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Ein irrer Ire kommt selten allein...

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Niemue
FSK 6


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Ort: Somewhere over the rainbow


New PostErstellt: 21.11.07, 18:51  Betreff: Ein irrer Ire kommt selten allein...  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen

So! Ich hab mich mal entschieden hier meine Weiß Kreuz Fanfiktion rein zu stellen! Sie ist ziemlich alt, deshalb manchmal etwas albern, aber sie gefällt mir -dafür dass es meine eigene Arbeit ist- eigentlich ganz gut. Ich hoffe, euch auch! ^^

Titel: Ein irrer Ire kommt selten allein...
Kapitel: 5 +1/2
Fandom: Weiß Kreuz
Disclaimer: Die Charaktere, sowie die Hintergrundstory gehören nicht mir. Ich habe mir sie jediglich zum Spaß ausgeliehen und nicht um Geld damit in irgendeiner Weise zu verdienen.
Pairing: Omi X Schuldig, Yohji X Ken, Brad X Aya, Farfarello X ?, Nagi X ?
Warnungen: alberner Humor, lemon, lime, Kraftausdrücke, Idiotie der Autorin
Inhalt: Es sind Sommeferien. Weiß machen Ferien in Clifden, Irland. Schwarz machen Ferien -auch in Clifden! Natürlich sind Probleme vorprogrammiert. Vor allem weil Schuldig es für eine Sportart hält, Omi hinterher zu steigen!




YAY! KIRBY DANCE!!
<(^^<) <(^^)> (>^^)>
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Niemue
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Ort: Somewhere over the rainbow


New PostErstellt: 21.11.07, 18:56  Betreff: Re: Ein irrer Ire kommt selten allein...  drucken  weiterempfehlen

Ein irrer Ire kommt selten allein...

Kapitel 1

"Wartet auf mich, verdammt!", brüllte Schuldig seinen Teamkameraden hinterher.
Brad Crawford drehte sich genervt um.
"Wir warten doch! Keine Panik! Was bist du denn auch so langsam?", maulte er.
Schuldig kam mit vor Anstrengung rotem Kopf vor ihm zum Stehen.
"Was ich so langsam bin?!"
Er ließ einen Haufen Koffer vor Brads Füßen auf den Boden krachen. Schuldig ballte seine Hände zu Fäusten und funkelte den Schwarzleader böse an.
"Ich bin so langsam, weil ich eure Koffer tragen muss! Da kann man doch mal Rücksicht nehmen!"
Brad machte mit einer genervten Handbewegung zu verstehen, dass ihn das sehr wenig interessierte.
"Wir haben gelost. Du hast eben das lange Streichholzstück gezogen. Du musst die Koffer tragen." Schuldig knurrte übellaunig zurück: "Ihr habt geschummelt! Ich hab es gesehen! Ihr habt eure Stücke geknickt!"
Nagi lachte auf.
"Ja, klar...Wie hätten wir das denn machen sollen, ohne dass du das bemerkst?! Ich hab gedacht, du liest pausenlos unsere Gedanken?! Du hättest sofort etwas sagen können."
Schuldig sah den Chibi ertappt an.
"Ihr seid blöd..."
Crawford hob eine Augenbraue.
"Ja und du trägst jetzt weiter die Koffer. Ich will keine Widerworte mehr hören!"
Schuldig sah den Leader beleidigt an.
"Och menno, Brad...Muss ich wirklich?"
Brad sagte nichts über seinen ausgesprochenen Vornamen, sondern ging weiter die lange Straße entlang. Schuldig seufzte, packte sich das Gepäck wieder auf den Rücken und folgte ihm. Nagi ging grinsend an ihm vorbei.
Plötzlich schrie er auf und fiel nach vorne. Er war über Farfarello gestolpert, der auf dem Boden hockte und damit beschäftigt war einen Käfer mit seinem Messer abzustechen.
"Farfie! Was machst du da?!"
Farfarello hob den Kopf und schaute Nagi, der gerade aufstand und sich den Dreck von den Klamotten klopfte, verwundert an.
"Ich verletze Gott.", meinte er völlig verständnislos und hielt den aufgespießten Käfer, der sich noch bewegte, in die Sonne.
Schuldig stöhnte genervt und angeekelt auf.
"Nein, Farfie...Du verletzt einen Käfer. Hör auf damit, das ist ja widerlich!!!"
Der irre Ire hatte sich erhoben und riss dem Käfer ein Bein nach dem anderen aus. Brad Crawford war schon ein Stück weiter gegangen und rief: "Kommt ihr jetzt?! Wir sind schon ziemlich spät! Wir wollten schon um elf da sein! Und jetzt haben wir halb zwölf! Beeilt euch etwas!"
Schuldig warf ihm einen bösen Blick zu.
"Immer so ein Gehetze...Verdammt, Brad! WIR HABEN URLAUB!"
Brad brüllte genauso laut zurück: "JA UND ICH HABE KEINE LUST MIR MEINEN URLAUB VON EUCH VERSAUEN ZU LASSEN!"
Es war still, alle gingen weiter. Schuldig war beleidigt, Brad gereizt, Nagi genervt und Farfie...na ja...er war irre.
Nagi seufzte auf und fuhr sich durch die Haare.
"Fängt schon gut an...Aber schlimmer kann dieses Gezanke ja Gott sei dank nicht mehr werden..."
Farfie sah ihn überrascht an.
"Du dankst Gott?! Wofür?"
Nagi stöhnte entnervt auf und ging weiter mit Farfarello im Schlepptau, der ihn ständig fragte, was Gott ihm denn für einen Gefallen getan hätte, dass er sich jetzt bei ihm bedanke.

