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Die Welt schaut Verbrechern zu - welch widerwärtige Heuchelei sogenannter Demokraten

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bjk

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New PostErstellt: 14.08.06, 08:39  Betreff:  Re: Die Welt schaut Verbrechern zu - welch widerwärtige Heuchelei sogenannter Demokraten  drucken  weiterempfehlen

... heute berichtet die "jW" davon unter http://www.jungewelt.de/2006/08-14/030.php


Protest gegen den Mauerbau:

Demonstrant durch Gummigeschoß schwer verletzt



Bei Protesten gegen die israelische Sperranlage aus Beton, Stacheldraht und Todesstreifen ist ein Demonstrant schwer verletzt worden. Der 27jährige deutsche Staatsbürger Lymor Goldstein (Foto) wurde am Freitag von einem Grenzpolizisten Israels mit einem Gummigeschoß am Kopf getroffen. Einem Krankenhaussprecher zufolge mußte das Projektil operativ entfernt werden. Der seit sieben Jahren in Israel lebende Deutsche wurde auf der Intensivstation eines Krankenhauses bei Tel Aviv behandelt.

Der Rechtsanwalt Goldstein hatte gemeinsam mit etwa hundert weiteren Menschen gegen den Mauerbau in der Stadt Bilin demonstriert. Die Protestierer näherten sich einer Straßensperre bis auf 50 bis 70 Meter. Nachdem die Polizisten die Demonstranten laut der Agentur AP per Megafon gewarnt hatten, eröffneten sie das Feuer und rückten gegen die Menschenmenge vor. Auf einem Video ist zu sehen, daß Demonstranten mit Knüppeln geschlagen wurden. Augenzeugen warfen der Polizei vor, sich nicht schnell genug um die Verletzten gekümmert zu haben. Die Ärzte fürchten nach Angaben einer Bekannten Goldsteins, daß ihr Patient möglicherweise bleibende Schäden davontragen wird. In der zweieinhalbstündigen Operation in der Klinik Tel Haschomer wurden Teile des Gehirns und Schädelsplitter entfernt.

Gummigeschosse werden von der Polizei gegen Demonstranten eingesetzt. Auf kurze Entfernung und aus Sturmgewehren abgefeuert, können sie unter Umständen tödliche Verletzungen hervorrufen. Die Demonstrationen gegen den Grenzzaun in Bilin finden wöchentlich statt. Bereits Ende Mai waren dabei drei ausländische Demonstrantinnen verletzt worden.

(AP/jW)



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bjk

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New PostErstellt: 14.08.06, 08:50  Betreff: Re: Die Welt schaut Verbrechern zu - welch widerwärtige Heuchelei sogenannter Demokraten  drucken  weiterempfehlen




... der gestrige Redebeitrag von Fanny-Michaela Reisin, Auszüge in der "jW"




kopiert aus:
http://www.jungewelt.de/2006/08-14/023.php


Dokumentiert:

»Die USA und die EU decken Kriegsverbrechen«


* Fanny-Michaela Reisin, Sprecherin der Gruppe »Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost«, auf der Abschlußkundgebung am Samstag in Berlin:


Die Regierenden in Israel mißbrauchen nicht nur meinen Namen. Sie haben die Stirn, sich auf meine ermordeten Vorfahren zu berufen. Sie schämen sich nicht, meine in den KZ und Massengräben des Naziregimes um ihr Leben gebrachten Großeltern zur Rechtfertigung ihrer Untaten in Libanon und Palästina heranzuziehen. Die Toten können sich nicht wehren. Aber ich, die ich im Schatten ihrer Ermordung geboren wurde und aufwuchs, spreche Ihnen das Recht ab, Ministerpräsident Olmert, Verteidigungsminister Peretz und allen voran Ihrem Chefkommandierenden Haluz, ich spreche Ihnen das Recht ab, sich auf mein Gedenken an die schuldlos Ermordeten zu berufen, wenn rohe Gewalt Ihr Programm und Mord und Zerstörung Ihr Tun ist. Es schändet die Toten, wer im Gedenken an sie Verbrechen gegen die Menschlichkeit begeht.

