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Wahnsinnige in Washington und Brüssel versuchen alles, die Welt wieder in Brand zu setzen

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bjk

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New PostErstellt: 08.04.17, 09:19  Betreff: Re: Wahnsinnige in Washington und Brüssel versuchen alles, die Welt wieder in Brand zu setzen  drucken  weiterempfehlen

entnommen aus:  https://www.jungewelt.de/artikel/308696.schl%C3%A4chter-am-werk.html


"Trump kann sich auf seine Verbündeten von Saudi-Arabien über Tel Aviv, London und Paris bis Berlin verlassen, wie die Reaktionen auf seinen Angriffsbefehl gegen Syrien zeigen: Ihre klammheimliche Freude, es Assad und Putin heimgezahlt zu haben, konnten die Merkel und Hollande, May und Gabriel, der königliche Henker von Riad ebensowenig wie der Kolonialist und Dschihadisten-Helfer Netanjahu verbergen. Die Regierenden in Damaskus und Moskau hatten dieser Bande von Schlächterinnen und Schlächtern, die sich als Weltpolizei aufführt, die bislang schwerste militärische Niederlage bereitet. Das vergessen Figuren dieses Schlages nicht. Ihr in jeder Hinsicht letztes Mittel ist das Spielen mit dem Weltkrieg."




... ich tue was Linke tun, Ungerechtigkeit bekämpfen!
von Yossi Wolfson
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bjk

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New PostErstellt: 11.01.16, 13:26  Betreff:  Re: Wahnsinnige in Washington und Brüssel versuchen alles, die Welt wieder in Brand zu setzen  drucken  weiterempfehlen

entnommen aus: http://www.antikrieg.com/aktuell/2016_01_11_derbeweis.htm



Der Beweis ist erbracht: Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ist die vollkommenste kriminelle Organisation in der Geschichte der Menschheit

Paul Craig Roberts

 

Einzigartig unter den Ländern der Erde besteht die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika darauf, dass ihre Gesetze und Diktate Vorrang haben gegenüber der Souveränität von Ländern. Washington behauptet die Macht von Gerichten der Vereinigten Staaten von Amerika über ausländische Bürger und behauptet territorial übergeordnete Rechtssprechung von Gerichten der Vereinigten Staaten von Amerika über ausländische Aktivitäten, die Washington oder amerikanischen Interessengruppen nicht passen. Vielleicht die schlimmsten Ergebnisse der Missachtung der Souveränität der Länder durch Washington hat die Macht erbracht, die Washington über ausländische Bürger ausschließlich auf der Grundlage von Terrorismus-Beschuldigungen ohne jeden Beweis ausgeübt hat.

Betrachten wir ein paar Beispiele. Washington zwang zuerst die Schweizer Regierung, gegen ihre eigenen Bankgesetze zu verstoßen. Dann zwang Washington die Schweiz, ihr gesetzliches Bankgeheimnis aufzuheben. Angeblich ist die Schweiz eine Demokratie, aber die Gesetze des Landes werden in Washington bestimmt von Leuten, die nicht von den Schweizern gewählt werden, um sie zu vertreten.

Betrachten wir den „Fußballskandal,” den Washington offensichtlich mit dem Ziel ausgeheckt hat, Russland in Verlegenheit zu bringen. Die Fußballorganisation ist in der Schweiz beheimatet, aber das hat Washington nicht davon abgehalten, FBI-Agenten in die Schweiz zu schicken, um Schweizer Bürger zu verhaften. Versuchen Sie sich vorzustellen, dass die Schweiz Schweizer Bundesagenten in die Vereinigten Staaten von Amerika schickt, um Amerikaner zu verhaften.

Betrachten wir die Geldstrafe in der Höhe von neun Milliarden Dollar, die gegen eine französische Bank verhängt wurde, weil sie sich nicht voll an Washingtons Sanktionen gegen den Iran gehalten hat. Diese Geltendmachung von Washingtons Kontrolle über eine ausländische Finanzinstitution ist noch unverfrorener illegal angesichts der Tatsache, dass die Sanktionen, die Washington gegen den Iran verhängt hat und deren Einhaltung es von anderen souveränen Ländern fordert, selbst grundsätzlich illegal sind. In der Tat haben wir hier einen Fall von dreifacher Illegalität, da die Sanktionen auf der Basis von erfundenen und manipulierten Beschuldigungen verhängt worden sind, die allesamt erlogen waren.

Oder betrachten wir, dass Washington sich Autorität über den Vertrag zwischen einer französischen Schiffswerft und der russischen Regierung anmaßte und die französische Firma zwang, gegen einen Vertrag zu verstoßen, was die französische Firma Milliarden von Dollars kostete und die französische Wirtschaft eine große Anzahl von Arbeitsplätzen. Das gehörte zu den Lektionen, die Washington den Russen erteilte, weil sie sich in der Krim nicht an Washingtons Anweisungen hielten.

Versuchen Sie sich eine Welt vorzustellen, in der sich jedes Land die Extraterritorialität seiner Gesetze anmaßt. Der Planet würde sich in permanentem Chaos befinden und das erwirtschaftete Geld ginge in Gerichtsverfahren und militärischen Schlachten auf.

Das von Neokonservativen beherrschte Washington behauptet, dass keine anderes Recht zählt, nachdem die Geschichte Amerika dazu auserkoren hat, die Herrschaft über die Welt auszuüben. Nur Washingtons Wille zählt. Recht ist oft gar nicht erforderlich, da Washington Gesetze oft durch Befehle ersetzt, etwa als Richard Armitage, stellvertretender Außenminister (eine nicht gewählte Funktion) dem Präsidenten Pakistans sagte, er solle tun, was ihm gesagt wird, oder „wir werden euch in die Steinzeit bombardieren.“ ( http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/5369198.stm )

Versuchen Sie sich vorzustellen, dass die Präsidenten Russlands oder Chinas einem souveränen Land einen solchen Befehl erteilen.

In der Tat hat Washingtons große Gebiete Pakistans bombardiert und Tausende von Frauen, Kindern und Dorfältesten ermordet. Washingtons Rechtfertigung war die Geltendmachung der Extraterritorialität von Militäraktionen der Vereinigten Staaten von Amerika in anderen Ländern, mit denen Washington nicht im Krieg liegt.

So furchtbar das alles ist, das schlimmste der Verbrechen Washingtons gegen andere Völker ist, dass Washington Bürger anderer Länder entführt und sie nach Guantánamo in Kuba oder in geheime Kerker in kriminellen Staaten wie Ägypten und Polen überstellt, wo sie dann angehalten und gefoltert werden, was sowohl gegen das Recht der Vereinigten Staaten von Amerika als auch gegen das Internationale Recht verstößt. Diese ungeheuerlichen Verbrechen beweisen über jeden Zwifel hinaus, dass die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika das schlimmste kriminelle Unternehmen ist, das es je auf der Erde gegeben hat.

Als das verbrecherische neokonservative George W. Bush-Regime mit seinem illegalen Einmarsch nach Afghanistan begann, brauchte das kriminelle Regime in Washington dringend „Terroristen,“ um eine Rechtfertigung für eine illegale Invasion zu bekommen, die nach Internationalem Recht ein Kriegsverbrechen ist. Es gab aber keine Terroristen. Also warf Washington über von Warlords beherrschten Gebieten Flugblätter ab, auf denen Tausende Dollars Kopfgeld für „Terroristen“ geboten wurde. Die Warlords nutzten diese Gelegenheit und fingen jede ungeschützte Person und verkauften sie den Amerikanern für das Kopfgeld.

Der einzige Beweis dafür, dass die „Terroristen” Terroristen waren, ist dass die unschuldigen Menschen den Amerikanern von Warlords als „Terroristen“ verkauft wurden.

Gestern wurde Fayez Mohammed Ahmed Al-Kandari nach 14 Jahren der Folter durch das „Amerika der Freiheit und Demokratie“ entlassen. Der Militäroffizier der Vereinigten Staaten von Amerika Colonel Barry Wingard, der Al-Kandari vertreten hat sagte, dass „einfach kein Beweis vorliegt, außer dass er ein Moslem in Afghanistan zur falschen Zeit war, als Gerüchte aus zweiter und dritter Hand, etwas, was ich noch nie als ausreichende Rechtfertigung für eine Inhaftierung gesehen habe.“ Noch viel weniger bestand Anlass für viele Jahre Folter in dem Bemühen, ein Geständnis zu den vorgeworfenen Tatbeständen zu bekommen, sagte Col. Wingard.

Erwarten Sie nicht, dass Ihnen die prostituierten Medien des Westens über diese Tatsachen berichten werden. Um das zu erfahren, müssen Sie auf RT ( https://www.rt.com/usa/328329-kuwaiti-detainee-guantanamo-transfer/ ) oder auf Stephen Lendmans Website ( http://sjlendman.blogspot.com/ ) oder auf diese Website hier gehen.

Die prostituierten Medien des Westens sind Teil des kriminellen Systems Washingtons.
     
             
erschienen am 9. Januar 2016 auf http://www.paulcraigroberts.org/




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New PostErstellt: 01.01.16, 08:16  Betreff:  Apokalypse oder Reset - was erwartet uns 2016?  drucken  weiterempfehlen

entnommen aus: http://www.antikrieg.com/aktuell/2015_12_31_apokalypse.htm



      
Apokalypse oder Reset - was erwartet uns 2016?