Omi lag auf dem Bett und seufzte tief.
"Wann gibt es denn endlich was zu Essen?", maulte er und wandte den Kopf zu Ken, der neben ihm lag.
Dieser zuckte mit den Achseln.
"Keine Ahnung...wenn Aya wiederkommt...Er wollte etwas mitbringen..."
Omi und er seufzten gleichzeitig.
"Toller Urlaub..."
Plötzlich wurde die Türe aufgerissen und Yohji stürmte herein.
"Hey! Wart ihr schon draußen? Die Luft ist hinreißend hier! Richtig frisch! Nicht so muffig wie in der Stadt!"
"Was ist denn in dich gefahren?! Als wir ausgelost hatten, dass wir nach Irland fahren, warst du doch nur am schmollen, dass es hier bestimmt keine Discos und so gibt und jetzt freust du dich, weil es hier frische Luft gibt?!", wunderte sich Ken verwirrt.
Yohji zuckte grinsend mit den Achseln und ließ sich neben sie auf das Bett plumpsen.
"Das Hotel ist total spitze...", schwärmte er, "alles aus Holz und überall in der Halle stehen Blumen und-!"
Ken und Omi warfen ihm je ein Kissen an den Kopf.
"Halt den Rand...", murmelte Omi, stand auf und blickte aus dem Fenster.
Er war im letzter Zeit nicht so überirdisch fröhlich wie immer.
"Hmm...", murmelte er wieder mit einem kleinen Lächeln, "man kann von hier aus das Meer sehen."
Yohji sprang vom Bett und schaute ebenfalls aus dem Fenster.
"Geil!", rief er erfreut. "Hey! Wie wäre es, wenn wir morgen schwimmen gehen?", fragte er gut gelaunt.
Ken schüttelte den Kopf.
"Du spinnst...Es ist zu kalt um Schwimmen zu gehen..."
Yohji lachte laut auf: "Das ist ja das Witzige daran! Der, der eine Erkältung kriegt, muss einen ausgeben!"
Omi und Ken stöhnten genervt auf.
Im nächsten Moment betrat Aya das Zimmer.
"Hi, Aya! Was hast du denn zum Essen mitgebracht? Wir haben Kohldampf!"
Aya legte eine Plastiktüte auf den kleinen Tisch, an den sich die vier jungen Männer hinquetschten.
"Gyros mit Pommes.", sagte Aya und holte die Pappteller aus der Tüte.
Omi knurrte ziemlich übellaunig: "Toll...wirklich lecker...und so nahrhaft..."
Aya zuckte mit den Achseln.
"Sei froh, dass du überhaupt hier bist."
Omi seufzte.
"Ja... Das bin ich auch... wirklich..."
Stumm fingen sie an zu essen.