Immer mehr Menschen jüdischer Herkunft demonstrieren ihren Zorn auf allen Kontinenten – auch in Israel– alle schreien es heraus: Die unter Verstoß gegen die IV. Genfer Konvention seit 39 Jahren andauernde Besatzung, die Entrechtung, Unterdrückung und tagtägliche Demütigung der Palästinenser, die unzähligen militärischen Übergriffe gegen ein Volk ohne Staat und ohne Armee und der neuerliche Angriffskrieg gegen Libanon und Gaza sind das schmachvolle Werk jener, die behaupten, Führer der Juden der Welt zu sein.

In ihrer Arroganz und in ihrer Fixiertheit auf moderne Technologien der Zerstörung treten sie die Lehren der Völkergemeinschaft nach den Erfahrungen des Judenhasses des Naziregimes mit Füßen. Die kostbarste und wichtigste Lehre lautet: Es hat kein Volk das Recht, ein anderes Volk geringzuschätzen. Es hat kein Mensch das Recht, sich als Herrenmensch über andere Menschen zu erheben. (...)

Mit jedem weiteren Tag des Waffengangs der israelischen Armee gegen die Zivilbevölkerung und gegen lebensnotwendige Ressourcen in Libanon und Gaza wird auch ein Stück internationales Recht zerstört. Mit jeder weiteren Stunde, die Familien obdachlos und Kinder zu Waisen macht, stirbt das Vertrauen in die Autorität der Vereinten Nationen. (...)

Die Politik der Doppelmoral und der doppelten Rechtsstandards vor allem der USA und ihrer Verbündeten in Europa muß angeprangert werden. Es kann nicht sein, daß eine souveräne Nation überfallen und seit Wochen unsäglichen Anschlägen ausgesetzt wird und die Völker der Welt, die seine Menschen um Hilfe rufen, wochenlang tatenlos zuschauen. Es kann nicht sein, daß der Aggressor ungestraft bleibt und von der Supermacht Nummer eins und ihren Partnern Zeit bekommt, aus der Luft und auf dem Boden Mensch, Kultur und Natur zu zerstören. Es kann nicht sein, daß Gaza – ohnehin schon völkerrechtswidrig ummauert und ohne Fluchtmöglichkeit für niemanden–angegriffen und durch Dauerbeschuß mit Lärm- und Todesbomben erklärtermaßen politisch, psychisch und physisch zerstört werden soll, ohne, daß die israelische Regierung zur Raison gerufen und zum Waffenstillstand gezwungen wird. Immer noch nicht. In der jüngsten UN-Resolution findet Gaza mit keinem Wort Erwähnung.

Und es kann schließlich nicht sein, daß der Präsident der USA ermächtigt ist, uns vorzuschreiben, welche Praxis als Terror und welche als Verteidigung zu begreifen ist. Jeder Menschen mit Herz und Verstand erkennt doch sofort, daß der Krieg Israels in Gaza und Libanon als Terror zu geißeln ist. (...)

Die Regierungen der USA und zunehmend auch ihre europäischen Partner machen sich schuldig, Terror als Mittel der Politik zu etablieren, wenn Israel nicht wegen der Aggression verurteilt wird. Die Tinte unter der Resolution des »geringsten Drucks« mit der Nummer 1701 war noch nicht trocken, als Olmert der israelischen Bevölkerung bereits zu erklären wußte, daß die Welt dem Angriffskrieg zustimme, Hisbollah als Aggressor identifiziere. Israel ging trotz des eindeutigen Überfalls auf Gaza und auf Libanon wieder straffrei aus. DerAngreifer wird nicht einmal getadelt. Eine solche Politik der Supermächte blendet die Statuten des Internationalen Rechts aus. Sie lädt gerade dazu ein, Waffengewalt und Angriffskriege zur Durchsetzung nationaler und supranationaler Interessen loszutreten. (...)