Ernst Wolff
 

Die meisten Menschen werden in diesen Tagen des Jahreswechsels von einem Gefühl unbestimmter Zukunftsangst beherrscht. Sie spüren, dass unsere Gesellschaft an einem Punkt angekommen ist, an dem es so wie es bisher nicht weitergehen kann. Höchste Zeit also, einmal Bilanz zu ziehen und eine Standortbestimmung vorzunehmen.
 

Wie sind wir in die gegenwärtige Lage geraten?

Die Welt, in der wir leben, hat sich in den vergangenen Jahren von Grund auf verändert. Der alles entscheidende Wendepunkt war die Krise von 2007 / 2008. Nach über drei Jahrzehnten der Deregulierung des Finanzsektors hatte ausufernde Spekulation zu riesigen Schuldenblasen geführt. Der Zusammenbruch des kreditgetriebenen US-amerikanischen Häusermarktes ließ eine davon zerplatzen und trieb internationale Großbanken, Versicherungen und Konzerne rund um den Globus in den Ruin.

Anschließend zwangen die hinter diesen Institutionen stehenden Investoren die Politik, die bankrotten Unternehmen nicht abzuwickeln, sondern im Zuge der größten Vermögensumverteilung in der Geschichte der Menschheit mit Hilfe von Steuergeldern am Leben zu erhalten. Den arbeitenden Menschen, die die für diesen „Bail-out“ notwendigen Summen erwirtschaftet hatten, wurde erklärt, das Ganze geschehe zu ihren Gunsten, denn die geretteten Unternehmen seien „too big to fail“ („zu groß, um sie zusammenbrechen zu lassen“).

Obwohl die Politik damals hoch und heilig versprach, die Finanzmärkte zu bändigen oder zumindest in die Schranken zu weisen, geschah - nichts. Im Gegenteil: Unter dem Vorwand, die Wirtschaft wieder ankurbeln zu wollen, begannen die wichtigsten Zentralbanken der Welt nach der Krise, Unsummen an Geld zu drucken und sie genau denen, die den Zusammenbruch zu verantworten hatten, zu immer niedrigeren Zinssätzen zur Verfügung zu stellen. Diese wiederum stecken das billige Geld seitdem nicht in die lahmende Wirtschaft, sondern in den viel lukrativeren, aber auch riskanteren Finanzsektor und blähen ihn auf diese Weise sogar noch weiter auf. Da sie seit 2008 sicher sein können, dass Großinvestoren im Notfall wieder als „too big to fail“ gelten und erneut gerettet werden, ist ihre Risikobereitschaft heute größer als vor 2008.

 
Die Langzeitfolgen der letzten Krise tragen die arbeitenden Menschen

Auch die Langzeitfolgen der Rettung von 2007 / 2008 wurden nicht etwa den dafür Verantwortlichen in Rechnung gestellt, sondern auf die arbeitenden Menschen abgewälzt: Um die durch die Bankenrettung entstandenen Löcher in den Staatskassen zu stopfen, müssen sie seit der Krise im Rahmen der „Austeritätspolitik“ Massenarbeitslosigkeit, niedrigere Löhne und Renten, höhere Steuern und geringere Sozialleistungen in Kauf nehmen. Das Ergebnis dieser Entwicklung ist ein unaufhaltsamer Anstieg der sozialen Ungleichheit, die inzwischen ein historisches Ausmaß angenommen hat: 2015 verfügten weniger als einhundert Menschen über ein größeres Vermögen als die Hälfte der Menschheit.

Das von den Zentralbanken praktizierte Gelddrucken bei kontinuierlicher Zinssenkung hat zu immer größeren Blasen an den Aktien-, Anleihe- und Immobilienmärkten und zu einer vollständigen Verzerrung der ökonomischen Realität geführt. Waren diese Märkte früher ein Gradmesser für den Zustand der Realwirtschaft, so spiegeln sie heute in erster Linie das Ausmaß der Manipulation durch die Zentralbanken wider.

Noch dramatischer ist die Entwicklung im Bereich der Derivate (reine Finanzprodukte, die mit der Realwirtschaft nichts zu tun haben). Obwohl sie das globale Finanzsystem bereits zweimal (1998 und 2007 / 2008) existenziell bedroht haben, haben ihr Umfang (der wegen mangelnder Regulierung nur annähernd geschätzt werden kann) und damit auch ihr Gefahrenpotential seit der letzten Krise weiter zugenommen.
 

Das globale Finanzsystem gleicht einem Drogenabhängigen


Durch die nach 2007 / 2008 zur Stützung des Weltfinanzsystems ergriffenen Maßnahmen ist eine Abhängigkeit entstanden, die es so noch nie gegeben hat: Damit die Aktien-, Anleihen- und Immobilienmärkte nicht in sich zusammenbrechen und das gesamte System mit in den Abgrund reißen, müssen Investoren unablässig mit neuem Geld zu immer günstigeren Zinssätzen versorgt werden. Dabei ist klar, dass die kontinuierliche Erhöhung der Geldmenge irgendwann zur vollständigen Geldentwertung und damit in eine Hyperinflation führen muss. Die Europäische Zentralbank zum Beispiel hält nicht nur an dieser Strategie fest, sondern weitet sie derzeit sogar noch aus. Der Grund dafür, dass sie tagtäglich 2 Mrd. Euro ins System pumpt, wirft ein bezeichnendes Licht auf den Zustand des Systems: Ohne diese Manipulation könnte es in der gegenwärtigen Form nicht aufrecht erhalten werden.

Da die Senkung der Zinsen bereits die Nullgrenze erreicht hat und nun immer weiter in den Minusbereich vordringt, werden bereits Maßnahmen getroffen, um den arbeitenden Menschen den Rückzug aus dem bestehenden Geldsystem abzuschneiden: Die drastische Einschränkung des Bargeldverkehrs und ein geplantes Bargeldverbot sind nichts anderes als Barrieren, die errichtet werden, um eine Flucht der breiten Masse aus den Bankkonten hin zum Bargeld zu verhindern. Auch das „Bail-in“ (die Heranziehung der Einlagen von Sparern und Kleinaktionären im Fall eines Bankzusammenbruchs), das ab dem 1. Januar 2016 für alle Banken im Euroraum gilt, ist im Grunde nichts anderes als die Vorbereitung einer umfassenden Enteignung arbeitender Menschen für den Fall, dass die Banker sich erneut an den Finanzmärkten verspekulieren.

Sieben Jahre nach der Krise von 2008 markiert 2015 einen Wendepunkt: Die bisherigen Maßnahmen zeigen wie bei einem Drogensüchtigen immer weniger Wirkung und müssen daher in immer höheren Dosen verabreicht werden. Dennoch bleibt die Wirkung zunehmend aus. Dafür treten immer stärkere Nebenwirkungen auf, die das Spiel zunehmend gefährlicher machen. Anders ausgedrückt: Das Finanzsystem ist an einem Punkt angekommen, an dem die bisherigen Maßnahmen großenteils ausgereizt sind und eine Umkehr das System als Ganzes zum Einsturz bringen würde. Die Realwirtschaft wiederum kann sich nicht erholen, da die Renditen dort nicht annähernd so hoch sind wie auf den Finanzmärkten. Schlimmer noch: Die höchsten Gewinne sind in den kommenden Monaten genau da zu erzielen, wo sie den größten sozialen Schaden anrichten - im Bereich der Währungsspekulation in den Schwellenländern.
 

Wie lange kann es so weitergehen?

Die Frage, die sich aufdrängt, lautet: Wie lange kann dieses System noch bestehen? Eine präzise Antwort darauf lässt sich nicht geben. Einen globalen Schuldenstand von über 200 Billionen US-Dollar hat es in der Geschichte der Welt noch nicht gegeben. Auch negative Zinsen waren bisher unbekannt und für das Gelddrucken gibt es keine bekannte Obergrenze. Dass es irgendwann zur Hyperinflation führen muss, steht fest, aber niemand kann sagen, wie weit die Aktien-, Anleihen- und Immobilienmärkte sich noch künstlich aufblähen lassen, bevor die Blasen zerplatzen. Sollten die Zentralbanken an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stoßen, steht noch der Internationale Währungsfonds (IWF) mit seiner eigenen Währung, den „Sonderziehungsrechten“, zum Eingreifen bereit. Diese bereits 2008 in großem Stil eingesetzte Währung wird ausschließlich an Staaten vergeben und könnte einen Crash im Ernstfall noch um einige Zeit hinauszögern.

Dennoch ist es angesichts der vielen wirtschaftlichen Krisenherde nicht ausgeschlossen, dass ein unvorhergesehenes Ereignis (ein „black swan“) das gesamte Kartenhaus zum Einsturz bringt. Sollte das geschehen, stünde die Welt von einem Augenblick auf den anderen vor der größten Krise aller Zeiten. Das Weltfinanzsystem hat sämtliche Länder so eng miteinander verknüpft, dass kein Winkel der Erde von seinem Zusammenbruch und der resultierenden Entwertung des Papiergeldes verschont bliebe.
 