Schuldig stöhnte auf. Der Schweiß lief ihm von der Stirn, perlte über seine Nase, an seinem Mund vorbei auf sein Kinn und tropfte schließlich auf seinen nackten Oberkörper. Er stöhnte abermals kehlig auf.
"...Brad...Hilf mir doch! Ich...ich komme gar nicht...ich komme gar nicht weiter!"
Brad Crawford seufzte auf, erhob sich vom Bett, kam auf den Balkon und half Schuldig den Sonnenschirm aufzustellen.
"War das jetzt so schwer?! Himmel! Du kannst aber auch gar nichts!"
Schuldig grinste sein Ich-kann-alles-oder-soll-ichs-dir-beweisen?!-Grinsen.
"Du kannst ja schon mal zum Bettchen kriechen, dann zeig ich dir, was ich alles Tolles kann, Braddylein!", flötete er und hob ein paar Mal hintereinander beide Augenbrauen.
Der Schwarzleader warf ihm einen Schuschutötenden Blick zu und ließ sich neben Nagi auf einem der Liegestühle nieder. Nagi tippte auf seinem Laptop herum und blickte kurz auf.
"Ich glaube wir brauchen eine Beschäftigung für ihn...Er langweilt sich ja total..."
Brad nickte und warf einen kurzen Blick nach hinten in ihr teures Hotelzimmer. Farfarello lag alle _fünf_ Glieder von sich gestreckt auf dem Teppich und starrte stumm an die Decke.
"Ja...", murmelte der Leader nachdenklich und sah wieder Nagi an, "wir sollten etwas finden, was die Zwei beschäftigt...Farfie ist mir ein wenig zu still..."
Nagi nickte.
"Wie wäre es mit einem Ausflug? Hier gibt es doch irgendwo ein altes Schloss oder?!"
Brad zuckte mit den Achseln.
"Kann sein..."
Schuldig machte eine Schnute.
"Ich hab aber keinen Bock auf so ein ödes, altes Gemäuer! Das ist doch total langweilig!"
Nagi suchte im Internet nach dem Schloss und Brad setzte sich eine Sonnenbrille auf die Nase. Schuldig wurde ignoriert.

"Dieses Schloss wurde 1678 fertig gebaut und fasste damals sechzig bis siebzig Personen. Die Wälder um dieses Anwesen herum wurden früher und oft auch noch heute zum Ausreiten und Jagen benutzt."
Die Fremdenführerin stoppte und holte tief Luft für einen weiteren langweiligen Vortrag über die Jagdangewohnheiten der früheren Bewohner des alten Schlosses, neben dem Omi gerade stand.
"Ich weiß schon, warum wir die Führergruppe nicht genommen haben...", lächelte Ken und klopfte Omi auf die Schulter. "So ist es viel angenehmer! Man kann sich alles in Ruhe ansehen und es ist nicht so langweilig!"
Der Chibi nickte zustimmend.
"Tja...Ist trotzdem nicht so das gelbe vom Ei...Ich hatte gedacht, dass wäre hier alles ein wenig interessanter..."
Ken grinste.
"Aya wollte unbedingt hier hin...Vielleicht hat er beim Auslosen geschummelt?!"
Omi grinste.
"Könnte sein...Zuzutrauen wäre es ihm ja..."
"Wem?"
Die beiden zuckten zusammen, als Aya plötzlich hinter ihnen stand und sie mit hochgezogenen Augenbrauen ansah.
"Öh...äh...ähm...Kennst du nicht!", stotterte Omi und lief rot an.
Aya runzelte die Stirn und blickte über seine Schulter zur Fremdenführergruppe herüber.
Mit einem Mal erstarrte er und murmelte: "Scheiße..."
Omi blickte in die Richtung, in die sein Teamleader blickte und zuckte zusammen.
Ein paar Meter von der Gruppe entfernt stand Schwarz!
"Was um Himmels Willen wollen die denn hier, verdammt?! Kann man denn noch nicht mal in den Ferien Ruhe vor denen haben?! Die sind ja schlimmer als ein Sack Flöhe!", zischte Yohji, der gerade an sie herangetreten war.
"Mist! Schuldig hat uns entdeckt!"
Der Deutsche mit den orangen Haaren blickte zu ihnen hinüber und grinste breit.

