesamten Demozug an mir vorüber, knipste, was mir interessant schien und fuhr dann das letzte Drittel zur Gedenkstätte der Sozialisten mit der U-Bahn zum Bahnhof Lichtenberg, um dort in der Gudrunstraße wieder auf den Demozug zu warten. Keine zwanzig Minuten dauerte es noch und die Demo war auf den letzten vierhundert Metern zur Gedenkstätte.

Während der gesamten Demo ist es nach meinen Beobachtungen und anderen TeilnehmerInnen, die ich befragte, zu keinerlei Zwischenfällen mit der Staatsmacht gekommen. Aber laut jW-Bericht unter http://www.jungewelt.de/2010/01-11/065.php gab es wegen einer FDJ-Flagge am Friedhof einige Probleme. Beim Flaggenträger wurden die Personalien festgestellt, die Flagge fotografiert und das Foto zur angeblichen Klärung der Rechtslage an das Landeskriminalamt weitergeleitet werden. Hierzu liegt mittlerweile auch ein Bericht der betroffenen FDJ-Jugendorganisation auf indymedia unter http://de.indymedia.org/2010/01/270763.shtml vor. Bereits gestern wurde ebenfalls auf indymedia ein kurzer Demobericht unter http://de.indymedia.org/2010/01/270718.shtml eingestellt.

Bernd Kudanek alias bjk




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von Yossi Wolfson


[editiert: 11.01.10, 10:05 von bjk]
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bjk

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New PostErstellt: 11.01.10, 10:23  Betreff: Re: LL-Demo 2010 - Fotobericht  drucken  weiterempfehlen

... Text- und Fotobericht sind auch auf indymedia unter http://de.indymedia.org/2010/01/270769.shtml eingestellt



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bjk

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New PostErstellt: 12.01.10, 09:25  Betreff: Re: LL-Demo 2010 - Fotobericht  drucken  weiterempfehlen

Von mehreren UserInnen wurde ich gebeten, in Sachen "Schandklamotte der Berliner Linkspartei" (Fotos 080 + 081 des Threaderöffnungsbeitrags) erklärende Hintergrundinfos zu meiner polarisierenden Bildunterschrift nachzureichen. Zu diesem Zweck habe ich ein mit Erika Baum geführtes jW-Interview aus Dezember 2007 und ein aktuelles jW-Interview mit Prof. Fink kopiert und nachstehend eingestellt.

Bernd Kudanek




kopiert aus: http://www.antifa.de/cms/content/view/712/95/


30. Dezember 2007

Erika Baum: »Einheit bei Liebknecht-Luxemburg-Demo gestört«

geschrieben von Antifaschistische Linke Berlin - Quelle: junge Welt



links am Transpi die 86jährige Genossin Erika Baum auf der LL-Demo 2010


Erika Baum am Mikro bei einer Kundgebung im November 2009 gegen den Afghanistankrieg

Fotos: Bernd Kudanek



Während Neonazis ermordete Sozialisten verhöhnen, debattiert Die Linke über Gedenken an »Opfer des Stalinismus«. Gespräch mit Erika Baum, geboren 1924 in Wien, war bereits als Jugendliche nach dem Anschluß Österreichs an das faschistische Deutschland in die illegale Arbeit der Kommunisten einbezogen. Seit 1945 engagiert sie sich im Kampf gegen neue faschistische Gefahren, heute ist sie in der DKP aktiv.

jW:  Über das Neue Deutschland hat die Führung der Berliner Linkspartei dazu aufgerufen, am 13. Januar in der Gedenkstätte der Sozialisten nicht nur Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und andere Linke zu ehren, sondern auch namentlich benannte Opfer des Stalinismus. Für und Wider wird in der Zeitung nun lebhaft diskutiert. Wie beurteilen Sie diese Initiative?

Erika Baum:  Ich halte es für eine außerordentliche Gefahr, daß damit die Einheitlichkeit der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration gestört wird. Da wird eine Diskussion über die Geschichte zu einem Zeitpunkt geführt, an dem die Gefahren, die heute von Neonazis ausgehen, in den Mittelpunkt der gegenwärtigen Diskussion gestellt werden müßten, gerade im Hinblick auf die Vorbereitung der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration.

jW:  Würden Sie selbst an dem Stein mit der Aufschrift »Den Opfern des Stalinismus« eine Blume niederlegen, an einem anderen Tag als dem der Liebknecht-Luxemburg-Ehrung?