Sprechen wir es klipp und klar aus, wenn der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen es nicht tut: Die Regierungen der USA und der EU decken und stützen – Israel hat seine Invasion ja noch erweitert – Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit! (...)

Israel ist ein Mitglied der Vereinten Nationen. Die Politik seiner Regierungen muß mit denselben Rechtsstandards beurteilt werden, wie die aller anderen Regierungen auch. Die Anerkennung des Existenzrechts Israels in den Grenzen von 1967 ist von seiten der palästinensischen Befreiungsorganisation PLO zigfach – auch de jure bestätigt worden. Es ist bekannt, daß die Hamas bereits 2005 einen Aufnahmeantrag in die PLO gestellt hat und sich damit de facto auch selbst bereit finden muß, das Existenzrecht Israels anzuerkennen. Israels Existenz ist gegenwärtig nicht bedroht. Von keiner Seite. Äußerst bedroht ist demgegenüber im Moment die Existenz und Zukunft des Staates Libanon. Dem Existenzrecht eines lebensfähigen Staates Palästina hat die israelische Regierung noch nie zugestimmt. (...)





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[editiert: 15.08.06, 19:27 von bjk]
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New PostErstellt: 14.08.06, 09:19  Betreff: nanu - was ist mit indy los?  drucken  weiterempfehlen



... http://de.indymedia.org/index.shtml ist seit einer Stunde nicht mehr erreichbar?
... da wird doch nicht etwa Shimon Stein wegen meiner Fotoberichte von der Berliner Friedensdemo am vergangenen Samstag angerufen, sich beschwert und Löschung verlangt haben?
... wir werden das beobachten

bjk


ENTWARNUNG

indy funzt wieder!






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[editiert: 14.08.06, 09:23 von bjk]
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New PostErstellt: 14.08.06, 09:36  Betreff: Re: Die Welt schaut Verbrechern zu - welch widerwärtige Heuchelei sogenannter Demokraten  drucken  weiterempfehlen




kopiert aus: http://www.jungewelt.de/2006/08-14/024.php



Gastkommentar

Eine Feuerpause, aber kein Waffenstillstand

Maher Fakhoury



Einen Monat brauchte der Weltsicherheitsrat, um eine Resolution zum Libanon zu verabschieden. Eine neue Resolution mit der Nummer 1701 wird in die Geschichte des Nahen Ostens eingehen. Bis zu dieser Resolu­tion hat dieser Krieg mehr als 1115 Zivilisten das Leben gekostet, darunter sind 30 Prozent Kinder unter zwölf Jahren. Viele Beobachter haben eine Resolution erwartet, die den sofortigen Waffenstillstand durchsetzt und nicht eine Resolution, die Israel das Recht gibt, noch etwa weitere zehn Tage lang Zivilisten zu ermorden. Solange die 15000 UN-Soldaten noch nicht im Libanon sind, darf Israel seine Aggression fortsetzen und weiter Zerstörungen anrichten. Wer kann diesen israelischen Terror stoppen?

Israel hat den Libanon belagert, Brücken zerstört, ganze Dörfer vernichtet. Tausende Libanesen sind obdachlos geworden. Hunderte Kinder wurden durch die israelische Aggression unter Trümmern begraben. Kana ist der deutliche Beweis für die israelische Barbarei. Das alles haben die Verfasser der Resolution 1701 nicht erwähnt. Warum wurde Israels Krieg durch den Sicherheitsrat nicht verurteilt?

Die Rede war von einer Resolution, die die Wurzel des Problems behandle und für einen dauerhaften Frieden sorge. Tatsächlich ist aber in der Resolution kein Wort über die von Israel besetzten Schebaa-Farmen zu finden. Die sofortige Freilassung der israelischen Besatzungssoldaten wird verlangt, aber kein Wort über die 10000 libanesischen und arabischen Gefangenen in den israelischen Gefängnissen verloren. Was wird aus den israelischen Minen im Südlibanon, die viele zivile Opfer gefordert haben? Wo bleiben die Karten mit den Lageorten der Minen, und warum gibt Israel sie nicht heraus?