"Guckt mal, wer da steht! So eine Überraschung!", flötete Schuldig und zeigte auf Weiß, die nicht weit entfernt im Schatten einer Schlossmauer standen und zu ihnen herübersahen.
Brad Crawford knurrte etwas Unverständliches, Nagi schaute konzentriert zu der Gruppe junger Männer, Farfie hörte auf ein großes Holzkreuz, das neben ihm stand, zu beäugen und fing an wie blöde zu kichern.
Ihn schien es gar nicht zu interessieren, wer da bekanntes war, sondern fragte Brad: "Meinst du, es verletzt Gott, wenn ich gegen das Kreuz da pinkel?"
Brad ignorierte den irren Iren, legte die Stirn in tiefe Falten und stierte zu Aya hinüber. Der zeigte ihm mit einem Nicken, dass sie ihnen folgen sollten.
"Er wählt einen Kampfplatz...Gut, folgen wir ihnen."
Nagi maulte plötzlich los.
"Kampfplatz?! Ich will nicht kämpfen! Ich hab Urlaub!"
Der Armaniträger seufzte und blickte wütend auf den Chibi herunter.
"..."
Der Junge schrumpfte unter dem Blick zusammen, wie ein...XXXXX unter kaltem Wasser.
"Ok, ok...Ich komm ja schon mit...", gab der Chibi schließlich nach.
Weiß setzten sich in Bewegung und gingen über den großen Innenhof des Schlosses aus dem Tor auf ein kleines Wäldchen zu. Die vier Männer folgten ihnen in sicherem Abstand.
"Crawford? Kannst du sehen, ob das eine Falle ist?", wollte Nagi jetzt wissen.
Er hatte ein mulmiges Gefühl. Der Angesprochene wandte sich wiederum an Schuldig.
"Guck nach, ob die etwas planen!"
Als Schuldig etwas erwidern wollte, fügte Brad wütend hinzu: "Wage es nicht, mich zu fragen, ob ich dir dafür gleich im Hotelzimmer einen blase! Nein!"
Der orangehaarige, junge Mann machte ein beleidigtes Gesicht, konzentrierte sich aber im nächsten Moment auf die Gedanken der vier Männer vor ihnen.
Nach ein paar Momenten grinste er breit.
"Die haben Schiss! Stell dir das mal vor! Aya will wissen, was wir hier machen und klarstellen, dass sie hier nur Urlaub machen. Also *no Business'* sozusagen."
Brad nickte. So etwas Ähnliches hatte er erwartet. Es gab jetzt nur noch zu hoffen, dass es zu keiner _größeren_ Meinungsverschiedenheit kam.  