Die größte Gefahr lauert nicht in Finanzsektor

Die derzeit größte Gefahr lauert allerdings weder im Finanzsektor, noch in der Realwirtschaft, sondern im Bereich der Politik. Die politisch Verantwortlichen wissen - genau wie die wirtschaftlich Mächtigen - um die allseits lauernden wirtschaftlichen und finanziellen Gefahren und greifen daher zu zwei in der Vergangenheit bewährten Mitteln: Um von den wahren Schuldigen und der eigenen Korruptheit abzulenken, bauen sie Feindbilder auf und bereiten Kriege vor. Die USA als mächtigstes und gleichzeitig sozial am stärksten zerrissenes Land setzen zunehmend auf militärische Gewalt und legen seit Längerem die Grundlagen für einen Krieg gegen Russland. Ihre Politik gegenüber der Ukraine und den ehemaligen Ostblockstaaten dient der ständigen Provokation der Regierung Putin. Unterstützt wird sie durch den treuesten Verbündeten der USA im Nahen Osten, Saudi-Arabien, das seit 2015 dafür sorgt, dass der Ölpreis, der bereits die Sowjetunion zu Fall gebracht hat, immer weiter sinkt – ein Prozess, den Russlands Führung auf Dauer nicht überleben kann.

Aber auch die übrigen Großmächte wie Großbritannien, Frankreich und auch Deutschland bereiten sich immer stärker auf militärische Auseinandersetzungen vor. Sowohl Russland, als auch China, das nach einem Fall der russischen Regierung sofort zum nächsten Angriffsziel der USA würde, unternehmen ebenfalls erhebliche Rüstungsanstrengungen.

Motor für diese internationalen Kriegsvorbereitungen sind allerdings nur vordergründig die Lage der Weltwirtschaft und die des globalen Finanzsystems. Entscheidender und für die Entwicklung des Weltgeschehens auch über das Jahr 2016 wichtigster Faktor auf unserem Planeten ist die exponentielle Zunahme der sozialen Ungleichheit.

Da sich die Welt fest im Würgegriff der Finanzindustrie befindet und diese nicht einmal zu den geringsten Zugeständnissen an die arbeitende Bevölkerung und die Armen bereit ist (man erinnere sich nur an die Ereignisse dieses Jahres in Griechenland), wird sich die soziale Ungleichheit in der vor uns liegenden geschichtlichen Epoche dramatisch verschärfen und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf das Heftigste entladen – in der Form von Armutsaufständen, Bürgerkriegen und riesigen sozialen Verwerfungen.
 

Wie wird es weitergehen?

Befindet sich die Welt angesichts dieser Perspektiven – Crash, Krieg, oder Bürgerkrieg – nicht in einer unaufhaltsamen und nicht mehr zu stoppenden Abwärtsspirale? Ist nicht jeder Versuch, den Lauf der Geschichte positiv beeinflussen zu wollen, von vornherein zum Scheitern verurteilt?

Der Zustand der Welt im Jahr 2016 könnte ein solches Urteil in der Tat nahelegen. Dennoch gibt es mehrere Entwicklungen, die in eine andere Richtung deuten. Sowohl die Manipulationen an den Finanzmärkten, als auch die Kriegsvorbereitungen, die internationale Aufrüstung, die weltweite Brutalisierung der Polizei und die mit Macht vorangetriebene Erklärung des radikalen Islamismus zum Menschheitsfeind Nr. 1 sind ja kein Zeichen der Stärke der derzeit Mächtigen. Im Gegenteil: Sie belegen ihre Schwäche und ihre Angst vor Veränderung. Säßen die Finanzelite und die ihr hörigen Politiker wirklich fest im Sattel, wären sie nicht darauf angewiesen, einen riesigen weltumspannenden Medienapparat zu unterhalten, der nur dazu dient, die globale öffentliche Meinung zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

Ein Blick auf den Vorwahlkampf in den USA zeigt, wie dort Milliarden von Dollar dafür ausgegeben werden, eine geradezu hysterische Angst vor dem Islamischen Staat zu schüren. Sinn und Zweck dieser Übung ist es, davon abzulenken, dass die wirklichen Feinde der arbeitenden Bevölkerung an der Wall Street und im Weißen Haus sitzen. Das Gleiche gilt für Frankreich nach den Terroranschlägen von Paris: Obwohl die Ursache für die Attentate in den verheerenden sozialen Verhältnissen der französischen und belgischen Vorstädte zu suchen ist, wurden sie vom politisch angeschlagenen Präsidenten zum Anlass für eine radikale Verschärfung der Sicherheitsgesetze und für die Ausweitung des Kriegseinsatzes in Syrien genommen – obwohl sonnenklar ist, dass die Terrorgefahr dadurch nicht verringert, sondern erhöht wird.

Allerdings zeigt der Einfluss der Mainstream-Medien auf das Denken der Massen seit 2007 / 2008 erhebliche Ermüdungserscheinungen und hat im Jahr 2015 seinen bisherigen Tiefstand erreicht. Umfragen belegen, dass immer mehr Menschen den verbreiteten Informationen immer weniger Glauben schenken, und dem Verhalten der Wähler im Jahr 2015 kann man entnehmen, dass immer mehr den etablierten politischen Kräften den Rücken kehren. Allerdings können sie den ihnen aufgezwungenen Meinungen in vielen Fällen keinen klaren eigenen Standpunkt entgegensetzen, da ihnen der politische und wirtschaftliche Durchblick fehlt. Außerdem sind sie durch die Erfahrungen, die sie in der Vergangenheit gemacht haben, weitgehend desillusioniert und resigniert.

Sowohl Desillusionierung, als auch Resignation werden allerdings durch die vor uns liegenden Ereignisse durchbrochen werden: Ob Crash, Krieg oder Bürgerkrieg – wenn es um die eigene Haut geht, dann werden auch die Frustriertesten aufwachen und sich zu regen beginnen. Ihr größtes Problem wird allerdings die politische Orientierung sein.

Aus diesem Grund bleibt auch 2016 die wichtigste Aufgabe die Aufklärung. Nur wer erkennt, dass nicht islamistischer Terror, sondern das Bündnis aus rücksichtslosen Spekulanten, korrupten Politikern und den ihn hörigen Journalisten die Menschheit in den Abgrund zu reißen droht, kann sich gegen diese historische Herausforderung zur Wehr setzen. Die Gefahren, vor denen die Welt steht, waren nie so groß wie heute, aber auch die Chancen, die Mehrheit der Menschen zu einem Umdenken zu bewegen, waren – dank der modernen Kommunikationstechnologien – nie größer. 




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New PostErstellt: 13.09.14, 06:34  Betreff:  »Es gibt ein NATO-Netzwerk in den deutschen Medien« Gespräch mit Willy Wimmer.  drucken  weiterempfehlen

entnommen aus: http://www.jungewelt.de/2014/09-13/007.php




»Es gibt ein NATO-Netzwerk in den deutschen Medien«

Gespräch mit Willy Wimmer. Über die geopolitischen Interessen der USA in Europa, über Helmut Kohl und den Angriff auf die parlamentarische Demokratie

Interview: Thomas Wagner


Willy Wimmer gehörte 33 Jahre dem Bundestag an. Zwischen 1985 und 1992 war er erst verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU und dann Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium. Von 1994 bis 2000 war er Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).


Sie haben nach 1989 als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verteidigung die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR in die Bundeswehr eingegliedert und darüber hinaus das Konzept entwickelt, mit dem das vereinigte Deutschland in die NATO geführt wurde. Trotzdem wurden Sie bald darauf von US-Repräsentanten des »Kommunismus« bezichtigt.
Zunächst gab es die Frage, wie man die Wiedervereinigung so hinkriegen kann, daß der europäische Friede erhalten bleibt. Aber wir Parlamentarier, die auf internationalem Feld arbeiteten – zu uns gehörte auch die damalige Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth –, wollten uns auch mit wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Fragen befassen. Die Briten und Amerikaner, die für eine reine Form des Kapitalismus eintraten, verhinderten das. Sie lehnten das von uns vertretene Konzept der sozialen Marktwirtschaft ab und beschimpften uns als Kommunisten.

Das hat uns überrascht und war ein Zeichen, daß sich die Welt auf ungeahnte Weise umbrechen würde. Wir sind damals davon ausgegangen, daß Verhandlungs- und Verständigungsforen wie die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE), aus der später die OSZE wurde, erhalten bleiben würden. Mit der KSZE war verbunden, daß man sich auf drei Feldern konzeptionell Gedanken machen konnte: Außen- und -Sicherheitspolitik, Menschenrechte. Der dritte von diesen drei Körben war in der Zeit des Kalten Kriegs nicht genutzt worden: die wirtschaftspolitische Zusammenarbeit. Die Kontinentaleuropäer wollten ihn mit Leben füllen, die USA, die Briten und zum Teil die Kanadier nicht. Schließlich haben die Amerikaner den dritten Korb übernommen und mit »Shareholder Value« gefüllt.

Wir gerieten mit unserem Konzept der sozialen Marktwirtschaft ins Hintertreffen, auch in der eigenen Partei. 2002, auf dem sogenannten Leipziger Parteitag, präsentierte sich die CDU als eine überdimensionierte FDP. Hierhin gehört auch Frau Merkels Idee, eine »marktkonforme Demokratie« zu entwickeln.