Erika Baum:  Nein, das würde ich nicht tun. Denn die Inschrift des Steins ist so formuliert, daß damit die erbittertsten Feinde des Sozialismus gemeint sein können. Mittlerweile ist auch klargeworden, daß sich damit auch Nazis geehrt fühlen und sich jetzt als Opfer des Stalinismus und als Vorkämpfer gegen ihn darstellen. Und ich halte es für vermessen – um es freundlich auszudrücken –,im Namen von Kommunisten einen solchen Stein gegen andere Kommunisten, mit denen sie gemeinsam gekämpft haben, hinzustellen. Es ist ein Stein, der sich gegen alles wendet, was Kommunisten und Sozialisten in allen Etappen ihres Kampfes versucht haben: Für die Interessen der Werktätigen einzutreten, den Feind richtig zu erkennen, sich im Kampf zu organisieren.

jW:  Der Initiator der Blumenniederlegung für die Opfer des Stalinismus hat erklärt, man müsse aller Opfer des Stalinismus gleichermaßen, unabhängig von ihren politischen Zielen, gedenken.

Erika Baum:  Wenn man eine solche Position vertritt, dann soll man bitte schön die Opfer beim Namen nennen, die durch die Inschrift dieses Steines geehrt werden sollen. Man soll ihre Gegensätzlichkeit genau erkennen. Und wenn man dann noch der Meinung ist, daß man diejenigen, die in diesem schrecklichen faschistischen Krieg gegeneinander standen, alle in gleicher Weise zu ehren haben soll, dann verstehe ich eigentlich gar nicht mehr, was die humanistische Aufgabe in der Zeit des Kampfes gegen den Hitlerfaschismus war.

jW:  Aber Sie verstehen die Argumentation von Leuten wie dem Berliner stellvertretenden Linksparteivorsitzenden Stefan Liebich, die sagen, wir müssen uns als Sozialisten eindeutig von Verbrechen, die im Namen des Sozialismus passiert sind, distanzieren?

Erika Baum:  Ich will nicht über die Beweggründe und die Motive von Herrn Liebich nachdenken. Ich jedenfalls verstehe nicht, wie man eine solche Diskussion führen kann, ohne die gegenwärtige Lage zur Kenntnis zu nehmen, ohne sich zutiefst davon getroffen zu fühlen, daß wir in einem Land leben, in dem Neonazis einen Antrag stellen dürfen, einen Platz nach einem ausgewiesenen Mörder von Liebknecht und Luxemburg zu benennen. Ich begreife nicht, wie man sich so glaubwürdig in die Tradition derer Stellen will, die gegen den Faschismus und für die eine sozialistische, gerechte Gesellschaft eingetreten sind, die aktiv waren gegen Ausbeutung und Rassismus. Wenn man sich ihnen verbunden fühlt, muß man doch die heutige Situation bei solchen Diskussionen wenigstens beim Namen nennen. Ich kann doch nicht so darüber reden, als ob ich jetzt in der Zeit der Seligen leben würde.

Ich habe große Sorge über das, was es heute an geschützter öffentlicher Meinung gibt, welche Rechte den Neonazis eingeräumt werden. Deshalb halte ich eine solche, die antifaschistische Bewegung spaltende Diskussion für schädlich. Und sie ist auch nicht im Sinne derer, deren Andenken man angeblich hochhalten will. Niemand sollte sich einbilden, in deren Namen reden zu dürfen.

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Prof. Fink (links) mit Dr. Seltsam (rechts) bei den zu Ehren Ernst Thälmanns ausgesuchten Lesungen unter dem Motto "Antifaschismus bei Licht betrachtet!" am 23. April 2009 am Ernst-Thälmann-Denkmal in Berlin-Prenzlauer Berg

Foto: Bernd Kudanek


Heinrich Fink ist Professor für Theologie und Vorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes–Bund der Antifaschisten (VVN-BdA). Von 1990 bis zu seiner Abwicklung 1992 war er Rektor der Humboldt-Universität zu Berlin, von 1998 bis 2002 Mitglied des Bundestages für die damalige PDS.


zitiert aus dem
jW-Interview mit Prof. Fink im Januar 2010: http://www.jungewelt.de/2010/01-09/001.php


jW:  Ende 2006 wurde an der »Gedenkstätte der Sozialisten« in Berlin-Friedrichsfelde ein Gedenkstein für die sogenannten »Opfer des Stalinismus« installiert. Werden Sie dort Blumen ablegen?