Omi war nervös.
"Aya...Ich glaube nicht, dass das so eine gute Idee war...", sagte er leise und setzte sich auf den Baumstumpf.
Sie hatten die Lichtung erreicht, die sie gestern in diesem Wald gefunden hatten und warteten nun darauf, dass Schwarz vor ihnen aus den Büschen treten würde.
Aya zuckte mit den Schultern.
"Das werden wir jetzt sehen, Omi."
Im nächsten Moment traten vier Gestalten auf die Lichtung. Omi schluckte und erhob sich wieder.
//Warum stehst du denn auf, Kätzchen?//
Er zuckte zusammen. Das war Mastermind in seinem Kopf.
/Halt die Klappe und raus aus meinem Kopf, verdammte Scheiße!/
//Na na na...Solche Kraftausdrücke in deinem Alter, Kätzchen?! Wo hast du die denn her?//
/Du musst nicht alles wissen, Dreckskerl!/
Ken warf ihm einen Blick zu und stieß ihn mit dem Ellbogen in die Seite.
"Geht's dir gut, Omitchi?"
Omi sah ihn verwirrt an.
"Was?"
"Ich hab gefragt, ob es dir gut geht? Du siehst so abwesend aus!"
Er seufzte.
"Mastermind labert mich zu...Ich wusste gar nicht, dass der so nervend sein kann! Bisher kam er mir nur gefährlich vor..."
//Danke sehr, Kätzchen, ich fand dich immer niedlich und unschuldig. Aber, wenn ich gewusst hätte, dass du solche bösen Wörter kennst...!//
Omi raufte sich die Haare und knurrte: "Klappe! Klappe! Klappe!"
Ken musterte ihn besorgt und blickte zu Aya hinüber, der mit Oracle diskutierte. Das würde bestimmt noch dauern. Omi neben ihm ließ sich mit einem Seufzen auf dem Baumstumpf nieder und vergrub seinen Kopf in den Händen.
//Ach, Kätzchen...Ist doch nicht soooo schlimm, dass ich dich interessant finde!//
/Mastermind, halt die Klappe!/
//Nein...//
Omi warf dem orangehaarigen Mann einen verzweifelten Blick zu.
//Hmmm...Machst du mich mit dem Blick scharf...Gib's mir, Baby!//
Omi wurde bis zum Haaransatz rot, wie eine Tomate.
/Was soll das denn jetzt?!/
//Hast du's nicht bemerkt?! Ich bin geil auf dich!//
/Verpiss dich, du perverse Ratte!/
//Nö...Es ist grad so schön in deinem Kopf. So warm und feucht!//
Omi sah wie sich der feindliche Killer über die Lippen leckte und über seinen Gesichtsausdruck lachte.
//In welchem Hotel wohnst du, damit ich dich heute Nacht besuchen kann?!//
/Glaubst du etwa, das sage ich dir, du Bastard?!/
//Ja klar! Ich nehme an, wir werden uns in den zwei Wochen, wo ihr hier seid noch öfters sehen! Brad und Aya machen nämlich gerade aus, dass wir in den nächsten Tagen etwas zusammen unternehmen.//
/WAS?!/
Omis Blick glitt zu seinem Teamleader, der sich angeregt mit Oracle unterhielt.
/Gott, das kann nicht sein! Aya würde nie.../
Er brach den Gedanken ab. Warum denn eigentlich nicht?! Schwarz hatten sich eigenständig gemacht und sie hatten es ihnen mittlerweile gleichgetan. Es sprach eigentlich nichts dagegen, dass sie sich kennen lernten.
/Gott, was denke ich hier?! Das ist Schwarz! Schwarz!/
Omi war verwirrt und durcheinander.
//Na? Gefällt dir der Gedanke? Wenn wir uns verstehen, könnten wir ja auch unsere Teams zusammenschmeißen! Hmmm?! Das wäre doch was! Und jede Nacht einen guten Fick mit dir! Obwohl...Warum eigentlich nur nachts? Am Tag auf dem Küchentisch wäre doch bestimmt auch geil! Hach...wundervolle Vorstellung!//
Ihm wurde fast schlecht. Er hatte eigentlich nichts gegen diese Vorstellung, er war schwul und normaler Weise stand er auf Typen wie Mastermind, aber der gehörte zu Schwarz!
/Um Gottes Willen! Du spinnst total.../
//Ne, tu ich nicht. Farfarello spinnt. Ich bin nur scharf auf dich. Apropos Farfie, wenn wir gleich durchs Schloss latschen, solltest du dieses ständige *Gott* nicht weiter benutzen. Farfarello ist in der Hinsicht sehr sensibel, musst du wissen.//
/Fick dich!/
//Hmm...joa...Das wäre mal wieder überfällig...Aber ich denke mit dir ist das viel angenehmer!//
Omi lief rot an.
/Arschloch!/
//Was ist damit?//
/Du bist eins!/
//Wirklich?! Ist mir noch gar nicht aufgefallen! Bist du dir sicher?!//