In den internationalen Gremien hat sich diese Entwicklung schon so früh abgezeichnet, daß wir nicht überrascht sein mußten. Aber wir konnten das unseren Kollegen, die sich nicht in den internationalen Foren bewegten, einfach nicht vermitteln. Sie lebten in einer ganz anderen Welt. Das trifft auch auf die Gewerkschaften zu. Wir mußten feststellen, daß die USA nicht bereit waren, das erfolgreiche Verhandlungsforum der KSZE fortzusetzen. Henry Kissinger, er verkörperte in dieser Frage die amerikanische Position, hat Mitte der 1990er Jahre dafür plädiert, die internationale Völkerrechtsordnung zu beseitigen und an ihre Stelle eine Rechtsordnung zu setzen, die im Interesse der USA ist. Das beinhaltete, bewährte Verhandlungsforen zur friedlichen Beilegung von Konflikten zu beseitigen. Wenn Helmut Kohl damals von Reisen in die USA zurückkam, hat er sich in der Fraktion immer darüber aufgeregt, daß im US-Kongreß die Stimmung vorherrschte: »Der Dritte Weltkrieg ist beendet, und wir haben ihn gewonnen.« Er hat damals zu uns gesagt: »Der Krieg ist aus Europa nicht verschwunden.« Das hat ihm 1994 in den eigenen Reihen aber keiner geglaubt.

Sie schätzen Helmut Kohl, den Sie noch 2004 bei einer Reise nach China begleiteten, offensichtlich sehr. Im Unterschied zu Ihnen hat er in den vergangenen Jahren aber nicht laut die Stimme erhoben, um gegen die von uns Ihnen angesprochenen Tendenzen in der Außen- und Sicherheitspolitik zu protestieren.
Er hat für diese Entwicklung persönlich einen sehr hohen Preis bezahlt. Es besteht kein Zweifel daran, daß die deutsche Bevölkerung 1998 mehrheitlich eine Fortsetzung seiner Kanzlerschaft nicht gewollt hat. Die andere Frage ist, wie das im Inneren der CDU abgelaufen ist. Helmut Kohl war ein ausgesprochener Verfechter der Idee, daß man auf die anderen Völker in Europa zugehen müsse. Das betrifft die Russen, die Polen, aber auch die Serben. Ich habe in seinem Auftrag Verhandlungen mit Milosevic geführt, um die Konflikte auf dem Balkan friedlich beizulegen. Das war gegen amerikanisches Interesse. Es gab Kräfte in den eigenen Reihen, Wolfgang Schäuble und Volker Rühe an der Spitze, welche die CDU in diese Richtung drängten. Weil er den Krieg gegen Jugoslawien nicht geführt hätte, wollte man ihn nicht mehr an der Spitze einer künftigen Bundesregierung. Doch seine Absicht, die bestehenden Mechanismen der internationalen Zusammenarbeit zu stärken, war richtig. Deswegen mache ich keinen Hehl daraus, daß mir dieser Mann liegt.

Im Jahr 2000 nahmen Sie in ­Bratislava an einer vom US-Außenministerium ausgerichteten Konferenz teil, auf der ganz offen über die Strategie Washingtons gesprochen wurde.
Mich hat das überrascht. Bei uns hatte es ja eine Kampagne nach der anderen gegeben um den Krieg gegen Jugoslawien: mit Auschwitz und mit weiß was allem. In Bratislava dagegen wurde eine rein machtpolitische Überlegung vorgetragen. Die Vertreter des US-Außenministeriums sagten, es sei bei dem Krieg darum gegangen, eine Fehlentscheidung General Eisenhowers aus dem Jahr 1944 zu korrigieren. Er hatte es damals unterlassen, US-Bodentruppen auf dem Balkan zu stationieren. Dies vor Staats- und Regierungschefs, Außen- und Verteidigungsministern so offen darzulegen, war eine ungewöhnliche Vorgehensweise. Die Vertreter des US-Außenministeriums machten deutlich, daß sie die Art und Weise, wie wir in Europa mit unseren Nachbarn umgehen, Eigentumsfragen regeln und Strafprozesse organisieren, nach den Maßgaben ihres eigenen Rechtssystems umbauen wollten. Das Vehikel dafür sollten der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag und das Kriegsverbrechertribunal sein.

Sie erklärten außerdem, wie sie sich Europa künftig vorstellen. Sie wollten einen Linie ziehen, die von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer und von da aus weiter nach Anatolien geht. Alles was westlich von dieser Linie liegt, betrachteten sie als Einflußgebiet der USA. Die Russische Föderation sollte aus den europäischen Entwicklungen herausgedrängt werden. Das heutige Geschehen in der Ukraine ist für mich ein Beleg dafür, daß diese Leute damals nicht in den Mond geguckt haben. 2006, beim NATO-Gipfel in Riga, haben wir den Versuch gesehen, Georgien und die Ukraine in das Bündnis aufzunehmen. Das ist aus einem wichtigen Grund verhindert worden: Die Westeuropäer haben kein Vergnügen daran gefunden. Denn wenn diese durchgehende Limes-Linie von der Ostsee bis nach Anatolien etabliert würde, dann bräuchten Deutsche, Franzosen, Italiener und Spanier sich keine Gedanken mehr darüber machen, wie ungehinderte Beziehungen zur Russischen Föderation aufrechterhalten werden können. Die könnten dann je nach Interessenlage der Vereinigten Staaten von diesen jederzeit unterbrochen werden. Sie könnten dabei auf die Zusammenarbeit mit den osteuropäischen Staaten bauen: vom Baltikum bis zu Rumänien. Die USA unternehmen alles, um dieses Ziel doch noch zu erreichen. So erklärt sich auch ihr Verhalten im Hinblick auf die Ukraine.

Der US-Nachrichtendienst Stratfor hat Anfang dieses Jahres Überlegungen angestellt, durch die Etablierung besonderer Beziehungen mit den osteuropäischen Staaten einen Hebel zu installieren, mit dem sie die NATO links liegen lassen kann.
Das ist die logische Konsequenz aus dem, was ich eben gesagt habe. In diesen Tagen erheben die baltischen Staaten und Polen Forderungen, den von der NATO geplanten Raketenschirm auf Rußland auszurichten. Wenn es Washington gelingt, Sonderbeziehungen zu den gefügigen Staaten Ost- und Südosteuropas zu etablieren, dann spielen wir keine Rolle mehr. Wir befinden uns dann hinter dem Limes unter amerikanischer Kontrolle. Die Nachricht, daß die neutralen Staaten Finnland und Schweden eine engere Anbindung an die NATO suchen, muß man als ein Eingehen auf die realen Machtverschiebungen deuten, die wir in Europa haben.

Wie ordnen Sie die derzeit laufenden Verhandlungen um ein Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der Europäischen Union in diesem Zusammenhang ein?
Bei TTIP handelt es sich um den Versuch der USA, den hinter dem »Limes« liegenden Bereich in ihrem Interesse zu ordnen. Dabei geht es weniger um das vieldiskutierte Chlorhuhn, als um die Aushebelung der parlamentarischen Demokratie. Wenn wir als hoch entwickelter Rechtsstaat Schiedsgerichte bekommen, mit denen Differenzen über Investitionen entschieden werden sollen, brauchen wir uns keine Gedanken mehr darüber machen, was von Parlamenten und unseren Regierungen noch übrigbleibt. Wenn unsere Presse noch frei berichten würde, dann würde man Überlegungen dieser Art in den Medien debattiert sehen. Auf diesen außen- und sicherheitspolitischen Feldern findet eine freie Berichterstattung aber überhaupt nicht mehr statt.

Wie kommt es zu dieser Einseitigkeit?

Man kann sich diesen Dingen nur über Indizien nähern. Die in der Bevölkerung herrschende Meinungsvielfalt wird in der Berichterstattung nicht widergespiegelt. Ich kann mich sehr gut an ein langes Gespräch mit einem mir seit Jahrzehnten bekannten führenden FAZ-Mitarbeiter erinnern. Der machte deutlich, wenn das State Department noch rechtzeitig vor Drucklegung nachts anruft, dann kommt der gewünschte Artikel am nächsten Morgen in die Zeitung.

Als ich 1985 Verteidigungspolitischer Sprecher wurde, hat mich ein leitender Mitarbeiter der Pressestelle der CDU/CSU ausdrücklich gewarnt vor einem Netzwerk der NATO in der deutschen Presse. Wenn es heute irgend etwas zu kommentieren gibt im Zusammenhang mit Entwicklungen innerhalb der Russischen Föderation, werden dafür in unseren Medien immer amerikanische Institutionen mit Sitz in Moskau herangezogen. Sie hören keine Stimme aus Moskau, die russisch ist.

Kommen wir von den Medien zum Bundestag. Momentan gibt es eine koalitionäre Arbeitsgruppe, die sich mit dem sogenannten Parlamentsvorbehalt befaßt. Worum geht es da?
Beim Parlamentsvorbehalt geht es darum, daß der Deutsche Bundestag darüber entscheidet, ob deutsche Soldaten im Ausland eingesetzt werden. Und zwar, bevor sie dorthin geschickt werden. Laut unserer Verfassung ist die Armee auf die Verteidigung des eigenen Landes zugeschnitten. Peter Gauweiler hat vor einigen Monaten eine fulminante Rede vor der Bundeswehrhochschule in Hamburg gehalten, in der er die Fehlentwicklungen herausgearbeitet hat, die es seit Jahrzehnten in dieser Hinsicht gibt. In der CDU/CSU gibt es nach dem Jugoslawien-Krieg Kräfte, die solche Bedenken im Bundestag vor einem Einsatz nicht mehr debattiert sehen wollen. Sie haben in der neuen Koalition eine Arbeitsgruppe durchgesetzt, die sich mit dem Parlamentsvorbehalt befaßt. Gewollt ist, daß es bei den integrierten internationalen Verbänden, zum Beispiel den AWACS-Flugzeugen, automatisch in den Einsatz gehen soll, wenn es die NATO verlangt. Der Bundestag soll dann nur noch die Möglichkeit haben, die Soldaten notfalls zurückholen zu können.