Israel kann jederzeit weitere Libanesen und Palästinenser auf libanesischem Boden gezielt ermorden. Israelische Drohnen dürfen den libanesischen Luftraum überfliegen. Israelische Kriegsschiffe können jederzeit in die libanesischen Territorialgewässer eindringen.

Das ist definitiv eine Resolution der politischen Gewalt der USA und der militärischen Dominanz Israels. Mit dieser Resolution wird vielleicht eine Feuerpause erreicht, aber kein Waffenstillstand. Solange Israels Aggression gegen die Palästinenser andauert und Israel die Rechte des palästinensischen Volkes nicht anerkennt, wird es in der gesamten Region keinen Frieden geben.


* Der Autor ist Mitglied in der »Vereinigung der Freunde Palästinas in Sachsen-Anhalt e.V. « und arbeitet mit beim Internetportal www.freunde-palästinas.de



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New PostErstellt: 14.08.06, 10:06  Betreff: Re: Die Welt schaut Verbrechern zu - welch widerwärtige Heuchelei sogenannter Demokraten  drucken  weiterempfehlen




kopiert aus: http://www.jungewelt.de/2006/08-14/026.php



»Tel Avivs Kriegsziele sind unerreichbar«

Bei der Besetzung des Libanon geht es nicht um die Verteidigung der Existenz Israels.

Der israelische Friedensaktivist Reuven Moskovitz wurde 1928 in Rumänien geboren. Trotz Verfolgung und Vertreibung überlebte er den Holocaust und wanderte 1947 nach Palästina ein. Dort war er Mitbegründer des Kibbuz Mis-gav-Am an der libanesischen Grenze. 1967 wurde er Sekretär der »Bewegung für Frieden und Sicherheit«, die sich gegen Annexion der eroberten Gebiete und für Selbstbestimmung der Palästinenser einsetzte. Für sein Engagement in der israelischen Friedensbewegung wurde der in Jerusalem lebende Moskovitz 2003 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.



„Ein Held ist, wer seinen Feind zum Freund macht“ - Dr. Reuven Moskovitz


jW: Ab Montag soll im Krieg Israels gegen die Hisbollah Waffenstillstand herrschen. Hat Israel seine Kriegsziele erreicht?

Reuven Moskovitz: Nein. Israels Kriegsziele sind unerreichbar. Wir sind nicht angegriffen worden und Israel kämpft nicht wirklich um seine Existenz. Das Ziel ist nicht die Anerkennung Israels, weil es in den Grenzen von 1967 längst international anerkannt ist. Israel könnte auf einem Territorium von 80 Prozent des ehemaligen Palästina unter normalen Verhältnissen als ein kleiner Staat in Frieden mit den Palästinensern und seinen Nachbarländern leben. Aber Israel kämpft um neue Grenzen und die Verhinderung eines palästinensischen Staates. Und Israel kämpft um die Liquidierung der Hisbollah, die erst durch den israelischen Einmarsch in den Libanon 1982 entstanden ist.


jW: Über 80 Prozent der Israelis haben sich hinter den Angriff auf den Libanon gestellt. Woher kommt diese große Zustimmung?

Reuven Moskovitz: Das ist eine Folge des Traumas durch den Nationalsozialismus. Hitler hat uns hier ein Schlangengift hinterlassen. Aber es ist auch das Ergebnis eines verbrecherischen Konzepts, das davon ausgeht, daß Israel ohne Rücksicht auf den Rest der Welt seine absolute Sicherheit durchsetzen kann. Um das Volk immer in Kriegsbereitschaft zu halten, wird es von der Angst indoktriniert, wir stünden immer noch vor den Toren von Auschwitz. Daß wir bedroht werden, stimmt. Aber wir werden auch von unserer Politik bedroht.


jW: Findet also eine Instrumentalisierung der Shoa für Israels Kriegspolitik statt? In Deutschland herrscht bis in die Friedensbewegung hinein die Sorge, bei einer Kritik an Israel in die antisemitische Ecke gestellt zu werden.