/Ja.../
Langsam wurde es Omi zu bunt. Außerdem bekam er leichte Kopfschmerzen, die langsam immer stärker wurden.
//Hmm...Dann lass ich dich jetzt am besten in Ruhe. Das ist am Anfang immer etwas gewöhnungsbedürftig, aber keine Sorge, wenn wir uns ja jetzt jeden Tag sehen, können wir an dir etwas arbeiten und dann kriegst du kein Kopfweh mehr.//
/.../
Omi war etwas überrascht, dass Mastermind plötzlich Rücksicht auf ihn nahm.
//Ich will meinem kleinen Uke doch nicht wehtun! Was denkst du vom mir?!//
/H.Ö.R.A.U.F.!/
//ok, ok, bin ja schon weg!//
Im nächsten Augenblick stellte Omi fest, dass die Präsenz in seinem Kopf tatsächlich weg war. Verdutzt sah er auf. Ken schaute ihn verwirrt an und Yohji bedachte ihn mit einem Stirnrunzeln.
"Der Typ ist endlich aus meinem Kopf! Himmel, was für eine Erleichterung!", erklärte er seinen zwei Freunden.
Ken nickte verständnisvoll, während Yohji ihn nur verwundert anblickte. Ken erläuterte ihm, was passiert war.
Omi erhob sich, als Aya zu ihnen herüberkam und mit ernstem Gesicht seine Aufmerksamkeit auf sich zog.
"Wir werden gleich mit den Vier durch das Schloss gehen und uns die alten Ruinen ansehen.", sagte er mit ausdrucksloser Miene.
Ken keuchte auf, Yohji starrte seinen Teamleader verwundert an und Omi stöhnte entnervt auf. Also hatte Mastermind Ernst gemacht.
"Das kann nicht dein Ernst sein, Aya!", flehte Ken und schüttelte den Kopf.
Aya zuckte mit den Schultern.
"Es hat sich so ergeben. Wir sind schließlich im Urlaub und Crawford hat Kohle."
Yohji horchte auf, dann breitete sich ein gemeines Grinsen auf seinem Gesicht aus.
"Das heißt also, dass du das extra so eingefädelt hast, nur damit wir heute Mittag, was Ordentliches zwischen die Beißerchen kriegen?! Geniale Idee!"
Omi schüttelte den Kopf. Womit hatte er das nur verdient?!
"Habt ihr eigentlich 'ne Idee, was ihr mir damit antut? Diese orange Telepathenleuchte steht anscheinend auf mich und ich habe keinen Bock, dass er mich überfällt!", knurrte Omi und sah Aya durchdringend an.
Sein Teamleader zuckte nur mit den Achseln und wandte sich zu Schwarz um.
"Können wir, Crawford?"
Ken runzelte die Stirn.
"_Crawford_?! Was ist das denn jetzt?!", wollte er verwundert wissen.
Aya blickte ihn mit ausdrucksloser Miene an. "Oracles Name."
Er drückte sich wie gewohnt knapp aus und ohne mehr Worte als unbedingt nötig zu benutzen. Nur ein leichter, roter Schimmer auf seinen Wangen zeigte, dass etwas mit ihm los war. Yohji lachte rau.
"Fall ihm doch gleich um den Hals und knutsch ihn tot, Aya! Ich bin sicher diesem notgeilen Armaniträger wird das gefallen!"
Omi hob überrascht eine Augenbraue. Seit wann war Yohji so komisch und was noch wichtiger war, warum benahmen sich plötzlich alle um ihn herum wie ausgemachte Idioten?!
Er seufzte leise. Im nächsten Moment kam Schwarz auf sie zu. Brad Crawford  grinste sie nacheinander kalt an.
Er zeigte auf den braunhaarigen Jungen, der sogar noch jünger aussah als Omi selbst und meinte kurz angebunden: "Das ist Nagi."
Seine Hand zeigte auf den weißhaarigen Mann mit der Augenklappe.
"Farfarello und..." Er deutete auf den orangehaarigen Telepathen, der ihn angrinste.
"Schuldig. Nennt mich Crawford. Abyssinian, stell dein Team vor."
Aya nickte.
"Ken, Yohji, Omi..."
Er deutete nacheinander auf sie und stoppte dann bei sich. "Aya."
"Mein Gott! Der kann sich ja noch kürzer artikulieren, als Braddie!", staunte Schuldig und grinste.
Yohji grinste, Ken runzelte die Stirn, Omi musste kurz lächeln und Aya musterte Mastermind mit einem abschätzenden, shi-ne Blick.  
"Benimm dich und lass die Finger von Omi, Schuldig. Ich bin heute etwas gereizt und habe keine Lust mich mit dir anzulegen.", sprach Crawford ruhig, aber mit einem drohenden Unterton in der Stimme.
Schuldig grinste ihn nur unschuldig an.
"Och, Braddielein! Lass mir doch den Spaß!"