Mich erinnert das an Brünings Notverordnungen in der Endphase der Weimarer Repbulik. Wird das umgesetzt, dann bekommen wir demnächst sicherheitspolitische Notverordnungen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß der Bundestag eine einmal getroffene NATO-Entscheidung widerruft.

Hinzu kommt, daß die Regierung ihren außenpolitischen Handlungsspielraum verringern würde, den sie durch das Parlament bislang noch hat. Wenn sie sich heute gegen einen Auslandseinsatz entscheidet, kann sie das ihren Bündnispartnern mit der fehlenden Zustimmung des Parlaments begründen. Das ist in parlamentarischen Systemen so üblich. Selbst der US-Präsident verweist auf den Kongreß, wenn er etwas nicht will. Wenn der Bundestag nun ausfällt, dann ist es faktisch nicht mehr die Bundesregierung, die über Auslandseinsätze bestimmt, sondern die NATO. In diesem Zusammenhang ist auch die Parallelentwicklung in den Streitkräften kritisch zu sehen. Es gibt immer wieder Bemühungen, dem Generalinspekteur der Bundeswehr die Rolle des faktischen Oberbefehlshabers zu geben. Momentan ist er der Verteidigungsministerin und den Staatssekretären untergeordnet. Diese Bemühungen gibt es seit der Wiedervereinigung. Noch zu Bonner Zeiten war bespielsweise gefordert worden, daß nur ein Viersternegeneral Verteidigungsminister werden sollte. Theodor zu Guttenbergs Versuch, den Generalinspekteur in den Rang eine Staatssekretärs zu heben, konnte verhindert werden. Das erinnert an eine Entwicklung, die es vor dem 30. Januar 1933 auch gegeben hatte. Damals versuchten wirtschaftlich orientierte Kreise und die Armee, der militärischen Führung jene wichtige Funktion zurückzugeben, die sie noch im Kaiserreich hatte. Bestimmte Kreise in der Bundeswehr versuchen mit Hilfe der NATO in Deutschland heute wieder das gleiche.

Sie meinen: Wenn der Parlamentsvorbehalt kippt und der Generalinspekteur zum Oberbefehlshaber gemacht wird, dann entscheidet über den Einsatz der deutschen Streitkräfte künftig die NATO?
Oder die Europäische Union.

Befürchten Sie, daß die Bundeswehr dann auch gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt werden könnte?
Ja. Die im Juni durch die Europäische Union verabschiedete Solidaritätsklausel weist in diese Richtung. Danach soll der Einsatz des Militärs innenpolitisch erlaubt sein: im Falle von Katastrophen, aber auch im Falle von sozialen Unruhen. In der Bundesrepublik haben wir eine Reihe von Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts gegen den Einsatz der Bundeswehr im Innern. Das soll über den Umweg der europäische Komponente oder über die NATO ad absurdum geführt werden. Wir haben bei der ursprünglichen Verabschiedung der Lissabon-Gesetze gesehen, daß die Regierung dem schon zugestimmt hatte. Nur durch die von Gregor Gysi und Peter Gauweiler herbeigeführte Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts konnte der Bundestag diese Entscheidung der Bundesregierung wieder zurückholen.

Wenn es um die Rolle der Bundeswehr ging, haben Sie im Bundestag diverse Male eine Minderheitenmeinung vertreten. Wie erklären Sie sich das?
Die Gründe sind komplex. Als ich in Bonn als Parlamentarier politisch sozialisiert wurde, hatten wir auf der Seite der Verwaltung, auch im Verteidigungsministerium, immer eine solche Auswahl an Spitzenleuten, daß es fast egal war, wer an der Regierung war. Jedes mir bekannte Ministerium war damals dazu in der Lage, die für Regierungsentscheidungen erforderlichen Gesetzentwürfe selbst zu machen. Heute tun das Anwaltskanzleien. Der Niedergang des öffentlichen Dienstes seit den 1990er Jahren war begleitet vom Aufkommen von Beratungsgruppen, die gegen Entgelt oder unentgeltlich zunehmend Einfluß auf politische Entscheidungen genommen haben.

Die Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth hat Ende der 1990er Jahre Klagelieder darüber angestimmt, welcher Druck auf den Bundestag ausgeübt wurde, um diese Angelegenheiten kommerziell verwertbar zu machen. Hinzu kommt, daß das vorhin angesprochene transatlantische Netzwerk natürlich auch in das Parlament hineinwirkt. Man ist gerne im Council für dies und im Council für das. Beispielsweise unterhält Nicolas Berggruen einen eigenen Thinktank.

Der Milliardär lädt sogenannte Elder Statesmen und Wirtschaftsvertreter in die Google-Zentrale nach Kalifornien.
Auch aktive Politiker sind dabei: zum Beispiel Ursula von der Leyen. Der Name Bergguen steht beispielhaft für den Prozeß, etablierte Einrichtungen, die den Volkswillen repräsentieren sollten, beiseite zu fegen, zugunsten von Beratungsgremien, die den faktischen Einfluß ausüben. In den relevanten Arbeitsgruppen der Bundestagsfraktionen wissen Sie heute nicht mehr, wie ein Papier, das ihnen zur Beratung vorgelegt wird, entstanden ist und wer daran mitgewirkt hat. Das kommt aus den unterschiedlichsten Ecken.

Und warum wird das von den Parlamentariern geschluckt? Weil man sich nicht mit allem befassen kann?
Nein, weil man Karriere machen will. Gar nicht wenige Kollegen haben mir gesagt: »Ich bin eigentlich deiner Meinung, aber ich kann nur mit Hilfe der Liste zurück in den Bundestag kommen.«

Sie rechnen auch von seiten der Opposition im Hinblick auf die Militarisierung der Außenpolitik nicht mehr mit viel Widerstand. In dieses Urteil schließen Sie die Fraktion Die Linke mit ein. Wie kommen Sie zu dieser Einschätzung?

Vor dem Hintergrund langer und intensiver Gespräche.

Mit wem?
Das sagt man dann besser nicht. Hinzu kommt die Betrachtung der Entwicklung seit dem vergangenen Herbst. Die Grünen sind ja schon in einer fast widerlichen Weise zur Kriegspartei geworden. Die letzte Partei im Deutschen Bundestag, die sich dem zur Zeit noch widersetzt, ist Die Linke. Aber es nicht nur mir aufgefallen, daß an den konzeptionellen Arbeiten der Stiftung für Wissenschaft und Politik zum ersten Mal auch linke Abgeordnete beteiligt waren.

In Ihrem gemeinsam mit Wolfgang Effenberger verfaßten Buch »Wiederkehr der Hasardeure: Schattenstrategen, Kriegstreiber, stille Profiteure 1914 und heute« befürchten Sie, daß wir uns auf dem Weg in den Dritten Weltkrieg befinden. Wie begründen Sie das?
Wenn ich nicht will, daß Streitfragen auf friedlichem Wege geklärt werden, bleibt mir nur die militärische Komponente. Auf die setzen die Amerikaner, weltweit. Die Taliban, gegen die unsere Soldaten zwölf Jahre lang in Afghanistan eingesetzt waren, sind eine amerikanische Schöpfung, die von den Saudis finanziert wurden, genau wie IS in Syrien und im Irak. Wir sehen das auch im Fall der Ukraine. Da legen der deutsche Außenminister und seine polnischen und französischen Kollegen Verständigungspapiere vor, alle stimmen zu, und anschließend sabotieren die rechten Kräfte auf dem Maidan im Interesse der USA jede Lösung. Wir müssen uns in Deutschland und in Europa auf die Hinterbeine stellen, um in diesem allgemeinem Trend nicht unterzugehen. Was wir brauchen, ist eine Rückkehr zu bewährten diplomatischen Verständigungsmitteln, die wir mit der ­KSZE bereits hatten, die aber zerstört worden sind.



Wolfgang Effenberger/Willy Wimmer: Wiederkehr der Hasardeure. Schattenstrategen, Kriegstreiber, stille Profiteure 1914 und heute. Verlag zeitgeist Print & Online, Höhr-Grenzhausen 2014, 640 Seiten, 29,90 Euro




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New PostErstellt: 30.08.14, 06:33  Betreff:  Re: Wahnsinnige in Washington und Brüssel versuchen alles, die Welt wieder in Brand zu setzen  drucken  weiterempfehlen

entnommen aus: http://www.antikrieg.com/aktuell/2014_08_29_washington.htm



      
"Europa krümmt sich wie der Wurm, ehe ihn der Stiefel zertritt." - Karl Kraus ( http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Kraus )
"Fuck the EU" - Victoria Nuland ( http://www.antikrieg.com/aktuell/2014_02_10_fuckthe.htm )

       

Washington häuft Lüge auf Lüge

Paul Craig Roberts

 

Die letzte Lüge Washingtons, diese kommt von der NATO, ist daß Rußland mit 1000 Soldaten und Panzern in die Ukraine eingedrungen ist.

Woher wissen wir, daß dies eine Lüge ist? Weil wir von der NATO nichts als Lügen gehört haben, von der US-Gesandten bei der UN Samantha Power, von der stellvertretenden Außenministerin Victoria Nuland, von Obama und seinem gesamten Regime pathologischer Lügner und von den britischen, deutschen und französischen Regierungen gemeinsam mit BBC und der Gesamtheit der westlichen Medien?

