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Autor Beitrag
Megabjörnie

Beiträge: 5

New PostErstellt: 24.06.11, 13:04     Betreff: Re: EINE WELT OHNE GEFÄNGNISSE

Meine Güte, da lese ich deinen Beitrag und sehe, dass du mich als bürgerlichen Ausbeuter siehst?
Du hast aber schon registriert, dass ich die Bildung persönlichen Territoriums für moralisch unbegründbar halte, oder? Das hatte ich im ersten Post herausgestellt.

Mir geht es nur darum, ein Problem zu erörtern, dem jede Gesellschaft, die einen kommunistischen Anspruch verfolgt, sich stellen muss:

Wie verteilt man die Besitztümer auf herrschaftsfreie Weise?

Eigentum hatte ich nicht als Rechtstitel diskutiert, sondern als "Advocatus Diaboli"-Annahme, dass es vielleicht eine moralische Kategorie sein könnte, damit man sie widerlegen kann.
In diesem Fall wäre Eigentum identisch mit einem Nutzungsrecht, das nur auf einen bestimmten Personenkreis beschränkt ist.
Meinetwegen kannst du es dann "Besitz" nennen. Ich mache aber darauf aufmerksam, dass du den Eigentumsbegriff schon selbst moralisch angewandt hast: Es "kann" Landeigentum natürlich immer geben, wenn ein Herrscher es verordnet, nämlich als Rechtstitel. Deshalb dachte ich, du gehst von einer Gesellschaft ohne Herrscher aus, es der du Eigentum logisch begründen können musst.

Die Frage ist also: Kann ich in einer herrschaftsfreien Gesellschaft solchen Besitz beanspruchen, oder fehlt ihm jede Legitimität?
Und da ich weder die Würmer noch die Igel oder Vögel oder Frösche fragen kann, ob ich eine Fläche landwirtschaftlich nutzen darf, merke ich auch nicht, ob sie etwas dagegen haben.
Ich merke es nur bei den Menschen. In deren Gesellschaft will ich leben, deshalb muss ich mir die Frage stellen, ob ich in Frieden mit den anderen leben kann, wenn ich persönlichen Besitz habe.
Das Revier eines Wolfsrudels oder Bären interessiert mich nur, wenn ich mit ihm verhandeln kann. Denn dann kann ich auch Gesellschaftlichkeit herstellen. Der Tag, an dem ich herausfinde, wie das geht, ist der, an dem ich es tue. Ansonsten muss ich das Recht des Stärkeren anwenden.
Mal angenommen, ich muss das nicht: Dann sind die Wölfe und Bären eben genauso Personen wie die Menschen. Wenn ich also künftig das Wort "Personen" benutze, dann schließt das alle Wesen ein, mit denen ich verhandeln kann und deshalb moralisch muss.

Aber dann bleibt die Frage doch dieselbe: Kann ich "Revier" für mich beanspruchen, und wenn ja, wie?
Und wenn nein, was bedeutet das für die Eigenschaften einer herrschaftsfreien Gesellschaftsordnung?

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