~*~*~*~*~*

Schuldig seufzte und fuhr sich durch die langen, orangen Haare. Sie liefen jetzt schon eineinhalb Stunden durch diese alte, fast verrottete Schlossruine und es war keine Gelegenheit, den kleinen Bombay -oder wie ihm vorgestellt: Omi- zu ärgern. Er warf einen verstohlenen Blick über die Schulter zu dem Chibi und begegnete seinem Blick sofort. Der Junge hatte ihn angestarrt. Schnell schlüpfte er in den Kopf des Killers.
//Na? Ist mein Rücken interessant, Kätzchen?//
Omi zuckte zusammen. Er wurde sofort rot, als ihm klar wurde, dass er einem Mitglied von Schwarz gerade auf den Rücken gestarrt hatte. Schuldigs Schritte verlangsamten sich und er kam neben ihm an.
"Wie geht's, Kätzchen?"
"Nenn mich nicht Kätzchen!"
"Klar, Kätzchen, mach ich."
Omi stöhnte entnervt auf und versuchte seine Schritte zu beschleunigen um von dem Telepathen wegzukommen.
"Hmm...", machte Schuldig genießend und grinste ihn an, "mach das noch einmal, Baby!"
Der Chibi blickte ihn verwirrt an.
"Was denn?"
"Ja, dieses Stöhnen! Das macht einen ja total scharf!"
Omi machte im nächsten Moment einer Tomate Konkurrenz und blieb stehen. Ken, der hinter ihm gegangen war, prallte gegen in und landete auf seinem Hintern.
"VERDAMMT, MASTERMIND!!! LASS MICH IN RUHE!!!", brüllte Omi und drehte sich schnell um, um Ken, der ihn verwundert anblickte, auf die Beine zu helfen.
Schuldig lachte leise.
"Ok, Kätzchen...Wie du willst, aber ich komme wieder!"
Der Telepath brach in schallendes Gelächter aus und beschleunigte seine Schritte bis er neben Nagi stand und ihn etwas ärgerte.
Ken klopfte sich Staub von seiner Hose und musterte ihn durchdringend.
"So wütend warst du ja noch nie. Der muss ja echt grauenvoll sein, Omitchi...Mein Beileid!"
Omi seufzte und nickte.
In der nächsten Sekunde rief Yohji von der Spitze der Gruppe: "Nicht bummeln ihr da hinten! Ich will heute noch im Hotel ankommen! Na, macht schon!"
Ken und Omi sahen sich an und lächelten leicht. Sie setzten sich wieder in Bewegung und Omi überstand den Tag mit Schwarz, ohne dass Schuldig ihn noch einmal nervte.

Omi seufzte auf und drehte sich um. Aya, der neben ihm lag, wurde von seinem Arm im Gesicht getroffen und fuhr zu Tode erschrocken aus seinem Schlaf.
"Omi...", knurrte er leise und versuchte den Arm und nun auch das Bein, das sich hinzugesellt hatte, von sich herunter zu schieben.
Das einzige, was der Chibi jedoch tat, war kurz aus seinem leisen Schnarchrhythmus, der eher aus etwas zu lautem Atmen bestand, zu kommen und sein Gesicht in Ayas Halsbeuge zu verstecken. Aya seufzte.
Was brachte es ihm, jetzt zu versuchen weiter zu schlafen?! Er würde wohl aufstehen müssen. Ein schneller Blick auf den Wecker auf dem Nachttisch neben dem Bett sagte ihm, dass es ungefähr 9 Uhr war. Mit einem Knurren schob er sich unter Omi hervor und stand auf. Er hatte vor einen kleinen Spaziergang zu machen. Das würde seine Lebensgeister erst einmal in Schwung bringen.

Brad erwachte mit einem Knurren. Überrascht stellte er fest, dass er halb auf der Brust seines Bettnachbarn lag und dieser die Arme um ihn geschlungen hatte. Er knurrte leise. Vorsichtig versuchte er die Arme von sich zu schieben, was sich als schwierig herausstellte.
"Mensch, Schuldig...ich bin nicht dein Knautschkissen!", fauchte er und schob den Deutschen von ihm weg, als er es aus seiner Umarmung geschafft hatte.
Ein leises Murmeln kam über die Lippen des Telepaten. Brad runzelte die Stirn.
"Ich hoffe für dich, Schuldig, dass ich mich gerade verhört habe...Sonst wird das ein Nachspiel haben!", sprach er und beugte sich über den Deutschen um zu horchen, was dieser im Schlaf nuschelte.
Er hatte nämlich dort einen Namen gehört, der nicht zu einer Person in ihrer Killergruppe gehörte. Mit einer zufriedenen Miene, richtete er sich wieder auf.
/Gut...er redet im Schlaf über seine Oma. Da bin ich beruhigt./
Mit einem Seufzen ließ er sich wieder in die Kissen sinken, natürlich weit weg, von dem Deutschen. Er schloss die Augen und nahm an, er würde sofort wieder in den Schlaf sinken, wie er es immer tat.
Verwirrt blinzelte er. Er schlief nicht ein. Er richtete sich auf und knurrte leise. Er konnte nicht mehr schlafen.
/Verdammte Telepathenwurst!/, fluchte er in Gedanken und versuchte so gut es ging den Gedanken an den Deutschen neben ihm zu schicken.
Der Mann neben ihm zuckte leicht zusammen und drehte sich grummelnd und etwas nuschelnd um.
//Lass mich weiterträumen, Braddie...//
/So ein Scheiß! Jetzt kann der das auch noch im Schlaf!/
Mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck zog Brad sich an und beschloss mit einem Taxi in die Stadt zu fahren und sich die alten Häuser anzusehen. Das konnte er mit diesen nervenden *Kindern* sowieso nicht.