Dies ist natürlich ein guter Grund anzunehmen, daß die neueste westliche Propaganda eine Lüge ist. Die pathologischen Lügner fangen nicht plötzlich an, die Wahrheit zu erzählen.

Aber es gibt sogar noch bessere Gründe, um zu zu verstehen, daß Rußland nicht mit 1000 Soldaten in die Ukraine eingedrungen ist.

Ein Grund ist, daß Putin durch sein nicht-provokatives Verhalten stark auf Diplomatie gesetzt hat. Er würde nicht riskieren, sein Setzen auf Diplomatie aufs Spiel zu setzen, indem er eine zu kleine Anzahl Soldaten, die keine entscheidende Wirkung auf das Ergebnis haben kann, in die Ukraine schickt.

Ein anderer Grund ist, daß falls Putin entscheidet, keine andere Alternative zu haben als russisches Militär zu schicken, um die russische Bevölkerung in der östlichen und südlichen Ukraine zu schützen, Putin ausreichend Soldaten schicken wird, um die Sache schnell zu erledigen, wie er es in Georgien gemacht hat, als die von Amerikanern und Israelis ausgebildete georgische Armee in Südossetien einfiel und in wenigen Stunden durch die russische Antwort zerstört war. Wenn Sie hören, daß 100 000 russische Soldaten unter Schutz der Luftwaffe in die Ukraine einmarschiert sind, wäre das eine glaubhaftere Behauptung.

Ein dritter Grund ist, daß das russische Militär keine Truppen in die Ukraine zu schicken braucht, um die Bombardierung und den Artilleriebeschuß der russischen Bevölkerungsgruppen durch Washingtons Marionetten-Regierung in Kiew zu stoppen. Die russische Luftwaffe kann leicht und schnell die ukrainische Luftwaffe und Artillerie zerstören und so den ukrainischen Angriff auf die sezessionistischen Provinzen beenden.

Es ist gerade zwei Wochen her, daß ein erfundener Bericht durch den britischen Guardian und die BBC verbreitet wurde, daß ein russischer gepanzerter Konvoi in die Ukraine eingedrungen und durch das ukrainische Militär zerstört worden sei. Und zwei Wochen davor hatten wir die Falschmeldung eines angeblich durch das US State Department freigegebenen Satellitenbildes, das der korrupte US-Botschafter in Kiew durch die sozialen Medien in der Welt verbreitete, das angeblich zeigt, daß russische Truppen in die Ukraine feuerten. In ein oder zwei Wochen werden wir eine andere Lüge hören und eine weitere ein oder zwei Wochen später usw.

Der kumulative Effekt der aufeinandergehäuften Lügen besteht für die meisten Leute darin, daß sie sich die Meinung bilden, daß die Russen nichts Gutes vorhaben. Wenn diese Meinung einmal gefestigt ist, können die westlichen Regierungen massivere Maßnahmen gegen Rußland ergreifen.

Der angebliche Einmarsch von 1000 russischen Soldaten in die Ukraine wurde von dem NATO Brigadier General Niko Tak als eine „signifikante Eskalation von Rußlands militärischer Einmischung in der Ukraine“ bezeichnet. Die Meisterlügnerin Samantha Power erzählte dem UN-Sicherheits-Rat, daß „Rußland aufhören muß zu lügen.“ Der britische Botschafter bei der UN sagte, daß Rußland „einer klaren Verletzung des souveränen ukrainischen Hoheitsgebietes schuldig sei.“ Der britische Premierminister Cameron warnte Rußland vor „weiteren Konsequenzen“. Die deutsche Kanzlerin Merkel kündigte an, daß es mehr Sanktionen geben werde. Ein deutscher Mitarbeiter des Sicherheitsrates erklärte, daß „Krieg mit Rußland eine Option“ ist. Der polnische Außenminister Sikorski nannte es eine russische Aggression, die eine internationale Aktion erfordere. Der französische Präsident Hollande erklärte Rußlands Verhalten als „untragbar“. Ukraines Sicherheitsrat verkündete eine Generalmobilmachung.

Der selbstmörderische Drang europäischer Staatschefs zum Krieg mit Rußland basiert ganz und gar auf einer durchsichtigen Lüge, daß 1000 russische Soldaten in die Ukraine eingedrungen seien.

Natürlich folgten die westlichen Medien im Gleichschritt. BBC, CNN und Die Welt sind unter den leichtfertigsten und unverantwortlichsten.

Der Lügenberg, den die westlichen Regierungen und Medien aufgehäuft haben, hat die wahre Geschichte verdunkelt. Die Regierung der US fädelte den Umsturz der gewählten Regierung in der Ukraine ein und setzte eine US-Marionette in Kiew ein. Washingtons Marionetten-Regierung begann damit, gegen die russischen Bevölkerungen in den früheren russischen Gebieten, die Sowjetführer an die Ukraine angeschlossen hatten, Drohungen auszustoßen und gewalttätige Akte zu verüben. Die Russen in der östlichen und südlichen Ukraine widerstanden dem Druck, der von Washingtons Marionetten-Regierung in Kiew auf sie ausgeübt wurde.

Washington klagt unaufhörlich die russische Regierung an, die Menschen in den Gebieten, die für eine Separation von der Ukraine gestimmt haben, zu unterstützen. Es gäbe keinen Krieg, behauptet Washington, außer wegen der russischen Unterstützung. Aber natürlich könnte Washington leicht die Gewalttätigkeit beenden, indem es seiner Marionetten-Regierung in Kiew befiehlt, mit dem Bombardieren und Beschießen der früheren russischen Provinzen aufzuhören. Wenn Rußland den „Separatisten“ sagen kann, nicht zu kämpfen, kann Washington Kiew sagen, nicht zu kämpfen.

Der einzig mögliche Schluß aus den Fakten ist, daß Washington entschlossen ist, Europa in einen Krieg mit Rußland zu verwickeln oder zumindest in eine bewaffnete Pattsituation, um Europas politische und ökonomische Verbindungen zu Rußland zu kappen.

Europas Regierungen machen dies mit, weil europäische Länder mit Ausnahme von Charles de Gaulles Frankreich seit dem Ende des zweiten Weltkrieges keine unabhängige Außenpolitik gemacht haben. Sie folgen Washingtons Führung und werden gut dafür bezahlt.

Die Unfähigkeit Europas, eine unabhängige Führungsriege zu hervorzubringen, weiht Putins Diplomatie dem Scheitern. Wenn die europäischen Hauptstädte keine von Washington unabhängigen Entscheidungen treffen können, bleibt kein Spielraum für Putins Diplomatie.

Beachten Sie, daß am gleichen Tage, nachdem Putin in dem Bemühen, die Situation zu lösen, Washingtons ukrainischen Vasallen getroffen hatte, die neue Lüge einer russischen Invasion veröffentlicht wurde, um sicherzustellen, daß nichts Gutes von diesem Treffen, in das Putin seine Zeit und Energie investiert hatte, kommen kann.

Washingtons einziges Interesse ist Hegemonie. Washington hat kein Interesse daran, die Situation zu lösen, die Washington selbst geschaffen hat, um Unannehmlichkeiten und Verwirrung nach Rußland zu bringen. Mit dem Vorbehalt, daß die Situation durch einen ukrainischen ökonomischen Zusammenbruch gelöst werden könnte, wird die Aufgabe immer schwieriger, je länger Putin wartet, die Situation mit Gewalt zu lösen.
             

erschienen am 28. August 2014 auf http://www.paulcraigroberts.org/      
Die Übersetzung wurde freundlichweise von Toni Brinkmann zur Verfügung gestellt      

Video: Kopfnuss aus Donetsk - Victoria Schilowa (deutsche Synchronisierung)     - https://www.youtube.com/watch?v=i8mZAOPx6uM
EU ist Teil des US-Imperiums und Medien sind gesteuert! (Interview mit deutschen Untertiteln) - https://www.youtube.com/watch?v=lrr0vhbT_YE     
Archiv > Artikel von Paul Craig Roberts auf http://www.antikrieg.com/archiv_paulroberts.htm     
BUCH > Paul Craig Roberts - Amerikas Kriege(r)     - http://www.weltbuch.com/buch/sachbuch/amerikas-kriege-r/


Die Weiterverbreitung der Texte auf dieser Website ist durchaus erwünscht. In diesem Fall bitte die Angabe der Webadresse www.antikrieg.com nicht zu vergessen! 





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New PostErstellt: 08.08.14, 07:57  Betreff: Ankündigung:  Wahnsinnige in Washington und Brüssel versuchen alles, die Welt wieder in Brand zu setzen  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen

entnommen aus: http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP12014_080814.pdf




Der emeritierte US-Soziologieprofessor James Petras rechnet mit der chaotischen, kriegstreiberischen Politik der USA und der EU ab und warnt auch vor dem finalen Atomkrieg.


Die Wut des Imperators: Chaos soll die Welt verschlingen!

Von James Petras

The Official James Petras website, 28.07.14 (http://petras.lahaine.org/?p=1997)


Einführung: Das Chaos regiert und breitet sich aus, weil wutschnaubende Verführer
in den USA und in Europa und ihre Anhänger und Verbündeten mit ihren Kriegen
ganze Völker morden. Ihre Söldner verwüsten Syrien, Israel fliegt Terrorangriffe auf Gaza, und in der Ukraine, in Pakistan, im Irak, in Afghanistan, in Libyen und in Somalia toben Stellvertreterkriege.