Prof. Fink:  Nein, das werde ich nicht. Wer sollen diese »Opfer des Stalinismus« denn überhaupt sein? Wenn wir von Sozialisten, Kommunisten und Linken reden, die unter Stalin verfolgt wurden, bin ich gerne bereit, an diese zu erinnern. Die Schwester meines Vaters und deren Familie waren im Gulag interniert und haben nicht überlebt. Das werde ich natürlich niemals vergessen.

Der Begriff auf dem Stein ist jedoch unpräzise und wird heutzutage von Rechten und auch Neonazis gebraucht. Eine derart pauschale Opferehrung ist mir daher nicht möglich. Ich lehne diesen Stein daher nach wie vor ab. Die Inschrift auf dem großen Stein »Die Toten mahnen uns« ist vollkommen ausreichend.

jW:  Auch Mitglieder der Linkspartei haben seine Aufstellung jedoch als Mahnung vor Repression und Unterdrückung Andersdenkender begrüßt...

Prof. Fink:  Entschuldigung, wenn ich es etwas salopp formuliere, aber ich kann dieses ganze Gerede über mangelnde Bürger- und Freiheitsrechte im Sozialismus nicht mehr hören. Dieselben Personen, die früher angeblich für eine Demokratisierung der DDR kämpften, schweigen heutzutage über den massiven Grundrechtsabbau. Ich habe jedenfalls nicht vernommen, daß sich frühere sogenannte Bürgerrechtler mal irgendwo gegen die in diesem Land stetig ansteigende Telefonüberwachung geäußert oder die Geheimdienste in Frage gestellt hätten.



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von Yossi Wolfson


[editiert: 12.01.10, 09:41 von bjk]
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Edagr
New PostErstellt: 31.05.10, 00:38  Betreff: Re: LL-Demo 2010 - Textbericht  drucken  weiterempfehlen

[quote:bjk]<font size="2">Zur Vorgeschichte: Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden am 15. Januar 1919 mit Billigung der SPD von rechten Freikorpssoldaten nach vorherigen schlimmsten Folterungen auf gräßliche Weise ermordet. Die aktiven Henker waren u. a. der Bolschewistenhasser Eduard Stadtler und der Kommandeur der Garde-Kavallerie-Schützendivision Waldemar Pabst. Sie konnten die hinterhältigen Morde vor allem deshalb ungestraft begehen, weil sie Erlaubnis und Rückendeckung durch die SPD eingeholt haben, nämlich von Friedrich Ebert und Gustav Noske, besser bekannt als Blut-Noske.<br /><br />

OK Schande über all die, aber warum werden immer nur DIE genannt? Worauf es aber ankommt sind doch die Hintermänner, das deutsche Kapitall, die mit vielen Millionen die Killertrupps, genannt Freikorps, gekauft haben, genauso wie Pabst auch viel Geld bekommen hat von Minoux, dem Mann von Hugo Stinnes.

Stinnes war auch der, der nach Aussage Stadtlers "Sozialismus mit seinen Arbeiter" machen wollte. Der erste Förderer des National(en)sozialismus. Die vielen Millionen aus dem Antibolschewistenfonds sind in jegliche Antisozialistische Gruppe und jedes Projekt geflossen und haben nicht nur die demokratische Räterepublik massakriert, sondern auch die nationalsozialsitsichen Banden aufgebaut. Sie waren die Schöpfer des FAchismus und werden es wieder sein - also DIESE benennen und nicht ein paar alte, tote verlogene Polit-Statisten wie Ebert, NOSKE und PABST.
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Karl Nümmes
New PostErstellt: 05.07.10, 17:33  Betreff: Re: LL-Demo 2010 - Fotobericht  drucken  weiterempfehlen

Lieber BErnd, du hattest darauf hingeiwesen, dass wir deine Bilder, wenn wir sie verwenden auch mit deinem namen versehen. Damit hast du natürlich Recht. Es wäre nett, wenn du mir schreiben könntest, welche Bilder das sind, weil ich das jetzt nicht mehr nachvollziehen kann. In Zukunft werden wir drauf achten. Danke für deine Aktivitäten.
Karl Nümmes
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