Reuven Moskovitz: Eine verbrecherische Instrumentalisierung stellt den Holocaust in den Dienst einer Politik, die den Nahen Osten in einen Wirbel von Gewalt und Gegengewalt verstrickt hat. 1948 erklärte der israelische Staatsgründer Ben Gurion, die Weisheit Israels sei die Weisheit, Krieg zu führen. Dahinter steckt die Idee, nur wir alleine wüßten, was gut für uns ist. Die Welt, die tatsächlich während des Holocaust geschwiegen hat, habe demnach kein Recht, uns die internationalen Normen und Gesetze aufzuzwingen. Neben der Indoktrinierung durch den Propagandaapparat unseres Geheimdienstes und den der USA haben die Deutschen auch freiwillig eine Schuldidentität übernommen. Dies nutzen israelische Politiker aus, um die Zustimmung zu einer Politik zu erhalten, die sich über alle internationalen Gesetze hinwegsetzt. Deutschland sollte unbedingt solidarisch mit Israel in bezug auf sein Existenzrecht sein, aber nicht in bezug auf ein Recht zu annektieren, zu vertreiben, Menschen einzusperren und Häuser zu zerstören.


jW: Ist es realistisch, daß Israel von sich aus seine Politik ändert?

Reuven Moskovitz: Das wird nie von Israel selbst kommen. Auch die Deutschen haben Hitler bis zuletzt unterstützt. Natürlich wird dieser Vergleich nicht gern gehört, und Israel ist noch eine Demokratie, wenn auch nur auf dem Papier. Aber die Denk- und Gewaltstrukturen sind faschistisch: die Anbetung des Staates, die Vorstellung, daß nur durch Gewalt unsere Ziele durchgesetzt werden könnten. Daher muß die internationale Gemeinschaft mit Deutschland und der EU als Speerspitze starken Druck auf Israel ausüben, um eine Lösung zu finden, die die Interessen der Palästinenser, der Nachbarstaaten und auch Israels berücksichtigt.


jW: Müßte Israel für eine solche Lösung nicht in erster Linie seine zionistische Identität aufgeben?

Reuven Moskovitz: Das kann Israel nicht, weil es dann kein Existenzrecht mehr hätte. Aber Israel kann die rassistische Auffassung aufgeben, ein Judenstaat zu sein, obwohl dort auch 1,3 Millionen Palästinenser leben. Man kann keine Demokratie aufbauen, wenn sich 20 Prozent der Bevölkerung ausgeschlossen fühlen.

Interview: Nick Brauns



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[editiert: 17.08.06, 14:42 von bjk]
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New PostErstellt: 14.08.06, 12:08  Betreff:  ... die Waffen schweigen in Nahost  drucken  weiterempfehlen




... der erste wichtige Schritt scheint getan !!!

... die Waffen schweigen in Nahost
... für die Menschen ein Segen trotz allen bisherigen Leides
... jetzt müssen unverzüglich die nächsten Schritte gegangen werden

bjk



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[editiert: 14.08.06, 12:09 von bjk]
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New PostErstellt: 14.08.06, 13:46  Betreff: Re: Die Welt schaut Verbrechern zu - welch widerwärtige Heuchelei sogenannter Demokraten  drucken  weiterempfehlen




indy-Ergänzungen kopiert aus: http://de.indymedia.org/2006/08/154902.shtml


Frage
Roland Birkisch (PDS) 13.08.2006 19:46


Warum wurden die Genossen bzw. "Antideutschen" (den Beweis, dass sich um ebensolche handelt, bleiben Sie schuldig) von der Demonstatration entfernt? Offensichtlich ist Frieden im Nahen Osten auch ihr Anliegen.

..........................................................................................................

@Roland Birkisch
Bernd Kudanek alias bjk 14.08.2006 13:08


Roland Birkisch fragt: "Warum wurden die Genossen bzw. "Antideutschen" (den Beweis, dass sich um ebensolche handelt, bleiben Sie schuldig) von der Demonstatration entfernt? Offensichtlich ist Frieden im Nahen Osten auch ihr Anliegen."