Millionen Flüchtlinge fliehen aus zerstörten Dörfern und Städten. Nichts ist mehr heilig. Niemand wird verschont. Behausungen, Schulen und Krankenhäuser werden zerschmettert, und ganze Familien werden umgebracht.


Das Chaos ist beabsichtigt

Im Zentrum des Wahnsinns schlägt Präsident Obama mit irrem Blick ohne Rücksicht auf die Folgen wild um sich und riskiert ein finanzielles Debakel oder sogar einen Atomkrieg.

Er drängt auf Sanktionen gegen den Iran, verhängt Sanktionen gegen Russland, stellt Raketen auf, die in nur fünf Minuten Moskau erreichen können, lässt mit Drohnen in Pakistan, im Jemen und in Afghanistan morden, bewaffnet Söldner und lässt sie Syrien verwüsten, im Irak trainiert und rüstet er Kurden aus und finanziert das Blutbad, das Israel in Gaza anrichtet.


Das Chaos führt aber nicht zum Erfolg

Der Chaos-Präsident ist blind für die Tatsache, dass man mit dem Aushungern seiner Gegner nicht ihre Unterwerfung erreichen kann: Damit zwingt man sie nur dazu, sich gemeinsam zu widersetzen. Mit dem Betreiben von Regimewechseln und dem Anzetteln von Stellvertreterkriegen durch Vorwände und Gewalt wird der soziale Zusammenhalt von Gesellschaften zerstört: Damit macht man Millionen von Bauern und Arbeitern zu entwurzelten Flüchtlingen. Volksnahe soziale Bewegungen werden durch organisierte kriminelle Banden und marodierende Armeen abgelöst.

Mittelamerika, das seit Jahrzehnten von den USA mit Stellvertreterkriegen überzogen wird, die grundlegende strukturelle Reformen verhindern, ist zu einem unerträglichen chaotischen Inferno für Millionen Menschen geworden. Mehrere zehntausend Kinder fliehen vor der von "freien Märkten" verursachten Massenarmut und der Gewalt von Militärs und Gangsterbanden. Die Kinderflüchtlinge werden an der US-Grenze aufgegriffen und in behelfsmäßig errichtete Massenlager gepfercht, in denen sie der psychischen, physischen und sexuellen Gewalt von Aufsehern und Wächtern ausgesetzt sind. Wenn diese mitleiderregenden Kinder den Lagern entrinnen, erleben sie den rassistischen Hass von sich bedroht fühlenden Randgruppen der US-Bevölkerung, die nicht begreifen, dass diese Kinder nur der Hölle entkommen wollen, die der US-Regierung anzulasten ist.

Die US-gestützten Kiewer Flugaufsichtsbehörden dirigierten internationale Passagierflugzeuge über Kampfgebiete, die mit Flugabwehrraketen gespickt waren, während die Kampfjets der Kiewer Regierung rebellische Städte und Dörfer bombardierten. Prompt wurde ein Flugzeug abgeschossen, und fast 300 Zivilisten stürzten in den Tod. Sofort überschüttete Kiew den russischen Präsidenten Putin mit einer Flut nicht belegter Anschuldigungen, die von den westlichen Medien übernommen und weiterverbreitet wurden, bevor die Tragödie oder das Verbrechen untersucht werden konnte. Der kriegslüsterne Präsident Obama und die ihm sklavisch ergebenen Ministerpräsidenten und Premierminister der EU stellten Ultimaten und drohten, Russland als Pariastaat zu isolieren. Alle riefen nach Sanktionen, aber vorher muss Frankreich der russischen Marine noch Schiffe für 1,5 Milliarden Dollar verkaufen, und die Londoner City will die russischen Oligarchen, die ihr Geld durch Beteiligungen an FIRE (an Feuer- oder anderen Versicherungen und Immobilien in London) waschen, von den Sanktionen ausnehmen. Der Kalte Krieg ist in einer besonders schmutzigen Form zurückgekehrt, soll die Geschäfte aber möglichst wenig behindern.

Die Konfrontation der Atommächte rückt immer näher. Und die Wahnsinnigen in den baltischen Staaten und in Polen schreien am lautesten nach einem Krieg gegen Russland, obwohl sie unter den ersten wären, die eingeäschert würden.

Die Kriegsmaschinerie Israels häuft jeden Tag mehr Kinderleichen in Gaza auf und spuckt immer neue Lügen dazu aus. Jubelnde israelische Juden beklatschen von ihren befestigten Hügeln aus jede eigene Bombe und jede eigene Rakete, die in Wohnungen und Schulen in dicht besiedelten Gebieten im Gaza-Streifen einschlägt. Eine Gruppierung aus orthodoxen und weltlich eingestellten jüdischen Unternehmern in Brooklyn hat Gruppenreisen organisiert, deren Teilnehmer tagsüber die Heiligen Stätten besuchen und nachts die "Feuerwerke" über Gaza bestaunen können ... Gegen einen kleinen Preisaufschlag sind Nachtsichtbrillen zur Beobachtung fliehender Mütter und brennender Kinder erhältlich.

Auch der US-Senat hat wieder einstimmig die Unterstützung des jüngsten israelischen Massenmords beschlossen – kein Verbrechen (der israelischen Streitkräfte) ist brutal genug, um Skrupel bei führenden US-Politikern zu wecken. Wieder haben sie sich der schriftlich erhobenen Forderung der Präsidenten der 52 größten jüdischen Organisationen in den USA gebeugt. Gemeinsam mit diesen lassen sie das apokalyptische Ungeheuer los, das den Palästinensern das Fleisch von den Knochen nagt.

Verflucht noch mal, die französischen Zionisten haben sogar den "sozialistischen Präsidenten" Hollande dazu gebracht, in Paris alle Demonstrationen gegen den Völkermord im Gaza-Streifen als "antisemitisch" zu verbieten. Demonstranten, die den Widerstand der Palästinenser unterstützten, wurden von Spezialkräften der Polizei mit Tränengas besprüht und zusammengeschlagen. Auch der "Sozialist Hollande" knickte vor mächtigen Zionisten-Organisationen ein und verriet die republikanischen Traditionen Frankreichs und die in seinem Land erkämpften Menschenrechte.

Die jungen Pariser Demonstranten haben sich in der guten Tradition der Pariser Kommune (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Pariser_Kommune) mit Barrikaden und Pflastersteinen zur Wehr gesetzt und die Fahnen eines freien Staates Palästina geschwenkt. Keine einzige "rote Fahne" war zu sehen: Die französischen Linken verkrochen sich unterm Bett oder machten Urlaub.

Auch außerhalb der "Schlachtfelder" gibt es Vorzeichen drohenden Unheils. Die Aktien steigen, obwohl die Wirtschaft stagniert. Wilde Spekulanten toben sich aus und vergrößern die Kluft zwischen der virtuellen und der realen Wirtschaft vor dem "Wolkenbruch", der mit einem unvermeidlichen Börsenkrach das wirtschaftliche Chaos noch ausweiten wird.

In Detroit, einer einst blühenden US-Industriestadt, wurde zehntausenden verarmter Einwohnern das Trinkwasser abgestellt, weil sie es nicht mehr bezahlen können. Mitten im Sommer müssen die betroffenen Familien ihre Notdurft in Gängen, Gassen und leerstehenden Wohnungen verrichten. Ohne Wasser können die Toiletten nicht gespült und die Kinder nicht gewaschen werden. Roscoe, der dafür verantwortliche Klempnermeister, sagte, er mache nur seinen Job.

Und unsere berühmten Wirtschaftswissenschaftler behaupten, Detroit sei dabei, "sich wirtschaftlich zu erholen" ... die Profite steigen wieder – nur die Menschen leiden. Die Produktivität hat sich verdoppelt, und die Spekulanten sind zufrieden. Pensionen werden gekürzt, und die Löhne sind viel zu niedrig, aber die Detroit Tigers (ein Baseball-Team) stehen auf dem ersten Platz in der Tabelle.

Überall werden öffentliche Krankenhäuser geschlossen. In der Bronx und in Brooklyn (zwei Stadtteilen in New York) sind die Notaufnahmen völlig überlastet. Auch dort herrscht nur noch Chaos! Das medizinische Personal arbeitet in 36-Stunden-Schichten ... und die Kranken und Verletzten gehen das Risiko ein, von einem völlig übermüdeten Mediziner behandelt zu werden. Für die Eliten gibt es in Manhattan genügend Privatkliniken und Arztpraxen im Boutique-Stil.

Auch in Skandinavien wurde der Putsch in Kiew begrüßt. Der schwedische Außenminister Bildt ruft zu einem neuen Kalten Krieg gegen Russland auf. Der dänische Gesandte und NATO-Generalsekretär Rasmussen würde nach dem "Sieg" der NATO in Libyen am liebsten auch Syrien bombardieren und noch mehr verwüsten.

Die deutsche Regierung lässt den Genozid der israelischen Armee an den Palästinensern in Gaza einfach geschehen; wegen der vor über 70 Jahren von den Nazis an den Juden begangenen Verbrechen glaubt sie, sich keine Kritik (an den von Juden an den Palästinensern begangenen Verbrechen) leisten zu können.

