Was ist das, die miasmatische Belastung?

 

Die miasmatische Belastung ist vor allem wichtig im Zusammenhang mit chronischen Krankheiten, Geburtsgebrechen oder Behinderung.

Das Thema der Miasmen ist sehr komplex. Hier versuche ich Ihnen einen kurzen, leicht verständlichen Überblick anzubieten.

 

Bei chronischen Beschwerden besteht eine Grundschwäche der Lebenskraft. Diese kann durch Vererbung und/oder selber erworbene Belastungen zustande kommen.

Um herauszufinden unter welchen Belastungen Sie leiden, ist es wichtig die Beschwerden Ihrer Verwandten und Vorfahren zu kennen, um mit diesem Wissen Ihre Erkrankung in der Tiefe heilen zu können.

In der Homöopathie kennen wir 4 Miasmen:

- das Psorische Miasma
- das Sykotische Miasma
- das Syphilitische Miasma
- das Tuberkulare Miasma

 

Psora = Grundmiasma

Psora ist ein griechisches Wort und bedeutet Juckreiz

Bildet die Grundlage für andere Miasmen, d.h. durch diese Grundschwäche können sich die anderen Miasmen erst entwickeln. Es treten vor allem funktionale Störungen auf, ohne organische Veränderungen. Diese Beschwerden sind für den Patienten zwar lästig, aber weder gefährlich noch lebensbedrohend.

Psora, es reizt,  juckt und kratzt, typisches Erscheinungsbild:

Hautprobleme, Nervosität und Empfindlichkeit. Daher führen emotionale Faktoren wie Aufregung, Ärger, Eifersucht, Kummer, Schreck und auch Stress zu psorischen Erkrankungen.

Hautausschläge und Absonderungen wie Durchfall, Fieber, Nasenausfluss, Menstruation, Schweiss, usw. sind Entlastungen für das psorische Miasma. Unterdrückt man diese, wird das psorische Miasma aktiviert und es entstehen neue Krankheiten auf einer tieferen psorischen Ebene. Es können auch Krankheiten anderer Miasmen entstehen, da die Psora den Weg für andere miasmatische Krankheiten vorbereitet.

 Symptome (nicht vollständige Aufzählung)

Ängste: Prüfungen, Verlust,  Veränderungen, Versagen, Zukunft
Nervosität: Hyperaktivität, starke Unruhe, Stress, Nägelbeissen, zittrig, nervöse Ticks,
nervlich bedingte: Kopfschmerzen, Schwindel, Schweissausbrüche, Magen-Darmbeschwerden (Heisshunger, Durchfall) usw.
Schlafstörungen: Gedankenandrang beim einschlafen, zu frühes Erwachen
Haut: brennend, juckend, schlecht heilend, schmutziges Aussehen
Schnupfen: fliessend, reizt die Haut, wässrig, wundmachend

 

Sykotisches Miasma

Krankheiten die den Patienten über Jahre begleiten und welche langsam entstehen. Im Anfangsstadium äussert sie sich mit chronischen, zähen Ausflüssen, tief sitzende Katharre, vaginalen Entzündungen usw. Später treten Knoten, Myome, Warzen, Zysten aber auch rheumatische oder psychische Erkrankungen auf.

Typisches Erscheinungsbild:
Knochenauswüchse, Pilzerkrankungen, Polypen, Muttermale, Warzen, gelb-grüne Absonderungen usw.
Werden diese Patienten operiert oder geimpft, oder werden die Symptome unterdrückt, vertieft sich das sykotische Miasma und noch schwerere Krankheiten entstehen.

Symptome (nicht vollständige Aufzählung)

Psychische Erkrankungen: Depressionen, Manie, Ängste, Fixierungen, Wahnideen, Zwangsneurosen, Selbstmordgedanken, Minderwertigkeitskomplex
Haut: Warzen, Muttermale, Fettgeschwülste, Polypen, Herpes, Pilzerkrankungen,, Zysten, Gewächse, schlecht heilende Wunden
Geburtsgebrechen: Down-Syndrom (Mongolismus), Turnersyndrom, Missbildungen (sechs Finger, 3 Nieren, usw.) Hasenscharte, Herzfehler
Entzündungen: Blasen-, Nierenbecken-, Prostata-, Vagina-, Eileiterentzündungen, Nasennebenhöhlen-, Augenentzündungen mit gelb-grünen Absonderungen
Krebs: über Jahre entstehend
Stauungen,
Organversagen:
Embolien, Thrombosen, Ödeme, Krampfadern, Nieren-, Blasen-, Gallensteine