Zunächst: wer Demo-Plakate bewußt so beschriftet, daß nur ein Teil der DemoteilnehmerInnen und/oder Passanten den Text lesen kann, will in schlimmer Absicht tricksen um das Demo-Motto provozierend zu unterlaufen. Weil aber der Veranstalter jeder angemeldeten Demo auch die Verantwortung und Haftung für die Demo-Slogans etc pp hat, kann er gegen das Demo-Motto gerichtete Plakate und/oder Transparente, welche die Demo in Mißkredit bringen sollen/können, nicht dulden. Wie würde es Dir gefallen, wenn auf einer PDS-Demo verdeckte NPD'lerInnen mit einem Plakat z. B. gegen Sozialabbau mitliefen?!

Die beanstandeten Demo-Plakate waren teils englisch und teils arabisch bzw. hebräisch beschriftet - warum wohl?!!! Ob "die Genossen" (und Genossinnen) nun "Antideutsche" oder gar Bahamiten waren ist belanglos, selbst wenn sie PDS'lerInnen sein sollten. - Sie haben sich durch die Art ihrer Demobeteiligung, nämlich als Wolf im Schafspelz, zumindest als deren Sympathisanten gezeigt. Ohne ihre provozierenden Plakate hätten sie ganz sicher weiter an der Demo teilnehmen können.

Es bedarf hier wohl keiner tiefgründigen Erklärung, warum der Frieden, den der Staat Israel der Region zugestehen will, wohl kaum identisch mit der Vorstellung eines gerechten Friedens im Sinne der betroffenen PalästinenserInnen und LibanesInnen und der vielen israelisch-palästinensischen Friedensorganisationen sein kann.

bjk
Forum: http://freies-politikforum.carookee.com



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[editiert: 15.08.06, 19:28 von bjk]
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matrix555

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New PostErstellt: 14.08.06, 14:52  Betreff: Re: Die Welt schaut Verbrechern zu - welch widerwärtige Heuchelei sogenannter Demokraten  drucken  weiterempfehlen

Alle Welt schaut auf den Libanon. Dabei ght der ursprüngliche und kriegsverusachende Konflikt in Palästina unvermindert weiter und wird von der Weltpresse totgeschwiegen.

UNRWA: Gewalt und Zerstörungen für die Menschen im Gazastreifen dramatisch
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Filippo Grandi, Generalkommissar der UNRWA, äußerte sich gestern nach einem Besuch im Gazastreifen entsetzt über das Ausmaß der Zerstörungen. In einer Pressekonferenz sagte er: „Heute morgen besuchte ich eine Schule der UNRWA und einige Familien, die unter der Gewalt besonders gelitten haben. Jetzt habe ich Beispiele der Folgen von Gewalt gegenüber Zivilisten gesehen. Und ich bin ziemlich erschrocken über das, was ich gesehen habe, wie Menschen durch die Erfahrung von Gewalt in ihrem täglichen Leben, dem Leben ihrer Kinder und ihrer Existenz beeinflusst werden.“

Der Generalkommissar der UNRWA berichtete über die gezielten Zerstörungen in Beit Hanoun. Ebenso berichtete der von Gesprächen mit der palästinensischen Bevölkerung im Süden des Gazastreifens, insbesondere mit Menschen, die während der Besetzung des Gebietes von Shouka, in einer UNRWA - Schule in Rafah Zuflucht fanden. In weniger als einem Monat beginnt das neue Schuljahr. Die UNRWA - Schulen werden zeitgerecht öffnen können, jedoch gab der Generalkommissar zu bedenken, dass auch die staatlichen Schulen ihren Schulbetrieb trotz der Zerstörungen aufnehmen müssen. „Wir können nicht die Jugendlichen und Kinder während des Schuljahres auf den Straßen lassen. Das ist schlecht für die Sicherheit und besonders schlecht für eine ganze Generation,“ so Grandi. „Wenn es keine Bildung gibt, dann gibt es auch keinen Frieden,“ gab der Generalkommissar zu bedenken.