"Yohji...Hör auf..."
Yohjis Kopf tauchte unter der Bettdecke auf.
"Was mach ich denn?!", fragte er mit einem unschuldigen Lächeln, dass sich jedoch sofort in ein Grinsen verwandelte.
Ken versuchte von dem Playboy wegzurutschen, konnte jedoch nicht, weil Yohjis Griff zu stark war.
"Du...du weißt ganz genau, was du machst! Hör auf! Die anderen könnten uns hören! Ich könnte ihnen nicht mehr in die Augen sehen!"
Yohji seufzte auf und stützte sein Kinn auf Kens Bauch ab.
"Das sagst du zu Hause auch immer und bis jetzt hat man uns noch nie gehört! Also stell dich nicht so an! Was ist denn schon dabei? Ich hab gedacht du stehst zu unserer Beziehung?! Liebst du mich denn nicht?!"
Das hatte gesessen. Yohji wusste genau, dass er mit diesem Argument Ken immer wieder herumkriegen konnte.
Ken wurde bleich und antwortete sofort: "Natürlich liebe ich dich! Ich...ich weiß nur nicht, was Omitchi und Aya dazu sagen...Vielleicht finden die das ekelig...? Wenn die das herausfinden, fliegen wir doch wahrscheinlich aus dem Team!"
Yohji schüttelte den Kopf.
"Du kannst beruhigt sein...Was findest du ekliger: Schwule Typen oder Inzest?"
Ken machte ein verwirrtes Gesicht.
"Hä?"
Yohji lachte leise.
"Ich erkläre es dir. Aya ist doch total in seine Schwester verschossen! Ich glaube nicht, dass der was dagegen hat. Mit Omi hab ich schon darüber geredet und der findet das völlig in Ordnung, außerdem ist er...öhm..."
Ken horchte auf und richtete sich überrascht auf.
"Was ist mit Omi?"
Wenn es um seinen Freund Omi ging, wurde er immer sofort aufmerksamer. Yohji machte einen gequälten Gesichtsausdruck.
"Na ja...eigentlich hab ich dem Chibi versprochen es keinem zu sagen, aber...du bist schließlich sein bester Kumpel, da kann ich das ruhig machen!"
Er machte eine Pause. Ken rutschte unruhig hin und er.
"Nun sag doch endlich!!!"
Yohji blickte ihm bittend in die Augen.
"Nur, wenn ich einen Kuss kriege..."
Ken seufzte auf und gab Yohji, der sich wahrscheinlich reichlich mehr vorgestellt hatte, ein kleines Küsschen auf den Mund.
"Jetzt sag!"
Yohji seufzte, dann gab er nach.
"Ich hab Omitchi mal mit einem seiner Mitschüler im Park getroffen. Die haben hemmungslos rumgeknutscht...Na ja...ich hab ihn zu Hause darauf angesprochen und der meinte, dass er schwul wäre und auch dazu stehen würde."
Ein Lächeln huschte über sein Gesicht.
"Dann hab ich ihm von uns erzählt und er fand das total cool! Hat gemeint, er würde sich für uns freuen und er meinte, dass wir das Aya auch sagen sollten und uns nicht so verstecken sollten. Außerdem hat er mir gedroht, dass er mich umbringt, wenn ich dir fremdgehe."
Er grinste und küsste Ken auf den Bauchnabel.
"Und ich glaube ihm das auch, deshalb war ich die ganze Zeit über, in der ich mit dir zusammen war, ganz lieb!"
Ken beugte sich lächelnd vor und küsste Yohji zärtlich. Er konnte nicht verhindern, dass kurz darauf mehr daraus wurde, aber Omi schlief zu tief, als dass er etwas hätte hören können.





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