Syphilitisches Miasma 

Das syphilitische Miasma frisst, es frisst an unserer Lebenskraft und macht Löcher. Es tritt plötzlich auf, schreitet schnell voran ist destruktiv und aggressiv. Es ist zerstörend. Krankheiten erscheinen plötzlich und unvorhergesehen. Aber auch angeborene Störungen, Missbildungen, Geburtsschäden und Süchte (Alkohol und andere Drogen) gehören dazu. Syphilitische Erkrankungen sind geheimnisvoll, fast schmerzlos und lassen sich erst diagnostizieren, wenn es schon fast zu spät ist.

Die Destruktion zeigt sich auch in den Gedanken, starke Aggressivität und Gewalttätigkeit. Aber auch gegen sich selbst gerichtete  Formen wie Suchtverhalten oder Suizid.

Wie bei keinem anderen Miasma besteht hier die Gefahr, dass bei einer Unterdrückung (Antibiotika) oder auch bei einem "kleinen" chirurgischen Eingriff, der Gesundheitszustand stark beeinträchtigt wird. Die Lebenskraft ist dann nicht mehr im Gleichgewicht und die Krankheit nimmt einen dramatischen Verlauf oder eine neue Krankheit entsteht in Kürze.

Symptome (nicht vollständige Aufzählung)

Gemütssymptome Verschlimmerungszeit: Nachts
Gewalttätigkeit, Suizidneigung, Süchte (Drogen, Alkohol, Tabak, Rauschgift)
Geburtsgebrechen: Cerebrale Störungen, geistige Behinderung, Taubheit, Blindheit, Missbildungen jeglicher Art (Herz, Nieren, Eierstöcke, Uterus, Gesicht, Kiefer, Ohren, Finger usw.) fehlende Organteile, Spina bifida (offener Rücken)
degenerative Krankheiten: Osteoporose, Multiple Sklerose, Muskelschwund, Parkinson, Alzheimer, Epilepsie, Krebs (schnell fortschreitend) AIDS, Syphilis, plötzliches Nieren-, Leberversagen
Ausscheidungen: übelriechend, blutig, gelb-grün
 

Tuberkulares Miasma

Das tuberkulare Miasma ist eine Mischung des psorischen und des syphilinischen Miasmas. Deshalb finden wir die Unruhe und Nervosität kombiniert mit der Destruktivität.

Typisches Erscheinungsbild:
Lange, dünne, hochgeschossene Menschen.
Chronische Mittelohrentzündungen, Anginen, Atemwegserkrankungen (chronische Bronchitiden, Lungenentzündung, Pseudokrupp) Heuschnupfen und andere Allergien.

Starke Unruhe, Hyperaktivität und Bewegungsdrang im Übermass, was aber zu grosser Erschöpfung führt.
Impfungen werden schlecht vertragen, es entwickeln sich Beschwerden danach, je nachdem tuberkularer oder sykotischer Art.
Medikamente und Operationen haben unterdrückende Wirkung. Als Folge erkrankt der Patient auf einer tieferen miasmatischen Ebene.

Symptome (nicht vollständige Aufzählung)

Gemüt: POS, Hyperaktivität, Konzentrationsstörungen, Wutausbrüche, Stimmungsschwankungen
Schlaf: Zähneknirschen, Nachtschweiss, Schlaflosigkeit, von Mond/Elektrosmog/Wasseradern beeinflusst.
Ohren: chron. Mittelohrenentzündungen, Gehörverminderung, Gehörschaden
Allergien: Heuschnupfen, (Pollen, Gräser) Tiere, Milben, Lebensmittel
Drüsenerkrankungen: geschwollene Drüsen (Lympfdrüsen, Tonsillen) Pfeiffersches Drüsenfieber.
Schilddrüsenerkrankungen wie Kropf, Überfunktion
Atmung: Pseudokrupp, Krupp,  Asthma, Bronchitis, Keuchhusten Lungenentzündung, Tuberkulose

Im Praxisalltag zeigt sich oft, dass die Krankheiten des Patienten mehrere Miasmen belasten.