Wie John Ging, Direktor der UNRWA im Gazastreifen, bestätigte, ist der Übergang Karni seit Wochen lediglich 40% der gesamten Öffnungszeit auch tatsächlich geöffnet. Die Versorgung mit Nahrungsmitteln des täglichen Bedarfs sei nach wie vor dramatisch: „Lebenswichtige Nahrungs- und Genussmittel gehen jetzt endgültig zur Neige. Vollmilch und Bohnen reichen lediglich für diese Woche. Unser Hauptaugenmerk gilt der Versorgung von derzeit 820.000 Menschen im Gazastreifen,“ so Ging.

http://www.palaestina.org/news/nachrichten/zeigeNachricht.php?ID=4414
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Israel setzt seine aggressive Politik gegenüber Palästinensern fort


In der Nacht zum Samstag feuerten israelische F-16 Kampfflugzeuge Fernlenkgeschosse auf das Flüchtlingslager Jabaliya im nördlichen Gaza-Streifen. Dabei wurde ein dreistöckiges Wohnhaus getroffen und völlig zerstört. Umliegende Wohnhäuser wurden stark beschädigt. Am Samstagabend wurden auch Häuser in den Dörfern Al Faraheen und Abasan, östlich von Khan Younis, zerstört. Das Gebiet wird seit Tagen von israelischen Panzern besetzt und steht seitdem unter Dauerbeschuss.

Am frühen Samstagmorgen nahmen israelische Besatzungssoldaten einen jungen Mann aus Al-Farà, der sich auf dem Weg zu seiner Arbeit nach Ramallah befand, an einem Checkpoint in der Westbank fest. Im Laufe des Tages wurden erneut Checkpoints errichtet, die die Bewegungsfreiheit der palästinensischen Bevölkerung stark einschränkten. Betroffen ist unter anderem eine Hauptstraße, die die Städte Nablus, Tulkarem, Jenin und Qualqilia verbindet. Das Hindernis für den Checkpoint wurde auf einer Kreuzung errichtet, von der eine Straße zur Siedlung Shava Shamron abführt. Für Palästinenser war diese Straße die einzige, die noch befahren werden durfte, nachdem Israel andere Umgehungsstraßen schon vor Monaten für Palästinenser verboten hatte.

Auch am Sonntag kam es wieder zu Gewalt in den palästinensischen Gebieten: Nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA, drangen israelische Panzer in die Stadt Jenin ein und schossen scharf um sich. Im Gaza-Streifen wurden eine Mutter und ihr Kind schwer verwundet als israelische Panzer in das Flüchtlingslager Al-Bureij einfielen und ihr Wohnhaus beschossen. Heute Morgen griffen israelische Kampfflugzeuge erneut den Gazastreifen an: In Beit Hanoun wurden drei Familienmitglieder, darunter ein Jugendlicher, durch die gezielten Luftangriffe getötet.

http://www.palaestina.org/news/nachrichten/zeigeNachricht.php?ID=4414


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[editiert: 14.08.06, 14:53 von matrix555]
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New PostErstellt: 14.08.06, 21:57  Betreff: Re: Die Welt schaut Verbrechern zu - welch widerwärtige Heuchelei sogenannter Demokraten  drucken  weiterempfehlen

Mahmud Ahmadinedschad berichtet der Welt von seiner Kindheit - zumindest der online erreichbaren Welt. In seinem neu gestartetem Weblog erzählt der iranische Präsident laut US-Medien von den armen Verhältnissen, aus denen er stamme und fragt seine Leser, ob die USA und Israel wohl einen neuen Weltkrieg planen.

http://www.netzeitung.de/internet/432469.html

Die Überschrift ist auch bezeichnend:
Der iranische Präsident Ahmadinedschad hat ein Weblog gestartet. Darin erzählt er von seiner Kindheit – und lästert über Amerika.