Die von Saudi-Arabien finanzierten terroristischen Dschihadisten im Irak wollen ihre "unendliche Gnade" dadurch unter Beweis gestellt haben, ... dass sie tausende von Christen, die seit der Antike in Mossul zu Hause waren, nur vertrieben haben. Die fast 2.000-jährige Anwesenheit der Christen habe lange genug gedauert! Wenigstens konnten die meisten von ihnen noch mit dem Kopf auf dem Rumpf entkommen.

Chaos herrscht überall

Mehr als 100.000 Agenten der US National Security Agency / NSA werden dafür bezahlt, zwei Millionen US-Bürger islamischen Glaubens und Muslime, die sich nur zeitweise in den USA aufhalten, auszuspionieren. Milliarden Dollars werden ausgegeben, um mehrere Millionen Gespräche aufzuzeichnen, islamische Wohltätigkeitsorganisationen zu überwachen und Menschenfreunde islamischen Glaubens verdeckt zu beobachten.

Wo die nächsten Bomben fallen werden, weiß niemand, die Menschen fliehen aber trotzdem. Millionen fliehen vor dem Chaos. Aber, wohin sollen sie fliehen? Die Franzosen fallen in ein halbes Dutzend afrikanische Staaten ein, Frankreich nimmt aber keine Flüchtlinge auf. Tausende sterben in der Wüste oder ertrinken bei der Überfahrt im Mittelmeer. Diejenigen, die es schaffen, werden als potenzielle Kriminelle in Ghettos und Lager verbannt.

Chaos herrscht in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten, in Mittelamerika und in Detroit. Die Grenze zwischen den USA und Mexiko ist zu einem riesigen, multinationales Gefangenenlager verkommen. Meine Generation erkennt diese Grenze nicht wieder.

Chaos herrscht auf den Märkten. Chaos manifestiert sich auch in den Sanktionen: gestern der Iran, heute Russland und morgen China? Washington, sei auf der Hut! Deine Gegner schließen sich zusammen, sie treiben Handel miteinander, treffen Vereinbarungen und bauen eine gemeinsame Verteidigung auf; ihre Verbindungen werden immer stärker.

Das Chaos regiert auch in Israel. Kriegslüsterne israelische Militärs entdecken gerade, dass auch Angehörige des von Gott auserwählten Volkes verbluten und sterben, oder Gliedmaßen und Augen in den Gassen Gazas verlieren können – im Kampf gegen armselig bewaffnete Jungen und Männer, die ihre Stadt verteidigen. Werden die Israelis, wenn sich ihr Beifall in Klagen verwandelt, Bibi (Netanjahu), ihren koscheren Schlächter, wieder zum Premierminister wählen? Die Juden im Ausland, die großzügigen Spender, die Lobbyisten und die in ihren Sesseln sitzenden Schreibtischmörder werden sich fraglos ohne Reue,Trauer oder jede Selbstkritik schnell an jedes neue Gesicht gewöhnen – wenn es (ihrer Meinung nach) gut für Israel und für die Juden ist.

Chaos herrscht in New York. Ein Gericht hat den Finanzhaien mit ihren Geier-Fonds die tausend-prozentige Erstattung alter argentinischer Staatsanleihen zugesprochen. Wenn Argentinien diese finanzielle Erpressung zurückweist und den Staatsbankrott erklärt, wird das auf den globalen Finanzmärkten hohe Wellen schlagen. Die Gläubiger werden verunsichert zu zittern beginnen: Die Angst vor einer neuen Finanzkrise wird wachsen. Können zahlungsunfähige Banken dann noch einmal mit Milliarden Dollars gerettet werden Wo soll das Geld herkommen? Schon jetzt laufen die Geld-Druckpressen Tag und Nacht. Es gibt nur wenige Rettungsboote ... und die reichen gerade für die Bankiers der Wall Street. Die übrigen 99 Prozent werden schwimmen müssen und viele werden von den Haien gefressen werden.

Die korrupte Finanzpresse empfiehlt den (westlichen) Warlords nur noch, welches Land sie als nächstes bombardieren und welchem sie Wirtschaftssanktionen auferlegen sollen; sie hat die normale Wirtschaftsberatung eingestellt und weist Kapitalanleger auch nicht mehr auf lukrative Märkte hin. Ihre Herausgeber empfehlen nur noch den Kauf übergroßer Matratzen zum Abbremsen der Bankenzusammenbrüche.

Der US-Präsident steht am Rande eines Nervenzusammenbruchs: Er ist als Lügner entlarvt, der sich mit Münchhausen (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Hieronymus_Carl_Friedrich_von_M%C3%BCnchhausen) messen kann; Obama leidet unter politischer Paranoia, Kriegshysterie und Größenwahn. Verbal läuft er Amok: "Ich führe die Welt, wenn die USA nicht führen, bricht das Chaos aus!" Die Welt ist da aber ganz anderer Meinung: "Die USA verursachen das Chaos!"

Die Wall Street lässt Obama fallen. Die Russen haben ihn ausgetrickst. Die chinesischen Kaufleute machen jetzt überall die Geschäfte, die früher US-Kaufleute gemacht haben und eigentlich heute noch machen sollten. Sie spielen mit manipulierten Würfeln. Die störrischen Somalis weigern sich, einem schwarzen Präsidenten zu gehorchen: Sie lehnen diesen "Martin Luther King mit Drohnen" ab.

Die Deutschen lutschen total konsterniert ihre Daumen, weil ihre "amerikanischen Freunde" sie überwachen und ihre sämtlichen Gespräche mithören ... und auch noch behaupten, das geschehe nur zu ihrer Sicherheit! "Die US-Konzerne sind undankbar, obwohl ich so viel für sie getan habe," beklagt sich der erste schwarze Präsident. "Sie begehen Steuerflucht, lassen sich aber trotzdem subventionieren!"


Die Endlösung: Alles endet im Chaos.

Die einzige Lösung scheint zu sein, so weiterzumachen wie bisher: Chaos gebiert nur immer neues Chaos. Der Präsident kämpft um seinen "Führungsanspruch". Er stellt seinen engsten Beratern sehr schwierige Fragen: "Warum können wir nicht einfach Russland bombardieren, wie Israel gerade Gaza bombardiert? Warum bauen wir keinen "Iron Dome" über Europa (wie ihn die israelischen Streitkräfte über Israel gebaut haben, weitere Infos dazu unter http://de.wikipedia.org/wiki/Iron_Dome) und schießen die russischen Atomraketen einfach ab, während wir unsere Raketen von unseren neuen Basen in der Ukraine aus auf Moskau abfeuern? Welche Staaten sollen wir mit unserem Abwehrschild schützen? Ich bin sicher, dass die Menschen in Osteuropa und im Baltikum froh sind, ihr Leben opfern zu dürfen. Immerhin waren ihre Regierungen am wildesten auf einen Krieg mit Russland. Wenn ihre Länder zur Belohnung atomar verwüstet werden, müssen sie diesen geringen Preis zur Sicherung unseres Erfolges eben zahlen."

Die zionistische Lobby wird darauf bestehen, dass unser "Iron Dome" auch Israel abschirmt. Die Saudis könnten versuchen, die Russen wenigsten zur Verschonung ihrer Ölfelder zu bewegen, wenn Moskau die US-Raketenbasen bei Mekka ins Visier nimmt. Unsere (dann ebenfalls) radioaktiv verseuchten Verbündeten im Nahen Osten müssten sich dann aber nach einem neuen Heiligen Land umsehen.

Wollen Obama und seine Berater die asiatische Bevölkerung nur um eine oder um zwei Milliarden Menschen reduzieren? Planen sie schon mehrere hundert Hiroshimas, weil die Chinesen die "roten Linien" des Präsidenten überschritten haben: Die Wirtschaft und der Handel Chinas sind zu schnell gewachsen, haben sich zu weit ausgebreitet, sind zu konkurrenzfähig und zu kompetent geworden, haben ihre Marktanteile zu erfolgreich vergrößert, haben unsere Warnungen ignoriert und unsere unvergleichliche Militärmacht unterschätzt.

Auf den größten Teil Asiens wird radioaktiver Fallout niedergehen, als Kollateralschäden werden Millionen tote Inder und Indonesier zu beklagen sein. Die Überlebenden werden Feste mit "verstrahlten Fischen" aus kochenden Meeren feiern können.

Nach dem Chaos: Ein neues Amerika?

Weil unser "Iron Dome" uns doch nicht so perfekt schützen konnte, werden diejenigen, die aus Bunkern kriechen, nur noch strahlende Asche vorfinden. Dann können sie kurz von einem neuen Amerika ohne Kriege und Armut träumen. Die Regierung der Chaoten wird zu Ende sein. Dann wird nur noch Friedhofsruhe herrschen. Nicht nur die Imperatoren werden ausgespielt haben. Und wir werden noch immer nicht wissen, wer diese Rakete abgefeuert hat, die das malaysische Verkehrsflugzeug mit 300 Passagieren und seiner Mannschaft abstürzen ließ.

Wir werden nicht wissen, wie viele palästinensische Eltern und Kinder das auserwählte Volk Israel in Gaza wirklich abgeschlachtet hat. Wir werden auch nicht wissen, ob die Sanktionen gegen Russland gewirkt hätten. Das wird im Post-Atomzeitalter nach dem Chaos auch nicht mehr von Bedeutung sein ...


(Wir haben die verzweifelte Abrechnung komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links in Klammern versehen. Infos über den Autor sind nachzulesen unter
http://de.wikipedia.org/wiki/James_Petras.




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