Was die Netzeitung ( N24-Gruppe) ihren gehirngewaschenene Lesern natürlich nicht erzählt, ist das MilitÄREXPERTEN der USA selber, genau dies voraussagen. Und schaut man sich die STRATCOM Papiere und Verlautbahrungen des P.A.N.C. mal an, offenbart sich die Aussage von Ahmadinedschad nicht als Lästerung, sondern als rationale Analyse.
Aber so ist das in orwellschen Welt von heute. Es wird jede Ausage im Sinne des Imperiums umgedeutet.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23329/1.html

Empfehlenswert in diesem Zusammenhang ist der neue Film von Alex Jones: Terrorstorm ( Gibts auf Google)
Was zb friedliche Demonstarnten in dem demokratischen Staat Israel zu erwarten haben, hat man ja neulich mal wieder gesehen.


Wie die Organisation "International Solidarity Movement" in einem durch mehrere Photographien belegten Artikel am Freitag berichtete, sind mehrere Teilnehmer einer friedlichen Demonstration gegen die israelische "Mauer" durch israelische Soldaten und Grenzpolizisten teilweise schwer verletzt worden.

Auf indymedia gibts auch den Link für das Video dazu. Originalaufnahmen.

Waffenruhe? Ende des Krieges?
Der eigentliche Konflikt hat gerade erst begonnen.
Während der Waffenruhe macht Israel erst mal Palästina total platt und die Verbrecher in der UN feiern ihren Erfolg für den "Frieden", der höchstens bis zum Herbst hält, wenn USrael Syrien und Iran angreifen werden, weil Ahmadinedschad gegen die USA gelästert hat.

Sorry, ist jetzt nicht der prickelnde und vor Fakten sprühende Beitrag. Eher ein paar Gedanken.

Im Moment ist es wichtiger die Verbrecher in USA, Israel, England und Deutschland vor den internationalen Gerichtshof zu bringen.


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[editiert: 14.08.06, 22:03 von matrix555]
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New PostErstellt: 15.08.06, 00:11  Betreff: Re: Die Welt schaut Verbrechern zu - welch widerwärtige Heuchelei sogenannter Demokraten  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: bjk
    Zunächst: wer Demo-Plakate bewußt so beschriftet, daß nur ein Teil der DemoteilnehmerInnen und/oder Passanten den Text lesen kann (...)
    Zitat: bjk
    Dann mußt du 80% aller TrägerInnen antifaschistischer Transparente aus dem autonomen Spektrum auch von antifaschistischen Demonstrationen verweisen. Diese sind öfter auch in English gehalten ("Smash xyz").

    [quote:bjk]will in schlimmer Absicht tricksen um das Demo-Motto provozierend zu unterlaufen.
"Tricksen" Hisbollah Anhänger sowie andere Antisemiten auch, wenn sie beispielsweise den "Tod Israels" (wie beispielsweise auf einer "Friedensdemo" in Bremen) fordern?

    Zitat: bjk
    Wie würde es Dir gefallen, wenn auf einer PDS-Demo verdeckte NPD'lerInnen mit einem Plakat z. B. gegen Sozialabbau mitliefen?!
Das Nazis auf Demonstrationen gegen Sozialabbau oder auf sog. "Friedensdemos" auftauchen ist doch traurige Realität. Dein Beispiel hinkt also ziemlich. Außerdem find' ich die implizierte Gleichsetzung durch das Nazi-"Beispiel" ziehmlich zum kotzen. Als würden die paar Israelsolidarischen Menschen, eine Gefahr darstellen. Die Nazis tun dies nun mal real.

    Zitat: bjk
    Die beanstandeten Demo-Plakate waren teils englisch und teils arabisch bzw. hebräisch beschriftet - warum wohl?!!!
Weil nicht alles stumpfestes Deutsch sein muß, sondern FriedensgegnerInnen eigentlich international agieren und sich so auch äußern.
Ansonsten ist deine Fragestellung ganz großes Kino. Verschwörungstheorie, ick hör' dir trapsen.
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